1 ««r«?i Y: •^•Vs ■\-\. ■'-^■. ;: -^■'' ,. i-s^^ :> xV. Xti^ "A. .?76s« Ä K^'t»;" •■«^ ^'■S^ c ftü5Ü o ^ ^^z. vji ^agjiöi- ijüli i'i Oj cUi-g rtl J' OlOL, U^'Jli*^^-- »i- Ruhtet in§ 9{etd^ ber Cr^ptog^anaeit. ^ermann f^a^net. LIBRARY NEW YORK BOTANIC/.iU JDie Laubmoose^ bargeftellt burd^ 25 Wirten berfetSen. SJiertc, iin»cränbcrte ^fuflage. 1856. / €5 H- (Erläuterung ber 5lBBi(bungen. Fig. 1. 6tn ^"^flonjdjcn be§ wcUenblattngen ©ternmoofeS. (Mnium undulatuni. H. JV2 8 ber Caubmoofc.) a. ber unteriröifd^e, Jnec^cube St)ci( beö ©tengele, an bem fi^ bie 2Biirjclfa[ern, f^letc^ einem wetd^cn, jortcn gitje üon brauner ^arbe befinbcn. b. ber oufiicfgcnbe ©tengel mit c. ben ©tengelblättern. d. bie ^njeige. f. eine fogenannte treiblicfcc SSlütbe bie mebreve ^vüi^te entwickelt l)Qt. g. i>k grudjtftiele. h. bie grudjtfapfcln. kk. ^met grüßte/ tk nod) mit ben uml)üUcnbcn Rauben yerfeben finb^ bei ben beiben anbern grüd^tcn finb bicfelben bereite abgefallen. Statürlid^e ©rc^e. Fig. 2. @in ©tengelbtatt (Fig. 1, c.) ungefd'br Sfac^ ocrgrö^ert. (5S umfaßte mit feinem (s^runbe ben ©tengel» ein ©tiel feblt. Sn ber ^^itU ift e§ t»on bem SJiittelneroen bur(^jogen, ber an feinem unttrn Sbeile fic^ am ©tengel fortfe^t. 2)er Sianb beä SSlatteg jeigt bcutlid)e 3ä^ne. Flg. 3. Qin £lucrburcbfd)nitt beffelben SBlatteS, weldicr beutlic^ er? fcnnen Id^t, ta^ baffelbe nur ai\§ einer einzigen 3eUcnfci}id)t cx^ feiltet ift. 2)er JBlattnero beliebt au6 aner2(njabl beifammeniica genbcr 3eUen. Sie fi^attirten Steile finb bie Dberflacbe beö felatteö. Um obern (Snbe ifl ein ^Qbn beö SSlattranbel am ©djnittftüdtdben geblieben. 250facbe Vergrößerung. Fig. 4. jDie 'Qipi^i bcS bei Fig. 2 abgcbilbeten Slattcö 250fac^ mvs örößert. a, t)k gellen ber eigcntlicben SSlattfld^e -finb jicrlic^ fcc^öecEig/ regelmäßig gejialtet unb hilttn ein fd^öneS äetigcwebe. 3(bern, ©piralgefd^e, ^aare, iDrüfcn unb dbnlidbc £)rgane/ mie fie bei ben äSldttern böserer ^flanjen auftreten, feblen i)kv ooUs fldnbig. b. ©ie 3i?llen beö Slanbeä unb beö JBlattnerüen finb langgeftretft unb bi(^ter gebrdngt unb liegen befonberS bei bem letztem in mebr^ren 9?ei()en überetnanber. Fig. 5. a. eine fogenannte weiblicl)e aSlütbc au§ 4 Äeld)bld'tt(^£tt gebilbet; innerhalb biefer le^tern entn?ic!elt fidb i>k iunge grud^t unb Ijebt fic^ burc^ SJerldngerung beg grucfctiiieleo an$ ii)nm weit nad) oben empor. 2)ie gigur jeigt innert)alb ber 4 Äel(^» bldtter ben bur^fdjnittcnen grud^tftiel. 5. b. ®in foldjeö Äeld;blatt ungcfdbc 3fac^ »ergrößcrt. Sie »?orra beffelbcn weicht auffaUenb oon berjenigen be§ Fig. 2. abgebilbe:» > ten ©tengelblatteö ab, fpi^t fidb oiel fd)drfer gu unb bilDet tm ^ «ebergang ju bem 3abnbefa|, ber Fig. 8 bargeftellt i\t. Snners - f^aib ber Äeld)bldtter finbet ftc^ am ®runbe bes §rucbt|tielcg (in fogenannteS ©dbeibcben, ein fleineö tüulilförmigeö Organ, treldbeS ^ ein nidbt unnjic^tigeö Unterfdjeibung^merfmal gwifc^en Saubmco* fen unb Ccbcrmoofm bitbet. U Fig. 6. ßinc ^t\iä)tUp\zl bejTetben 5!}?oofeg mit htm obern Steile beS grucbtfiielcg g. h. tfi bie Äapfcl, weldje in if)rem Snnern tag g)?tttcl[äulrf)tn unb bic (Samenzellen birgt. Sie Äapfel (obcraSüd)fe) i\t nod^ burd^ ben ®cc!el 1. 9efcl)lo|Ten unb oon bec ^aubc gefront. Siefe Jpaube k. umfdilo9 anfdnglid) bie gruc^t im crimen Sugenbjuftanbj ooUltcinbig. SSei bem aUmäligen SDSac^Ss t^um ber le^tern würbe fie ber Sänge nadj jerfpalten unb irirb enblid) abgeworfen. Set oorliegenbcr9}ZooSart ij^ [ie bünnl)outfg. Fig. 7. (gine ebenjolc^e gruc^tfapftl ctnjag jldrfer oergrögert. 25te ^öube ifl abgeworfen, g- ber ^rud^tiliel, h. bie Äapfel (Siic^fe.) ®cr Sec!cl i beginnt fiel) ju offnen. (SS Ijat fic^ am untern Sljeile bereite etwa§ getöll unb geigt innerlich m. Un 3Qbnbesr fa^ (Peristoni) 1. ift ber üuS 2 3cUenreit)en gebilbete, elaftifc^d S?ing/ tt)cld)er im Snnern ber grud^t an ber ©teile, wo bec 3)ectel auf ber 5}Jünbung auffi^t, »erborgen lag unb welcher wabrfdbcinlic^ beim 2lb[pringcn beS 2)ectelg bebiilflic^ ift. Fig. 8. Sin ©tüc!d)en — ctwaä me<)r qI6 ber öierte Sl)eil — pom 3al)nbefa.^ berfclben Äapfel 250fad) ocrgrö^ert. ®er untere 3;i)eil ijl ein fi^maler (Streifen öom obern SHanbe ber grudjt. SOlan er!ennt, ba§ tk Äapfel äbnlid^ wie bie SSlättcr aug bellen ges bittet iit, bie aber in boppelter (Sc^ic^t übereinanber liegen. a. a. a. finb brei ber äupern ^äl)m, beren IG runb um bit SJeffs nung ber grucljt jtet)en. ©ie finb berb unb üon brauner ^axbe. ZinU unb rcd^tä ift ein eben foldjcr 3abn ungcfdljr in ber50litte abgebrodjen, um ta^ l)inter il)m bcfinbli(^e SGSimperpaac c. c. crlcnnen ju lafi|'cn. b. b. b. b. 4 3ä'l)ne beS Innern 3al)nbe[a|e§/ bie oon oiel härterem S3au unb orangefarbigem Kolorit finb. Swifc^en je 2 öerfelben finb fretö 2 febr jarte SBimpern (Silien)/ bte aber auf ber 3eic^nung burd) tit M^ine beö äupern SSefa^eS a. oerbectt werben unb nur ba fi(^tbar finb, wo bie le^tern bei c. c. abgebrodien würben. 1. zin ©tücf beö elaj^ifd)en JRtngeg. Fig. 9. ©inige iiörnlein SO^ooöfamen, ©poren. (Sg feblt it)nen eine ©amenfdjale unb (Samenblätter; ebcnfowenig finb in i^nen weber ein Äeimblatt no^ ein SBürjeldben/ fonbern nur ein ober einige ^ellenblciödben ju bemerfen. Fig. 10. ©ine fogenannte männlidbe SSliitbe. ©in ^ftänj^en ber^ fclbcn sOJoüSart, bei bem bic SSü'tter am obern @nbc dm flcrn^ förmige Änoepe bar|icUenj jwifc^en biefen Änogpenblättern bes finben fidb bic fcgcnannten 2lntbcribien unb jarte ©aftfäben. Fig. 11. a. (Sine ©ruppc biefec TTntberibten 230fad^ oergrögert; feulcnförmige Organe üon einer fd)leimigen 9}la|)"e erfüllt unb an ber (gpi(je fidb öffnenb. b. (Safrfäben, wclcl}e bie 2(ntl)eribien umgeben. @g finb @cbtäud]e oon jartem, adligen SSau, t)U man füc^geuc^tig£eitgbel)älter anfieljt. *& OVW Ott SIeinc ^Tu^ftc^t entjü(!t ben iBanberer mel^r aU eine fot$e, bte fid) i^m ^(ö^Iid^ an einer (SteKe öffnet, an toel* ($er er nid{)t bte minbefte üermnt^ete. D^eifenbe, bie anf bem SBege nad^ ^amaö!n6 tagelang einförmige gturen bnrc^^o* gen, mü^fam in büfterm getögeBirg emporfrommen nnb in enger ©d^tnc^t anf nic^t6 ©d^öne^ gefaßt toaren, — !önnen faum Sorte finben, baö '©nt.^üden ^u fi^ilbern, baö fid^ i^rer Bemächtigte, toenn fie ))(ö^(i(^ an jenem i)ielberü^mten gelfenfenfter anlangten, burt^ toeld^eö fic^ ben bezauberten taö l^arabiefifd^e ©efilbe, bie prächtige @tabt 2)ama§!n§ mit i^rem Salbe bon ©arten nnb ben fitbernen gtnßabern, in glü^enbeö ^Ibenbgolb nnb S)uft gepat, tief unten n^ie ein magifd;er ^^raum, hnxd) einen QanbQx\^la^ l^erborgerufen, ausgebreitet zeigten. (Sine ebenfo üBerrafd^enbe nnb ent^ücf enbe ^nöfid^t Bietet fid^ bem ^Zaturfreunbe, ber Bisher nur bie größeren, BIü* l^enben ©emäd^fe feiner UmgeBung Betrad^tete, nnb ber je^t ben ^M auf bie Heinen Äinbtein ber glora: bie SD^oofe, ^(gen nnb gled;ten xiä)kt, bie er früher üBerfa^. (So eröff* net fid^ i^m eine neue, nie geahnte Seit mit eigentpmlid^en ©efe^en nnb @d;ön^eiten. ÜDag UeBerrafd^enbe ift eS jebod^ !eine§toeg§ allein, tDa§ baS ©tubium biefer Üeinen (^eujäc^fe fo intereffant «nb tüid^tig mad^t. 3JJan Begnügte fid^i früher bamit, alle ©igenfd;aften nnb 9J2er!maIe eines (^etoäd^feS ber dld^e nad; aufaujä^len nnb BefonberS biejenigen l^erborsn^eBen, tooburdö baffelBe fid^ tJon - VI - bem ita^eDevtoanbteu traut ober Un!raut unterfd{>ieb. ©6 entftanben barauö ä^nlid;c «Signalemente, \me fte ba^ $Dli- geibureau in Raffen ober jur @r!ennung flüchtiger ©uBjecte anfertigt. — ^an fud;t jefet nid;t ba^ einzelne ©etoäi^e als ettoaö gertige^, atfo 2^obtee, fonbern alö ein fid; (^ntttjideln* be^, lOeBenbige^ anf3nfaffen nnb bie baBei t^altenben ©efe^e ju Verfölgen, — bann toiebernm nic^t bie einzelne 5lrt atö für fic^ aßein Beftel;enb, fonbern im 3itf^^^2t^^^^Ö^ ^^^ oöen anbern, aU ein notl^njenbigeö ®(ieb beö ^flanjenreid^ö nnb ber ganzen 9^atur an,^nfe^en. Man Betrachtet ba§ Wid) ber ®en)äc^fe aU ein leBenbige^ ©anseö^ baö fid^ in feiner aümätigcn ©ntmicffnng in ben berfd;iebenen Samitien nnb Orbnnngen barlegt nnbjtoar 1) in ben anfeinanberfoI=* genben Söegetationöjjcrioben beö ©rbenleBenö nnb 2) a(3 gleicj^geitig bor^anben, in jeber ©pe^iatftora fotoo^f, al3 in ber fettigen ©efammtbegetation ber (ärbe. !Der Einfang ber einzelnen ^flan^e fotDoIjt, aU anc^ beö ganzen ^panjenreic^e ift bie ^ffanjen^eße, bie in ben %h^ tl)ei(nngen ber nieberften ^flan^en, bie banad; aud^ fetten- j^flan^en l^eigen, aU ifoUrteö Sefen auftritt unb burd^ il^re admälige 3}Jobification nnb SSerBinbnng bie me^r nnb me^r boKfommneren (S3eü)äc^fe Baut, ^ei biefen einfad;en 3^^^^^* ipflanjen muß baö ©tubinm ber ®en)äd{)fe Beginnen. teine gamitie ber ^f(an3en ift fo geeignet, bie ®efe^e bargutegen, nad; toel^em bie eiDige Siebe bie formen beö SeBene üBer ben ^rbBatl bert^cilte, alö bie ber 9}too[e. £eine 3}ienfc^enl^anb ber)3f(an3tc fie unb ftörte fo i^re urfi^rüngli* (!&en 33er^ä(tniffe; fie folgten nirgenbS bem Sauberer a(ö ^Begleiter. 5I(Ie 3«^"^"^ oüe Ji^änbcr :^aBen reiche er ©etoäc^fe, mit beren $ü(fe man oft f^on Beim erften S3(t(f bnrd^ ^tnffaffen be§ ®efammt^aBitu§ bie in grage fte^enbe 5lrt erfennt, oI)ne t)or:§er mü^fameö !Dnrc§arBeiten üoluminöfer §anbBüdf;er nöt^ig ju ]§aBen. ^ajn Befi^en biefe ©etoäd^fe gerabe ba6 ^ort:§ei(§afte, bag fie, — mit ti?enig ^uSna^men, bie aBer bann ftet3 d^a== ra!terifttf(^ finb, — im getrockneten ^nftanbe nii^t fo Bebeu^ tenb bon bem ^u«fe"^en im frifc^en 3iift«nbe aBtoeit^en, a(§ bieg Bei bem grögern, Blüt^entragenben ^ftanjen ber gaü ift. ©in S:ropfen Saffer auf ba§ feit 3a^rje^nten tobt unb troden gelegene ^flän^d^en ift au^reid^enb, baffetBe in§ SeBen gurücf^urufen, — fo toie im ®egent^ei( einige (Stunben St^it i^inretc^enb finb, bag ^»^ifc^en glieg|)a|)ier gelegte, aufgeleBte ^pn^d^en toieber einsufd^Iäfern unb p trocfnen, um eö burd^ ein Senig Gummi arabicum feinen früheren $(a^ in ber (Sammlung toieber einnehmen p taffen. ore, fo erfennt man, baß nod^ ein jtueiteö, Bi^ bar;in n^egcn feiner ®ur(^* fic^tigfeit unc! uuBemcrft geBüeBcneö §äutd)en im ßnnern beö erfteru i>orI}aubcn tuar. (So burd;Brid;t an jn^ei entge* gengefeljten ©teilen ba§ äußere, um baö Sürjeld^en unb ben ^orfeim in eutuncfcin. ^eu DJamen Dl^nmunb ^at nnfere ^flan^e beßl^alB ~ 5 — erhalten, h?ei( bie !(eine f a^fel feine beftiminte Oeffnung, feinen Wlimt) befi^t, burd? n^elc^e bie (Samenjeden ^erauS* fpa^ieven fönnten. ©iefe muffen trarten, Bi^ bie ^üd)fe bei ujeiterm TOer fic^ auflöst unb 3erreiBt. ©er Beiname »^u* gefpi^t" Bejie^t fii^ auf bie ffeinen S3(ätter. 3e t^^^ ^em feud)ten ober trocfnen ©tanbcrt unb ber günftigern ober un* günftigern Sitterung tüerben fie an ben ©pi^en fc^maler über breiter unb einige gönnen ge^en in eine förmlid^e ^aaräl}n(id?e S3erlängerung über, bie oon ben Sotanüern aU eine befonbere ^^rt (Phascum piliferum) begeic^net tt)irb. @^3 finb natürlich eine gro§e ä)^enge DJtittel- unb UebergangSformen möglich, bon benen einige aU S3arietäten befonberö be^eic^net toorben finb. 2. Fissidens adiantoides. Hedwig. garrnä^nlic^er (S|3alt3a§n. 2öir finb int Sßalbe angelangt, eine feud^te SSertiefung jtüifd^en fcbattigen 33äumen ift gan^ mit einem üppigen "^ho^ rafen überwogen. (Steine unb 33aumtDurseIn, an benen bie Saffer trojpfentreife l^erabperlen, finb babon umftridt. ©ine 2}^enge feiner gäben fd^auen allent^a(6en über bie Tloo^ blcitti^en ^erau§. S)a§§aub biefer nieblid^en 2}ZooC^art erin^* nert (eb^aft an mehrere gormen ber garrenfräuter, bie, frei== lid^ i)te( größer, ^ier in bemfelben fealbe ir>ad;fen unb bie ö)ir fpäter nä^er inö ^uge 3U faffen gebenfen. ®ie ^lätU t^en fielen iüie bie ga^ne einer geber in gtüei Q^ikn an bem rotben Stengel entlang unb ein S3ergrü§erungSgIa0 geigt iebe§ berfelSeu'mit einem fteinen Slattauffa^ an feiner Ober- flä^e gegiert, mit bem eS ben ©tengel unb ben ®runb beö folgenben 53(atteö umfc^Iiegt. S)ie feinen rotbraunen @tiel== d^en, toelc^e bon ber 2Jtitte be§ ©tengefö entfpringen, finb bie gru^tftiele (Seta, 33orfte), tretc^e bie gierlicben ^ap\dn emportragen, bamit fie nic^t tcie M Phascum giutfd(;en ben S3(ättern berftedt bleiben, ^m obern ©nbe fotd^er grud^t — 6 — bemer!ft T)u eine SJJengc feiner 3^^"^^^"/ toetc^e auf einem fnor^eligen 9?anbe fte^enb, bie Deffnnng, ben ^^nnb ber grud;t, üer^ieren. ©^ finb it^rer ftetö 16 »on rotl^branncr garBe mit bunfcin Duerftreifen, alle einanber gleich, jeber baöon tüieber biö guv ^älfte in jtx)ei gleiche S^lieile gerf^alten. T)aiiev I}at bieö SJiooö ben 3^amen »SlJatt^aljn«. (Seine grüd}te finb alfo i)ie( !ünftUcI;er jufammengefe^t, aU bic Bei Phascum unb e§ bienen Bei genauen iriffenf(^aftlid;en Unterfui^ungen gerabe biefe 3^^"^^ ^^^^ S^^)i ""^ f'^iiftigs S3efc^affen^eit at§ SOtittel, bie einzelnen Gattungen t?cn ein= anber ^u fonbern unb t^ve ^'ennje{d;en n?iffenfd;aft(td^ fd;arf unb mit furjen Sorten feft^uftelien. ©oBalb bie 2)ico§fru(^t troden toirb, frümmen ftc^ bie 3^^"^ äurüd unb (äffen bie £)effnung frei, foBalb T)n fie aber mit einem Sro^fen SBaffer befeuc^teft, — unb l;ätten fie auc^ feit ^a^rje^nten fd;on in ©einer Sammlung gelegen, - — ern^ad^en fie gu neuem Seben, be^nen fic^ au^ unb fd^üe^en bie STtünbung unb berf|3erren fo ben nüi$ jnrüdgebliebenen @poren ben Sluögang. 5^ur bei (auer trcdner ^uft ift eö moglid}, ba§ bie ©porenförncr au§ ber ^üd;fe l^eranö unb jur 5Iuf^faat fortgeführt tDerbcn fönnen, tDäl^renb fie bei fen(^tem, un* freunblid;en Setter, lüie jarte Keine £inb(ein, nid;t au§ bem fc^ü^enben ©tübd^en ber äJ^utter bürfen. (So forgt eine aünjattenbe 53ater^anb für ba§ !aum fid;tbare SDlcogftäub* d)en, n)ie für ba^ 9Jienfd^en!inb, ba§ bem ©Iternl^aufe Sebe* n)D^( fagt unb in bie Ujeite ©otte^melt toanbert. ^Dtitten im Satb, in ber finftern, fend^ten al}xtn iinb bem i:ran^port Dcvurfa^en, bte S3(üt§en üerfc^rumpfen, in\am^ menfteben, S3eeren urib Peifc^tge Oe\Däd;fe faulen, Slätter i^r Kolorit verlieren unb mitunter burc^ i^re ©röge un* bequem u. f. tu. toerben, — tft ba0 ^ierüc^e TlooQ baS- jenige, lüeli^eg am teirf;teften fic^ transportirt unb nac^ Monaten unb 3a§ren ba^eim fic^ aufweid^en, unterfuc^en itnb njieber trodnen (äßt. ©^ ^at baburc^ bie 2}^ooett>eIt einen 23ürt^ct[, bem e§ unter anbern befonberS mit ^^uju*- f^reiben iit, baß bie ^enntniB ber[e(6en berjenigen ber ^il^e, bie ein ^^ufbema^ren oft !aum geftatteu, Dorgeeitt ift. ^n ö)irft nur in feltenen gdtten fo gtücfüc^ fein, an biefem fo allgemein Verbreiteten 9J?oofe grüd)te ^u entbecfen. 3^ bemerfe ^ir oon biefen, bag il)r äa^nbefat^ (^eriftom) me( 51e^nlid;!eit mit bemjenigen ber Gattung Fissidens bc* fi1|t, 16 fpi^e 3^*i^n^en, jeber toieber in 2, fettener in 3 Zijdk get^eitt. 2:ro^bem mirft ^u aber bieö ®e\üäd)g mit feinem anbern i^ertoed^feln, ba e^ in feiner ganzen ©rf^ei^ nung originell ift. i)er fpröbe ©tenget njtrb 1 — 3 ^oü f)o6), gegen bie (Spif^e äfttg. !^ie ^(ätter liegen fd;uppi3 bid^t übereinanber, finb eilangettförmig, ftumpfgefpi^t unb f)o^. Qm frifc^en ^iift^^be fte^en fie mit ben @^n^en ab, troden liegen fie (oder an. ^ie S3tätter be§ Sei^moog tpeic^en eigentpmiid; Don benen ber meiften -D^oofe ah, gür getüi)^u{ic^ beftel)en nämlic^ bie 2)?oo6blätter_ nur auö einer einzigen 3si^snlage, hä unferm gemeinen Söetßmooö bagegen ou§ jtüei. 3^ifö^^n biefen beiben an^ großen 3etten gebitbeten (Bä)id)kn iid}t ein britteö ©i^ftem oon fc^maten, rec()tedigen gelienmafc^en oon grüner garbe ^inburi^; bie übrigen hzi^ ben ^dji^ien finb farblos. 9J^an |)f(egt biefe grünen fd^ma* len 3^üen Snter^ellutargänge ^u nennen, ©c^neibet man ein 23tatt quer burc^ unb 6etrad;tet bicfeö Duerfc^nittd;en bei ftar!er ^Vergrößerung, fo kmerft man beutlic^ bie sn)et ©c^id;tcn be§ Stattcö linb jtoifd;en je 4 3eüen einen 3?nter* ;^eUu(argang unb gtoar in einer unb berfelben Sinie, bie fic^ ^albfrei^förmig burc^ ben Ouerfd^nitt jie^t. 9Zur bie beiben — 9 — mtttetften Snter^efMavgänge treten merfmürbtger Seife au6 biefer ßinte über biefefbe regelmäßig ^inau0. 4. Sphagnum acutifolium. Ehrhardt. ©|3i^Blättrige§ ^lorfmooö. Spha.^niim capillifolioides. Breutel. — Sph. Ascherbachianum. Breutel. — Sph, recurvum. Biidel. — Sph. subulatum. Bridel. — Sph. gracile. Richter. — Sph. alpinum. Roehl. — Sph. palu- stre ß capiliaceum. Weiss. — Sph nemorum. Scopoli. — Hyp- num cubile. Necker. ©ine funt^fige Stefe Breitet fic^ bcr un§ oxx^, 9?ieb«= gräfer tüogen mit langen fd)n?an!enben ^el;ren. (So ift ber 33oben n^ie mit «Sammt belegt, njeii^ üon elaftifi^en SO^ooö* polftern. Myrica Gale, biefer buftenbe (Strand;, Ledum palustre, ber teilte 9^c^marin nnb Sßeibengeftrü^^ bilben l)ier eine ganj eigent^ümUd)e %\oxa, ^tüifc^en i^nen blühen :präd;tig btane ©n.^ianen (Gentiana Pneumonanthe) reijenb rofenrot^e @umpft;aiben (Tetralix palustris) nnb purpurne £)rd)ibeen (Orchis maculata, latifolia nnb palustris). ©benfo eigcntpmiicb in ^d)ünl^eit ift anc^ bie iHtüDgmdt, tDetd)e a(0 Untergrunb bem ganzen ©emälbe ber ©nmpfflora ancgebreitet ift. ^IW im getryi)l?nli($en ^elbgrün ber meifteit ?nL-ofe, n^etd^e ben Satbbcben bebeden, finb fie cotorirt, fenbern ein treiBüc^ grüner garbenton erinnert an bie bor- l)in bef^riebene 5lrt (Leucobryum,) fpielt aber meift burd^ bie garteften Uebergänge t^inein einerfeit^ in^ grenbiggrüne, anbererfeite inö ^^ofenrct^, bag fid) U^ gnm $urpnr fteigert. ©6 ^at biefe 3)tcü6trelt nnb befonber^ bie borliegenbe 5Irt einen umnbertieblicb inngfränlic^en ^n^brnd nnb bie nähere S?etrad}tnng biefeö feetväd;fe6 fteigert nDi^ ben (Sinbrnd, ben ber erfte 5(nb(id anf nn§ gemacbt ^o.t gngbid finb bie 9^a* fen, oft bilben fie t/albfugelige §nget; tief berfin!t berSan^ berer in i^ren tceic^en @c^cog. £)ft gießen garte Sebermoofe gtinfc^en i^nen ^inbnr^, anf i^nen IxtM ber (Sonnent^an 2 — 10 — (Drosera) feine töf&getütmperten S3IäUer an^, Qq'ü^^ (^tcng=' lein beö ^Oioofeö trägt ^tDetcvIei ä^^^ciß^r »^ic einen [teilen nac^ allen (Seiten in fvinften ^^cgen ai\ fie faden nnö ;;ucvft in bie fingen; bie jti^eiten Rängen fcl;(aff l;erat>, finb bem 'Sten= gel geiüöljnlid; feft angebvüd't nnb tDerben meift Don Unfnn* bigen gan^ übev[c(;en. 9tad; eben gn tüerben bie anzeige füqer nnb fürjer nnb Bitten ein i^L^|:fc()en. 5(n jebeni ^lueig fte(;en bad}^^iegetferraig vingt^tm :^o{>[e 53tätter, bie eingercllt, eifanjettfüvmig finb nnb mit il^ren €viljcn etXdci^ abftcl;en. 3'ebe§ biefer ^Mätttein ift an§ tängtid) rnnben ^äim ^ufani- mengefet^t, fteinen ©d;(cind;en Dergleid)bar. Qn btefen ^'^^etkn ftri3mt ber äl;renb terbnnftet. 3ebc bcrfetben ift innerlich mit gierlid) geuninbenen Üxingfa* fern gefcl;müdt, U)eld;e bem ganzen ^latt fd;on bei mäßiger ^ergrößernng (5 biö lOmdiger) bnrd; eine gcroöl;n(ic^e l'cn^e ein rei^enbe^ ^^(nfel;en Verleiben. !5)tefe gafern finb fel^r ^arte 9^inge, \v^lä)^ Don einem ztwa^ btdern Öeiften an ber innern ^etlentüanbnng entfpringen nnb felbft nnr an ber ^eflenman- bnng alö ^artere !Beiftd;en herlaufen. So^n fie bienen, ift nnbefannt. ©en übrigen ^anbmoofen finb biefe Oiingfafern fremb, fie erinnern aber (ebl^aft an bie fogenannten (äamen^ fdj)(enbern ber ^^tngermannien (öebermoofe). ©ie grüi^te be0 Xorfmoofeö fpringen nnregetmäi^ig anf, c(;ne einen 3^^n* ^ßfot? Sit l^iQtw, 3l;r ©tiet l;at nic^t ben gteid)en Urf^rnng iüie bie grnd)tftiele ber übrigen ^^inbrnoofe. Sätirenb bie- fetben Im ben (ef^tern in ben 33tütl;entf;edd)en fid; enttindetn unb am ©rnnbe t>on einem d;aratteriftifd;en 8d)eibd;en nm* geben finb, ift ber grnd;tftie( ber 3:or[moc[e nnr eine 33cr^ längernng be6 ^pnorganeS ber ^^ftan^e, be§ @tengett^, tk grnd;t ift atfo l^ier ftreng genommen eine fitjenbe. ^enn äöärme unb gend;tigfeit fel;len, bleibt ber ötiet fürjer nnb tüirb, befonber^ n)enn bie crftere Dort;anben, (vinger nnb giebt fomit in mand;ertei 51bänbernngen ber 2Irt äierantaffnng« öliger ben oben eriiHibnten Dvingfafern befiljen bie 3eden beS Sorfmoo^btatteö nod; bie ©•igenti;ümlid)feit, baß fid} in ibnen fe^r teiiük^t gro§.e i?üd;er, |>oren, befinben. (Sie tl;cileii fckje ^o,mtlinmM}iiät mit hm :^latt3e5ien ^c^ Scijimi^ofcg* — 11 — gro^e älCenaen i^on glüffiäfeit in fic^ auf>nel;men. 5. Sphagnum s quarr osum. Persoon. @|>arrige§ Ül'orfmoc^. S3on ben 8 i}erfd;ietenen ^xkn STcrftncc^, ire(($e unge* fä^r in uuferm ^ateriaiite tenonimcu, ift tiefe $(rt fogleid^ burd} bie 5uvüdgefd;Iagenen, fparrig abfxef/enben 23(ätt(+>en an ben tieften ^u erfennen. @ie bitcet mit iören Sinter- U)anMcn benlDtcceteppich ber Xorfjümijfe imb trägt, biel gnr dntftel^nng be^^ €ted)tcrfe£^ bei. 5^aö gan^e ^spänjc^en U\id)ft eben unnntcrbrcd^en fort, nur ein* bi§ gtL^eimat im 3^al)r mad}t cö €ti(Iftan^: bei in ftarfem grcft unb hd ant)ci(tenber S:rcdenl;eit. 3n betten gällen berfäüt eö in ^inen (5a;eintcbt, einen 3^M"tönb beö (Sc^Iafc^. Öö erinnert baburd; an ben ^av, ba§ iDtiirmeltl^ier 2C., toelc^e im Sinter fd;Iafen unb an bie @d;(angen ber fumpfigen S^rcpenlänber, bie in fd^eintobten S^^"^^^^ i^erfadcn, irenn bie Saiden, in bie fie geflüdjtet, unb ber @d)(amm, ber fie umpüte, ein=' trcduen. (Sigentfjümlid; ift babei, bag, tDenn ba§ 2^orfmcoS bei ftarfem gro[t DoUftänbig gefriert, \o bap e^ eine compa!te ^•t^?ina[fe bilbet, bie man jerfcf^lagen unb quer gerfc^neiben fann, \)a^ tnxd) ba§ ©efrieren be^ Saffer^ in feinen 3söett •tiefe garten §)äutd)en nic(>t jerfprengt u^erben, lüäf^renb üe^ tcd) mit nnferen grcteren feflen SaffergefäBen gefd}ie^t Sind; iDirb burci^ bie§ Gefrieren bie ßeben^fraft in bem S:crfmDc§ nid;t getöbtet, e§ roäcbft rul}ig n^etter, fcbalb eö tt'ieter auft^aut. Unten ftirbt eö eben fo aümatig ab, fe bog ein \oldn§' 93tcj)0 unenblic^ alt ü^erben !ann,. cl)ne bag man bei il)m genau fagen fann, ü)ann e^ !a>o^I angefangen Baben möge unb tüie alt e§ werben fönne. ©a§ abfterbenbe Önbe befom.mt eine braune gärbung; i:om Saffer umfüllt, verfällt ea nidit gänjtid;, ba bie \^uft abgel/aüen itniu (5^ tritt eine nui^oliftäiibige ^c):]&gmc[, eine I;albe 33ern}e[ung jein itub ba^3 nun entftanbene ifl in ©emelnfc^'aft mii tm — 12 — Sßurjeln unb §a(men tjon einer SCtijal^I 8uni]}fgeiDä(j^fe, bie eine ä^nüdje 33emanb(ung erlitten, ber (Stedjtcrf. (M exogene (Gräben leiten ba§ Gaffer ab nnb tie au^geftocfienen nnb getro(fnetcn ©tücf e liefern ein braudjjbareö geuerungc^materiat, auö bem man nenerbingö fogar i^erfnd^t ^at Coaks bar^u* ftetten nnb bie nn^ be§l;a(b lebhaft an bie ©teiniol^Ienbilbnng früherer ^nizn erinnern. &}i in ben fteiuemen S^^rantam- :pen, loeld^e in ber nnterirbifd^en, tom (Sdniee ^0(^ über* bebten SBinterptte bie unenb(id)e Sinternad)t erhellen unb, inbem fie ^ugleicb bie (Stelle ber Defen verfemen, bie einfad)e ^oft bereiten l^elfen. 6. Funaria hygrometrica. ScLreber. §^grometrifd;eS !Dre^mooS. Koelreuterca hygrometrica, Hedwig. — Mnium hygroraetric. Linne'. Oft fc^on in ber TCi^t unferer SSo^nungen, an fonnigcu — 13 — !0?auertt utib auf freien $tä|en, ouf ^Sd^utf^aufen, an SBegen, felbft auf «Sanbbobeu trifft man bie^ eigentpmUcfee ^flän5d)en, bag burd^ feine fonberbare gcrm fogteic^ in bie ^ugen fäüt unb im^uftanb ber 9^eife burrf) feine gotbgelbc gärSung fii^ angene(;m ^räfentirt. ^eine Blatter umf3)üe= fen ben furzen (Stengel getr)öl)nUd^ unb üerpden i^n gänglid^, @ie (tegen fo birf)t an, bag ba§ ^anje mit einer Ä'no^pe cber fteinen 3^iebel groge 5(e^nlic^!eit ^at. ^u0 ber 50^itte erl^ebt fic^ ber lange gruc^tftiet unb trägt bie ettcag fc^iefc grud^t. 9^ur im überreifen ^i^f^^^^^ rieten fid) bie 3^^"* ^en be^ SJtunbbefa^eö auf unb eö seigen ftc^ bann 16 äußere üon bunfelbrauuer unb 16 innere Don bteidjer garbe» 5Der gruc^tftiet ift faft immer gebogen. X)em aufmerffamen iBeobadjter toirb eö auffallen, ba§ berfe(6e feine Siegung öeränbert, je nac^bem er trocfen ober feucht ift. S)iefe @i^ {jenfd)aft ^t bem DJJoofe feinen 5^amen oerfcf)afft unb e§ ift öon SJ^aniiem gerabeju al^ Setteranjeiger benu^t toorben. 5Iu§ ber Biegung, treidle ber grud;tftie( ma(^t, !ann mögü^ ^enfaüö ber geui^tigfeitöguftanb ber Suft unb ber beüorfte- l^enbe 9?egen erfannt n?erben, fo ba5 voiv hü unfern @^cur* fionen auc^ gleich einen Setterpro^^eten in ber 3}2ooött)eIt finben, nac^ bem toir unö fo rid;ten fönnen, toie ber San- berer auf ben amerifanifd^en ^rairien nac^ bem ^irngra^. (So t'^eiten bie übrigen ?0^oofe mit i^m biefe (eibenfd^aftlic^c 2kU jum Saffer, nur baß nii^t ade fie auf gleid^e auffal* (enbe Seife gu er!ennen geben. %üd) größere ^flan^en, {a fetbft ba§ tobte §0!^, ba6 feit 3al^ren at§ iDiöbel in unferm 3immer fic^ befinbet, fie alle trinfen gern ba§ Saffer, baS in ber Öuft fic^ aufgelöst befinbet unb »eränbern barnac^ in ettüa0 i^re gorm, befonber^ t^re ©röge. ©ie SO^öbel queüen auf; e§ !na(ft unb fc^attt bann fettfam, befonberö in ber ftiÜen 9^a($t unb manc^e^ abergläubige ®emüt^ toaxh ba- tüxii} fc^on in crt für ä)^cofe. garrufräuter toud^ern üppig ringö uml}er uud auf bem (Srbtuall ^eigt fid; ein^^\ir! im Kleinen. S:anfenbe Uon fleinen Ä'öpfd)en, \m (harten lugeln, bcd) gelben leucf;- tenb, fteben l)ter beifamnicn. (S§ finb biefe Ä'ugeln, irne unr je^t fd;üu tüiffen, bie grud)t!apfeln. 9iie bringt ba^S 93ioo§ trgenb eine 53lütl)e. ^wax fpric^t man üiel ücn männtid^en unb toeiblici)en S3lüt^en felbft bei bem ?Dtoo0 unb la]^t fid; babei bon ber 5le^nlid;!eit leiten, bie ^almen, 5}ieloneu unb onbere ^i3l;erc ^(langen bieten; bovd; nie l;at man bie eigent^ Hc^e ^ebeutung jener fleinen fabcnförmigen £ürperd:en burc^ S3eobad;tung erfannt, tr)eld;e jtüifd^en maud;en 93ioo^>blättd)eu in ®emcinfd;aft mit bcn fogenanntcn ©aftfäben ftel}en. 2J2an nannte fie, tuie man ei5 bei ben n)irf(id> blül^enben ^flan^en pflegt, (Staubfäben (5lntl;eren) unb l^ielt ben obern 3:^eil ber grud)t für ben Stempel. iBinne fal; bie Ä'apfel, toie and) ber Anfänger e§ ftet^ 3U tl)un pflegt, für bie — 15 — 5Blütt)e an. ^n bcr Wdtk berfclkn fte^t faft Bei alim ^Jtecfen ein laxkß @äu(d}en, bie^3 beutete er a(o ben Ö3rif[e{ (Stempel). — 3:)ie 53(ütl)e i\t baS p^ere ^^robuft be^3 ^pan-^ Senfeben^^; e§ tft bie ^^oefie in it;rem ^afetn, ba^er bte ^(ütt^e ja fö tief uub innig, Vok ein I;o(beö Hinbeöancje ^it 'ccin iper3en beö 3}ienfd;en |>vic(;t, i^r "Ä^nft, aU [ei er i^r (^eoanfe, i^re ^pxadjz, finnig nn^ nniftricft. — T)er ^f^an»' gentDelt erging e§ tüie ber Seit ber 9}2eni'c(;en. ^oBalb ein S5oI! erft im ©ntftel;en, nod) auf ber iüngften ®tufe feiner ^ilonng ift, ba gilt c^, ben tüiberftrebeuben ®en>a(ten für^ erfte nur ben nötf;igftcn ^ebarf für^ ü&be öeben abzuringen uub (;od;ften^ für ba^3 femmenbe (3qd)kci}t jn fäen. ^vozi QvoQäe muB ebenfo bie ^flan^e fteto en:eicf)eu: fi'C^ felbft ernäfH'en uub (Sameufeime für bie 3ii^iii^f^ ftreuen. ©ie 5DZoofe gei^ören mit allen jenen, \Ddd)t bie (i)ru|3|3e ber S3fumeu[ofen (Cryptogamen) bitben, ^u ben @en>äcf;fen, JDe(ci;e bie ^flan^enroeU auf if;ver jüngften «Stufe ber @nt= tüicfeduig repräjeutiren! ©ie muffen ficb genügen laffen, fifi; felbft mit (Stenget uub mit 5B(ättern bargu^'tcllen. @ie iiabm ehen nur ncc^ Hraft bie grud;t 3U reifen, el)e fie Surücf 3ur (grbe finfen. !DocI) felbft f)ier fcbcn tritt ber finnige 3ttg, bie i^oefie be6 !öebenö, auf, fo vok ba^ tinb axi^ Sorten ^^erfe haut uub am 5l(ang bebeutiingofofer ßclöft l}at — 16 — 8. Milium undulatum. Hedwig. SBeUenBIättrigeö (Sternmooö. {^k^t bie ?(IJ5lIb.) Bryum Pollia IlguUta. Bridel. — Br. llgulatum. Schreber. — Hypnum undulatum. Schrank. — Hypnuni ligulatum. Weber et Mohr. — Polytrichum undulatum. Schrank. 5I(e^anber bon §umBotb ^pxidjt ben ©ebanfen au3 : ba§ man bie(iei(^t im Qnncrn U^ jetjt nod; un6e!anntev öänber, SBälber aii^ baumartigen SD^oofen unb ^if^en antreffen fönnte, fo tt)ie man im tropifc^en ^2lmeri!a ja baumartige ^'yarrn an- getroffen l^at. @r erinnert baran, bag mehrere ä}tocfe bie gDrm" ber S3änme nac^a^men. (Sineö berfelbcn ift unfer borliegenbe^ ©ternmooö. ©ö ift nnftreitig eineö ber gier* lidt>ften nnfer DJJooöflora, nur baß e6 md)t aller Orten jum gru($ttragen fommt. !Die ^apfeln unb ber 3^^)"^^1^^ (Peristom) gteid^en benjentgen ber folgenben 5lrt. i)ie un=« frm^tbaren @tenge( fc^tüeifen l^äufig in giertid^en SInbungen am bunften ^oben i)in unb l^er, iinU unb red;t!§ bie me^r runblici^en 33(ättd{>en tragenb, n)äl}renb bie an ben aufftreben* ben Stengeln jungenförmig in gartem (^lanje fd)immern. 5Die fanft gebogenen 3^^iö^ ^^i^ ^^" f(^Ian!en 33lättcben er* innern tebl)aft an bie gormen ber Raunen l^eißer Öänber. Unten am 33oben Ixdkt fic^ meiftenö ein braune^ ©eivebe auö. ^ie Surgeln ber ©ternmoofe übergießen oft gange ©treden beö feudßten Satbgrunbe^ unb gleiten gen^iffen Sllgenformen (Chroolepeus, ^eft IV SRx\ 9) auffaüenb. Sßir berlieBen bei ber 33etrad)tung beö Fissidens adian- toides {^zik 6) ben auögeftreuten ©amen (gig. 9). @r termag nid^t n)ie Saigenfürner unb 3^^icbeln nad; langen Saßren no(^ gu feimen, fonbern n.'^äcßft, tcenn er nad; bem Suöfaden einen günftigen feuchten Ort gefunben ßat, aud^ atfobatb Ujeiter. ©iefeö 5leimen \md)t, ba ber gange 55au be6 ©amenö ein anberer ift, bon bemjenigen anberer $flan* gen bebeutenb ah, T)k ©porenbIä^d;en, bie in 53teuge hd einanber liegen, bertängern fid;, mie üorßin bereite ermähnt tonx'otf md} jmei ©eiten, bi(ben neue ^dkn unb formiren — 17 — fo jarte grüne gäben; e§ finbbteö bie farametgrünen garten Z^ppid}^, tüelc^e bie feiid)ten SBalbtDege unb ^ergaB^änge liberaleren unb bie trieberum mit gen^iffen tilgen (Conferva etc.) gro^e ^le^nlid^feit befi^en. -^a, biefe 5lel)nlic^!eit befd^ränft ficf) nic^t nur auf bie gönn. 9ltd}t fetten bitfcert ftc^ einzelne 3^üen biefe^ gabeugeftec^t§, 33or!eime^, befcn- berö an^, unb erzeugen innerhalb @pcren!örnrf)en, n^elc^e, Köc^bem fie bt'3 gu einer beftimmten @nttr>i(fetung fortge^ fcbritten finb, bie einpüenbe ^dk jerfprengen, al§ (Samen- selten austreten unb bie 33itbung eineö ärntid)en (^en)ebe3 toerantaffen. "Diefer 3Sor!eim benimmt fid? atfo in biefem gälte, ai§> fei er eine abgef4>toffene ^flanjenart, er toäd^ft ai^ gabengeftec^t unb :|?ftanst fic^ fort, ba^er n^urbe er aud^ i)on mehreren ^otanüern af^ befonbere 5Itgenart befd)rieben. @ö erinnert biefe^ lebhaft an ben fogenannten ©enerationö* n^ec^fet, mt er bei ©ingemeibemürmern unb niebern SD^eereS- t^ieren, Oualten unb (Baipen oorfommt. 9. Milium hörn um. Linne. !I)ie§iärrige5 (Sternmooö. Bryum hornum. Schreber. — Hypnum hornum. Weber et Mohr. ©ettJö^ntii^ in ber ^Rä^e ber Ouellen in fum^figen SBalbfc^tud^ten unb an ^Bergab^ängen über3iel;t bie^ fitber- fc^immernbe 3)iooö in faftigen ^afen oft grojje etretfen unb fällt bort in groei gormen befonberö in bie 5(ugem ^ie einen ä)?ooöpfIan3en tragen auf fc^Ianfem grui^tftiel eine obate, ^ängenbe ^ap'jd (gig. 6 u. 7 h), an bereu ?0?unb (gig. 7 m) — fobalb bie |)aube unb ber !De(fe( abgefallen finb — ba$ 3iertidf)e ^eriftom beutticb fi^ fd;on bem unbe* ö)affneten Huge geigt (gig. 7 m u. gig. 8). klugen ftel^en 16 bräunlidje fd^male 3^^"^/ ^^e mit Ouerri:p^en gegeicbnet finb unb bie fid& fternfi?rmig im frifi^en 3nftanbe auvjbreiten ; innerhalb berfetben befinben fic^ abermals 16 3^^"^/ S^^^' selb unb ne^aberig gegeic^net, auf ber 9Jättelri^pe burc^löc^ert — IS — unb mit ivm £t6 bret 5\ütf($eit jebcm 3^'i^^"V^fi^' ftel^eiiben;. feinern, fabenfcvmicjen 3ät}nd;cn, fcgennnntcn Milien alnuec^^ fe(nb. ©ie jroeite gorni l}ai in it^reni oBern 2:(;ei(e ein fternförmigeg 5{n[efjn imb red^tfertigt mit ben i)?ameii, ben bie ©attmu] trägt. 9jiand;e i'ctanifer nennen bie fmc^t- tragente gorm bie lrctb[id;e (gig. 1) nnb (elftere bie mann* lid}e (gicj. 10). 3*^^M"^ten ben etrjag anbcr^ geftalteten nnb gebränc^ter ftebcnbcn 2^Iättd)en, treUte jene fternförmigen,. fd)li\iv,5{id)Branncn ilöpfd}en bitten, finben fid^fabenä^ntic^e, etroaö fenlcnfin-mige .Uövperd;en, bie fcgenannten Antheritlien (gig. 11), beren ^Bebeutung für baö lieben ber ^^flanje ncc^ giemtid) iät[;feU;aft ift. ^ie[e 5lnt(}eribien finb in il)rem Sngenb^nftanbe l^ed unb bon einer fd^Ieimigen 9Jiane ange< füUt. Tlan i)at nnn geglaubt, biefer fd^leimige etcff i^erbc bnrd) ba^3 c5äutd)en, ti^c(d)eu bie junge grud)t umgiebt, na* ment(id) buvd) bie jarte ^.piiie- (ben ©riffet) beffelben anf= gefaugt nnb babnrd) ber Heine grud)t!ncten jnm tuciteru SBad;vtt}nme angeregt, leiber I)at eö aber bi^ je^t nod) 9tiemanb gelingen trcllen, ben 33organg fclbft jn beobad)ten, ba btc ©egenftänbe ju tüinjig [inb nnb [ie beim genauem Unterfnd;en gar ^n teid/t ^erftört »erben. 9Jcan fcmb in bem 5IntI;eribien* fd)Ieime (namentlid; beim STcrfniocfe) fel)r gavtc, fd)(eimige gäben, tiu'tdie an bem einen (Snbe eine '^Irt üon .'^öpfcben geigen, am anbern fid) fpiralig einreden, ^a ]id) biefe gätcn auf eine eigentt)ünUtd;e Seife beiregten, fo nannte man fie ^$f[an5ent[)tere (Phytozoen). ^ie ?J(OoCHint!;eribien öffnen fid) an ber @pil^e, menn it)r fc(>tcimiger 3n^a(t ben ^nt^eribienfad auftrieb, ©iefcg Oeffnen ge)d;ie^t ftet^ fel^r regelmäBig, benn jebeö 5(ntl}eribium ift an feiner nid^t in berfelben iino^^pe, ja nid;t einmal auf berfelben ^^ftanje, fcnbcrn auf gan^ i^erfd;icbencn ?Jicct^^^flänj- d)en auf. 9i}can ^^ftegt fc(d;e 5^no^pen, in benen grud;tan- fange (gruc^ttncten mit (Griffet) unb 5(ntl;eribien gemein- ~ 19 — \d)a\iiid) entijaimx ftnb, 3^-^^i^^'^^^i^^^i^ S^t nennen, ti^ä^^renb man biejenigen ?3teß^^arten, Bei benen bte beiden genannten £)rgane in Derfd}iebenen .Qno^^pen, aber anf einer nnb ber* felben ^H'^^'^^ö^ U^"^' f^eini^änfiß'' nnb bie, xüo fie fid; gar anf i?er|'($iebenen 'iJ3f(än3d)en Beftnben, ff3ivcil;äufig" jn nennen :^f(egu ^ei einer nam[)aften ^In^al^l i>on i^anbincofen Ijat man freilid? ncd; gar feine S[nt(;eribien anfgefnnben, übf(^on fie reid;Iid;e grüd^te entn^icfcln. ^äd)ft ber fel?r angenel)m geftalteten gvud?t ift e3 ba^ ^iait, a^e(d;e^ ba^3 Who^ fc^müdt @d)cn ba§ fdjarfe, nnbemaffnete Singe bermag bie einzelnen ^cikn in nnterfd^eiben, an^^ benen jeteö iOiooö* Btättd)en tcieber ^nfammengefclst iit; ein ^ergrcBernng§g(a0 — nnb fei e-$ and) nnr ein mäßig ftarfe^S — jeigt fie natürlii^ i)iel bent(id;er. 33ei einer ©td;e ober i)iofe, ncc^ anffatlenber Bei einer Asclepia ober einem Sedum jcigt ba§ ^iatt eine fc^tcad;e $)ant auf ber oBern ^eite, eine beög(eid;en anf ber nntern. Janfiten Beiten giel^en bie albern, — bie ^latU gefäj3e nnb bie Üicinme jtinj'dien if;nen finb mit gleifd? gefüllt. SDiefeS gieifd; Befte[;t auö einer 5{n;ial)l32flenfd)id)ten, einem ©etüeBe ücn faftigen 33(äi^d}en. 3^aö ^'(att Bei einem 2)'ioo0 l^ingcgen hat Ureter gtetfd; no($ ©cfäpe, fenbern ift meiften0 nnr eine einjiae burd)ftd)tige 3^ Wenfd)id)t, etiuvi ber OBerf^ant eines i^crenräl^nten 53[atte6 t?ergIeid;Bar (gtg. 3). S)iefe 3e(Ien Biiben ein niebtid^c^ ©enoebe wk S^n|engrnnb, anf bem eine 'DIätf/erin eine 'Stid'erei entn)irft. ""Man l/at ^anpt=» fäd;lid; jtDeiertei 'Wirten i^cn ^QÜo^QM^zb^ 3U nnterfiteiben : Bei bem. einen BKben bie 3^^^^^ (SecBSecfe, n;e(d)e mit i^ren. ©^Hlien nad; nnten gericlHet finb, ein fcic()eC> ^tattne^ nennt man ein f/profend;t)mati|d;ec^''; Bei bem cinbern bagegen rn^eii bie (Sei^öede anf ben ii}agre($ten 3^^^^^''-^^^'^^^^ ^^'^ ^M^ gorm nennt man f^xirencBi^matifc^" (gig. 4). 5Beibe ^d- lenformen finb fvei(id) nid)t immer fo fd)arf 'om einanber gefd)ieben. ^31id)t immer finb bie Dueni^änbe ber :parend;J)* matifcB;en ^ztkn i^cßftänbig n}agred)t; oft nel^men fie and^- eine fi^iefe a^id)tung an nnb nähern fic^ babnrd> ber )^>ro]en^ d;i^matifd)en (Deftatt. ^nc^ bie Beiben ©eitentDänbe beC> pa* renc^t;matifc^en nnb profenc^i?matifd;en ©ed;cecfö tüerben nic^t (elten bi3llig fen!red;t, nnb bertanfen bemnac^ in eine einzige — 20 — 2mt, T)am '^at f{$ ein ^ed)tzd geBitbet. tiefer gati tritt nur am 3?Iatt3ninbe ein, ^. 33. tet Er.calypta (9^r. 15). 5I(§ anbere 3^^ifrf)enf'5^'i^cn führen mx an "toniienförmige" äeßen beim ©ci§mco§ (3tr. 3), ffrauteiiförmi.qe'' Beim li'notenmüo^ (^}h\ 13), f^au^gef^tpeifte" beim S^crfmoo^ (9lr. 4 u. 5). 33erbi(ien fid^ bie 3enenn)änbe, fo erfd;einen bie 3«üen felbft runbüc^ unb eltiptiicB. ©etDö^nlid? finb bie gellen in einem unb bemfelben 932ooöb(atte i^erfc^ieben, fo 3. 33. ftet^ an ber ©pilje anberö aiß am ©runte. ©er 9?anb tft ettüa§ terbicft unb mit fd;arfen fteinen 3^^"^" terfe^en. ©ie 3^Üen ber 2JJitte i3erfd)mä(ern [ic^ gu einem ©treifen, ber U^ faft nad() ber 33Iattfpi^e ^utänft. (S^ tft biefer ^Jittelftreifen ber fogenannte ^(attnerüen. — Seit bem ^00^ bie ©efä^e unb 5It)ern, mit benen anbere ©emäc^fe »erfe'^en finb, festen unb eö nur auö ^^üen befielt, fo ^at man eö eine 32Ü^npf{an3e genannt, kluger ben öaubmoofen finb bie Öebermoofe, glec^ten, ^if^e, 5i(gen unb Spange noc^ 3eKenpf(an3en, toä^renb bie übrigen ©efä^pflansen ^ei^en. 10. Catharinea Callibryoii. Elirh. SBeltige G^at^arinie. ©c^itbmooö. Atrichum undulatum. P, B. — CallibVyum polytrlchoides. Wieb. — C. undulatum, Zenker et Dietrich. — Catharinea undulata» Roehling. — Polytrichuni undulatum. Hedvvig. — Oligotrichura undulatum. Lamark et Decandolle. — Mnium undulatum. Linne jun. — Bryum undulatum. L. ©ie f apfe( be^ (Scf;t(bmoofe^ ift mit einem kU}a\t totl^em T)ecfe( oevfd;(offen, ber nad) eben in eine (ange @pi^c au6ge3ogen jft. 'äu biefe xit bie ^arte, bnrd?fid;tige ^anh^ befeftigt. ^obalb ber T)cdd öon ber reifen gru($t abge=' faden, jeigt fic^ bie Ocffnung noc^ mit einem etwa§ fteinern ©d{)i(De überbedt 32 S^^^nd}^n umftc^en ben 9?anb beS DJ^unbeö, neigen fid^ nad; innen unb Dertt)a($fen mit biefer ©c^eibe (Epiphragina), bie eine ©rioeiterung beö t^orl^in — 21 — erlüä^nten 9)^itteTfäuIcf}en0 tft. ©§ geirinnt babiircf; bie ^nic^t ettra^ ^e^nUd)fett mit einem 23?cl)nfcpf. Sie Bei tiefen faden auc^ ^ier bie (Samen buvcl; bie ffeinen Ceffnuncjen, . ireld)e jtinfcben ten 3^^?^'^^^ ^^'^ ^^^ (Sdjdh^ im Äreife fic^ befinben. ^ie 53tätter fint» im frifc^en, feuchten 3i^ft«ii^e öii^geln-eitet, im tvctfncn gefräufett. (So übeqie^en bie 53flän5»^en in großen OJiengen bie fenditen 63ra^gärten nnb ben Saltbcben nnb fehlen faft feiner Si^e^ialflcra '3^eutfd)Ianb^. ©^ m5d)te bem 5Infänger, ber nid)t einen befonberen ^urfn^^ in ber ©ebac^tnigfunft bnrdjgemad^t l^at, ein Sc^aner überfcmm.en, \renn er hd ben meiften 9}icc|en eine legten — benn if-rer finb tiet — t>er|d;iebene Tiamon für ein nnb baffelBe befc^eibene ^^flänjc^en finbet, länger aU ba§ (i)en)ä(^ö fetbft, ba§ fie be^eiiinen. (Sx !önnte gar in 2>erfu($ung fcmmen, ba§ ^inb ber 9catnr ber bieien ^tarnen toegen, tDetd)e i()m bie 5Üienfd;en gegeben, gn l^affen. ^aö möge bie Mauängige @i3ttin gtcra ter^üten! (S^ genügt, n^enn ber @d}ü(er ftd; einen Flomen, bietleid?t ben beutfc^en ,^nnäc^ft merft nnb bann, tüenn e6 il;m baranf anfcmmt, ta^ Stnbinm ber 9}iocfe tDeifer jn terfelgen, ben Iateinifd;en ba^n. ©0 ift bei jebem Dramen beijcnige 5(ntor genannt, ber i^n ber ^fi'an^e gegeben. -Se nad; ben 93?cr!nia(en, n?e(d/e bem be^ fi^reibenben 33otani!er befcnber^ auffielen, namentiid^ feieren, bie fic^ auf ben (S^efammteinbrud cber ben 3<^^iii^ßf^^ Be^o- gen, fönrbe ber 9^ame ein anberer. ©entf($e Dramen n^aren nii^t bafür torl^anben, ba unfere 33cre(tern Bei i^rer 5Iner* od^fenjagb nnb ba§ minnefingenbe 9)iittela(ter Bei feinen S3nfd)tte]:pereien gtoar vielfältig in 33erüBrnng mit bem tt)ei* ^en Zei^pi6 ber Sätber ®ermanien§ famen^ benfelBen aBer me^r ijom Stanbpnnfte ber 3;:afe(rnnbe, öieBe^rcmanti! nnb 8?auffe(ig!eit auf- anfallen, aU bag fie bie einjelnen 50too^arten beffelBen unterfd^ieben nnb fcn^eit i^rer ^nfmerffamfeit ge- toürbigt Ratten, baß fie biefelBen mit Befonberen 52amen Belegt. S)ie gelehrte ^dt ber Befd;reiBenben ^ctanü, ba fie über bie ^a^re Bereite l;inau§ irar, in n^elc^en bie Sprai^e ber @ö^ne S^eutiS i^r ©eBurt^feft feierte. Borgte Oon ben ©riechen unb Ü^ijmern Sorte, um bie Äinber unferer Sätber bamit gu taufen. 2?tan berftänbigte fic^ ba:^in, jebem ber @ef(^i3^fe 90 _ ^tüei Tcamen, einen 65altnng6^ unb einen ^rtnainen ju cjeBen, räumte aber babnrcf) bie ?0?cgüa)feit einer SDiengc 'ocn 9kmen ein, ba ber eine 5(utor btefelBe ^[(anje ju biefer, ber anbere ju jener ©vittunci gcl;örig betrachtete, mä^renb ber 5Bcrtf}ei( bavauc^ ertinirf)^, c[t .f)unbertc ijcn Slrten unter einem gemeinl'd^afilid^en (^attunge^namen jiifammenfaffen in !önnen, bie naci}I;cr bnrd? bie (gi^c^ief^namen Ieid;t [id) fcnbcrn laffen. C'(;ne bie§ tinirbe man genotl^igt fein, eben fo i^icle (Eigennamen ju be(;aitcn. f'Sd)iitmoo§ — Catharinea" ift ber ®attungf>name, lüe(Ienb(ättrigeC> — Callibryon" ber ^rtname, Ehrhardt t}k^ ber hinter, \i>c(d;ei' bieicr "^^-flan^^e biej'en Flamen gab. ^a^ \mv übcrf;an'pt bie fämmt(id)en i/^imcn 5n unfern T>hß- fen binjnfügtcn, ge}d;a^ in ber '^(bfid;t, um benjcnigen, iDel^ d;en bielicid;t ein ältere^ grc'^ereg .paubbud? ju ©ebote fte^t, •bie 3>evgleia):ing unb ^erftäntigung ^u ermi3g[id)eu. ^ie (Satbarinie gei)crt jn einer @ru|^i^e ion ^iccfen, irel($e bie ÖJtefen ber 'jjicc^mclt ent[)ä{t. (So gebort, auger bcn bei un§ t^oriommenben 1 — 2 gug langen ipaarmocfen ba^ größte 9}too3 ber ©rbe: ba^ baumartige (Sd;i(bmoo^ (Catliarinea dendmides) l^ou ben I/el^en (Sorbilleren ^Jeru^ l)ier^er. 11. F o ] y t r 1 c !i u m j u n s p e r i n ii m . Wildcno w. 2B a d} 1? Ib er ä (} n ( i cf; e ö ^aa r m o o S. Polytrichum junipenfolhini. IIolTm. — Polytr. impUcatiim. ' Voit. — Polytr. affine. Funk.* (Bin tcuubernieblicbeS 5(nfcl?n erl;ä[t biefeS unb ba§ fol- ■genbe ?Jioov burd; bie langen .SJaare, U\e(d;e bie ijoabe be- fteiten, bei biefem mel^r x>on uxnjier, beim fofgenben bon ■gclblid^er j^wxhc. 1)er lange, unten rotl^e, oben gotbgelbe .grud;tftie{ unb bie l;ier blänlid) bereiften bunfetgriincu ^Blätter i)ef5rbern bcn angcncl)men dinbrucf, ben bie gvo^^en liKafen im fonuenI)c(Icn ii^ab auf ben Sanbediben mad^en. ^er |sTud)lbefa^^ ift al/ulic^ u>ie H Catliariiiea^ bii l^tüpUl iji — 23 — r^tevfantig. T)i\v^ feine 5B(ätter, bie felbft Bei ftarfer S3et< ßrcBcvuiig gansiMiibij], b. h. c(}ne S'^^^nZr eriu}einen, imtev- fc()eibet \id) "OiW iraci;[)cIberHättrige ^aarmccS halt> J:on bem gemeinen. (£o m^ bei RInium li^julatum eine '?[e^nltd)!eit mit ber '^almenform fid; i?orfanb^ fo seigt biefe 5lrt eine nod; größere mit bem gcuicinen 2öad)boIr^er (Juniperus com- munis. L.) 9}ian ]]ycid)t mit 8^ed)t 'oon ber yjeid)f)altig!eit ber gcrmen in ber ^latnv nnb ein flüchtiger lleberblic! genügt unö, bie anüerorbentlid^e 932annid}fa(tiq!eit ber ©eftalten ju klaren. ^Qtan jäijlt 100,000 lebenbe nnb 22,000 t>orroe(t(id;e S:f;iere, fo roie über 80,000 ^^flan^envirten (aüeö fel;r nuvßig gered;net); tcn Beiben 9^etd)en über 200,000 i)er|d)iebene krten. ^ürbe bei täg(id) lOftünbiger unan^H]ef eliter ^etrad)* tung in jeber "D.^tinrde eine anbere 's!(rt nnö borgefüt;rt, fo ha^ 600 neue uut- in einem Tage gn @efid;te fämen, — fo geprte bod; eine ^^it i^on einem i^olien 3al;re baju, nm jiur auf jebe gcrm einen ein3igen ^üd jn u^erfen. 'iRoä) grcpere§ S-rftannen nnb roal^r^aft ©[/rfnrd^t ern^edt e§ aber, tcenn man nnterfud^t, auf n>e(i^e Söeife bie nnenblid;en for- men gebilbet finb. ^ö geigt fid) ^ier neben bem berfd/inen- beri|d}en 3ioi(^tt}nm im ipauxnjalt ber ^latur gngletd; bie ©parfamfeit in beinfelben. ©§ finb nur njcnig gormen, bie bem 5eer ber Sefen gn (^runbe liegen, ^urd? bie 33erbin- bung berfelben unt» d)re Siebcr^olnng erzeugt fid; bie fd)ein- bar' neue gorm. ^aljer !omnit eu and)^ bag mv in ben i^erfc^iebencn 9icid)en nnb ^ibtpeilnngen berfctben, bie eben fi? üiele ^^arallelen bvirftiilen, fo intereffante $ud/n(id;!citen treffen, tt>ie bie eben angefül)rten beiben löioofe fcia;e mit grö'j^ereu ©emäcbfen geigen. &3 finb, Ji^enn ti?ir bie^ (B(eid;nig nrnS ertauben mollen, bie llinberfpiele, in bencn ba§ fpätre ^Qh(^n be^ ^Otannev fid) fd;on fV'iegelt. ©er erroal^nte galt tritt in ber ^flangemDelt oft nod) ein; e§ fd;eint bann ti^ol}!, a(g fet gu einer ^flange t)aQ 23Iatt ber einen nnb bie ^lüt^e )icn ber anbevn l)er endiel)en. ^hd) angiebenber finb nn6 bie gormen, in benen bac> ^eroäd)€^retd) an baß ber £I)iere mal^nt @o erregen bie £)rd;ibccn mit i()ren ^^(üt(/en, bie einmal S'üegen mb ^ienen^ ein anbermai ©iMunciv ^d^metterlin^e — 24 — unb 3SögeI täitf(^enb copirett, itnfcr größtes Q-ntereffe. ^u§er ben gcncinnten beiben doofen liefert biefe ^^amiüe ber ^pan^en nod) genugfame 33eif^tele i?cn formen, bie, toic Buxbaumia unb Diphyscium an niebere gormen, an ^iljc, onbere, bie trie Fissidens, Climacium :c. an ^ötjere, an gavrn unb S3änme mal)nen. 12. Polytriclium commune. linne. ®emetne§ ^aarmoo^. ©olben granen^aar. 2öibertl)on. Polytrichum yuccaefolium. Ehrh. — Polytr. perigoniale. Michaux. SBie fd)on berührt, unterfdf)eibet fid) baö gemeine 5)aar* mooS Don ber i)orkfd)rietenen 5(rt, mit ber e^ üiele Sle^n* lid^feit befiljt, burd) bie fd)arfen (^^ägeja^ne im 9ianbe ber 53lätter, n^etd^e f^on bei fd^toadber ^ergröt^ernng fid)tbar irerben. SBie bag »ftüad^tjoIberäl^nUdje'' bnrd) feinen ^tarnen an ba§ 9^atnrgefefj : ffSenig ©rnnbformen bilben ben ^J?eid;* tljum. ber ©cftalten!" mal^nt, — fo ^at ijortiegenbc §lrt eine ät)nlid)e 33e3ici)ung gn einem jtDeiten ®e[elj. ®er if^ame "SBibert^ün" ftammt an^ jener büftern ^dt, tro anS ben ©üm]3fen nnb 9ieBc(n be§ (5)eifte§ ®ef):enftcr, Unl;oite unb ^auberer entftiegen, bnrc^ beren traurige Wiadji jebe ^ran!= I)eit, {ebeö fd)einbare Unglüd, aU ein Ser! ber ©öde, beö ©atanS unb feiner g)clfergl;e([er erfd^ien, ^ie l;armIofen £räut(ein ber Satbnad^t unb be§ ^orfmcorö feilten nacf) ben ©runbfäljen ber 5)omöo^at{;ie, bie ©leid^eö mit ©leid^em vertreiben (el}rt, jene finftern (iieiftermäd;te jnrüd^alten unb bannen. 33crlicgenbeö 2}iccö mit feinen goltnen ^ö^f* d;cn feilte einö ber ^Jiittel fein, bie t^erm i^^jaubern, t>ox bem ^(ntbun fd)nt3ten! 3n ber Xijcd ift eC> bei feiner rei=* gcnben (^eftalt \vc\}i im Staube, e§ fclbft einem fe an3utf;un, baB man ^ur ^lee^'-unlt fid} fo InngCjOgen fit(;It, wk ber angelube 3üngling burd; ben erfd;iebenen Stoffe ber (5^emäd;fe, ba§ ^iatt» grün unb bie 3^Wenn3vinb, bie '^flan^enfafer unb ber $f(an* genfd;(eiin, ba§ Dxot^ unb (^e(b be« ^tengeK% fo trie Bei |c(}crn ^flanjcn 3i'Cferftoff unb (Säure, (^)ift unb 5(rjenet, 9Jt'eI;l unb Oe(e, nur jufamuicngefct^t finb an^ 3, ^ö($ften0 4 ©runtftoffen (©(erneuten), ^wci bälgen finb, frei bargefteüt, luftig unb formlog: (Sauerftoff (Oxys^en) unb Safferftoff (fiydroj^en), 'ük im beftimmten (^)etinoi)tvt[/ei( bereinigt ba^ äUaffer bitben; ber britte ift bie befaunte .(loI}(e. (Sie finb bie brei g-aftoren, burd; beren ?[}iulttp(icaticu bie tviufenber^ lei S^efuttare ber ^f(an,^cntbelt entfielen. S3i^ je^t ift e3 unö ncd; uncrHärbar, tine eö 5UgeI)t, baB in fel)r bieten j^äU Icn gan^ bicfetbcu ?Oiengcn ben jenen 3 ®runbftoffen fo ber* fd}iebenavttgc (^cftalten bvirftetlen. eie formen I)ier fid) ^um 'lÜico^^, bort ^ur S^ofe unb bort jum ^aum unb tbieberum l;ier ,:;um !(c:ucn Pliascum, bort jum bleid)en ^^orfmocS unb l;ier gum btangrünen fditanfen Polytricbum. (S0 ift au'üer ben (Sigenfd;aften, Xüdäjz bie ber)d)iebenen Ouantitä- teu ber «Stoffe un§ ;;etgen unb burd) beren ^enntnig tbir inv"iud;erlei .flör|)er, tbie Saffer, .f^o^t'^enfäure jc. bilben fön^ neu, — au^er biefen finb nod; ^ebiiigungen borl^anben, ein ©tn^aö, bag an ber lebenben '^flvin^^e mitmirft, e§ ift ber ^roje^ be§ Gebens, ber in jeuer ^nt begann, aB bie ®c^ö* :|)fung i[)re {einige Öeftatt befam. 2öir nennen biefeö (5t\ba§ bie Öebeuvfrvift, ben gött(id;en ©ebanfen, ibelcber in bem (^e« tbäd^'o fid) bertbir!(id;t, ber bon it;rer erften (Sntftel)ung ^er it)r },n ©rnnbe liegt unb in ben Generationen nc^ tbieber^ott. ^ielfeicbt ift'5 fünftiger 3^^^ bergönnt, ba§ 9Kit(}feI ^u löfen unb bie S^ebinßuiigen ber ^ntftet?ung ucilier ;,u be3eicf;nen, obfc^cn baraui nod} fcineC^megi? eö folgt, ba^ eö bann in t^e0 2)Jenfd;en ^J^'inbcn liegt, ben Vorgang beliebig ^n tbieber* 3 — 26 — Idolen, fo tüte \mx bie 53at}n be§ fernen en unb £cifer oft bem fpe3iellen Qiu tereffe be^ §Oicnfd)en fid) nad)t^cilig geigen. ^l\i)t^ in ber Statur ift aUfädig, aud; nid;t ba5 gefcüige 33or!ommen ber SD^oofe. Sluf ben girftcn ber ^äd^er unb SJiauern, auf ben , Rinnen ber S'ctfcn, bie 'i)cd) ^iwnn in ben falten Sturm ragen, jebcm Setterguffe au^gefe^t, — bort fönnte ein ein^ je{ueC> ber garten ^f(ängd)cn fid; unmöglich {galten, il)rer oiete ir»iberftet;cn kid}t ben liebeln, bie bae einfame »ernid;ten. ©amen faden bid}t, t3ie( bid;ter alö bie ^flangen n)ad{)fen füunten, bamit burd)^ Heimen ailer bie ütem^eratur foujeit erl;ö^t uferte, ba§ iebcS beffer aufgebt. 3nfe!ten räumen (eic^t ben Ueberfc^uß l;intDeg unb beftel^en baburd; fetbft. 2(m einzelnen ^fläng^en n^ürbe fc^ned ber !^ropfen Xl)au unb $Regen oorübereiten, feine bünnen 33Iättc^en toären fd^nett t>on Suft unb Sonne auSgefogen unb nur auf5(ugen- Hide tüäre bie 3^^^ ^^^ Söadf)§tt}umö gufammiengebrängt, ja baffetbe n3a^rf(^einti(^ unmöglid) gemad;t. ©inigfeit unb ©efeüfd;aft machet fie ftar!; Xük bie 6ier ber TlMc in ^Bereinigung über bem SÖSaffer ba^infegeln, Ujäl^renb ein ein^ getneö untcrfinft unb i^erfommt, fo gelangen bie -ntoogpfläng:^ cBen glüdiid; burd; ben 0:can oon (^efa^rcn. ^u^^ biefem — 28 — bitf/tc^ebrängten 9xafeit erI)eBen fid^ bie ijielcn )3ur^uvrotr;en gruci)t)'tic(e, bie oben I)dngenbe 53üc^ien tragen. ®er Umrig bei'i'elbeii äl}nelt in (Stroaei ber ^-i^irnenfonn nnb a^ah gn ber S3enennnng »'^-Birnmoo^" 53evan(affnng. ©er ^DJiunbungöbe* fa^ ift te^^pett; ber ändere befte[;t aui \cd)^^i)n (an^ettiic^en, fd}arfgei>itjten 3^^f)"cn, bie mit Ouerfnvd^en üerfel;cn nnb einiiHivt^ gefrümmt finb; ber innere anö feaV^,^cl;n üd^tge- färbten, in ber DJtitte mit einer ilielnatl; tevjebenen, nnb l^ier Don äierlid;en i^oc^crn bnrd)brocl;enen Stmpern. 3^^- fc^en ben 3^^^^^^^ ftel;en IjaarM'innc ß^ilien, tic an ben ein* feinen ©etenfen mit ^afenförmigen gortfäljen »crfcben finb. ©er 3cit)nbefa^ beö Änctenmccö ^eigt befcnberö beutlid? baS Oeffnen unb (2d)(ie§en bei größerer ober geringerer gcnc^* tigfeit ber Cuft. ©cl^on burd; ben leifen ^anc^ nnferi^ 33tnn^ beö gerät^ er in jitternbe Sdriüingnng, Xdcnn \mv eben ben fd;üt^enben ©edel »cn ber reifen ilapfet entfernten nnb beför* „^ ^ , , , ,- .,.. .... ,:itt[)ei( ber -Blattlänge fortfc^t. ©ie Ü)rof;e ber Blätter nnb ba^ burd) baö gcfammte 5In[el}n ber '!|3f(an3e ändert fc^r nacß bem mebr fennigen unb trcdenen, ober bem fd;attigen unb fernsten X^ccaC, au bem fie \Dac^)fen. 14. Dicranum scoparium. Hedwig. ®c meines ©abetmooö. Dicr. recurvatum. Schultz. — D. reflecteus. Brid. — D. con- densatuin. Spreng. — D. Dillenii. Taylor. — Cecalyphum sco- parium. P. B. — Fuscinia scoparia. Schrank. — Bryum sco- parium. L. gaft baö gan^e 3^al/r I;inbnrd; ift bicfe§ TOiooS, ba^ in ben meiftcn nnferer Sa (bangen grcjje, unrcgcImäBige, lodere 8?afen bilbet, mit reid)üd;en grüd;ten i^erfebcn. ©er grud;t* [tiei »erläuft com fd(;önften ^Hirpur, baö il;n an feinem ©ruube — 29 — farBt, Tta($ fcer 33üd}fe ju inö ^clbgetBe. £)iefe tft etoa« getrümmt luib mit einem tangfdmabeligen Decfel »erfolgen. Set^tever trirb umljüüt tcn ber §aube, bie fo lang alö bie ^ücl;fe, bod) bi^ ^imt gctriilbten S^f^eife berfetben gefpalten ift ®er 3^i)nbe[a^ ift nur einfad), befte^t aii^ IG purpur- farbigen 3^1)1^^"/ ^^^ temn jeber bi? jur §älfte gefpalten unb mit bid)ten Duerftreifen berfe^en ift. (gie id^cn i^re trafferanjict^enbe ^raft fd)cn beim leifeften ^aud?. ^um Scöfprengen bec> l^edcl^ ber grud}t ift bei Dielen 9}toofen, fo and) bd biefem Dicranum, ein üeiner 9^tng, ber innen on bemi'elben liegt, bebülflid; i^gig. 7 u. 8 1). St be'^nt fid^ an^, fcbalb ber (^amen bie erfortertidje 9?eife erlangt, l^ebt fo ben ©edel ah unb berfd)aiit ben (Sporen freien l'lu^tt^eg. ©ö ift ba^> gemeine ©abclmccö eine bon ben toenigen ^flan^en, bie man Seitbürger nennen !cnnte. Qn ben (Süm* pfen ber ^lieberungen, in ben ^aub* unb 9tabcl^ol3tralbun== gen be^ ^ügeüanbe^ unb auf ben kuppen ber ©ebirge grünt e^ mit gleid)er gvi[d}e. (äö überjiebt bie S^neefcppe auf ben (Subeten, ben ^^ieb(ingeauientl;alt D^übe^a^Iö unb breitet fic^ jum berüd^tigten 2^anjpla"^ ^^n^ij'c^en ben ©ranitblcden be0 in-cden^, fotoie e§ an ben Ufern be§ ^majcnenftromeö unb Orinccc0 toucbert. Qm 5tÜgem einen ift f clever gatt feiten, anbere Sauber ^aben anbere ®ea^äcf)fe unb bie ^ro* pen kreiden aud; in ben 3}ioofen fo bon ben ein^eimifc^en 5Irten ah, n.ne in ben übrigen ^flan3engruppen. «Selbft ba0 unter gleiden Sreitegraben unb unter ä^nlic^en üimatif^en IBerl^ältniffen gelegene 9^orbameri!a geigt gtoar eine grojc Slnga^I Wirten, bie ben unfern fe^r nai(ie bern?anbt, aber boc^ abtoeid^enb baoon finb, fo toie ber SBifou bom ^ueroc^fen unb ber Jaguar bom Seoparb fic^ unterfi^eiben. ©ö jte^t bann bei ber 3J?anni(^faItig!eit ber fremben, neuen gormen, bie bem Sßanberer im fernen Sanb begrüben, eine fold^e 5(rt gleid^ einem alten greunb au^ lieber §eimat^, mit füger Se^mut^ an. ©ö ergebt bann bem 33otanifer:tote einem, bem in bem (^etoirre frember *SpradE)en in einer toeitentte* genen @tabt auf einmal ber liebe Älang ber baterlänbifc^en SJJunbort gu O^ren bringt, ein füfeer ion jum ^ergen. S' — 30 — 15. Encalypta Tulgaris. HedwJ Encalypta exstinctoria. Sw. — E. pilifera. Funk. — E. obtu- sifolla et laevigata. Brid. — E. leptodon. Biucli. — E. Orsinii. De Not. — Leersia vulgaris. Hedw. — Mnlum exstinctorium. L. fil. — Bryuna exstinctorium. L. '^aS, VDa^ an blefem !fetnen SQ^oofe am erften unb an* f^ene'^mften auffällt, ift feine c^rc^e, gfccfenförmige ipaube. SDie ^auBe umpUt bei allen 5l'tcDfen, \ü\vc^l beii Saubmoo- fen, öDn benen Ijier btc ^ebe ift, a(3 au(^ ben Öebermocfen, bie junge grnd^t (gig. 6 k). 33ei treiterem 3ßad;ßtt;um ü?eic^en beibe genannte ganiilien üon eiuanber ab. ^'ie Öaub* moofe nämUc^, ^n benen bie Encalypta ge()i3rt, treiben haU bigft ben grui^tftiel empor unb nehmen bie ^anbe aU §n((e mit l}inauf. ^ei S(u^Bifbung ber gruc^t, bie nun erft er* fclgt, scY^^^§^ ^tt t)ieien gälten bie §aube an ber &m unb toirb cft abgen)orfen; Beim ©tocfeni^ut fjäit fie fid; pft Bio nac^ ber 9?eife unb fäüt erft mit bem ^e(!e( aB. ©ang terfc^ieben baijon ift l^ingegen ber SScrgang Bei ben ^eBer^ moofen. §ier Bitbet fic^ guerft bie, meiftenö fugetige, grud^t, lüä^renb fie im iBauBe noc^ eingefenft ift, im ©ct)u^ ber §auBe. ©rft bann Beginnt bie fc^neüe Snitmicftung beö grud^tftielö. . ^ie ^auBe toirb gerriffen unb BteiBt juriid unb t^er toaffer* Igelte, anwerft jarte ©tiel trägt t>k grudyt empor. — i)er grud^tftiet ber SauBmoofe öermag lange ^cit ber SBitterung äro^ 3u Bieten, oft finbet man ii?n nod^ i)om Jjorigen 3al?re, toenn fc^on bie neuen Stiele mit i(}ren grüd^ten nnebcr trei* ben; Bei ben l^eBermoofen fin!t er meift nad) luenig 2^agen fc^on 3ufammen. S;)en ipauptunterfd;ieb 3n)ifd)en Beiben Samitien jeigt bie grud)t. diejenige ber ÖauBmoofc ift eine Süd;fe, meift mit 9Jtunb unb X)edel Derfe(;en, innen mit einem (Säuld^en, oft mit 3^'^^)»^^fö^ unb üiing (gig. 6. 7); Beim ÖeBermooö hingegen ift bie grud^t fteti3 o^ne Werfet, fie f))ringt in klappen auf (meift üier), baö @äuld(>en fe^tt, ein ^eriftom unb 9^ing finb nie ijor^anben, l^ingegen treten — Si- nter jvt>tf($en ben (S^jcren eii^entBümltc^e Orc^ane auf. ©3 fiab bieg bte fcgenannten @amenfd)(eubern (fe(ateren), f^t^ raltg getDitnbene, einfad)e ober tc|?pe(te, üon ^arter §aut umjd)(üffene, e(aftifc^e gäben, bte tüa^rfcoetnlic^ beim ^2luf* f^verc3en ber Zapfet iinb beim ^^Ui^^ftveuen ber ©amen be- ]^ü(fli6 finb. 3" biefen fpe^i^Uen Unterfc^iebeu im 33au unb ber @nt\ricfe(unc^ ber gruc^t gefeüt [ic^ hei ben '^voci öerfdjie* benen "iDtoo^familien ein auffaöenb t)erfcf)iebener §abitu§, ber, fobalb man nur erft einige Wirten ton betben einmal angefd;aut i^at, nie eine ^enuei^fetung me^r julä^t. 16. Trichostomum rubellum. Rabenhorst. 9totI;er ^aarmunb. (Sicbmunb. Didymodon rubellus. Brid — Weissica recurvirostra. Br. — Weissiti recurvirostris. Hedvv. — W. revoluta. Schi. — Gnm- mia recurvirostris. Sni. — Gr. curvirostra. Web. et. M. — Gr. rubella. Roth. — Anacalypta rubella. Hüb. — Tortula la- cu.stris P. B. — Bryum palustre. Brid. — Bryum setaceiira. ß. Huds. — Bryum recurvirostruni. Dicks. — Bryum rubellum. Hoffra. — Barbula Turner!. Brid. — Barb. fallax. v. Turneri. Br. 5In aufgetüorfenen SalbgrciBen, Söalbränbern, ^ol^Itüe* gen unb gelfentcänben üBerjie^t bieieö i0?ooö oft ganje ©tref- fen in bräun(id)rctl}en lodern Ü?afen. !Den größten Sl^eit beö 3abre§ über finb grüd;te ücrtjanben. ^er 3^^"befa^ ift einfad^, an^ 16 3^^"^" gebtibet, bie auf i^ren 5SJ?itte(Ii- nten ber Sänge nai^ üon feinen Ööcbern burd;bo^rt finb. Sir ^aben üorbin ermal^nt, tpel^e 33ebeutung baö ge* fellige SBac^fen ber tO^ooepflänjc^en für biefe fetbft ^at; eö ift aber nic^tg, auc^ ni^t baö fleinfte ©efc^öpf nur fein fetbft tt)egen ba, fonbern %ik§ greift in ber 9Zatur, bie nic^t eine 9JJenge gufäüig gufammen üorbanbener Sefen, fonberit einen lebenbigen £)rgani6muö auömac^t, — eng unb innig in einanber. (J^ang anberö ijer^äü fic^ ein 9)^orgen fBath^ beben, ber o^ne 2}ioo^, ganj anber^ ein ^ol6)ev, ber mit — 33 — bht>tem 9)^oc5rafcu Bck^acf;fen ift. ^itf bem faxten S3cbe« rtmteii bie gefallenen 9?egentrDp[en eilig bai^on, fc^trentmm niedianijcl) Övbe unb t^teiiic l;intreg nnb graben allmclig tiefe 5'ii^"<-1)cn in bie (Seiten bev 2.^evge. ©ß bilben fic^ ®teB=« bäd;c, bcren Sirfungen nnr gerftorcnb, md)i fcgenbvirgenb fid; geigen. (Sin mit ?0(ccö beftanbener ^cbcn I)iTigcgen fangt bie fattenben SBaffer ein nnb I)ä(t fie feft. 92nr ein geringer lleberfdinB rinnt fort. Q^ läßt fid) nad^rcc^nen, tüte l;od) nad; einem 9iegcngn(^ ber ^an|?tflnB einer ^x^anb* fd^aft tDad;fen muffe, menn ber ?0(oceteppid) ben glnren fel^lte. ^aö in ben SDioc^rafen feftgel;altene ^lai tjerbnnftet allmälig unb fpeift fo eine längere ^^it ^inbnrc^ bie 5Itmo=» fV^^äre mit Söaffevbampf, ber '^^a^ 2l^ad;etl)um ber übrigen ^flanjcn beförtcrt. X)aiS länger feftgel)altene Saffer »er* einigt fic^ mit ber 5Ic^)(enfäure nnb bem Ücl^lenftcff, bie fid^ im 3nnern jener 9?afen bilten; fo ift e§ im ©tanbe, baö tiefer gelegene fefte ©eftein d)emifc^ in fold;er Seife ;^n jerfel^en, baf^ eö in frnd;tbare @rbe oertüanbelt nnb fo nebft bem !oblcnfänrel?altigen Saffer gnm 9ia[)rnng'^m;ttel anberer ®etr»äd)fe trirb. ^er fic^ anflöfenbe ^Tol^lenftoff i?ereinigt fic^ mit bem freiti^erbenben 3Safferftoff gu Ä'ol;lenu>afferfto|f imb biefer ift eö, ber mand)e (5)eti\iffer fo eigenibümlic^ f($n)ärjtid) Braun färbt. @o fällt jcDem ^cifenben bie faffee* Braune gärbung be^ Qadeti auf, ber im §irfd)berger S^ale i)on JJelö in getö fcl)äumt. @o it)ie bie ©letfc^ermaffer burd? t(}re mild)ic^te gärbung ftctö d;ara!terifirt finb, bie fie ^m bur($ (^letfcf;erreibung unb 3nfufion§t{)ierfd;alen entftanbenen 2;^ei(c^en üerbanfen, — fo läßt bie braune gärbnng ber (^etüäffcr ftetö auf ben Urfprung in einem 3^errain fd;lie6en, in bem fid{) t)iele gerfeljenbe unb auflofenbe ^Öioo^rafen unb anbere ^flauj^enmaffen befanbcn. Äpumbolb fcbitbert einige ^eUHiffer 5[)iittelameri!aö fo bun!el gefärbt, bafe fie, bur^ bie iiberl;äugenben ©ebüfd^e unb 33äume üerbüftert, tinten* fdbtoarg erfd;ienen. ©benfo ift uad) anbern ü^eifenben ba0 S25affer, ba^ bie ilanäte im r/grogen S^rübfeligeu" — jenen getüaltigen gic^tenmalo ^toifdjfen 3^orfo(! unb Seibon in 5^orbameri!a burc^flutl;et. - 33 - 17. Barbula subnlata. Hedwig. ^frtemenä^n n^e§ ©(^rauBenntoog. ^^e^munb. Syntrichia subulata. Web. et Mohr. — S. alpina. Brid. — Tortula Hercynica. Sclirad. — Mollia subnlata. Schrk. — Moiutu subulatuni. Linn. fil. — Bryum subulatum. L. 5(iif fanbigem Salbbcben, an 3?ergab^ängen iinb 53aum* luur^eln ift tiefe i)icceart nidjt feiten unb buvc^ ganj (Surepa berbreitet. T^ie langen :|}frienienförniigen gvncl/te üerrat^en fie fogleic^ unb [inb faft ba§ gan^e 3al)r t)inburd; XQ\d}li<5) In finben. !rie grnd^tftiele finb, ti>ie bei allen Öaiibmccfen am ©runbe tcn einem üetnen (Scl^eibd^en umgeben, bie grnd?t fclbft auffallenb lang unb mit einem fd cncn ^^eriftom üerfeb/en. 32 purpurfarbene ^cii}m mixten fid; fdu'auben* äl^nlic^ um einanbcr unb fint) an ber untern §älfte ijon einer jarten §ant umt}üllt, tk burd) ein nieblidiee rauten* fijrmigeö 3^^9^^-^^^ au^ge^eidmet ift. Qn bcr 9Jtitte ber gru<^t crl;ebt fid; bi§ jur l^änge be^^ ^^^i'^'^f'^l^^^^ ba^ ^äul* d)en. (S^ ift bie 3rud)t ber i^aubmccfe, tine fd)cn bei ^e- fd;reibung ber grud;t be^ O^nmuntcö ertüvi^nt unirbe, auö einer boppelten ^paut gebitbet, einer öuBern, geti^i)[;nlid) bun!^ ler gefärbten uni? einer innern, meiftenö feuern, ^ei eini- gen — ben Ol;nmunben — umfd)lie§en beibe §äute bla* fenförmig bie 'Sporen Dl;ne eine beftimmte £)effnung ju beren 5Iu§tritt gu befi^en, bei ben anbern bitben fie einen 50hmb. !3^iefe Oeffnung !ann nun, tüenn beibe §äute plöl^Ud) auf* l&ören, !a{;( fein (bei ben 9^a(ftmünbigen), ober je nad;bem eine ber beiben §äute ober beibe \id} in S'^^^^^'" fortfe^en, bie mannid;faltigften ^Übungen geigen, U)eld;e n.ndytige 2}ter!' male inx ftreng tpiffenfc^aftlic^en (gonberung ber (^attungett liefern. 4)ie bur4> t>ie äußere §)aut allein ober burcb bereu innige SSerbinbung mit ber innern entfte^enben gortfälje ^ei* gen 3^^"^ (Si^. 8 a. a). Sie geidjnen fid) mei[t burd^ bunfele gärbung, berbere 33efd^affen^eit unb Querftreifen au§. diejenigen, tüetc^e bie innere §aut bilbet, nennt man gort* fä^e (gig. 8 b, b). (Bk finb l^eßer gefärbt, biel jarter — 34 — utib ijergängH^er, i^re ^ufcmimcnfe^ung ift aBer aud) ge* tüD^nttd; i^iei mannid;fact?er ale tie teö äußern 5.^efal3eö. lOiegen ncd; fd;ma(eic, mit ben ßä^uen te^ (UiBern ^eriftomS lred)felnbe gcrtfälse ^tDi[d)en iljnen, fo erhalten tiefe ben Dlainen Simperii (gig. 8 c. c), unb bie breitem behalten ben DZamen gortfäge. 5IÜe ^ciijUn ber ^ii^m be§ ändern ^eriftomö [inb ©lieber einer 9u'if)e, bercn ©^pcnent 2 unb beren (iHiinb^a^l (elbft nur eine ^^cten^ Den 2, nämlict) 4 ift. ©ie fteinfte ^a^l ber gortiätse ift bei ben befannten 50(00» fen, bie baniit oerfet^en finb, 16, nie Weniger, ncd} me^r.; bte fleinfte ^^'^^/^ ^^^" SBim^ern ift 8 bi^ 32. 2Bir toerben am &o\vi^ eine Ueberfic^t folgen laffen, in ber bie 9)foofe biefcr Sammlung nac^ if^ren 2}tünbung0eigentl;ümlic^feiten jufammengefteüt finb. 18. Barbula niuralis. Hedwig. 93? a u e r *^ c^ r au B e n m 6. Mollia muralls. Schrank. — Mniiim murale. Linn. jun. — Bryum murale. L. — Torlula Goettingensis. Brid. — T. pilosa, Schrad. — T. ambigua. Roehl. — Barb. Itzigsobni. Hamp. — B. aestiva. Schultz. — B. cuneifolia. Web. et Mohr. — Mol- lia tegularis. Schrk. ©a3 9}Jauerfd^rauBenmoo6 ift einer bon ben Uretntüo^* nern be^ ßanbeö, ber bcni fpäter eingebrnngenen 9}?enf(^en* gef(^(ed)t l^artnädig jebe §anbbreit ä^errain ftreitig mac^t. Gartenmauern unb feud;te ^au^n^änbe felbft inmitten bev ©täbte über^ie^t eö; tDO jtüifc^en ben (Steinen nur eine Ouabratlinie @rbe ftd; jeigt, fenift e§ feine SÖurjeln ein, ja fetbft auf bem faxten, feften ^Stein ffammert e^ fi^ an unb ]^errfd)t über ba^ 53aun)er! be^ 9}ienfd?en. ©eine Keinen ^otfter erhalten an fü(d)en öocaten burcö bie langen ^Borften» ^aare, mit benen bie 53(attfpit3en gegiert finb, ein n^eiBfit^i^ geö 2(nfe^en unb geigen fc^on mitten im SBinter einen Söalb t>on grud^tftengeln, ber bie ©efteiue, t^aube^angen, icie ein ~ 35 — (Sjolbregen im ^iau] ber ^rü^fonne üBer.^te^t. 3(n fc&atti* gen, feirr^ten Socalen bleiben biefe c^arafteriftifcben i^aare !üv5ei% feöten mo^t and) gänjtic^). 'Die ^ai}[xcid)en WiikU formen macben e^ fetbft bem geübten ^otaniier fc^mierig, eine Definition ber 'Jlrt gu geben. ©^ fetetnt bie Üiatnr bem fi^ftematifirenben iDienic^en gum Zroir^ oiele ber gemeinften Slrten gerabe burd? Uebergnnge gu nähern, ein üereiutgenbeö 33anb um fie gu fd)({ngen, fo bag bie ganje ©ruppe tüo^I, inie eine fcböne 3)hi[ifauffü^rung burcb ii)i'ß Harmonie etit« lüdt, e^ aber burd; r?ie garten ^Dio^ificationen unmöglich mac^t, ju fagen, too baö eine Xijema aufhöre unb bag anbere anfange, ©erabe bie am bänfigften üorfommenten 'J^flanjen finb e^, bie in bie groBtmögUd)ften Varietäten auöeinanber ge^en. "Die^ @efe^ gilt hd ben 3}?oofen tüte hei ben böseren ©etoäcbfen. 33ei(d)en unb 9^üfen, §abid?t^fränter unt» i^'o^t* orten geigen baffetbe ®efe§, ha^ jict) hd *^ferb unb §unb, vicl}[e ti^erben anberc, je nad^tem man tjoit ben öjärmern ©ecjenten nad) ben falten l}in n?anbert; bie einen berfcininnben nnb anbere treten [tatt it)rer auf. 3ebe^ ©e* tüäd;§ l^at ein ©ebiet, in \i^dd)em nur feine.(5^-iftenj niög*= lid) ift; eö t^at eine 9iorb= unb eine «Sürörenje beffelben. ^lelniiic^e i^eiänbcuingen jei(^t tie gfcra bei einer SKanbe* rung an einem ipod^j^ebirge I^inanf, ba^ bi^ ]s\\x (Sdmeeregicn reicht. ©§ ift ein fcld)e^ ©ebirge eine 93iufterd)arte aller gloren, bie t'on feinem guge au& nac^ bem ^^ole ju liegen; eö entt)ält ^^roben au§> benfelben in benjelben 9\e{t)enfoIgen in berticakr 9xid)tun,a georbnet, n.ne fie in ber ß-bene ^ori* jontal nad) ben ^^veitcngraben ücrtt}ei(t finb. S^ie l)ö^ern ©pit^en ber ©ebirge cntbel^rcn bie ^^äume nnb (gtränd^er. ^at- 9Jioc^ bcnunirt bcrt bid)t neben bem etrigm ©d;nee, fo tük eö bei un^^ bid)t ücr ber §errfd)aft be§ Sintert unb unmittelbar nad) berfelben, im (Epätberbft unb erften S^^^* ja^r ba^ ^perocrtretenbfte ber glora ift. 3'ebe^ (^emäi?.^ be^arf einee< bcftimmten SÖärmegrabeS, bie 9}iocfe finb bicjenigen, u^eldie am irenigften betürfen. Unter ibnen giebt es jctcd; n:ieber eine grcBe "^Injabl, tenen anc^ Ijierin engere ©renken ber 6^^-iften,^niöglid)feit geftedt finb; einige, bie nur in ben ^eif^en Spaltern nnb Rümpfen Sat>a'ö, anbere, bie nur in ben 4'nnbra'^ Sibiriens torfom* men. !I^er Ceratodon ift eineö ton ben be^cr^ngten, bie fon)ot}( l?cljere Särme*, al^ auc^ niebere 5?ältegrabe glei^ ^nt Vertragen tonnen, ©ort am falten "ipcl, tro feine buf=* tige 9iofe bem ernften ä^teufd^en in D^enntlnerpeljen grenbc 3ulä(^elt, ' — n)o feine faftige grud;t it^m (Srquidung, fein me^lreid^er @ame i^m ^rot bietet, — bort übersieht er im blutrotljen ©d^ein beö $olarlid;teö bie meland;olifd[)en ®e*= ftabe be§ (SiSmeere^, ein au^^gebreiteter $ur|)nrteppid) für bie floffenfü^igen 3^obben unb ben Üönig ber @d;nee(anbfd^aft, ben toeigen S3ären. kluger i^m finb eö noc^ einige 3}Joofe, tDe(dj)e bie 8pi^en ber ©ebirge unb bie ^o(ar3one jugteic^ ^eimat^ nennen, bo(^ feineö ift i\cd} »or^anben, ba^ tok ber ^ornjal^n burc^ bie ba3tDifd;en(iegenben Sänber l^inburd^:* — " o7 — 3ie§t unb toic ein rofigeS ^an'o ber ^leU bie entfernten (äe|^n?ifter ber gieren mtteinvinber üerbänbe. ©en ildamen ©orn^a^n entlcljnte 55ri^el t^on beut 3^5^* Be[a^. ©v^ befteljt' berfelbe anß 16 freien 3^"^-)"^"' '^^'^ ^^^ ju einem Driitt)ei( c;eipaltca unb oon pnrpurrütt;Ucöer gär- bung fiub. ©te liuieuförmigeu ®d)en!el [int) anfangt Bio gur ^JJiitte burc^ garte Duerfä^en öerbunben, bie fpäter ger* laffen unb burc^ bie fuotcnartigen Slnfc^treUungcn ^^etjnüc^" feit mit 'ütnti[cpeul)örnern erljalten. ©in ^J^ing ift ftet^ bor* ^anben, ber Siedet feäelförmig, bie |)aube fappenä^nüc^. 20. Orthotrichum crispum. Hedwig. 5?ranfe§ ®oIbmco6. ®olb:^aor. ülota crispa. Bridel. — Neckera ulopliylla. Weber et Mohr. — Weissia crispa. Roth, — Grimniia caplüata. Moench. — Gr. sylvatica. Wild. — Bryum .sylvaticum Gml. — Br. crispum. Hofini. — Br. striatura. L. — Br. capillaceum. Hull. — Poiy^ tricbum striatum. Neck. — P. bryoides v. capillaceum. V/eiss. — P. arboreum. A'ed. 1)ie dlolU, Xdz'idK in ben Xrcpentr>ä(bern bie Drd}ibeen übernel;men, bie viu3 ber ^inte ber S3äume fpriegen unb f iijnen bie ^räd;tigften 53lütt^enBouquet£i bitbeu, fd;eint in fern gemäßigten ^Breiten jben ?QiDofen gnerti^eilt gu fein. au un ben gelDmäufen unb grcfd^en ben £iieg ertlären, — fo finb flud) un[ere 53aumpara[it',m biet ^armlofer aiß biejenigen ber !IErcpen. ©ie entt'räftcn nid^t buvd; '^lu^fangen ben *iDiutter' ftamm, erbrüden nid)t, roie bie um|d;Itngcnben IHanen unb ^affifloren ben ®efäi)vten, ber il^nen in itjrer 3ugenb ©tü^e bot. Äein iÜioo§ entl;ä(t men (^iftfaft, o6|d;on au(^ !cine§ gerabe aU Dla^rung befonbcv^ angen:enbet tt?irb unb auc^ - 38 bfe ^rsneüräfte, iDetd&e man Polytrichum commune itttt» Hypnum triquetrum fvül)er jufd^rieS, ni(i)t bon 53ebentung finb. i)aö @oIb!)aar begnügt \id) mit ben äit^crften 9^iiiben«= fd;icf)ten bcö 33aiimeö. ^icr bci^iniit bereitö bie 3^^1^^"^Ö ber ehemaligen ^olsfafer unb bie barauö enlftel;enbcn, bem ^umuö \\d) näl)ernben (Snbftanjcn irerben i^cn bem ?Otccö* :|3flän5ci)en tcn 9^euem anfgegviffen nnb in feine jierlidjen 3?afen nmgeftaUet. ©ö lebt bon bem, rca§ ber torne^me, groge 3.^anm tveg^uiüerfen im begriff ift nnb siert banfbar bafür beffen nnfd^einbareö graubraune^ ©eiranb. ^o irie e§ felbft ber SDultung be0 i^aume^ feine (Sjiftenj terbanft, butbet e§ feinerfeitö ir*iebernm, baß bie ^icifer eö ai^ ^\x^h\d)tQ* ftätte benuljen, baJ3 bie $Haupe fic^ in ib/m einf^Munt unb alQ ^npp^ burc^ baffelbe gefd^üi^t bie ftille Umn?anbchnig jnni ©c^mctterling buvci^mac^t (Sc^incdcn n)alifat)rten bcn einem SJioü^bäufc^en ;,um anbern unb erquid'en fid? an bem ^Ici^, baö i^ier im UcberfüiB jur feudalen ^al^ree^jeit borbanben ift, irte bie 2Büftenrei[enben an bcn Ouetlen ber Oafen. i)k 2)?cc^rafen beförbern groar, inbem fie bie gend)tigfeit länger feftl^alten, bie ^^(ufllfung ber än^erften 9iinbe in eiwa^, Ieinei^n>ege§ finb fie aber^ aU eine Ä'ranfl^eit be0 Raumes, als ein $rcbnft feiner 33erberbniB unb gäutnig, vok e§> hei ben ^it^en ber gad ift, an^nfeben, fonbern i^r reid;lid)eö 2Sor!ommen läßt I)öd;ften6 einen 'Sd}(u6 auf bie feud}te %U mofpl^äre be§ Öccal^ nnb beö Iccferen ^cl^e^ beö 53annic§ 3U, tt?e(d}e§ teljtere foId;en (Btanborten eigen gu fein pflegt. ^ie 33(ätter beö geträufelten ©elbmocfeS finb im feud)* ten 3uftanbe ausgebreitet, trecfen geCräufelt. S)ie S^aul^c ift ntit anfn?ärt^gerid}teten, geglieberten Werften gegiert, baö ^eriftem ift boppelt. ^ie 16 äußeren S^t)m finb anfangs in 8 vereinigt, fc^mal Ian3ettfi)rmig, für,, unb lic^tgelb; baö innere ^eriftom anrb gebilbet bur'd) 8 hkidje, pfriemenfi)r* mige, einn.^ärt§ gefrümmte 33im|)ern, bie mit ben äußeren ^aaxtn n^ec^feln. 21, Grimmia apocarpa. Hedw. Grimmia polyodon. Ehrh. — Gr. fusca. Br. — Gr. robusta. B. — Gr, apocaulos. Fl. Franc — Gr. fasciculata. Brid. — Gr. Torreyana. Brid. — Dicranum pliascoldeiim. P. B. — Bryum apocarpum. L. — Fontinalis apocarpa. L. jun. SSon fcen Ufcvn bcr £)ft= unb ^orbfee an, Bio hinauf gu ben ^öcbften 5l(yeiiiDd;en (Svil^bur.qg*, Ääviitl;cnig, ber (gcl^tcelj unb Xl}ro[o flammert }id) biei'e 3}iccc^avt an fai^Ien ?ungo $ar! im fü^nen (änt- becfung^eifer tief in jenen rät^fell?aften (ärbt^eil eingebrungen to^ar, §unberte t?on SJteiten ücn ber lieben ^eimat^ (getrennt, ring§ umbrot^et tjon ©efa^ren, ^^cn 5^c(c| unb $fei( ber ^^enfc^en unb bem ^a^n ber tüitten 3:^iere; bort erlag er faft bem fa)Itmmften Uebel jene^ Öanbe^% bem geuerftra^I ber (Sonne. @ö bemäd)tigte fid; ^er^agt^eit be§ fonft fo fü^nen DJiannc^, e6 brac^ fein 3}?ut(?, üer3n)eifelnb fan! er nieber! S)oc§ al5 fein 33(id, na<ä) 9Cu^e bürftenb, an bem nadttn geifcn ^infc^roeifte, — ba gen?al)rte er 9}too0 in enger ©palte, ba6 in bürrer ^niu felbft gebeizt, — unb ein ©ngel n^arb für ii)n baö !(eine i^flän3d)en, ein ®nge(, ber bom ipimmel nieberftieg, tDie einft gur §agar unb i^m ^uruft: ff^^ergage nid^t, felbft in bem oben, f(^einbar tobten Sanb, in biefem großen ©rab boll bürren ©anbcö, felbft l^ier fc^afft ©Ott noc§ ßebenl ©r fj^eift baö Heine 9}?oo.v er nimmt fic^ um fo mcl^r au^ beincr an!» — Unb tüie ben — 40 — SBctteroBercr Xtmur ^^amurtaii bev uneruuibnd;t()ätlgc ^uq ^(mcifen antrieb gu neuen Serfcn, fo c^cil 'ca^ 50ico§ bem 2Jiuiu]o ^ar! ein neue^3 lieben, neuen 93iut^ iu^ matte ^erg, er raffte fic^ auf unb @ott geleitet il)i\ gum 3^^^^» 22. Hypnum cupressi forme., L. (S^preff enförmigeö 3Iftmoo^. Hypnum nitens. Timm. — H. homomallum. Bert. — Neckera cupressiformis Wild. — H. fastigi.itum. Wied. 33ei bcn meifteu ber bi^ber hüxad)kkn 9}?ccfe btibeet [ii]^ bie grud;t auf bem (Gipfel be^ ^tenget^, bei bcn 5lft* inoofen bingegen tritt fie an ber eeite beffelben auf. Söir baben früber bereite ben Unterfcbieb giiMid^cn ben fogenann* ten männ(id}en unb roeibUd;en ^iMüt()en angedeutet. l;:ie mann* Ii(^en befugen bei Folytr'K'luisn unt Mniuni bic gorm einer ©c^eibe oux cine^ Sternco; bei ben 'iiftmccfcn i/tngegen bie (^eftatt bon ^Ino^^pen. 3^^^M*'^^^^ ^^^^ 33(ättd)en, bie [ie bil* ben, ftct)en außer ben fogenannten '^Intl;eribien nod; luaffer* ^.cde g-äDc^en, \r»e(d)e einige '^lutoren iponiggcfäße (Nectari- nen), anbere 'Saftfäben (Parapliy.seü) nannten, tine'Der aubcre t)ingegen für SBurjeln anfal)en. SBirfiid) fab man aud; auf^gefäete mannlid)e 'iMutbenfnc^pcn bcn Polytriclmm commune fcimen unb tuciter road)fen. ®iefe ©aftfäten finbeu fid; ebenfo and; in ber 9lä^_e ber 3rud;tanfänge (Arcliegonien), meifteui^ finb fie blaj^, oft aber aud) purpurn ober gclDgelb. @ie Ijaftcn mitunter bem cbern 2;i}eit ber jungen ^^iiwU (i)}tüt^d}en) fo feft an, bag fie fic^ ' mit bemfelben erl^eben. ^aftfäben nannte man fie be^5f)alb, ba man ber T'ieinung n?ar, bag fie ber jungen Orud)t fotoobt geud^tigicit in- loie ableiteten, \ra(> fie in i(;rer ^kftatt aU fpilK ^?ürper \i\^i}i oerrid;tcn fcnncn. ^ftie finbet fid; in t[)nen ein ^^^^^'^'"^'^'/^"i'f^- ^'^^ f^"b cl;ne 3^^''^^f'^^ "^^* gciranbcite Blätter unb bcrratbcn bic^ fd;on baburc^), ba^ fie in mand)cn ga((en in roirüid^e 33iattcr übergeben. 1)!?r 9Jloooftenge[ ftirbt unten ab unb bie 52enbi(bnng ber Sur,5elfafern an bem nnnmc()r untern Zijdk tjiiit mit bent ^Ibfterben gleichen 8d;ritt. Oft biefeS bi^ ju einer — 41 -. 3t:)eigtBei(un0 borgerücft, fo entfteljen auf btVfe Sßetfe jttjet neue "pflanzen am ber frühem einen; jeber 3^^^^ ^^■'^'•'^ ein fe(b[täntige0 ^an^e^^. 33ei mandien ä)ioc[en, bei be^en bie gruc&t au\ ber ©pilje be^ @tenge(^ ftcö eqeugt, iioäc^ift im Üinftgen Qa^r bie 3unäd)ft gelegne ilnogpe \vät^x unb eö er* fd;eiut nun ber grud)tftie( feitenftänttg. 5)tan nennt fo(d;e junge Xviebe ^rolificationen ober Annotationen. )Rid}t feiten entmideln fid) auv^ ben ^iftillen, bie fic^ nid)t ^u grüc^ten augbtlt)eten, fo a>ip anci} an^ 5(ntl)ertbien berg(eid;en neue S^riebe. ©6 jeigt bie«3 bie 53ermanbfd;aft biefer grni^torgane mit bem ^mig, unb ^latt. -Su ber ^lnbcfajj an tk (etjtern maljnt. it)a^ ^^lu'^iDa'tfen üerfümmerter *'})iftitte ^u i^ollftäncigen ^wcu gen jeigt, ba| grud)t unb ^(ättergmeig im ©runbe ein unb biefelbe 3bee, nur üerfd)iebcn au§gefprod;en, finb, ©a^ ci?preffenförmige ^3tftmoo0 tft einö ber gemeinften, ba§ befonberS bie untern ^t^eite ber 33aumftämme, fo tüie •Steine beö SSatbeö in bid;ien, meid^en 9^ifen über^ie^t, unb burc^ feine 33(ätter, bie ben ^^eftc^en ür^a^ 5{ebn!id;feit mit benjenigen ber ß^l^preffe bertei^en, kidi)t, txci^ feiner bieten Söarietäten erfannt u^irb« 23. Hypnum triquetnim. L. ©reifetttge^ 5lftmoc0, H. sagittaefolium. Volt ^er S^'t^nbefa'^ ber grud^t ift bei ber Gattung 5lft* ntooö boppelt; ber äußere braunrctf? auö 16 S^k^^^^h i^er 4 — 42 — innere ou6 eBen fo üiel (i($tgetB gefärBten, mt 3tr{|'($cnc{(ien abn:ecl}fetnben, SSim^^ern gebildet. 3jie i^nidjt ift nieiften^ iDagerec^t gefteüt, tie eine ^eite fcer[el6en ()eroorge5cgen, ber ®ec!el fur^ gefc^nabelt, bie §aube fappenfürniig, geiblid; unb nnr im jarteften 3uftvinbe i)ovI}anten. ^ie iHätter f{el;en fdjeinbar in fec^^ Oxei^en unb ftnb am 9?anbe ^art, aber fc^arf gefägt. (ä§ ift bie§ ba§ ju ^rän^en unb G5uirlanben l^d nnö Beliebtefte Wlcc^. "^k iO^oofe nebft bcn ^^abefböt^ern finb mit nur ncc^ n^enig anbern ©eirac^ien biejenigen, tre((^e mitten im hinter no(^ S^'^ö^"/ ^^6 '^^^ 2t^cn nidjt gän^Iic^ i)erfd;tDiubet, bie beö^alb finnig üU ein 33i(b ber Ünfterb* Ud;!eit ^um itranj gefc^Inngen, mit :^cffnnng^reid;em &rün bie ©räber unferer (beliebten fd;mücfcn. (gie finb eö, n:elcbe in i^)rem ftillen (Sd)ooBe bie fadenben Xrcpfen ber SBelfe auffangen unb fcrgfam bcr beut faugcnben «Scnnenftrable fd;üt^en, i(;nen ^qü tjergönnen, fid) jum Oueü ju fammeln. ©ie tränfen bie Surjeln ber 23äume unb 5^räuter, tDeId)e burflenb fi(^ an bei? iöcbenö £)berf(äd}e aucftrerfcn, unb alle gebcifjen frifd? unb fröl;ti(^, n^ä^reub bie ®en:äcbfe ber faf^Ien g-Iäd;en berfd;macf)ten, tüelfen unb finfen. *Die ^tce^rafen nehmen bie fallenbe S^tuß, bie .(5id;e( unb ^ud^ecfcr unb ncc^ fo mand;erlei @amen bon 33ufc^ unb fräutlein auf; iipi^tg empormacbfenb um^ütten fie biefctben unb bringen bie fc^Ia* fcnben feime, bie garten 5iinb(ein ber ^flanjen I)inein in bie frud^tbare (Srbe, n)eld)e fie i^nen im eignen ^d^coße berei* ten. (^efpeift bom 9^6 ber bid)ten ^^clfter ern^acbcn 'tk ©d^Iummernben unb nun finb e^ iuieber biefetben 9?afen, iDetdie ben au^börrenben (Sonnenftra^I gurüd^icltcn, bie auc^ ben jungen (Sprö^ting bertral^ren bor bem lebentöbtcnten 9torbfturm. (Sie finb bie treuen Särter anberer ®eu^äd)fe in frü(?er ^ugeub, fie fte^en i^nen and; f|:äter hü im tampf luit ben feinbiid)en 9Jtäd;ten unb Reifen ber ^ö^ern ^^ftanjen* toelt nad; bem $oIe in unb am ©ebirge i^inauf neueö Ztx* rain erobern unb alk^ bel;aupten. — 43 — 24. Hypnum spien den s. Hedw. Hypnum parietinum. L. — R. proliferum. L. — H. pinnatuni. Lamk. ©urcl) bte gtäntenben, fc^inu';{ggc(DfarBtgen 53(ätter 3eid)nen firf) bte Breiten, lederen O^aien bee Hypnum splen- den.> L. [ogleic^ Don ten im ^ait fonft Dermanbten 'äiu moot^arten aut^. ©^3 über^iel/t, meiftent^ im grül)}al)r üpi.ny; grüd;te tracjenb, ^21bl;änge bergiger Satbgegenben, ü6erbedt 33aiun\XMir5eln nnb ^aiben, (graben mib nnfrncl;t6are ^paben; ein e(aftifci)eö 9xul;efiffen für ben ermübetcn SBanberer. dlod) numnicbfaltiger a(c> bie beim breifeitigen ^^Iftmcoo angeben== teten 53e^iel)nngen, in benen bie g\imi(ie ber lOtoofe ju ben übrigen ^^flan^en )ki}t, finb biejenigen, meiere fie $n ber Ztikx" iüelt i)at. 5Die ^xafen be0 glän^enbcn ^v'(ftm.oc]e§ finb sföälber iinb i^ar!anIagen für bte !(eine Seit ber 3nfe!ten. £äfer iüanbern ^tüifc^en t^nen um^er, (Sci;inetterünge unb 3iaupen fnd)en bier ein fd^ülsenbeö Dbbad;. güegen ftnben erqniden^ be§ 9ia§ nnb fidlere @c^(afftcitte nnb bie @d)aar unermüb* lieber '^(nteifen ikljt bentebelaben nnter feinen SÖölbnngen unb @d)attengcingen ba()in. ©pinnen fteilen l}ier il;re '3tet^e, bie ungeflügeiten Seibd)en ber 3of)anniötafer [trauten abenbltd^ an§ feinem ge^eimniBi^oflen ^unfel. Sßalcmäufe legen in feinen ^erfteden bie geheimen Slut^gänge il)rer nnterirbifi^ert Sßaue an, ^(inbfd)(eid)en überfallen l}ier bie außfd;lüpfenbe 33rut ber ^^Zacftfc^necfen, flinfe, gelbgrüne ©ibe^fen lauern l^inter ben gleid;farbigen l^anbbaiern auf bie unüorfic^ttge ?Otü(fe. ©ra^müden unb 3^^"^i^"^3^ ^^■'^ ^^^^^ lieblid^e länger be^ 3Balbe^ legen i^re ©ier unmittelbar in bte trei* Aen ^^olfter ober füttern mit il;nen baö fcrgfamgeti^obene Tu\t '^cx elafttid)e DJtco^tep^n«^ ift bte 3Biege be§ §ä-3lein unb beö jungen 9^e^; auf ibm ftredt fic^ ber §trfc^ unb ber gefättigte 33är. 1)ie lÜZco^rafen finb für unfere Sälber ein §au^tbor=» ;^ug, ben biefelben bor ben bielgepriefenen Urmälbern ber äropen befil^en. ©ie finb m ^bmbcl beö beutfc^en (^emüt^ö^ ^ 44 — immer grün unb wicf), nie bell (S)ift nub fernen, fcll^ft bte gefaÜcne Giidje nmftricfenb nnb ?eBen über bem 2obe ter* Breitenb. '^ie Bemco^cten ©albt^ütten unb mco^umban.qenen OiieUen ber @d;{iid)tcu, — fie finb bie 63elntrteftätten beiS Iiebltd)cn beut[d;en 93iä()rd;eni% bie[e§ naturfinnic^en ^^iniber* ünbei^, tre(d)e^ aU etüK] ju(]Gnb!d;ÖHe ^^vin^cffin lotete, frone nnb Äöntgrcid) bcm fd;en!t, ber anfprnd;elc^, in ftiücr §cff- nnnc], ein '^(bbilb bcj< iDiüo^pftänjd^enö, baö Heine ik^cn felbft ber}d;ont, baö fit^ jn feinen güjsen regt 25. Hypiium tarn ari sei num. Hedw. Slama r i ö f e n f ö rnt i g e ^ 51 ftmo o ö. Hypnum tamariscifoliuni. Neck. — H. parietinuin. Murr. — H. delicatum. Ehrli. — II. protensum. Rieh. — H. recognitum. Hedwig. T)er (Stengel Bei biefem 51ftmoc§ ift niebergeftredt, Bin* unb ^ergebogen, breifad? gefiebert, an ben @|3i§en ranfenartig ber(ängert, bcn einentl^ümtidier (2pri>big!cit, bid^t mit S3lät* lern Betleibet, bie '^tcftd;en in einem red)ten Sinfel aBftef)enb, flad;, an ben (Snben üerfd;mälert unb eingefrümmt. (Sämmt- lic^e 33iätter finb m^att, ü^ne allen ©lanj, neigen i'tc^ in§ @e(BIid;e, finb an ben 3iänbern ^art aber fdiarf gefägt nnb auf ber Oiüdfeite roarjig i^erniieBnet. ©er iDinnbbefat^ ift bem ber b.crignt Wirten ^Iftmccö cil}n(id). Unter allen 'Banbmoofen, bie nnfere Sälber bnrd);^iel}en, unfere SBicfen nnb Serge umfpinnen, finb e^o bie Wirten i^on Slftmoc^^ (iiypDiini), trctd;e am ;aI;lroid)ftGn t^crl^^^ben finb. ^nx 4 üon U;nen fanben in bem 9}tcc^ftrvinc^d)en einen '^^^lai^, ba6 tDir 1/ier gemunben, an 100 terfcutebene 5lrten finb ec ober, treUte ©eutfd^lanb Beoölfern nnb 500, treidle über "ten ©rbball üertl;eilt finb. ^ie fcnbcrn fid) nad) ber gefamm- Un G)efta(t in mel;rere (E)rn^>|:'en, aUc öOO jnfammen Bilben bie ©attnng Hypmim, 5lftmociS. X)iefer finb neBengeorbnct bie Gattungen: Grimmia, Orthotriclium, Ceralodoii, Bar- bula, Tricliostomiiu), Encalypta, Dicraiiuni 2C. jebc — 45 — ti?teber mit nie'^r cloer tüeniger Wirten. Qn einigen 60 fcf(^er ©attungen i^ereinigt man tie bentfd}cn 93tccfe. (Sie bitten gnfamnien bie nalür(icl)e g-amilie ter ^aiibmccfe, bie turc^ tic befitriebene Äapfe(fvucl)t mit freien Operon cbavafterifirt ift 5ln 500 "Wirten ücn !^anbmcc[en l}at ^entfd)(ant> mit gett)äd)fe. ^iefe gamdien bereinigte Liniie in feiner 24. Äiaffe ber Crvpto«;.'Hnen (Sie finb 3eüenpf(an5en, benen eigentlid)e ipcl^^geiäBt% fdicnfarbige 53(ü* t^en unb genießbare grüd)te, fo n^ie äctttt Samen, in bereu £eim ber ©egcnfa^ 3roifn)en Keimblatt unb SBür^^cld^en ai\^^ gebilbet ift, fe(;(eu. Qi< finb üe uncciifemmncrcn 'ifvf[an3cn, bie in iljrem '-^au, an ^abl ber verfd)ictcnen Organe, an 9Jtaunid)faUigfeit ber d}emifd)t:erfd)icbcncn Stoffe, an Stärfe unb ©rö^e unb be^fjalb aud) an 5lnn:ent barfeit für§ tcdmi^ fd}e Öebcn ben ^öbern ^^flan^en bebeutenb nad)fte[}en, bie aber eine bebeutenbe Oiode im 6)aue()a(te ber Dtatnr überfamcn, benn gerabe bie fd)einbar (Sicringen, bie ^Keinen, finb eö^ benen gen}id)tige '^lufgaben geftellt finb unb n?e{d)e bief elben burd; i^re 3)ien3e unb i^r vereinigtet Sirfen erfüllen. 1) T)te Saubmccfe finb 3f^^^^'irP^"3^" i^it Zapfet* frud)t unb freien S^^oreu (Seite 3). 2) (Sie befit^en Sur^elfafern, Stengel, Stätter, jtoeier^ toi ^nc^3pcn unb grüd;te (e.. 3). 3) ^ie <3(ättcr bcfteben nur oM einer ^dku\chid)t, |inb filjeub unb mcift üüu einem 9len> burd;3cgeu (S, 8). 4) T)k grud/t tjüt mcifteuo eine Sd^eibe (S. 33. 40),.- — 46 — einen grud;tft{c(, bo^pelte ^eUen\rsar\\)i ((S. 3), einen 3}?uni> mit einfachem ober fcoppelteui >^at)nbe[a^ (®. 33), einen e(a* ftiid)cn iHino, (B. 20), ein 9JiitteIiäu(cben (3/ 17), einen SDecfet (5. 17) unb eine §aube (S. 30). 5) ber ^clar^cne ^n (S. 36). 12) ^Dnrd? 3erfefenng bi(ben fie bnn!(e ^en^äffer, !ilcrf xmb frnd;tbare ©rbe (S. 32. 11.) 13) 'SDurd? it)r lebl^afteö 3Bafferanffangen ^aBen fie einen n3efent{id)en 5tnt()ei( an bem gendtigfeiti\gel)aUe ber ^uft, bem (äntftel)en ber Dnellen, bem «eimen ber ^^flan* jenfamen unb fröljlid)en (^ebeil;en bieler (^en^ädfe (S. 42). 14) Sie ftet}en in engftcr 5.^esict)nng ,yir 2:t/iern^elt, gewähren i^ielen 3:ib^ieren ^iufentl^alt, 3ufhid;t, l^agerftätte unb :i^anmateria( (S. 43). 15) Sic üben einen mäd)tigcn (Sinftn^^ auf ba§ ®e* mütf) be^ 93ienfd)en un^ getDcd^rcu bem rcligiijig geftimmten ^er^cu einen füjjen Xroft (S. 44). — 47 -- iien ®attanc|en. 1. ®a§ Peristom fct)tt: a, bie 33(ätter grün : ^l^üc^fe oi)a(, Pliascum, ^üi^fe Birn* förmig, Phys(;oniitriuin. b, bie Blätter bteic^: Sphagniim. 2. jDaö Peristom tft üort)Qnben. * nur ba§ innere: a, 16 itnget^etfte 3^"^^"^- (Jrininiia. b, bi^ guin (Grünte cjett^eilt: Ceratodon. c, hi^ 5iir ^ä^tz gi^tl^eilt ; — 33Iätter hkiö) : Leucobryum. 33(ätter grün, mit Öamellen: Fissidens; o^ne J^ameUen: Dicranum, *« nur \>a^ innere: a, 32 gebre^te 2B{m)}ern: Barbiila, b, 16 Wimpern, ^aiibe groß, bleibenb: Encalypta; §aube flein, abfaüenb: Tricliostonmm. *** boppelteS ^erijlom: a, ba5 innere ift jur Ouerfcbeibe t)ern)ad)fen ; §aube glatt: Catharinea; - §aube bei^aart: Polytrichiim. b, bie ^äljne te§ äuBern an ben v^pi^en i?erbunben, ba0 innere jerfd^ti^t: Fiinaria. c, beit>e frei; 16 ^ai^m, 8 Wimpern: Ortliotrichum ; 16 3^^"^' 16 Simpern mit 3^^MdKntt)impern ; grüc^te gipfelftäntig — 3^n*d>e"winipern gejä^nt: Bryum, — unge^ä^nt: JMnium, — g-rüd;te feiten ftänbig : Hypnum. -- 48 — M 1. 2> 2. » 3. » 4. » 5 » 6. > 7. }{> 8. » 9. » 10. 3> 11. 2> 12. 3> 13. •» 14. •» 15. » 16. » 17. » 18. » 19. :^ 20. 2> 21. » 22. > 23. > 24. > 25. ber befc&i*tebt»ncii 4^aubmoo^arten. Ph.xscnm cuspidatiim. ^ucjefpi^ter Dfjnmunb . . Fissidens adiantoides. garcnä't)nlfc()er ©pattja^in . Leiicobryum viil^jare. ©emcincö ^Bei^mooS . . Sphagnuiii acutifolium. Spi^bldttrii^eä Sorfmoog Sphagmim squarrosnm. ©parri^tö SorfmooS . . Fiinaria hygrometrica. ©cmcituä J)rct)moog . . Physcoinitriiim pyrifonrie. üPtrnföcmige Sirf^aube Milium undulatuiii. SöeUenbtdttrtgcö SttrnmooS . Mtiiiiin liorniim. X){t'Sj[at)r!C!e^ 2tcrnmoo§ . . . Catharinea Callibryon. SDSclti^e ^Jtt)ar nie . . . Polytridiiimjiinipennum 3ßact:f)o'bcrblattrfi?cg Jpaarmo Polytrichiiiii commune. (Sieimintö Jpaarmoog . . Bryum cespiticium. 3?ajcn;1tnott'nmooä .... Dicranum scoparlum. ©emeincä (SJabctmoog . . Eucalypia vulgaris, ©emeiniö SutenmooS . . . Trichostomum rubellum. 9?otbcr ^aarmunb . . Barbnla subulata. ^frtemcnät)n({d)t'8 Sdjraubenmooö Barbula muralis. ?Kauer; ^itiraubenmooö . . . Ceratodoii purpureus. SfJothcr )bornjaf)n . . . Orthotrichiim crispum. ÄraufcS ß^dbrnooS . . . Grimmia apocarpa. Sflott}früctit'(5eö 3wer9moo§ Hypnwm cupressiforme. (5i)prcffcnfÖcm{(^eS 2(flmooö » trlquetrum. SreiH'itigcä 2(flmooö . . . j> splendens. ©lanjcnbeS 2(|lmoog . . . ®ebru(Jt bei %, 2. SB agener in Öemgo. Gez.v.H Wagner, lith A : ; 1 Kühn ?(.Böline in Berlm. ^n^vev m§ ^eid^ ter Crypt€i^aitieii« 23on LIBRARY $. Wagner» new york BOTANlC/l: QARBäi"! Miie Lebermoose^ targefteUt biird) 25 ^rten berfeI6en. 25ritte 2fufta9e. Verlag ijon ?(. ^elmid^, 1855. (Irlviiiterungcn ber ^BBKbungen. Fig. I. 3t''^en com fRanU be§ au^getvac^fcncn Sungcrmannien* SBlattcö nad) V4 ©tunbe ©imriifung »on ^f)lorjtnf -Soii' löfung. a. SntcrjcUiikrfubllanj. b. S3crbiifirnggmafTc tec 3cllc. c. euticula bcö S(atteg. 400fac^e SSiVärö^criing. Fig. 2. Sbtole $fUc. a. Gutfculvi. b. 3cUcnmcni^ran. c. SBer^ bicfungifi^icta. d. ^primorbtatfdjtaud?. e. Protoplasma. f. ^dfcnftüfügfcit. g. 3circn!crn. h. SntcrjcUuIarfubftan^. Fig. 3. 3-vtcr ducrf'ijnift fcitrc^ tag iSTatt bcr obiqm Sunacrman;: nie. 2)ic cfnjclncn 3eUcn ftnb on {{)rcn SSfrül^runggfladien nur biird^ bie 3cUenmcmSran gcjc^teben. ©ic Söerbicfungg^ fi){(^t fel;lt unb btc (5'ommuafc^Jtion bcr 3cUfn \\t ^icvburd^ n'Xi'ö^U&it. (Sd}arl)t.) Fig. 4. ©in frudjltragcnbig ^fian^djcn oon Alicularia scalaris bei 10fad:cr SSergic'jcrun^. a. bteSSlä'ttcr nd'^crR fid) unb bie S^criradjfun^ l}:it am ©runbe begonnen, b. biefe etil'rcdt fid) be et§ bi^ jur g}?itte. c tk Dcrmadjfencn ^üübW.U'c hiUen ein bcd}crformigc§ Dsfan. d. ber Äel(^5 inncrl)al5 betreiben bie .^aubc, \^k auf ber ^eic^nung nic^t \id:}tbciv ijl. f. bcr ^rud;trtttl. g. bie in 4 Etappen aufgefprungcnegrud^t mit ©porea unb ©djleubcrseUcn. Fig. 5. @tne 2rntfjerioie i>on Plagiochila asplenioides: GOfad) öer ^röpert. a. ba§ Statt, weldje» bie ILnt^mik in feiner auf getriebenen 2<:(^[el birgt, im ©urc^fc^nitt. b. bie Knti^mHi \db% c. ber ©tiel ber ^weiten, burc^ ben ©c^nitt entfern tcn 2i:n(i) c'b'e i^ciö;) Sc^ac^t.) Elg. 6. ©djnjärmfdbcn noc^ innerijalb ii)tec SO?utter§fircn, 400fa(i^ üergrö&ctt. Fig. 7. 8. 9. ©d)\üärmfdben, \)k in Bewegung begriffen ftnb^ SOOfac^ tsergrö^ert. Fig. la eine !^4jleu!*erselte oon Scapania, 400fai^ öcrgröiert. SaS ©piralbanb tliiit fic^ in ber «Olitte. Fig. 11. SDtc «Spi^e eineö mit ^lorfaurem Aalt unb mit Satpcttt? jäuce ge!oc|ten ©tdmmdjcng einer Jungennannia. 3>et ^rimorbialfc^taud), ber in ber jungften 3eUe bei a. noc^ einfach i\t, beginnt bd b. bereite hk St^eilung, bie bei c üoUenbct ift. Sebec neue Slictl t)at bei d fid) §u einec neuen 3eUe umgcwanbelt. 400fQ(^e S3ergr5§erung. Fig. 12. ©ine gtageUe mit SrutjcUcn!nöpfd,)en öon Calypogeia Tri- choiiianes. C, 5facl) uergrö^ert. Fig. 13. (Sin ©tüctc^cn Dom ©tenget ber Lophocolea bidentata N. a. E. üon bec Untcr[eite gcfcljen. 3Die 2fmp{)iga!lrie ift in 4 S{)ci(e gcr[paltcn, ön t{}run ©runbe entfprtngen 3Bur= jcln. 2)ag eigentliche fBlatt i^ angebeutet. Fig. 14. (§,in (Stiirtc^en auä einem jungen CebermooSblatte (Junger- mannia), njctdjeä S^rutjetlen (b.) bi(bet. (Fig. 6-11 u. 14 nad) Sq. ^diaiiit.) Fig. 15. fSiatt am ©ttngit con Sarcoscypliiis Fimkli. Fig. 16. iDeögl. oonPiagiochila asplenioides. (23on Alicularia sca- laris fit'^e tk 23lo.ttform bd Fig. 4.) Fig. 17. 3>t)ci(apptgc§ SSlatt üon 8capania neniorosa. Fig. IS. iDeögt. mit Stengel!lü(l öon Jungermannia albicans. Fig. 19. ^rci, Slätteu am Stengel oon Jung, trichophyila. Fig. 20. ©tcngelil. mitSßurjitnu.aSlatt ö. Sphagnoecetiscomnumis. Fig. 21. ©tcngeljKicS mit 23latt unb 2(mpi)igajlr(e (Fig. 13.) oon Lophocolea bidentata. Fig. 22. ©tengclftüc!mit einem ooUftiinbigen unb 3 angebcutctcn SSldts tern üon Cheilocyphos polyanthos; x>on oben. Fig. 23. Seggl. üon Calypogeia Trichoinanesi ebenfaUö üon oben. Fig. 24. 2)eggt. mitSSlättern unb 2Cmpt){gail:rien o.Lepidoziareptans. Fig. 25. Scögl. üon Mastigobryum denudatuni, Fig. 2ö. fßiatt üon Trichocolea Tonientella. Fig. 27. fBlait t>on PüHdium ciliare. Fig. 28. ©eggt, oon Radula complanata. Fig. 29. 3)e§gl. oon Madotheca platyphyllu. Fig. 30. a. 2)e6gl. üon FruUania dilatata. b. iDeögt. oon Frullania tamarisci. e. 25aö SSIatt. d. Sie SBlattd^rc^en. c 2fmpt)igajlt:ien, om^^tcngel angebrücft. pte §thtxmoofi. !Sev rau^e ^erbfttüinb fingt ein metand^oI{f($eü ^'icb biivi^ bie gelben 33Iätter, e^ na^et bie ^üt ber 3)Hfant^ro^{e nnb beö S^rübfinnö. ^ie legten ©cabiofcn bevBlü^en, ©iftel^ ftnfen fliegen t»cn einem iueigen Sollfopf jum anbern. I^ie (Sd^tüalben ftnb fort, &^otI;fel)l4)en nnb 3Ba(bfänger treten bie Steife an. ©rafer nnb 33infen n)an!en im fc^arfen ^Äinbfto^ (ei(^enB(a§ f;in nnb ^er, branne Ord^ibeenftenget ragen ttan=« rig nnb bürr neben i^ern^elftem §)aibe!rant. !Der Tien\^ ipirb anc^ trübe geftimmt, er ift ja ein ®Iieb be^ D^^atnr* gangen! 2ßie ieber eingetne 9kri) fic^ unangenehm berührt fü^It, tüie jebe^ 33(nt!üge(c^en fic^ unregelmäßig betüegt, fc* baib ber 5^örper, 3U bem fie gel;ören, er!ran!t ift, fo tinrt am^ ber 9}cenfc^ alö ein X^ni ber (Sc^i3pfnng mit ergriffen, tüenn ber große 9Zatur(eib jn !ran!en beginnt. T)k bunte 23infter!arte i^on garben nnb gcrmen, n)eld;e ber grül;ling nnb ber Sommer über Salb nnb i^^lh ausgebreitet Ratten, ift »erbleicht. ©§ bemäd;tigt fic^ beö ^ergenS ba^ ©efü^l be^ ^a^infterbenö. ^ie @e^n|nd)t fliegt mit ben gie^enben ©om.merfaben unb ben ii>anbernben S3i3geln \mt bat?cn. ®leic| einer gee 'ijatit bie S3lnmenti}elt mit tvnmberfamer @($ön^eit uns ^eimgefnd5>t, glücfli^ träumte fic^ ber ßnft- UHinbelnbe unter bem grünfeibenen ^albac^in ber^nc^en; — — 6 — je^^t ift fie entffoT^cn! ©fetette ücu '^jjffanjeu uiib ^evI)roc()ene (8c^mettev(ingef(iigc( l'it'sen bnrd)e{nanfcev cjeiiHn-feu am 530=" ben. !l)ie trüBen 9^^geiif(utf/cn fd)rcemmen bie bürftlgeit Slefte l)itni'CA. ^^v füfjfenbe 9}tenfc(; ^at ahr ein unal== iDctf'6aret^ ^^ebüi-fiüfj md) (Bdfculjnt (Sobafb ini ^erbft bie f^xad)t bei* 9^ititr 3erfä((t, fd)Iagt i§m ber adgeineine Ö^Liin eine tiefe Suiibe. £ue il^erftimnutng pf(e(]t fie^ ge* rabe um bicfe 3cit Bei bem ^Dtorbdinbev ju ftcigern, ja vooi}i mitimter Vv^ in bem fiivcvtbaren ©vabe, bag baö fonft fo fü§e öeBeit i(}m oM eine Öaft evfc{;eint, bie er mit (^M üoii fic^ tinVit. @tatifti)d;e S^abeflen Be3eicf)nett ben 9ftct^emBer aI-3 ben 2}?ouat, in tDeId;en.bie meiften ^Selbfttöbtungea fviilen. ^vi bie @ee(e bnrd) bie ^inne baö ^ebiivfnig nad^ (Sd^cnkit in biefer ^eiiobe nic^t ju ftiHeit bermag, ^ffegt fie auf ben glügefn ber ^^l;antafie in fveunb(ic{;ere ^o^ neu in eutfiiel)cn. ^^ Beginnt mit ber äußeren ^n^e ju* gteicl; bie ^dt be§ geiftigen ^robu^ii^eu^^. "^ie ftide 2^X;äfig!eit bc^ ^?erben(eBen§ fteigert [\d), hl5 fie bann culminirt, \Denn bie ©trauten ber «Senne am f(^rvigften faden. ©^ fd;eint bie gtora ber gemcigigten ^oncn biefeö ifin ficf; ^nxMik\]tn", btefeö I}eim(id;e, ^l)antaftifd;finuigc @d;affen mit bem 9}ienfc^en gemein ju I;aBcn. Söäl^renb alte grögern ©etüäc^fe — bie \Denigen immergrünen D^Jabef* Ijbiicx unb bie glän^enbe ©ted}eic^^e (!lex aqnifoliiun) etn^a aBgerec^net — feine ?eBeu6regung setgen, Breiten fic^ i\in» fd;eu ben Braunen ÖauBmaffen be^^ 3i^a(bBobcn^o fammetgrüne 9iafen au§, bie burd; eine große ^Iusal)( berfd;iebeuer SeBer^* moofe geBilbet n^erben. ©erabe in bie ^nt beö 'Bpät^zvh fte^ fäüt ber ^utminationöpunft ber Scf;cur)dt biefer (^t^ n)äd;fe. ©ö ift bann bie ^dt, in lüe(d;er fie ben erften Einfang gur 5rud;tBi(bung Beginnen, bie ^eriobe, trelc^e ber 33(ütr;e^eit ber ^ül;ereu ^^Panjen eutf|.n'i(^t. ©erabe je^t ift — T — i^r ®rün am frifd^eften unb faftl^ften, i^x 2anh am jarte? ften, träf)renb fie pr ^üt ifjxtx 5Jru(^treife, bie in ba^ grü^ja^r unb ben Einfang be§ ©ommer^ fäüt (auf ben (3z^ birgen einige Sßcd^en f^iiter alö in ben nieberev gelegeneu ©egenben), trenn fie bie au§gen)acf;fenen ®^^oren au^ftreueu, unb baburrf; i^r (e^teö ©efc^iäft: bie ©orge für bie ^x^aU tnng bev ©^^ejieö noc^ berrid^ten, am ©übe i^re6 SeBenö aU ti^elfe, bom grcft oft Ijalb gevflörte ©reife bafte^en: ©erabe im (2|}ät^erBft, toenu ba^ 5(uge büfter irerben \t>\it unb bem fadenben 33Iatte folgenb, 3ur (Srbe fid; ernft unb trüte finnenb tDenbet, Bietet ficf; in ben ßebermcofen eine toennige '2ä)aax ber rei^eubpen ®efta(ten gnr erqnicfenbcn iBetrad;tnng bar, bie feiten Bemerlt unb nod; feltener genauer angefcf;anet trerben. Unfere 5()}^arate finb beim 5Iuögangc eBenfo einfach ^um (Sammeln n)ie Bei unferm erften ^lu^flug in« ©eBiet ber 9:)icofe! SDa^ 5(nge fd;ärft fid? metjr unb mel;r, je öfter ti>ir na^ neuen @efta(ten f|.^ä^en. SBir Bre* c^en auf! — 8 — 1. Sarcoscyphus Funkii. Nees ab Esenbeck. gun!ö^(gaft6ed;ei\ (Fig. 13.) Jungermannia Funkii. Web. et Mohr. — Jungermannia excisa. Funk. Jungermannia bicornis. Müller. J. pulvinata. Raddi. J. byssacea. Schleicher. Sir fteigcn ben ^^an^ beö S3erge3 l^inan. Mn\6)zU üBcvrefte ber S^oqcit fc^auen auö bem tüeifeUdj) grauen ^e= fteine ^eri^or. 9?unbe ge^ci^nelte 9^äberd)en i?on Pfennig* gröfee ttegen am Sege. (S6 ftub Ueberrefte t)on SJ^eereöt^ie* ren. geuerfteine ragen an^ bem fanbgemtfc()ten 53oben. 3^rc toeigen (Streifen beftel)en, tok ba§ ^ergrö^erung^g(a§ un5 betei^rt, au§ @c^a(en fiefelpanjriger 3nfu|orien. ^aibege«» ftru^p, bon glad^^fetbe überwogen, ftel?t am Sege. ^a^nji^ fd^en breiten ft*^ tüeingraue Anflüge bcn ©(äbonten wnb @c^tDammf(ec^ten am S3obert anö ; mit i^nen n)ed;fe(n fd;n)ar3* braune gtetfen. ^iefe (entern (inb ber erfte gunb auö ber gamiUe ber ii^ebcrmoofe. ©^ ift Sarcoscyphus Funkii; p (St}ren i^nnU, ber p feiner ^tit befonberö bie ^?Dofe beö gid^telgebirgeö emfig fammelte, alfo benannt. 253ir toer«' ben bie§ (55en)äd;6 in gleicher Seife an faxten, fonnigen unb niebergetretenen Salbpfaben, auf (Sanb unb ^aibeboben fin^ ben. @ö berfteigt fid; fogar U^ auf bie ^Ipen ber fübtid^en ^zite, hi^ 3U ^iemUc^ bebeutenben abfoluten |)ü§en. @8 Vüirb unö f^tüer mit bloßem 5(uge bie einzelnen ^^ftänjd^en Don einanber im greien gu unterfd^eiben, ba fie tid^t gu* fammengebrängt ben bun!e(n JRafen bitben. Sir muffen be^^lb bie nähere 33etradt>tung Derf(^ieben, hi^ tdiv ba^eim unfre 33eute muftern unb bieSoupe unö babei be^ütflid^ ift. Sir machen eö unö hü unfern ©^'curfionen gur Sieget, bon %Utn\, Vüa§ un0 aU grüner Uebergug am 53oben unb an 33crgab^ängen, an ^anmttjurgeln unb ©efteinen irgenb auffällt, etn)a^ mitzunehmen unb unö babei voo möglid; ben Ort ^u bemerfen, bon bem n)ir e§ genommen. S;ß begegnet bem 5(nfänger ujo^t leidet, bag er inmitten ber ^errttd;ften (^e* — 9 — ttjäd^fe ftel)t unb bod^ feinet berfelben fielet, ^r eilt ucm gelbe in ben Salb, au6 biefem tineber auf ba§ gelb, er fud()t utib mü^t fic^ aB iinb fe^rt bod; Tnignuit^ig mit leerer i!ap* fei ^eim. Mn ben unanfel^nttc^ fc^toarjen glecfen beö §aibe* bebend, trie fie ber ft'2a\ihcä)^X'i gu Bilben pflegt, tcürben lüir (eid^t torübereiten, ti^enn trir unfre ^^luögänge nac^ gec* gra^I^ifd^en ?Otei(en, anftatt nac^ «Scannen Sege^o fcered^nen n?cliten. £luabrat;^ell nac^ CnabratäcII burd;iud;en n>ir, fo* balb e§ iin^ bie iD^uj^e erlaubt imb |3rüfen baljetm ebenfo forgfam unfern frag({d)en @(^a^. ©etröI^nUc^ icerben trir aujerbem, ba§ voix n^tffenttid) nac^ §aufe trugen, auc^ eine Slnja^^I Wirten ftnben, bie unbemer!t mit jenen bermengt ti^a^ reu; ebenfo oft erfennen unr ba^eim jtrei ^2lrten aU l^er- fdfneben, bie nne im greien gleid}gcfta(tig bünften. S5>ir entnehmen bem bunfeln &^afen einige %>]iäniä)cn, fpülen in einer ^c^ate Sßaffer bie ©rbt^eildjjen ah, bie an ben feinen SBurjeln Rängen unb tegen fie auf ein ©(a^^Iätt* d^en. ©ine ftarfe 9M^nabeI, bie n^ir mit einem ^öfjernen (Griffe berfe^en unb ein gebermeffer mit fd;arfer (Spi^e finb unfre ^nftntmente. 5ßir l^alten ein^ ber angefeuchteten $fläns=^ 6)m mit ber 92abel feft unb trennen mit ber 9}2efferfpi^e bequem bie S3Iättd)en Io6, um fie einzeln fd;ärfer gu betra^^^ ten. ^aö ganje ^flänsc^en ift 3 bi6 6 Linien i?cd)ften^ lang unb meiftenö o^ne tiefte. ©§ erfc^eint in trodnem 3uftanbe burc^ bie Blatter runbtidb !ettenförmig. !l)iefe fte^en in gtüei ^tikn. ^ein Sebermoo^ l^at, fo tüenig trie ein Saubmooö, an feinen ^tattern einen fetattftiel, ebenfo fehlen ben erftern bur(^au§ ade 5tbern unb S^ertjen. ^ie Blätter finb bei i^ortiegenber 5lrt ben Stengel l^alb umfaffenb, S3ei jüngeren ^fla'njc^^en flehen fie etn)aö entfernter, bei altern fru^ttragenben finb fie na^er pfammengebrängt, fo baß fic^ i^re ©runbfläd^en giemlic^ berühren. Sie finb terl^ältniBmä^ gig flein, im Umriß faft runblid^ toieredig unb an ber Spi^e biö jiemlic^ jur §älfte eingef(j^nitten. ä)ie 2appm finb furj unb ftumpflid^ öef|>i^t, etn^aö geöffnet unb ausgebreitet. 5ln ber Spi^e ber frudf)ttragenben ^pnjc^en erleiben bie ißlät= ter eine auffallenbe gormüeränberung. ^mi berfelben finb größer auSgebilbet unb gel^ö^lt. äd;fe, beren eine§ [/o Bio 1 S^ii lang U)irb, in cjreger lleppig!eit unb fe(;(en faftjeiner glcrvi ^eutfd;^ lanb^. ?any]e Streden finb i?on iBrem 'Äamnietj]ef(ed;te iiBer^ f pennen. 'Die 53(ätier ftet)cu ebenfadv^ jtüei^^etüß a\\ bem frie- d;enben Stengel. Sie finb faft fvei^3runb, in ber Mitit ctn.Hi5 ße^öt;(t, mit i^ven oBern Seitenranbern beden fie fld; an^ ber Unterfeite be3 @tenge(^. (Sine aBireid^enbe gorm be'3 'eren=» getö erf/eBt firf; ijcn bem ^obeu unb trivb fteifd^iger (ierfe()eu finb, \rerben fie burd) (elftere fe(;r terfted't unb fet/(en oft aud; gänsüd;. !l)iefe fteineu 53(attd;en (^^tmpl;igaftrien) finb fcBmaftan^etttid;. 53eim @af tB ed; e r (Sarcoscypluis Fun- kii. M 1) finb !eine bergteid)en i)crf;anben. Sie finb Bei tieteii 5(rten ber l^eBermoefe au^geBilbet unb bienen ber Befd;reiBenben 33Dtanit a(^ ein Wittd, bie Wirten ijon einanber ju fonbern, Qi}x 5tuffnd;en mit ber 'Dkbet unb bem 2)?effer unter bem Ver- grögerungi^gtafe ift freiließ) ün^a^ müBfam, boc^ (el;ret bie Uc^ Bung uu^ mand;en ^ort()ei( unb mad;t aud; Bi^^' ^s" ^D^eifter. ©^ fd;eineu bie 33(ätter fämmttii^er BeBIcitterten öeBer^ moofe nad; ber ©runbibee in brei ü^ei^en bert^eitt 3U fein, bie aBer nur Bei u^enigen ^(rteu (Junj^ermannia triclio- phylla, setacea etc.) fämmttid? g(eid)mäBig an^geBitbet t)or^anben finb. iBei ber u^eit großem ^Injal)! ift bie britte 9^eiBe, bie nad) ber ©rbe ^u getet)rt ift, \)er!ümmert unb fo in 5ImpBig^iftvien umgetüanbett. 23iet(eid>t baj^ bie meift üppige ^SJur^etBilbung an biefeu Stellen i^re 53erbo(d'omm- nuug berBinbert. ^ei anbcru 5trteu feBIt fie ben ^'^i"^'^* ftengeln gän^tid; unb tritt nur an jenen üerfd/iebencn geBttbeten 9^eBenftenge(u (g(agel(en, ^eitfc^en) auf, bie eutii^cber fid; — 12 - md) oBen evl^cBcn ober and^, ä^nltc^ tcie bie öufttüuv^etn Dieler !Irc|)etiBäume, \\d) in bie ^rbe feufen. ^ei ncc^ an* bcrn enblicb feilten fie gänjüc^. Sßir finbcn genitgfam im ^flanjenreic^e gä((e, ba^ ein urfprüng(id) angetegteö Organ im f^äteren 3$erraiif beö 2öad;§* tl?umö i?er!ümmert ^o ^at bie fclütlje ber ®räfer oiifvlng* \\d) in ber jmigen ^nc^pe bie Einlage 3U 6 ^^^el^en, bie in gti^ei Greifen ftet)en, in jebem streife 3. 2(ümäl)tig ci(en aber bie beiben äuj^crften ben übrigen bcbeuteub ücr, bie britte be^ erften 5?rcife§ üerfd)n)inbet gän^Ud;. ^cn ben 3 be^ S^iVeiten (Sl/ftn^ tücrben 2 nnr al^ ffeine bünnl/äutige (Sd,ni),^pd)en in tcr fertigen ibiütlje gefnnben, ba^ britte ift aud) t>er!cmmen. ^^ci einer 3(btl;ei(nng ber ipalbgräfer, ben Junceen (5)ciinfimfe Luziila etc.) ftnb alte 6 ^Iütl;ent^eil* d)en t>cilftcinbig üorl^anben. 5(el)ntic^ i^erfümmert ton ben 3 Staubbeuteln auf ber S^larbe ber 33tüt^e i^cm grQnenfcf)u^ einer geti^Ö^nlid^, unb Bei bem Seigborn unb bem ^d}k- i^enftraudf) hjerben axi^ ben B^^^^ig^n nur dornen. erfclgen. (£iel;e gig. 4,) 3e n^eiter nad^ ber (^v^ilje jn, auf ber bie gruc^tbdbung erfolgen foü, befto bii^ter ftnb fie 3ufammengebrängt, bi§ enblid; 2 Den tt^nen mit il}rem ^runbe ^ufannneutüad^fen unb an ber (S^Mtje oft ge^cir^nelt erfd;einen. ^ei bem ^(ätterpaare, ba§ nun na^ oben in folgt, (Fi«;. 4. b.) erftredt fi^ bie 23eru)ad;fuug biö jur ipälfte ber beiben S3Iätter unb biefe felbft finb etwa^ bid)ter unb berber gebaut. ©a§ britte ^aar, (c.) tft auffal- Icub groß unb f(eifd)ig, biö n?eit über bie 50(itte i>erbunben unb ftellt ein uiebiid)e§, frugförmigeö ^ed;erd;en bar, beffen dlanh oft in 4 ^äljiK jerfd^uittcn ift. 3nuerl;alb biefeö ^e^ c^erd')enö folgt ein gartet Organ oon ^eübrviuntic^er garbe, (d.), bon ben 33otani!crn alö kddj be3eid;net. Slugeufd^ein- lid) ift er eine n^eiterfortgefe^te Umir>aub(ung beö näd^ften S3(ätter^aare^. !^ie 4 S^ijm an feiner (Bpi^t beftärfen un8 in unferer 5lnfid;t. @r umfd;(ie^t bie tDaffer^eKe §aube, bie — fo tauge bie grudbt uoc^ nid;t gereift ift, fic^ Doli- ftänbig gefd;Icffen jeigt. (Bk ift um bie $)ä(fte ffeiner al§ ber - 13 - v^eld) itnb biefev etit\i§ Heiner a^3 bte sunä^ft fte'^enben $)üÜ6fätter. ^er gntcbtftiet (f.) ift fei)r ^art uub tt?eij3, V2 Bi^3 1 3»^^ ^^"^^^^* ^S^'ii}^'^^'^^^ ber gntcf)tftie( ber Saubmoofe monatelcing, [n ivit}re(any3 au'cbauevt unb bte 5rucT)t oft lange überlebt, ^at berjenige ber Scbermocfe eine fo iDäffrige, meiere 33efc()virtenl}ett, baß er faiim Äraft genug bej'il^t, bie fleine ^a|^fe( em^jcrjutragen. ©ine leife 33erü(;rung gcrftört i^n fc^on. IDie f av^fet (g.) )>ringt 4f(apptg auf unb ent^ ^ait (5amen!örnd)en unb '^cl}(euber3e(len. äÖcUcn tr^tr bte (^nttricflung ber grud;t ungeftört beoB* ad^ten unb bie Srncnte, bereu (Stie(c6en nnö Beim l'Zad)^au[e' tragen Ietd;t jerftort trerben, ücllftänbig gut für unfere (Sammlung erl)alten, fo tränten tinr im 5(prt( einen Olafen be6 glügelmccö, auf tDe(cf;em roir bie, um biefe Qüt meift häufigen, gruc^tanfänge bemerfen, unb nel;men i{;n mit etmaS baran befinb(ii;er (Srte mit auf unfer ^tntmer. ipter galten Unr benfctben auf einem ^i^'^i»'^^ luägig feucht ^unb ^^aben nac"^ irenigen Xagen bieSveiibo: auf einer 5-läd)e reu -^anb* grcjje ipunterte ber ^artcftcn gvüd/tcben fic^ eutreideln su'fe^en. 3. Placliiocbila aspleilioidef. viertens et Nces ab Esenbeck. @tre tf eufarrnä§nIid;G 33reit(ippe. (Fi^.5~9. u. 16.) Jungermannia asplenioides. Linne. •Diefe^ ^ebermco^ ^te^ä fi.-^ Der beut blcnbenben 2\ä)tt ber frHen ^^laije, an bem bie beiten erficrn ti:ud)ern, tn^ büftre äi}a(be^-bimfet jurücf uub bilbet Irler au feud;ten X'i}aU geroänbcn, tu ^^ud;en\i?ä(bern, am ^ad>eoufer, entroeber grc^e Siafen, ober tintd)evt einjeln 3n.n]Ci;en ^C'aubmcccj^clftern, gtri^ fd^en riemenaftigem unb breifeittgem '^IftmccS (Hypnum loreum uniD triquetrum). @§ übertrifft bte beiten tor- erirä[)nten 5(rtcu ucn l-e6crmccfen bei u-eitem burc^ bie ©ri^^e ber Stengel (1 — 3") unb ber ^^lätter. %\n in\^ teru ^^ei(e be^ 3tenge(^^ fint) bte 3:lätter gen^ctitlid; Hein, entfernt ftel;enb unb bur($ bav^ $((ter getbüd; fat^t getiun-fen, — u - nad; clmi 511 Ijingegcn größer, gcbväiigter iinb UUjaft grün. (£ie finb fcbvä^ am (Stengel eingefügt, bie 50?itte ber ^^^läU tev ift ettiHiei t;cn'crgel/ckn, baburcl; erftf einen bie €eitcn^ vänber snrücfgefcMagen. 3ni Umfrele^ [inbfie i^erfcljrtcifürmig itnb ber ^aub ift fcf^arf unui|?evig gefägt. X'^e grüd;te Jinb gi^felftänbig, ber £elcl; ift l}cd) l)eri:crgef)okn über bie kiben §üiIHättd;en, bie il)n nniiCblicBen. Sr g(eid/t ben übrigen ^(ättern, an.ö beren Unüüanbelnng (9}tetamcrp()ofe) er cnt- ftanben ift, an garte nnb fcnftiger ^cfd;affen{/cit unb feine 2)?ünbnng jeigt biefdßen fdvarfcn (Sägegäl^ne, u^e(d;e jene ani^3eidnien. (Seine ©ntftebnng befunbct er cBcnfalk^ bnrd; bie ^ii^eil'i^^pige ^bcifnng an feiner Oeffnnng. ^er grnd,)t* ftiel linrb gegen 1" lang nnb ift treiBtid) gelb; bie Slc\\>\ci ift langti'd^), bnnfelbrann, in 4 berbe .^Kappen jcrfpringenb. 2:rennen irir ein ^^tältd;en i^on bem Stengel ber "i^rcit* {i)3)>e'' unb bringen e§ mit einen 3^xc:pfcl)cn 2Baf;er nntcr ein ^ergri^ßcrnngt^giai?, fo ^eigt fid; nnC> ein uviinbcri^cKe^ ©eii^ebe üen rnnbUd;en ä^kfd^en bnrd; größere ^dku ge== bitbct nnb bajtinfden nicblici}e fieincre. ^ie S^cre, an^ tenen fotvcl;! baö ^cbcrmcco aU and) taS^ ^anbmccö cnt* ftcb/t, ift eine 3^^^^- ^^"^^ g^'i^SC ^^ftanjd^en mit (Stengeln nnb 23bätter, ift an^? fclit)en ^clkn jnfanunengefef^^t (Fig. 1 ein Stüdd^en I3cm ^htk. 11. bei"g(eid;cn i^cm (Stengel.) 93ial|:igl)i cnlbed'te bicfe3i'fcimmenfetjnng bcv'Jftan^eimSa^re 1670 snerft. Ütad) il}m r)abcn fiel; inele i^ctanifer mit beni genancrn ^an berfelben (^>f(an3enanaicmie Pliytotomia) be* fd)äftigt. Sir \rc((en bcrfnd^en, bie ©ntandtnng bicfer 5(n^ mit einer gfüffigfeit gefüllt. Sic ift a\h^ mandf'crlci ber fd;iebencn Stoffen gebilfet, bie bein vinge fclbft bei ter ftcir!« ften ^uTgröpcrnng (mit u>enig 5ÜK^nal;men) geluöbnlid; !lar ber ^anbfcrn an (ärc§e fanm gleid;femmt, in crfennen, hat mau olimvllig mand;erlci ^nlf^^mittcl angeii^cnbet (^^flan3er/d;cmic). -^ 15 — ^^ finb btcö Befonberö eiin^e f($arfe unb giftige etcffe, bie iDtr beim Unterfuiten ber 9}tcc]'e unb tl)re§ ^aue^ Bebüvfen. (S§ finb :^anpt|äd)Iid;: 1. 3cblöfun.q. 1 ®ran 3«?^ it"^ 3 ©ran Qi'bfa- (inm in 1 \Xl^^ beftidirtem Saffer anfgclöe^t. T^ag 3cb ift ein fe^r giftiger ^toff, ber befcnber^^ anö ^^teere^ppan^en ßen)onnen n?ivb. Sin S;rc:pfen foId;cr ?5fnng färl^t bie ^eü* fubftanj gelb, in S3erBinbnng mit i^erbünntcr ^din^efclfciure vlber I;e(IMan. (^tävie iinvb ebenfati^ blan gefärbt. ®ie fogenannten '^rcteinoerbinbungen, ton benen tüeiter nnten bie 9kbe fein tüirb, iverben bnrd; ic'Vct Stoffe gclbgclb gefärbt. 2. @d)ii>efet|änre: a) ccncentvivte; löc^t aU eine ber fd)ärfften ^änren (eo ift beoljalb mit i[;r fc()r torfid)* lig ju terfal;ren) ben 3^'Üf^^ff ^'^^f- b) ^erbünnte. 3 2:l5eile ©d;iüefc{fänre nnb 1 5:i)eil 2[Baffer. 4^efcnber0 bient tiefe in ®efell|d)aft mit 3cb aU Öi'fennnngomtttet ber S^^^i-^"^ ftanj nnb (Stärfe. '^hn betupft ben jn prüfenbcn (gcn?Ö^n* lid; ^ier fteinen) (^egenftanb mit chx^a^ QoUöi\uu2, entfernt btefetbe barcmf mit einem feinen §aarpinfe( nnb giebt nnn* met)r mit einem (^(af^ftabe einen S^rcpfcn ücrbünnte ©c^iue* fetfänre anf baö Präparat. 3. ©alpeterfänre nnb d;rcrfanreö .^ali bient ^an^t* fä($Iid; a(6 ^cittet snr :4.rennnng ber feilen ^on eincmber (^I^iaceration). S^ie Keinen (^egenftcinte (ein -lytcoöblatt, ^^oc^ftengcl, ^apfelfta^pe 2C,) bie in ib're (^rnnb^elfen gertegt \revben fetten, cl/ne bag biefe feibft qIö (Sinjel" tiefen gerftcrt iverben bürfen, bringt m\in ^n bicfem g^M^cäz in ein £'ccprct^rd;en anö (Bh^, in (Srmangeinng eines fc(d;en m^l in ein U^r|^äfd;en; ftrent ungefät^r fo i?iel c^IcrfanreS ilali bajn, atö ber ©egenftanb feibft an ©röge beträgt unb tröpfelt fo biet 8afpeterfänre baranf, bag beibe baüon befeu(^tet iDerben. 9hm ern.\irmt man ba§ (Sc^ä(d;en aümätjlig über ber ^eingeiftftamme. ©obatb eine Iebt;afte ©a^entn^iclelnng be?^ (i)emifd;=eö eintritt, entfernt mau baffelbe »on bem Sämpd^en nnb tagt e^ 2 big 3 9}?innten rnl)ig ftel;en, bamit bie @änre 3eit ge\i?innt, gef}örig jn irir^ ■fen. £)aranf fd;üttet man ba§ ©an^e in eine ^d)ak mit Saffer, fifd;t au§ biefer bie ©egenftänbe mit einem (^(ag* — 16 — plätteten i)ctfid;tig auf unb Bringt fie nuit unter ba6 2Ser* gvügerung^gtaö. Sine gcünbe ^evül)rung mit ber 9^abel reid)t geiuöl^nlic^ fc^on $iu, ein ^^^f^^cn be^ Objefte^ in feine Qdkn ju kn^irfen. 4. Scapaiiia iiemorosa, Ehrhardt. Salb^'^Scapanie. (Fig, 17.) Jungennannia nemorosa. Linne. ^k ]ä)on \i}x ^ame fagt, (iett biefe ?^f(an^e gern ben Saft) a(§ Sol;n^iafe. 3^^ifcl;en @eüüfd;en, Befonber^ an ben ^itb^ängen ber @(^(ucl)ten, bte zt\dOi^$ feucBt finb unb ^ef^m* grunb ^afeen, bilbet fie fc^oue mid}^ S^afen, bte fic^ burd) eine gartgeiDellte CBerf(äd;e unb bie an fd;attigen Orten et* xoa^ lid;tere, an l;e(ien l;ingegen jne[)r üliüeugrüne gcir^« Bung fel;r i>ort^ei(I}aft aui^^^eid^uen. Tdd}t feiten tritt aud; ein purf-'UrrodAer Hinflug auf, ber fid> inö ©imfe(Braunrott)e an ben ©pi'Sen fortfeijt. 'Die ^^(ättcr finb aucf) jtvei^eitig gefteÜt: jebeö Beftel)t a[v$ einem größeren, nai^ hinten gele^ geucn unt) einen um dn T)xM)c\l fleinercn, na(^ bcrn ge- feierten Sa^^pen. ©ie gröfeern Wappen finb berfetjrt eiförmig, aBgerunbet unb mit il;ren cBern '?(n(;eftung^-pun!ten auf ber 9^tüdfeitc beö ©tengeU^ ettua-S l^eraBgcfül^rt, n)o^urd; ii;re mittlere g(äd;e, wie im ben ©lättcrn ber Plagiocliila as- plenioides ctma6 l)crauvgeBo6en erfd^eint. '^eibe i^a^pen finb jufammenge!la|)|:'t ^ie Keinen finb fd;räge aufftcigenb, bem Stengel gugefe^rt, unb etma^S gugefpil^t. (Sie umfaffen fc^eiuBar fd)eibenartig benfelBen unb treten mitil;rem untern 5lnl)eftung§i)un!te ctma^ fd^fvig am ©ten.gel l)cri?or. !Der y^riib Beiber ift fd;arf unb beutlicB gefägt. ®ic bem i!eld) juuäd;ft ftei)cnben 53lättcr l^aBen leine ben ben anbern ber== fd;ictcne 'IMfüung. 5)er .kcld; ift l?ed) ^crl^orgcBoBen, gro^, länglid;, ^lu fammcugcbriidt, am C^runbe gelinbe terfd;mälert, bon glcici;ev g-arBe unb ^ef4affcnl?eit unc bie ^Matter, 'an ber aBgeftu^ten — 17 — 5Diünbitng ift er bornig gefägt. ^er grudjtftiet ift % hi^ 1 3oü (ang unb getbUd^treig. ^le braune, eiförmige Zapfet 5eri>ringt Bei ber 9?ei[e in 4 (anjettlic^e, fpi^e, berb- leberartige Älap|>en; fie entl;ä(t bie @|:cren unb (Rainen* fd^leubern ((Slateren). ^ie unfrud;tbaren ^^flänsdben t;aben aber getüöbnUc^ bnrc^ bie jnfammengebrängten 33(ätter ein auffaflenb fncpf^ ober !äfed;enförmige§ ^ußfe^n unb finb oft mit' roftfarbigen Äeimbrutfcrnd^en bebedt, bie auf bem sarten ®rün fel^r fc^i^n contraftiren. Sir betrad;ten ein abgetrennte^ ^latt ber (^ca|?anie bnrd? ba§ ^ergrcBcrung^gla^ unb finben eö auc^ befte^enb an^ lauter jarten runbli^en ^^üen (fie^eFis;. 1), bie ein nieblii^c« ^QÜQ^nr^ehz (Parenchym) bilben. '>5^M'd;en ben hären 3^Üenbtä^cI^en, bie ttie ifcile i^unfte erfi^einen, befin^ bet fic^ eine ettraö treniger burd)fid)ttge ^ubftan^, bie gleich* fam bie gaben beö ^Oiafc^enne^eö bitbet. ©^3 fielet faft au?, aU beftelje ba^ ^^tatt auö einer r^eden, ioad)§ä^n(id)en SJ^affe unb bie Reihen feien in biefetben eingebettet. Um unö über ben genauen 33au be§ ^^latte? i\\ unterrid;ten, Be^anbefn ujir baffeibe auf bie oben angebeutete Seife mit (Safpeterfäure (fiebe Fig. 1 a), burd; n^eUte bie S3tnbemaffe (b) tbcilt rinri:, bag fie fid) um bie 3<^üenb(ä§(^en abt()eitt. Linien finb Sauden. eigentl^ümlicfjen (Stoffe? erfüllt, tiefer oerbanb mit bem 9kmen3nter3e((ular' ober 3^if ^eiiSell.en- fubftan.v ©ie ift bei ben oerfd;iebenen ^^pan^en üon oer* fc^iebener i3?efc^affen^eit, fomobl in ^e^ug auf i^re 9)^enge, a(? auc^ auf ibre §ö?(tc^!cit. 33ei ben ßebermoofen fal) man fc^on oft bie Breiten gäben be? SOJafc^ennei^e? für eine ftarfe ©d)i(^t ^^itergellutarfubftanj a(- bungen über^ie'^t tu§> Sebermoo^ in bid)ren g(eid;bol;en dla< fen nnb befteibet cft gan3e (Streden. S^er «Stengel ber ein* ^etnen ^flänji^en ift 1 hl^ 2 ^cii lang, {^äufig* gabelig gc* t^eitt, ctma^ f(eifd)ig rött?(id; gefvirbt nnb nur am ö)runbe mit fpcirtidjen ^önr^etn befel^t. ^te glätter finb unten farbtog, tt)ei0(id; nnb gaben bem ©ett)äd;fe feinen iöeinamen. ^en 92amen "^nngermannie" gab man biefer fe^r artcnrei^ d;en Gattung, gn \i>e(d;er anfänglid) ücn ben in biefem .^peft* d)en angeführten aik (Gattungen bon 9h'o. 1-22 gel;örten, gu ©bren gn^eier, t^on 5l(terö l^er berühmten ^^ffan^enforfc^er ;5:oad)iui nnb Öubtrig 3ungermann, ^rofefforen ber ^otani! gn 5[Uborf. 9tad; eben finb bie ^4ätter frenbig grün nnb ge^en an Iid;tcn l^ccalcn ini^ 5:rvinnlid;e über, (äie finb gtüeita^^ig ^ert(;ei(t nnb äiemlid; bid;t geftellt, bod; fo, bajj fi^ bie^l;in* — 19 — fern 8a|)pen nli}t Berül^ren. 1)cr (Brunb ber Blätter er* fd;eint fd)eiben förmig unb umfaßt ben (gtenget ^iir §ätfte. ^eit;e Cap^^en [inb faft btö 511m @vimbe i^cit cinanber getrennt, il)re ^läuber finb gegen bie S^Htsen ungleid), aber fcbarf ge^ fägt, ii\ix^ ]id) fretlid; nur bei einiger ^^ergrcBcvung erfennen täBt. ^n ber :üiitte finb fie i?cn einer lüeiüUdjen, banbför- migen, aihS (anggeftrecften ^eden gebitteten ^lait) burd)5cgen, bie t>urd}iicl)tiger al^ ba^ übrige "»^^arand^i^m (3eügeroebe), bie (Stelle cineö 9terüen ju l^ertreten fd;eint. ©aburc^ ift •bie[e '^irt fcgleid; i^cn allen anbern anüerroanbten ^^(rten ju unterf-:^eiben. X)ie ^intern Sappen [inb noc^ einmal fo laug aU bie üorbern, an ber ^pi:<3e ctn^uß jnrüdgebegen, längli'cb unb ftnmpfiid; abgerunbct. '^ie t^or^ern [inb längtid) eiför* mig, fnr^ gc-pi^t unD iU^cn in einem Sin(e( ton 10 ®rab i)om Stengel ah. Sie beden iid) med;ielön)eife ^tüeijeilig. 5)te S:e^*tnr be-3 53Iatteo (feine S)ia[[enbe|d{)arfen^eit unb 3eü^ getvebe) ift berb, faum i:urd)fid)tig. i)ie ^dkn [inb [el)r Ü'ein. '^Die bem yuld)e gunädift [tevenben 53lätter (S^nUUäU tcr) finb nid)t fo tief geti/eilt a(^ bie übrigen, ^er ^eld; felbft ift inv '^^äiit^ C'cu i(;nen uuifd^Ioffen, (änglid) i^er!e_^rt eiförmig, ober li^eiter a(^ unten, anfgeblafen, an ber 53tün* bung faltig gnfammengejcgen unb mit ^v'ii^nd^^cn i^erfeben. ^ie i^QÜcu, tk iijn bitten, finb größer al^ ^ieientgen ber S3(ätter. X)cr grnd)tftie{ ift 4 — 8 ^^inien lang, n.Hiffer^€H unb an^ grofeeu, tanggeftrcdten ^tUm gebitbet. ^ie itapfet ift \m bei ber i^origen ^^irt. ©^ tcitt eine jiüeite gorm bon ^flänjd^en auf, Bei toel* d;er bie t'Orbern Öappeu ber 53lätter am (^rnnbe band^ig ertreitert finb unb baburd; ba^ gan^e Moo^ ein !vii^d}enarti* f^eö ^nfeljn eri)ä(t. 3n biefen .J^öi^Iungen ber 331ätter finb ä§n(id;e fnopfförmige SDrgane, mle mv f)kx h^i ben Öanb= moofen unter bem i)kmen ber 5Int^eren ober ^nt^eribien fennen (ernten. Sir tüerben ben fe^r intereffanten ^n^alt tiefer .^örper^^eu fpäter uod; uvil}er betrachten. ©in ^(ättd;en ber O^ngermannie Ratten \mx in feine 3eEen jerlegt. 2öäl){en toir ein gan3 jungeö 33ratt unb ein altes inx Unterfuc^ung, fo finben toir bie umfcbfieBenbe ?02affe, tt'd^e bie §aut ber ßclit barfteüt, bei bem inngen fel^r laxt — 20 — itnb biinn, bei bem alten bagegen biel btcfer itnb ftärfer. 3in iüngften ä^^ft^^nbe ift bie^ 3^^^^"P^^i<^?^" f^^}^ f^i"- ®^ ift i^cllftäubiß öteid;artig, trebcr au^Xicrn^en, ncd) m^^a* fern getnibct, foubern eö fd^eint baC> ©rgebnig einer gleid;* mägtgen ©erinniing beö ^t'^cnfaftcö ju fein, ^ic ^ubftanj, anö ber cö gcbtfbet nnrb, )>f(eßt man 3sl^^^nftoff (Cellulose) gu nennen. £oncentrirte ©d^ttefelfäuve lUt biefen B^^^P'^ff anf, tüäl)r^nb fie bie ^ti^ifd^enjeKenfubftanj [d;n)er cber gar ntc^t auflöst. Uinge!ei)rt t>erl)alten fic^) beibe (Bnfcftan^en, JDcnn unr fie mit 5le^!a(i bet;atibcln. 'Der ^^^^f^i^ff ^kii>t bann nni^eränbert, bie ^nter^eKuIarfubftanj hingegen luirb baijcn anfgclööt. 33eti)|}fen ii>ir bie ein3elncn ^QÜm (ober ba0 ganje 53Iättc^en) mit 3i>bli}fnng nnb, nad^^bem ber Ueber* fd)n6 entfernt ift, mit i>erbünnter (^d)tüefdfüure, fo färbt fi(^ ber 3<^Üf^'^ff W^^ I?eltb(an nnb ^etgt in biefem i^erl^alten eine grofee i^enüanbtfd^aft mit bcm (Stärfcme^I. @S fd;eint bei foId;cn ^flan^en, in benen baö iStär!emei;( anftritt, fid; ans bemfelben gn cnttrideln, bei ben "iDtocfen aber fid; nn* mittelbar bnrc^ (S^erinnnng beS 3c^^f^f^s^ bar^nftctlen. 3^ älter eine ^äk nürb, befto mebr lagert fic^ innerhalb ber* felben 3^^^P*^ff ^^f f^ ^^"'ß ^^)^^ SBänbe, je älter befto bider erfd^einen. (Sin gutes 5Dttfreöccp ^eigt nnS bcutlic^ bie^^er- bidungSmaffe in @c^id[Uen abgelagert, ©a bie abge* lagerte @nbftan^ auf fcbie Seife auftritt, fo fcigt baranS, baß bie 5tbfcnberung berfelben nid;t nnunterbrod^en gtcidnnägig, fcnbern in üerfcbiebenen 3eitabfd)nitten, periobifd), erfolgt fein muffe, toaS t)ie(leid;t mit bem ^eiüi^eife nnterbrcdienen nnb bann n)ieber beginncnben ßebeu ber i^flanje fellft im 3^1* fammen^ange fte^t. SSäf;rcnb baS nrfprünglic()e 3elicn^änt- c^en (bie ^nimäre 3^üßJ^i^^^nibran) ganj gleid)mämg gcbilbet toar, lagern fidS> bie ffniteren ^erbid'ungSf(^icbten oft fel?r imgleid) a'b. (®ie^e Fig;. 3 b.) T)k ftärifte 5lblagerungS* \d)X(^t entfielet gerocf^nüd; ba, n>o brei 3cÜcn sufammeuftoß'en. @ie fd;eincn gegenfeitig auf einanber einpiinrfen nnb baburcö biefe größere (2tcffabfd)eibung l^crbeisufübren. 5(nbre (Stellen ber 3^^^^ bleiben fd;a^ad) nnb erfd)e{ncn baburd) als Kanäle cber $oren, obfc^)on eine i^ollftänbige ©urd)löd)ernng ber 3elle ni(^t borlommt, fonbern ftetS baS äußere S^äut^cn — 21 — aBfd?(te§enb \>or^anben ift. T)k tnnerfte ^(i)id^t tft bic jüngfte, ble äuBerfte bie attefte. !Die ^^ufammenftogenben ))lad)bax^diQn fertigen iijxt Acoren unb Ü'anäte [o, bvig fic gegenfeittg auf einanber ^ciffen «nb baburd? ein ^^Ut^taufc^ ber «Stoffe ermögUcfot tDirb. Die 35erbt(!iing§|d)td;len ber* ^(ten fici) bei '^Inmenbung ber d^emifd;en 9^eagentien gerabe tüte bie äugerfte 3'^ßß"f^^'^^t unb toir fd)(ieBen barau^, baß fie aud) auö beufelbcn Stoffen ftüe biefe unb auf biefe(be Sßeife gebittet finb. S3ei ben 33tvittern ber J^ebenncofe ge- fc^iel^t biefe ^Iblagerung in jiemtic^ ftartem ®rabe. ^iefe 23erb{(!uugefc^tc^teu finb eö gerabe, meiere bie gaben be^ 2)kfd;engeiüebe§ (^]3arenc^i?m)^im 33Iatte barftetkn, e^e tnan baffcibe in feine S^üzn ^erlegt. 6. Jungermannia trichophylla. L. ^^Dreijeilige ^iingermannie, (Fig 19). ©§ tft biefe ^fungermannie eine^ bon ben Sebermcofen, ba§ faft feiner gtora feljlt, ficb aber burc^ feine ^Itein^eit bem 23üde be^^ '^Infängerö gern entjiebt. ?(m 33oben f(^at* tigfeud^ter Saubmätber, in (i)ebüfd)en unb 35ort;i)(3ern, fotücl)! auf 'I^ammerbe, aU auf (etjm^altigem 33cben, meiftenö ^wu fd^en ©encffen unb DJtoofen fd;marc^enb, fo n?ie auf mor* fc^en ^Baumtimr^etn, auf uml;er{iegenbem (i^erölt unb an gel* fentüänben fteigt fie bcm g(ad;tanbe big hinauf gur l^o^en ^ip. 'Die Olafen jeid)nen ficb burc^ ein bunfetgrüne^ fam^ tnetarttgeS roeic^eS anfeilen aus* unb it^re einzelnen ^ftänji^en finb faum anber^, aU burd? ein ^ergroBernngögla^ nä^er 3U betrachten. 2)ie ^lätti^en fte^en an bem ^aarbünnen ©tengelc^en in brei 9ieil)en unb finb U^ gum ©runbe in 3 — 4 runbüc^ pfriemenförmige fpi^e 23(ättc^en getbeitt, ba* bon jebeö au6 einer 3^eibe tängüc^er ^^ikn beftebt. Die grücbte befinben fic^ auf bein «Stengel unb ben tieften, ber ^eld^ ift länglich berfe^rt eiförmig, an ber SDtünbung faltig jufammengejogen, bünnbautig unb tDeigüc^, er beftet;t auS 22 eiiiem raittenförmißen geftrccftcu ^ztiQ^'n^clt itnb \\i an ber Oeffnuug tüimpericj öejä[;nt. ®er gviirf;tfttc( t[t 3—4 Linien lang unb ti>afferf;eil. '4^te (cingtid;etfcrmige ila^^[e( jerfpringt in 4 Braune lilappen, bie fid) bnrd; il)v faftigeS tvürfelige^ ^arend)i;m i}ortI;ei((;aft aue^^eidincn. Sßir bemerften fc^on bei bcr 53etrad;tung ber ueifeüd^en Snngermannte (J. alhio-ins. L.), baj3 bie 33erbidung ber gellen nic^t hnxd} ßlciofinuiBige '?{ug[d}cibnng ber ©tcffe erfolge, fonbcrn baß fie meiften^^ fo nugtetc^ ge|"d)e6e, ba§ baburd; bunflere unb ()eüere ^^tcden, 'fünfte unb (Streifen auf ber ^dk bargefteüt n^erbcn. (Ein fcl;r t^äuftg auftreten* ber gall ift ber, bog ftd; tie ^^erbi(fungefd/id;t in gorm eine§ fd;raubenförniig geti-unteneu einfachen cber geti;et(ten unb boppelten ^aubcö an bie ^nnenfeite ber 3cÜenmembran anfet^t. SBtr erinnern un§ I^ierbei an bie S3(ätter be ein gaben in fd)cuer fc^raubenfcrmiger ^Bin- buna, bei ben meiften Wirten fcgar bereu imi. T-iefe^ 3?anb entftaub burc^ ^IHagernng bei ^c^^f^^^ff'^- ^^el;antc(u n^ir biefe ©d^Ieuber^eÜen, — bie u\iI;r)"dKiuI{d) beim vluffprengcn ber iiapfet unb beim ^uöftreuen bcr Saameu eine 9ic(Ie ju fpielen ^ben — mit 3cb unb i^crtünuter 'Sdnrefclfäure, fo jeigt bie äußere 93ienibran bie bcfanute blaue gorbung, baiS ©^raubcnbaub bleibt bagegen gelb. Sir bringen einige ©d;leuber^elleu auf ein dHaötcifeld^en unb bencl^^eu fie mit conjentrirter @c{)n)efelfäure. ^aö 3^'ü^"'f^'il'^*^'-'" ^^^^'^ ^^' burc^ anfgclöC^t, ber (gpiralfaben bagegen bleibt unt^crfel^rt unb erfcbeint rotl;braun gefärbt. 9tun fod;en unr bie reife @aamen!apfel einer 3ungermannie mit d;lorfaurcm .f ali unb ©al^eterfäure unb prüfen mit 3oblöfung, al^balb erfd;einen — 23 - fottjol)! btc 3etten\üanb alö ba§ ^^jiralBanb ber ^d^teuberer \itan gefärbt, iptn^ugeie^te CDn^eutrirte @d)n)efel[äure lö^t fie ie^t Betbe auf. ©a§ @ptra(6anb ^etgt firf; hierbei bott fefterer, verhärteter S3efc^affen^ett, obfc^oit i)on gteidfier ©cinibiubftan^;; d^ bie 3ct(ent;aitt, (S^ ift eine llmbKbung be§ 3e(Ifte|fe^, bie man a(ö f'^ctgbitbenben'^ @toff (Xy- lo 2;en) bejetcbnet unb tüelcfje ben S^ikn, in benen fie bor* fouimt, eine 3vöJ3ere ^ärte unb ©pröbißfeit berlei^t. 7. Spliagücecetis communis. N. a. E. ©cmeineg 3:orf(ebermoo^, (Fig. 20.) Jungermannia Sphagni. Dicks. Sir famen bei unferin erften 5Iuöf(uge in§ ^eid) ber (Sri^^^tcgamen, bei n}eld;e!u mir befcnber^ auf bie Saubmoofe ^lücfftcbt nahmen, aucl; ju bcm 3:crifum|:fe unb itiufterteu hä bicfer ©elcgcnbcit bie glora beffelben unb il/ve @d)i3n^eit. 3nbem tinr bem buuluni, tt^af[erreid;en ^oben bie träufetnben Ö^viiGU be0 (S^l^agnum entnat^meu, n?aren n)ir üie(Ieid;t \o <},iMiid}, 3n:'i|"d;en tiefem bleicbgrünen SOtoofe ein öebermooö t?on (anggeftredtem, biinnem 53au, baö in ettixiö an eine ffeine ^-orm ber ff^i3reitlip:pe'' (Plagiocliila asplenioides) erinnert, jn bcmerfen. '3Da§ 2lorf(ebermüo§ befinbet fid; in allen S^^eifen ber g-tora i?erbreitet, bie S^crffümpfe enthalten. Q^ bitbet gern am Üianbe ber ©räbcn, n)e(d)e biefetben burd;* gieben, lodere ^\ifcn, ober fd^micgt fic^ jtüifd^en bie ^elfter ber 5)aarmoo^ unb 3rcrfmoo^*'^Irten, ba fein fd^Iaffer, 1 — 2 30(1 langer 'Stengel unfabig ift, fidf) felbftftänbig auf^nric^* ten. 9}ieiften§ ift ber (etitere im ^ogen gefrümmt, unten einfad? unb gegen bie 50iitte ju in 1 ober 2 um^erfc^ti>eifenbe *^efte get^eitt. ^m ©runbe treibt er lange njaffer^ede 2önr- getn, ebenfo ^robujirt er, befonberö an foId)en Öocaten, an tpetdben i^m geittoeife bie geuc^tigfeit mangelt, bünne, faben* äl)u(ic^e S^dg^^ (gtageHen). ©ine ^Ingat;! bat)on fenft fid^ in ben ^oben unb treibt bort \i)ieber SKurjeln, anbere l^in* _ 24 -- gegen ftelgcu nad; cBen unb tragen an i^ren (^{^>feln gelB* grüne ^tüge(($en mit (Si^einfaamen. 33eibe gönnen biefer bürftigen B^^'^^Ö^ f^"^ "^^^ einzelnen Breittan^ettdcl^cn, i?cn ben übrigen au (^eftalt gän^ticb alm)eid;enben blättern Befe^t (Amphigastrien). ^ie ^Hätter ber an^gebilbetcu 3^^^^92 bagegen finb gebrängt in imi 9^ei§en geftellt, \vdd:}z fid) nad; einer Seite hin jufammen neigen, ©ie finb faft !rei^= runb unb flad), nnr an ben Ü^änbern mitunter civoa^ einn^artö gerollt, '^tm (^runbe finb fie mei ftenö farMo^ nnb fal)(, am (Gipfel bagegen Brannrotf; angeflogen. Xroden geigen fie einen roai^^artigen @d;immer. 5}iegrüd;te, ir^eldje fel;r fetten t^orfommcn, ftel)en auf eigenen fnr^en, feit(id)eu 'tieften. S)er fetd; ift fd)mal, njatjenförmig, gegen bie 3Jtünbnng terfd;nrä(ert unb gufammengegogen. "'^(m ©rnnbe ift er "oon 4 hl$ 8 fl'einen, fd;npV'enartig überein aiibevUegenben §üi(- ]blättd;en nmgeben, bie fämmtlic^ an ben i^pi^cn jti^ei^äivitig au^geranbet finb. X)er grud)tftie( ift 1 biö 1% S^^^ ^^H^ fd^läff nnb ir>afferl)ell, bie £a^fe( ftein, (änglid^, fd^mat nnb braunrot^. Sie öffnet fic^ in 4 länglid^en iitappen. ®ic (Sd;lenbern finb braun mit bo|:peItem Spiralbanb. Sir fanben bei nnfern bi^S^erigen Unterfnd;nngen ber SStattjelten ber Öebermoofe, baj3 biefeiben 1. eine ändere 3eUenmembran an§ 3^^^fi'^ff (Cellulose) unb 2. innere S3 e r b t c! n n g § f d; i (JS> t e n in mannic^fattigen gormcn befii^en, iüeld^e letzteren 3. in I;ol^bitbenbe Snbftan^ (Xyiogeii) übergel^en !önnen. i)ie ^erbinbung ber 3^^^^" unter ein- anber toirb burc^ 3^n'^ßnsenenmaffe (Interzellular- substanz) bemirft. i)iefe 4 25erbinbungen finb au^ ben fd;on früt^er angeführten 3 (^rnubftoffen : i!ot;Ienftoff, 2öaf* ferftoff nnb Sanerftoff gebitbet. So entf?ä(t ;^. 33. bie Cel- lulose: 10 2;^eite Äol^Ienftoff, 20 ü^eite Söafferftoff unb 10 Z^dk Sauerftoff. ^er ^^o!}(enftoff erf(^eint :^ier in feiner ^erbinbung mit Safferftoff nnb Sauerftoff ^n reinem 3enftoff, gteic^ bemjenigen, an^ n>e(d;em ber i)iamant ge* bitbet roirb, rein unb farbtoi^. ©a nun Safferftoff nnb ©auerftoff in bemfetben 35ert)ä(tnii3, in metd^em fie mit sMy lenftoff t)erbunben in ben t^ier genannten Stoffen auftreten (2 : 1), für fic^ allein SSaffer bilben, fo |>flegt man bie bicr — 23 ~ 0Ben anßefüljvten (Sul^ftanjen tregen i^rer 3i^f^^^^^"f^feiJ"9 ^ol^lenhpbv ate (.r?c^leini3a[[eri:erBinbungen) in nennen. Finger tiefen finbet fiel) in ter ^^flan^e aber nocB eine ;in^eite ©rnp^e i?cn Siibftanjen, n}ele(}e anj^er £o^(enftcff nnb Saffer nod; @tic!ftcff nnb fleine 'iDiengen (gcBtrefel unb ^^f;egp^or enthält, nnb bie man mit bem gemeinfc^aftlicben 9iarnen ber 5}>roteinocrbinbil«i^en be3eicl)net. ä)ian erfennt fie Ui\i)t an it/rem berfd^ietencn 53er^a(ten gegen bie d;emifc^en Ö^eagcntien. ^on con^eutvivter Sd)ii>efel|änre tuerben fie nic^t anfge(ö§t, bagegen üon ';^(et3fali angegriffen, ^ob «nb @cl}n)cfelfänre färbt fie gclbgclb. (Sblorjint'Qj^i^töfnng ben.nr!t ein 3iM"^^J^^cnjtel)en nnb Ökn'innen. -äcblöfnng, feine ©a(* petcrfciure unb ^^immonia! färben fie l^ed^gelb. @a(^5fänrc ietoirft nac^ 24 ©tnnben eine biolette, ^ndex nnb @',^n)e* felfäure nacb 10 SJiinnten eine fct)öne rofenrcti)e gärbnng. @te befte(;en au8 40 2^^ei(en £cl;ienftcff, 10 !I^eiIcn ©tief* ftof^, 62 2:f)ei(en Sßafferftoff unb 12 Sf^eilen ©anerftoff. 3t)re mannigfaltigen gcrmen ftnb für ba6 lieben ber ^flanje, für bie Umtranblung ber Ji'c^len^t;brate nnb bereu gormung ijon ber änfeerften 3Bid)tig!eit. ®ie finb bie S^rciger ber 33e^ getationöfraft. t baö Öeben berfelben. Sir werben einige berfelben M ben folgenben ßebermccfen nät;er betrad;ten. 8. Lophocolea bidentata. Nees ab Esenbeck. 3ttjet3äl^niger (Stu^!amm. (Fig. 13 u. 21.) Jungcrmannia bidentata. Linne. 'J^iefeö öebermooö ift überaß an fc^atttgfeuc^teu Öccaten, in SÖätberu unb ^ebufd;, an Gräben nnb grafigen ^Ib^n* gen, fomie an t^elfen unb morfc^en ^aumn^nr^eln verbreitet. 5jJeiften6 !ommt e^ ^tDifd^en anbern 9[)ioofen, jttjifcBen brei* feitigem ^Iftmoo^ (Hypnum triquetrum), n?eüenblättrigem ficl;tig!e{t ber Or* cjanc ait^^gc^eid^net 4)ie ©tcnael finb 1 — 4 }^,oii fang, nte^ berlieaenb ober aufftrebenb mib g[cic{)mcij3iß beblättert. 2)ie 33l'ätter finb ,5iwcirei[}ig, beina(;c ti>agerecl)t bom ©tenc^et ab- ftef;cnb, fd;rägcfit^enb etiuiefiigt, raiitig eifcrmtc;, flad), auf ber Uuterfeite' geliube getiüUbt, (aiifeit auf ber 33orbcrfette mit i[)rem C^3rnnbe am 'Stengel f^cra^ erfd;etncn fämmtltd; fd){ef unb fiub an ben ©|>il3en jraei^äl^nig auogefdinitten. ^er ^(u^^fd)nitt ift balb fd^arf, balb ftumpf, a(Ie^,cit gecffuet, fce* trägt ben 3. 2:i;eir ber ^faltiängc. ^ie 2a\>r,n\ finb lau- gcttpfriemeu förmig, fe^r fd:arf gefvi^^t unb ber obere meift großer aU ber untere. 3^^^'^ Ic^^'tur ifi fef;r jart, bünnl)äu* tig, burd)au^3 burdri'id)tig, burd/ii^ebt mit runb(id;fed)e^edigcn ^>^.e(ien. ' Qbrc g-arbe fet^t fid) rom (gtrol^geibeu bi^ gnm 3.MaB\i>ci-6eu fort unb äntert nadj ben fd)attigen ober (id^ten ?oca(en. ^ie ^)(m|}f;igaftricn (f:el}e Fig. . 13.) finb ftetö borbanben; auf ber Uuterfeite be^^ Stengeln fteljen fie in beftimmten (Sutferuungen üon eiuanber unb finb beuttic^ in 2—5 Atbette ^erfdruittcn. §(n i(}rem ®ruube entfpringeu oft n^ffert^cde ^Ä^ur5e(u. gniid;te fcmmen feiten bor. (Sie ftel)en auf etiDai^ türjercu, fteiferen tieften, bereu 23(ätter mel}r auf- rc.tt abfte^^cn unb ftärfer getrotbt finb. ©er Jie(d) ift noc^ einmal fo lang aU biefeI6en, (ängücb, faft ct;tinbrifd), tjev^ bogen, tbcilt mit ben 33Iätteru (\ln&)Q Sie^tur unb garbe unb ift auffailcub breirantig ,^ufammengebriidt. ©ie 'Diünbung beffelbcn ift nnmpertg gefägt. Der grnd^tftiel 1 — 2" taug gellni^eiB, fd)(aff. Die J^a'p-fet runblid; eiförmig, Hein unb ifaftanienbrauu. Sie öffnet fid) fpatorju 4 ^llap^en. Die Sc^Ieubcr^elfen l}aben einen bovbclten S^'-ira'fabcu. 3n alten Jüngern ^dkn, bei bem 53(attc fiub z^ bie unterfteu, beim Stengel bie oberften, fiuben roir im innern Umgreife berfetben eine förnige, fd)'cinüge glüffigfeit, bie uc^ mit bem übrigen flüffigen 3niAitl ^^r ^dkn vdd)t mifd)t. (ficl^e Fio'. 2.) "ißrüfeu mir biefen Stoff mit Qob, fo ;ieigt bie gelbe gärbung, bie er annimmt, baß er Stidftoff ent(;vilt, a(fo' ju ben 'ißroteinüerbinbungen ge(;ört. 3}ian nennt i()u $roto|3(ae>ma. %n biefem ^^roto^^taöma bemcrft man, ti^cnn man c§ in ^clicn lebcuöfräfliger "ipftansen betrad;tet, ~ 27 — eine auffarfenb rctirenbe ^etüegung. 3tt mvinc^en x^ciiUn bre^t e^ fic^ g(eid) einem einzigen «Strome innerhalb ber gellen, in anbern gäden gemaf^rt man bagegen btefen 2trcm fic^ tu mel;rere fleiuere 3ertf)eiten. ©a^ (Strömen fetbft gelingt unö am 33eften mit 5>üt[e ber Keinen i^'örnd;en ju becbad;ten, bie im ^^roto^^ta^^ma fd^n^immen. @ait^, junge 3eHen finb faft gan^ t)on ^^rotoplae-ma erfüKt. Wit bem äÖa(^^$t[)nm ber ^qüz bcrt^eilt e^ fid) ringö ber 3eUenn)anb unb um beu fpäter nod? ju erörternben ^e^^enfern. (5« ent^ faft erfüHte l'üden in ber 5jiaf|e bce^ ^n•ctc^^(a!oma ^u fein. 3J?an fönnte biefe Olafen (Sd)ciu5eUen nennen, benn cb* fi^cn if)rer t)iele felbft ba^> 5luofeI;en eine^^ ©en^cBe^ annet^^ men fcnnen, fo fe^tt if)nen bod) ftet6 bie ^^^^^^"^^emBran unb fie Intben fid; niemals ^n n.nv!üd)en Qdm awß. Siv!^ Itd;e ^dkn treten felbft in t()ren ^infängen ftet§ mit bem er* n)ä()nten 3enenfern auf, ben biefe Sd;ein;;,e(Ien ftet^ entbel/ren. !5^a6 ^rctoptae-ma fdieint bie größte 3^oUe im öeBcn ber 3e((e in fluteten. G§ fd^eint n>e|ent(id? jum SacB/^tI;um ber olten 3<^Ile, gur Xl)ei(ung beö 'prtmcrbialfdjlaud^ee^ (bon il^m f^äter) unb ^dkukxne^ (fielje Fi^. Ha— d.) unb baburd; 3ur 9teubilbung ber iungen 3^(len beizutragen. SlVber bie ern)äl)nten Strömungen entftcljen, ift luhi inx ^dt noc^ unerflärt. 9. Cheiloscyplios poljaiitho*. Corda. Sötelblüt^ige Xieflip|>e. (Fig. 22) Jungermannia polyanthos. L. Sie bitbet tu 8aubl)öf3ern unb ©ebüfcben, fo n)ie in Gräben, bie nac^ 9^orben angelegen finb, roeitanSgebreitcte, flache Dkfen, befonber^ auf (et}mb/a(tigem Sanbbobcn. "Die S3(ätter fte^en jn^eireif^ig, finb berl^ättni^m.ä^ig grcp, läng* - 28 — lif^, an ber ©).nl3e runblid^ aBgeftuljt imb gern an ben ^n* ben ber Zxkhe üvoa^ auetgefd^meift. 3()i^e gavBe ift b(ei(^- grün, an üdjkn Cocalen in^ (Strol;farbcne geneigt. IjIZ §lmpl;tgaftrten finb flein, (an^ettUd;, tief 3n)ei^äl)nig ge|>a{ten, gan^ranbig ; bie @rf;(i^e (ineariid;^^friemenf5rmig, angebrüdt, mit ben blättern bon gleicher garbe, am ©runbe ber ättern ©tengel meiftenfS jerftört, aber allezeit an ben iüngcrn Zxk=' ben i)or(;ant>en. %n iijxnn 5üi^eftnngöpun!te entspringen lange, n^affert^elfe ^iir^elc^en. S)ie 3-rüd;te finb feitlid? am «Stengel eingefügt; ber ^teld; ift anffteigenb, t^eilt mit ben blättern g(cid;e Te^-tnr nnb garbe, ift !anm fo lang al5 biefe nnb gti^eilippig gct[)ei(t, an ben iS^ntien ift er ungteic^^^ ga^ntg gefdHil^t. är ift am ^rnnbe in 4 — 6 üeine, bie ^cilfte feiner ^änge erreidjenbe fc^nppenartige ^üllbiatter eingefügt, bie ebenfatt^ an ber @pit3e ja^nig eingefc^nitten finb. 3jie njaffevt^ehe, tDaljenformige §anbe ift nod? einmal fo lang aiß ber £e(d;; fie nmfd^tießt ben grnd;tftiel an fei« nem (^rnnbe fcöeibenartig. X)er (entere ift gegen 1 ^cü (ang, ftar!, getbn^eiB nnb nac^ bem ^2lnffpringen ber ^a^^fet einige 9}ta(e {)ernmgcbret)t. ©iefe ift in 4 5l'lappen auffpvingenb«^ (gobalb n)ir ein inngeS 4^(ättc^en üm^ Öebermoc^ mit ^iM}oi befencbten' nnb anfnierffant nnterm 33ergrö§erungö* gtafe bctracbten, fei;en n^ir jel^t in i^ni einen Heinen ^c^Ianc^, ber bnrd) ^^M'^nimen^ie^ung fic^tbar gemorben ift. 33et)or man bie^ d;eniifd;e Diittet in ^Inmenbung brad)te, n^ar biefeö ^vintd;en, n)e(d;e^ man nnter bem 3^amen be§ Primor- dial s c h 1 a u c li e s *) fennt, ber innern §ant ber ^dk bid)t angelagert uiit» nid;t i)on i{?r gn nnterfd;eiben, ba e^ fic^ i(;r in alten ^^^l^eilcn innigft anfd;miegt. ^i-'blöfnng färbt ben $rimorbialfd)taud? getb, bef\g(eid;en 3ob nnb (Sd^iuefelfäure. (Sd)u^efelfäurc töft i(;n nid;t anf. %n^ biefem 33er^alten fc^lieBt man, baj^ er ftidftofft^altig fei. Sal}rfd;ein(idf) bitbet er fic^ bnrc^ ba^ t^or^in ermätjnte ^rotoptaöma. ©nttpeber •) ^ad) ^vinq^Qxm^ Untcrfud^ungen tft feine fotd^e ^aut oor^ön? ben, lonbern fie wirb crfl burd) 2(nn?enbung ju flarfer Sicagentien ou5 ©erinnung ber äußeren bidjteren ©dji^t beS ^rotoptagma gebilbet ^c [erlägt bei ben Untcrfuc^ungen [ct)c oerbünntc S^iea? öcntien tjoc. — 29 -. entfielt er frei, tubem er fic^ um einen 3^^^^"^^^*^ burd^ eine äI)nUd)e ©erinnung famnielt, n.ne \mx eine [cld^e bei ter eim Sad()^^t^nm ber ^flan^en an^33nmad)en *), 3nner^alb be^ "primorbialfd^faud^e^ finbet fid) ftetö ein runbeö ober eirnnbUi^e^S Äcr^^ertien, ber 3 ^ ^ ^ " -^ e r n , baS entmeber frei in ber 3^Ü2iiPiM'fiö^^^t fd)tinmmt ober an einer @eite be0 ^Hnmorbia(fd)Iand)e^ angefleht ift. 3m 3i^nern biefeö ^QtknUxm^^ (Cytoblast) erMidt man ein ober mel^* rere bnrd;fid;ttge £örperc^en. ^r Mlbet fic^ entiueber au3 bem ^^rotO|3la§ma ober entfielt bnrd) 2^I)ei(ung fc^on t>or« I^anbencr £ernc. Heiner jnngen ^die fel;It er. 5)er 3^^* lenfern fd;eint fovool)! in c^emtfd;er a(ö aud; in »3l;i)fio(ogif$er Segiel;ung eine innige ^erroanbtfd;aft mit bem $rimorbiaI^ fdjiaud) SU befitjen. 3Bie biefer ift er iim^rfd^einlic^ ftidftoff* :^a(tig.' Sir l^citten alfo brei tltcFt^offbaitts^c Scrbtns buttf^en in ben ^dkn aufgefunben: 1, baö ^4)rotoplae* ma/2. ben ^rtmorbiaIfd)(aud;, 3. ben 3fnenfern. 10. Calypogeja trieb onianig. Corda. garrnäI;nUd;er ©rbfetc^. (Fig. 23). Jungermannia trichomanis. Scopol!. Mnium Trichomanis. Linne. Ueberad im Gebiete 9tcrb^ unb 2}tittc(bentfd;IanbC^ in bunleln '^c^tuc^ten unb ipol^ÜDegen, in au^getrocfneten Salb- grviben, an morfd;en ^aumftcimmen u. f. m. ift biefe @pe* •) SÖSürbe nadö ^nng§i)cim neucjlen Untevfud^ungcn mit ben ^\xr\h tionen beö ^cotoplaöma äufammcnfaUen. — 30 - gie§ bev öel^cnnccfe üerBrcitet. »Sic tkU kfeuberö I}unm^' reid;en 53ctcn. iBon allen anbcvii bl^^I^cr anj]cfiibrteu Öebev^ mccfen uuterfitHncet fie ]id) fegtcid) turd; bie cij]cntl}ümn.i> alni^eid)cnte Öay3erung bev S^lvitter. "A^ie ^ten.aei [inb frie- d;enb imb biebleic^c^rüuen, raublic^ cifcruiigcn i^iättd;en fiiib fo an itWiCn eingefügt, ta\i fie mit il;ren i?crbern ^eitcnrcin* bern fid; chnnrärtio beden unb babnvc^ bcm ganzen ^'^f(än3= d}ew ein auffvilienb fd;npvenavttgc^ 5InfeI;en üerlcif^en. 'Ä^k 2Juifd;en beö ^^arend)i)mö fint» fe^r grcp nnb fec^-3edig, fo baB fie felbft bem unbewaffneten 5(ugc aU ()eüfd;immcrnbe ^ünftd;en evfd)eincn. X)ie ^^ünputgaftrten finb i^eriiältnifjinä^ Big Öi'i-'Lv faft h'ei^^rnnb, treten mit i{)xm Seiteuf[äd)cn roeit über bie llnterfeite be^o ©tengef^ f;erJ:cr nnb berübren fid; faft etnanber, fo ba'i3 aud; fie eine bentlid;e 'Sct^uppenreibe barfteden. ^in ten epißen finb fie fnr3 unb l;a[bnionbför= mig anegeranret. ^ie Äelc^^e finb feittic^ auf ber Üiüdfcite beö (Stengels eingefügt, mciftcno in mci;rfad;er ^fn^al;-! ^u 2 — 4 t?orbanben. -Sie finb fnr^ gcftielt unb fcnfcn ]i^) in bie (^Tbe ücüftänbig ein. ";J{n[3en alerten fie i^on rur^en, anf= irärt^ gerid)teten ^cttzn befteibet unb — bei^or ber grud)t'= ftiet fid) entroidelt, bnrc() ein ^ark^ i}dkv .päntd;en r'erfd;(of* fen. ^iefe 'iirt !;^ebermocf^ neigt ficb febr gern ^^ur B^iagcl- ienbifbung. X;ie ganzen ^tafen finb oft mit biefen bünnen 3-5 Linien bo^cn fanldKuförmigen 'Stengelcbon bebedt, bie if.tr an i[;rent untern Xbcife mit ^(ättd)en befeöt finb, auf it^rem obern ©nbe bagcgen ein ge(bgrnne§ 5ibpfd)cn ^rut^3^f'*^J^ bilben. X-iefe 53rnt=o^'i^^" cntiindcln fid) ane bem 3eiigci'^cbc, I;ierbcr Stengelipioe, bei anbcrn, iuie Soapaiiianemorosa, ber Blätter, ©obatb fie t(;rc I;inreid)ente 6)rö*^e erre id;t :^abcn, (Öfen fie fi<^ ah unb finb im ©tauige, iBerantaffung gur @ntftel)ung eine§ neuen ^^flän^^c^en^ S^t n^erben. (fie^e Fig. 14.) @ie i>ertreten in getriffer 33e5ietmng bie Änoc^- ptn, unb treten M fc^r bieten \?ebermoofen unb In einer Sln^al;! ^'anbmoofe auf. -Ön manc^Ku G'^egeuben, in benen eö ber rf@rb!e(c^" nidjt jnr grnd;tbi(bung ju bringen J^er* mag, tft il)nen anC^fd^üeBtid; bie ©r^altnng unb 5(nC^breitung ber ^pc^ic^ aufgegeben. -^ 31 — 11. Lei idozia reptans. Nees ab Esenbeck. Äriec^enber (Sd;up^^en!eld?. (Fig. 24.) Jun^ermannia reptans, L. Sie faft alle SeBeniiccfe, ]ikl}t auä) tiefet bte So^^ nurv]en bcr -l'icni*d)en. 3n cüfteru (ScMiicl;ien be^ 2Ba(te§ in bcnen ticMe ^aumfrcnen bem @trai}( ter ^oniie beii (Eintritt tertiH^l^rcn mit) ber ]'d)äinneiibe (i)iepac^ ric '^tmo* fV^äre ununterbrocf;en mit erquicfenfcem feiidjteu Schaue fpei^^t, bort ift bie .f)eimat{} biefer niebliitcn ©efd^öpfe, bort Breitet auc^ btefe ,5ieriii)e Spe^tco if;re küßrünen 'i?olfter au§, ober ftettert ^arafitifc^ oon einem l'aubmooebiatte jum antern. iBir l^ergtid^eu früljer bie l'auBmoofe mit ben äßättern für bie SBett ber 3n|eften; bie |d;maro{jenbeu ^ilrten ber iifcbcr- ntoofe mürben bie 3'd)Iinggeii\id;fe jener enfeId)e'' bon einem S3latt beö "^ftmooö in bem anbcrn, bort conlraftircn fie i^crtf)ei[[)art mit bem bfaugrüncn ^anbc bcr ^aarmoe^arien n. i^erbinben an einer vintern (Steile bie ^^olftcr t}cn t'ebcrmco[cn. (^ern geteilten fie in @efe(Ifd;aft ber breiseiligen 3ungcrmannie (Jung;ernianiiia tricJiophylla). 2^ie glätter finb ftein, gn^ei^cdig, fvift roagred)t ab[tel)enb nnb beeren fid; mit ben obv:n (Seitenränbern anpoärtc. Qt)x UmrtB ift rautig, fo breit a(ö lang; fie finb getinbe geu^'ctbt nnb an ber ot(t'ommene (^xö^z erretd;t i}at 'Der äeltenfern ^^flcgt fid) babei in ben am (^runbe befinblid;en p)CÜen in gtrei SJb/ede gn jertf^eifen. Qebcr bicfer 3etlen!erne Bittet fid; cnttüeber anß bem ^^roto^Ia^ma einen neuen ^ri* morbia(fd)(viud/ ober berjcnige ber alten ^dk fd^uürt fid; ah nnb fd/liej3t bie betben getrennten Herne abgefonbert ein. 2Durd; SSirfung bei? $rimorbia(fd;(aud;e§ I;auptfvid;Iic^ et-^eugt fid) um te^teru eine 3^i^^2nl;aut, bie au0 ber gtüffigfeit ber 53iutter.5eile gerinnt. S)nrd; eine ^lu^fc^nin^ung ber 3ßü<^"* membran bÜbet fic^ bie 3nlcr3e((u(arfnbftan3, ^ie ^dkn in ber S31attfpilie unb am 8?anbe beffctben l^fiegen i\m\t mit ber 3eiisubiifcnng aufvid/öven. (Sobatb biefelbe in ber lÜiitte nac^ r^cr fid;ge^t, unrb ba^ Statt not{;tr^entiuern}eifebaud;ig gctoi:lbt. 33crfd;ieben bai)on ift bie 3<^i^ci^Bi{bung unb bao SBad;?tI)um be§@tengc(ö t^on bcmjenigen be^ Stattet. Sei bemfelben n?äd)ft bie @pilje ununterbroc^^en fort unb bie cberfte 3^^^^ (ä'^Jo- ^ ^ ^) Mt ^'ie jüngfte. ©obaib bie ^dk aufgebort Ijat 3u'mad;fen, ift and) feine ©|:'Ur i^on ^^rimor* bialfd;{aud; ober 3^Ü^'i^^^'i'^- ^^^^^r-' ^^^ ^^}^' S^ Bcmerfen. 12. Masfigoljiyum deimlatum. Toirey. 31adte^ (^eifelmoo^. (Fig. 25.) Jungerniannia ilenutata. Nees. ^ic freubiggriinen niebern 9^?afcit biefer öeBermooöart — 33 — l^flcgen Befonber^ auf ler^m^alttgem 33oben, auf !arg begraöfen SKali^tDiefcn, an bcn Ufern jurücfcjetretner Zdd}t uub Salb* Ki(3)c, in fcud)ten ^d/{ud}kn unb ^c^vsc^cn gu gebet^en. ^ie ^fiänjcftcn n^ad^fen in bic^t gebrängten ^äuf(|eu Bei* fammcn. ^ie 3 — 6 Linien langen (Stengel finb nur am %unbe auf ber DUicffeite mit Surjcln befe^t, enttoicfetn aber ,bcr gan3Gn \?ange nad; an^ ben ^(attac^feln lange, faben=^ förmige, fd)(affe unb nadte glagettcn, bie Ujie bie ©tenget fleifdng, gelbgrün unb burd)ficbtig finb. SDiefe g(agellen finb ebenfo oft niebergeftredt, fd)n)eifen ranfig umf)er, aiß fie auf* fteigen. @ie finb Hein beblättert, ^tefe ^(vittd;en i^erflei* uern fic^ nac^ ber (Spitze unb I;cren an biefer ganj auf, ober finb ai§ !(eine fieifd^ige iillbtvitter finb größer aU bie übrigen, fielen ^u 2 biiS 4 aufredet unb umfaffen ben £e(d; hiß ^ur ipätfte. Se^terer iit groj5, eiförmig, anfgeblafcn, gegen bie Einübung fur^ unb p[um|:faitig 3ufammenge,3ogen, bfeid^gelbgrün, tijütt mit ben 33(ättern 3^e^1nr unb i0^afc^engen?ebe unb öffnet ftc§ fpäter in 4 fur3e 3al)nfd)(itie. T)^x grud;tftie( ift 3 Linien lang unb getbgrün, bie Zapfet fngelrunb, bei ber Steife i« »ier (eberartige Etappen gerfpringenb. ©ie (diäteren finb bop]:e(t unb braun. ^ie Blätter ber meiften Sebermoofe beftel^en toie bieje* uigen t^ieler Saubmoofe anö einer einzigen S^ikn]6)i(i)t, finb bef>ba(b and; fo (eii^t toit fene bem feertrodnen au^gefe^t unb' fangen ebenfo begierig Saffer ein. 'Sie freien gur ^i!- bung oon §nmuö unb !ol}(enftoff:^aItigen Saffern in einem gleichen ^erl^ältniß n)ie biefetben, nur bag fie meber an ?Ir* ten nod^ an ^nbioibnen fo maffen^aft auftreten wie bie (Bat^ tungen ^^ftmoo§, ^aarmoo^, Xorfmooo (Hypnum, Poly- trichum, Sphagnum) ic. unb töerben be^^alb and) in iijxtn o — 34 - ^httpirfungen hjeniger Bemerft, ja bte (S^nftenj ber niciften §lrten gemöl^ntid; bei t(}rev geringen ©rc^e üOerfcl/en. T)k 3eUen, wddjc iijxc S3lättd)en tnlben, fcnbevn nad) außen eine bünne ^d)id)\ etne^ tgtoffcö aiiQ, bei* gleicl) einem fd;iuac^en ^äutd^en (Fis;. l c) fcie gan^e Oberfläche iiber^^^tel^t unb geiücl^nüd; Cuticula genannt luirb. ®er (Stengel Befte^t eBenfalleJ an§ einem üxda^ langgeftredten 3^'^^'ö*-'i^^*^^C/ ^^^ fid^ niemals in ©efä^en nmbiltet, ncd; fc(d;e einfd/licjt. Sm %\kv tcnranbelt fid) bie ^^eibidungo[d;id)t ber ^ctleu in ^oljbitbenbe s^nbftang (Xylog-en) nnb i^erfeil^t ibm, cl}ne etgentlid)eö $0(5 jn bilben bei ben gvi5Bern ^^Irten ztvoaii ntel)r geftigfeit nnb v^tarr^eit, tuä^rcnb er bei ben ffcincrn <^pe* gieg 'fortn3äf)renb treic^ nnb faftig bleibt. 'Die !i?ebermocfe ge^i^reu biefeö 33ane^ ti^egen $n ben ^dkup^^iaiiiah 13. Tiichocolea Tomentella, Nees ab Es. §aartge§ gilsmooö. (Fig. 26.) Jungermannia Tomentella. Ehih. Jungermannia ciliaris. Neck. SBer ein SebermooiS in l)öd^)fter (Sd;önl;eit erbücfen wiit, ber laffe fid; einmal nid)t t^erbriej^en, feitUHutö ücm Sßege in ben qnedenreic^en ®rnnb einjnbringen. (S:parrigbIättrigc£J STorfmoc^ (Sphagnum squarrosuni) beHeibet ben fnmpfi* gen ©riengrnnb; je weiter voix ftcigen, bcfto enger irirb bie eiToorren [inb unb ber ganzen $f(ange ein tüeid;e0 fd^igc^ 5ln|el}en t)er(eif)en. ?In jcbem S3(atte befinbet fid^ ein 5n.>eite^ tUvaQ fteinevec?, ein fogenanntßö Oeljrdjen, ba§ übvigen^3 auf ät)n{id)e 2Bei[e 3erti;eilt ift ®ie ^^(mp^igaftrien finb breit rautig im Umrig unb ebenfalls toiclfac^ gert^eilt. T)k Hüllblätter "^finb !lcin unb umfd)lieBen bed^erförmig ben Ä'elc^. Xiefer ift gro§, i^erfebrlfeulenförmig, lüalgigt^erlän* gert, ri^^ria., faltig unb an^ge,5eid)net ;iottig. ^cr gruc^tftiet ift 1 biö 2 ^oü lang, ftcirf unb fleifd)ig unb trägt eine läng^ lid^eifi^rmige ^Tapfel, bie in 4 f probe 5^Iappen gerfpringt, ®ie ©lateren finb boppclt. 51tle gellen be§ ^jiflän^^en^ finb burd^ bie >^dter\^ntt l?on cincinber getrennt, an^ feiner fü^rt eine Oeffnnng l^tn^- über in bie anbere. S^iejenigen feinen 3ettd;en, tüelc^e ringS i^on ber Önft umfpült trcrben, werben balb i^rer glüffigfeit, bc5 3eilfafte^^, ber fie erfüllt, beraubt, ^ir bürfen nur ein ^meiglein eiueö ßebermcofe^ abpflücfen unb einige 59iinuten in ber §anb I)alten : e§ melft unb fc^rumpft pfammen. SBie gel;t e§ nun ,^u, bag baffelbe gweiglein, folange e6 mit ber lüurgelnben Wanje im 3ufammenl}angc fte^t, nid?t abftirbt, fonbern frifd; unb fafttg hkiU? T)ain ^ilft jene ftidftoff^» ^)altigc ^21u§fleibung ber 3^0^"^^^^^'^" befonberö mit: ber $rimorbtalfd)laud? unb ba^ ^rotoptaSma. Sir ftellen un§ ba^ 3etlenblä«(^en, um un§ ben Vorgang au Derfinnlid^en, a(§ eine ^tatb^btafe Dor, in ii?eld)e tüir gur |)älfte (Simcig füllten, ^a^ le^tere befi^t eine ä^nlid^e d^emifclje ^efd^af* fen'^eit, eine ä^nlid)€ 3ufammenfe^ung unb ä^nlic^e Sirfung iDie bte ftidftoffl)altigen Subftangen in ber ßelle. Segen tüir nun bie l^albgefütlte ^lafe in Saffer, fc finbet ein einbrin- gen beö l'e^teren ftatt. ©ie f(^tt)ere (Simeij^flüffigfett üeran* lagt baö Saffer sujuftrcmen unb fid; mit i^m jn berbinben. — , 36 — T)k §aut bcr 33fafe lägt e§ ein imb \d)\mUt baburd5 cdU mältß auf, tüirb ftraff unb g(att, ja Unn in btefem gaÜe Uixd) bie £raft, mit tDe(d;er ba§ ^-a?vif|er cingefoßeu roirb, gef-^rcngt ii?erben. 9)tan k,;eicl)net bieö C|*tnbrinßen ber Icti^tern glüffigfeit mit bem 9^ameu En dos in ose. Sa^ tüir un§ f/icv im ©regen Dorfü^vten, ö^l*^'^c^t in jeber ^eüt im Keinen, ^cl^alb bie glüffigtcit buvd) bie umf^ülenbe laue Suft in beu äuücrfteu ^Qikn üevbunftet, veranlagt baö $rDto)}Ia6ma bie glüffigfeit ber näd;ftcn Qctit jum Zljdi in fie einzutreten. 'Siefe if^rcrfeitci iibt eine ä^nl{d)e SÖivfnng auf bie britte, biefe auf bie inerte 3^^^^ '^"b fo jete auf tie unter i^r befinbttdje gefüllte, Ui^ enblid; ber ^ng sur äugev* ften ^zlU beö äöürjetdjeu'? getaugt, n?e[d;e^ feinerfeitö bem feud;ten 33cben baß erforbertid;e Dlag entnimmt. <2o entfielet ein ©aftftrom t>on unten nad; oben. I^üe ,^'raft, mit föelc^er bie ©ubftangeu ber ^äkn auf ba^3 Gaffer n^irlen, ift grö* ßer aU bie ^^njiel?ung, midjz bie ©rbe auf baffelk äugert ä)ie ©nboßmofe übenviegt hk ©d;ti>ere. 14. Ptiiidilim ciliare. Nees ab Esenbeck. (5^efransteö gebermoo^. (Fig. 27.) Jungermannia ciliaris. Linne. J. pulcheriiina. Linue fil. J. Leersia. Roth. 3tüci ©teilen finb eö befonber§, an benen mir biefeö vei^enbe Wloo^ in befonberer ?i)?enge unb ®d>öul)ctt eut^egen^' trat, T)k ^or)}()l;rfeIfen bei 5{ri)lhöi(^, an benen bie i'Jaffer ber (Saale fid; branben, • — gegenüber ber^hiine ©icbio^en- ftein bei ^alle, finb an einigen 5(b^ängen mit einem u^eid;en bunlelbraunrct^en ^elfter beö f^ebermco§ fammtcn überfpon* neu. ^ie fonberbare Grimaldia liemispiiaeiica timc^ert in ber ^lai)t, S)ie Scliistostega osmiiiulacea Ieud;tet )x>k baö 5Utge eineö ^erggeifteö aiiS ben ^^i-'^^Iii^'ö^" ^»-'^^ 0^0^^=« übertiegenben ge(fen3uge^ bem entjüdten ältoce^fammter ent" gegen, tüä^renb an anbern (Stellen baö Endocarpon miiiia- tum nnb mächtige (S^cm))Iare ber Umbilicaria pustulata -. 37 ^ bte ^ov^j'öt^rtiH'inbe fc^ntücfen. !4)er jtDette ^^mi!t Wax in fcen anbeten. 33on ^^nhqai)l^ Ücp^^e nad; 9^crben lüeber« fteigenb {rfnieibet ftc^ ein Zij^i tief unb [teil geti?unben in ben 9xic|eulei6 ber ^evge. @ö ift bev SDiäl'öergvunb. ?lu§ allen (2citent^ä(d)en fpnibetu Ciietkn unb t?ereineu fich in einen tdiit^n (^tej3bad), ber jifd^enb unb fd/äunienb t>on ge(§ jugelfen bonnernb ftür^t. gic^tenftämme, bte bvüter ^inge* iDcrfen [iiib, bringen aU atentl)enerlic^e Druden ben einfa* men ^ctvinüer t>cn einem Ufer ju bem anbern, je nac^bem e^ bie I^inbernb ijovf^n'ingenben ©ranitjaden gebieten, ©ort, an ben (Stämmen alter g^ic^ten entfaltet an ter raupen ^or!e biefer ^äume ba^^ Ptilidium feine ^ierlic^en ©eftec^te, ü|)|.ng mit grüd)ten überbedt. '^(n ät^ntidien ^ocvilen ift e3 in gan3 1)cntfd)(anb angeriebelt unb fel)(t faft feiner gicra *). 'Lk ^(ätter finb bid;t gebrängt jn}ei5eilig gerid)tet, an ben imperig gefdjül^t. ©ie garbc {e|t fic^ je nad; ben ßocaten üom ©efättigtgrünen in§ i^raun* tot^e unb Dtcftfarbne fort, ©ie 5tmpl)igaftrien finb genä- l^ert, rautig, angebrüdt unb äbn{i($ n^ie bie 23Iätter getoim* pert. ©ie grüd)te finb 'oon ipufibfättern bed/erförmig um^ f c^toffen. ^er £eld^ ift ^oc^ über bie (entern emporgel^oben, üerfel^rteiförmig, burc^au^ glatt unb gegen bie ?Ocünbung ettDa§ jufammengejogen. @r i)ffnet fic^ in unregelmäßig gefpaltene Äerb^ä^ne, bie l^in unb tt)ieber an ben ^^Jttien gemimpert finb. i)er grud^tftiel ift gelbmeip, 72 — 1 S>^ti *) S3et SSielefclb ift c§ jmifc^en ^aibcfcaut an einigen ©teilen ber Senne (j. SS. beim ^oloniat ^iv^dtüi)l) t)aufi^. — 38 — Tang, fantig gefuvd;t, bie $lap\d otoal, nm^elig^iJcninebnet, cliDenfarbig. später jerfpriugt fie in 4 Älappen, bie nur trorfen \i4 ausbreiten, feud)t aber ftctö su]animei!]"d;lie5en. ©ie ©d;Ieuberäe((eu l^aben ^njet «S^iratfäben. 15. Radula complaiiata. Dumort. grac^es £ralimoo6. (Fi«;. 2S.) Jungermannia coinplaiiata. Linn. ©otüo^I an glatten ciU an riffigen ©aumftämmen ti^äc^ft in Öaubtücitbern, ^crljölgern, ©virten u. f. Xü. biefeö ilVcoÖ aU eine ber gemeinften ^^rten, oft in ©efellfd^aft mit ©c(b* niooSarten (Örtliotrichen) unb Frullania Tamarisci. grüdbte finbet man oft im Saufe be§ ganzen 3al)re§ in gro* fer Syjenge. ©ie ift bnri^ bie freiSrunben, oft t^aubgrc^en, burc^auS 'f(ac^ gebrückten 9^ofetten unb burc^ bie b(ei4)grüne, ins @e(btict}e geneigte garbe auf ben erften 33iid: auvge^eid;* net unb fennttict). >Die Stengel Verbreiten fid; ftral)tenför* mig t)on einem 50^ittelpun!te unb ttjeilen fic^ unregelmäßig. 3ebe ^^eilung befitjt baS Vermögen fid; fieberig gu i)eräfte(n. £)ie 3leftd^en 'finb fürs, meiftenS !anm über bie ^Blätter !^er< bortretenb, fie fielen in einem 2öin!e( üon 50 ©rab ab unb l)ahtn barin ttm^ fet^r @igentl)ümlid;e§, bag fie nid}t a\\^ ben ^Iattad[)fe(n, fonbern iebee^m.al unter{;alb ber ^Blätter auf ber Unterfeite beö ©tengetS ii)m\ Urf),numg net^men. ffnet, um ben no^ einmalfokugen grud;tftlet burd;5u(affen. 1)k — 39 - $aube i]t iDafferl^etf, eiruub unb f($tmmert hnxä) ben Äeld^. 'hk I)eü6raiinen Äapfeln ^erfpriugen in mv Ä(ap^>en, T)k Kadala complanata ift üne ehücjc 'Wirten ber ^aiiBrnoofe inib ?5'fccf)tcu in ben nnßec;rünteten ^erfcac^t 36=« ratf^en, aU l>erf;iefte [ie fiel) cii/nlic^ einem .^Tvä^vau^fd^tacj auf ber ^ant eines 9Jten|d;en, fte fei eine 5ltan!l;eit bcS ^an^ me§ iinb tüivfte ane Ungeziefer l)inbevnt> unb ^erftörenb auf beffen SeBcn§tl}ätigfeit. Sir ^abcn bei Orthotrichum cris- pum (g)cft I ©. 32) gefuc(;t, btefe fcbeinbaren ©c^uiarc^er »on ber auf tl)neu rufjenben Auflage 3n entlaften. 16. Madotheca platyphylla. Dumort. SBreitbtättrige Äa^Ibüd;fc. (Fig. 29.) Jungermannia platyphylla Linn. J, cupressiformis Lara. Antoi- ria vulgaris. Raddi. (Sic ft>äd)ft gern in :^oI}en ^aubtrcilbern, ijor^üglicl) an (Sieben unb 33ud;en, fon.ne aiid) an gelfentr-änben. 3bre gro- Ben ^elfter finb locfer unb bid}t üenrorren. - S)ie fetenget l^ängen t^cn ben S3ännien, beren guB fie gern gu umhängen Pflegen, (;erab unb finb mit ben Spieen furg aufge!el)rt. ©te finb 3—4 3^^^^ t^"^]r getbeitt, flac^ gebrücft, bie X^eitungen lal'^ gteid), balb ungleich) fieberäftig. - ^ie 33lätter becfen fid? li^ed^felöiueife mit if?rcn cbern OJänbern, fte^en tDagred^t ab unb finb fc^räge fi^enb am Stengel eingefügt. 3^r Um!rei3 näl^ert fid) i?cm (Eiförmigen bem 9f^nnbnd;en. Sie finb fämmtlic^ f(a^, nur fetten getinbe gen)ö(bt. -S^re garbe ift glanzlos, gefättigt grün mit einer ^'^eigung gum 33räuu* liefen. X)ie 33fatto^ren finb Ivingticö, berbogen, faft jungen* förmig, ftumpffid) gefpil^t. «Sie ftel?en jnjeireil^ig aufredet, beden \\d) nidjt einanber, il^re D^änber finb ganj unb ^in unb n^ieber snrüdgercUt. Wdt ben 33(ättern, beren tjierten ÜX;t)ei( an (Mröße fie !aum erreidjen, finb fie am (^runbe faum i?erbunben. 'Die (ängUc^rautigen ?(mp^igaftrien finb aufredet, mit ber (Spi^e abgebogen unb auSgeranbet. ®ie - 40 - « grüd;te finb gegen beu Gipfel ber gtebeväfte auf eigenen, fel)r furzen 5Ieftd;en eingefügt, bie amS ben Delirien ibien tlrf|>rung nehmen, ^ie .?)üflHätter finb aufrecht, umfd}(ie:* gen faft ^nr f)ä(j'ie bauc^jig bcn ^e(d), finb an ben Oiänbern !nDr)3e(igge;^ä(;nt unb au^gefc^toeift. ^er.^e(d; ift groJ3, auf^ gebfafen, eiförmig, glatt, nnbentlid? breüantig, an ber Tlinu bnng aBgeftnfjt nnb ^ufainmengebrücft. !l)ie i'a^^pen, in n)eld)e er fidf) öffnet, finb unrcgehnäfeig, aBerfc^arf ge^^äl^neU. "I^er grud;tftie( ift fetjr !ur3 nnb tritt fanm über ben ileld; ^er- Dor. ©le ^i'a|>fet ift !tein, runbUd;eiförmig, branbgelb, ^er^» fpringt in 4 bünnl}äutige, (änglid)eiförmige, mcift nur bi^ gur ä)iitte, feiten hi^ gum ^runbe gei(;ei(te klappen. 17. Frnllailia dilatata Nees ab Esenbeck. ausgebreitete gruUanie. (Fig. 30. a.) Jungermannia dilatata. Linn. Jung, tamariscifolia. Schniid. J. cupressiformis. Lain. Lejeuriia dilatata. Corda. 5öie baö tjorige, fo liebt anä) biefeö Lebermoos bie S^inbe ber 33äume aU ^o^nplat^ nnb bitbet an it;r t)erti>örrene, flac^gebrüdte, meiften^^ ^yanbgroge ^elfter, bie an ber g(at(en 9?inbe junger Zäunte freiörunb, au ättern fid) unrcgelinägig fcrtftreden, wo ai^'oann bie *ißo(fter im 33iittelpurdte gerne abfterben unb fic^ ftral;tenförmig an i^ren ©üben fortfct* gen. £)ie Stengel üeräftetn fid; fieberig, bie '^(eftd)en finb Balb berfürgt, balb um^crfd;tt)eifenb, fammtlid; an beu '^piu Jen burc^j einen fugetig in einan^er gefd)Ioffenen ilUattfdjopf abgerunbet. ^ie 33(ätter finb überall g(eid;geftcllt, n}ed)fe(* n)eife jtr>eirei^ig toagerec^t aut^gebreitet, bedeu fic^ mit i()ren »orbern (Seitenränbern aufmcirtS, finb fd;rcige fi^enb am (Stengel eingefügt; fämmtlid) freiörunb, fo lang als breit, gelinbe getüölbt unb gangranbig. ^ie Oel^rcljcn finb ])aih* fugelig, fap))enfi3rmig, ^ot;l, am (^3runbe abgeftu'^t nnb offen. 5ln il^rem 5lnl;eftung6puufte finb fie oerfd;mälert" unb bc^^balb f(^einbar !ur3geftielt, stüeireil;{g abftel;enb unb hi& in bie 5}iittc ber iö(attfläd;e ^inangel;oben. ^Die 5lmp§igaftrien finb ent* — 41 — fernt, ninbdc^, fla($, angebrücft, an ben il^en burc^ bie an (ih'öBe SuneBmenben iUätter !eu* lenförmig enrettert. 1)er Met} ift grcg, üerfe^rtt}er3f5nnig, breüantig unb i)at an ber plump t'erengten ^3JtüuDuiTg bcr ©rt)cbung ber gvud)t ein n)ie aufgefegt erfc^ciucnteö ^c^na* Be()>tt3d?en. ^ie eiförmige ^aiibe ift faft fo grcß a(ig ber Md^; bie ^apfel flein, fugetruub, fc^mulüg ge(b, öffnet fic^ in 4 .ß tappen, ^n ben ©d^teuberjeUen ift ein €piralbanb. Tit 5lntl)eribicn finben fid) 'bn biefer ^Üxt ^ur iperbft^eit in gülle »on geti^ölbten 3:(ättd)en eingefd)(cffen. Ö)en)ö(}nlic^ jiljen bereu 2 an bünnen <3tie(d;en (Fig. 5) bcifammen. ^•ine feiere' 5lntt)evibie beftet)t an^ einer fugetigen ^ant, bie auö fteinen 3^^^^^ jufammengefelit ift. 3nnerl?alb biefer §aut (ageru eine große %n]alil (änglic^runber ^qÜcw^ bereu $rimcrbiaifd)Iaud) fid) in einen garten 'Spiratfaben tevman- belt. IDiefer (Spiralfaben bcftcl;t fonad; auö ftidftefftjaltiger ^ubftau;, n.\i^renb berjeuige ber <2d)(euber5enen an^S Xy- logen gebilbet rear. Kobalt» tk ^^(nttjcribie i^re get;örige Ü^eifc erlangt' ^at, i?cr(affeu fie bie Keinem ,^^ii^n unb ^erpla^eu. !^ie fpiralig getDUUtenen gären beginnen fid? ju belegen. (Bit geigen geujöt^nUd) brci Sintungen eine^ fd)malen 5Ban* beö. &m äußern (Snbe beffelben befinbet fid) ein äußerft feiner gaben ungefäljr i^on ber i^ange ber SBinbungen (Fig. 6-9). Sie fd)unmmen in bem Saffertrcpfen, in U)cld)en man fie bel^ufö ber Unterfud)ung brachte, unregel* mäßig im SBoffer uml;er. 3I)re ißemegung bauert ftunbeu* ja tagelang. -3«^^^öfung unb 5Ufo^ol l?emmt, ^(aufäure unb ©tri)'ininiöfung, bie für tbierifc^e Subftan^,en töfctiid) finb, beeinträd;tigt fie nic^t. 92ee^ l)ielt ben S^i^alt ber 51ntl;eri^ bien für üitonabeu, ebenfo würben fie t)on Uuger für 3:^iere angefe^en. ^ie ^en^egung beginnt in ber Siegel am 9?anbe be§ freimillig ausgetretenen ^nt^eribien-Qu^alt^. ^uerft be* ujegt fic^ ber borbere Zf}di beS gabenö, enbüc^ treten bie SBinbungen bon cinanber. ^er Dünne gaben fd)n)en!t fid^ ieb^aft unb unregelmäßig :^in unb ^er. X)ie SBinbungen — 42 — bvc^en fid^ latififam um [\d) felBft, oljne t^re «Stellung gu einanber mer!üit> ^u beränberu. ^er (gptratfaben ge^t, fic^ langfam um feine %^e tDenbenb, borwärt^. ^ie heinen gellen, in benen ]id) bie @d;tDarmfaben enttmcfeüi, meffeu Bi^ ^400 ?0^t(limeter. T)k aut^gebreitcte ^ruftante ^t einen fe^r Bebentenben Sßerbrcitunß^be^irf. (Sie rcäd;ft am ^ap ber guten Hoffnung in ben bcvti,qen ^roteenwältern eben fo gemein, toie in ben gorften unferiS ^atevlanbe^. 18. Friillania tamarisci* Nees ab Esenbeck. 2:amari§!cnförmt0e -grullanie. (Fig;. 30. b.) Jungerniannia tamarisci. Linne. J. tamariscifolia. Schreb. J. dilatata. Ehrfi. J. ßubigiiiosa. Neck. J. nigricans. Lamark. ^n ben SBur^eln a(ter ^äume, an bürren ^IBpngen, gn)ifcf)en ®eri3Ue, auf ^aicen, fo xihz m gclfcntüänben, bie ber ^Jorgenfcnne gugefeb/rt finb, ift biefe %[xt burd) ganj 'Dcutfd;(anb ter&veitet Qi)xt gvcgcn, ledern 9iafen ^eid^nen fic^ burd) eine braunrott;e 5^vbe au^. 'l)k etenget finb 2—3 3oü lang, in t>ie(e ^^(efte einfad? ober mebrfad? fiebrig icxiijäit ^ie 53(ätter ftel)en toie bei voriger 5(rt unb finb gcfinbe geiDölbt, fo bag ber Stengel beinal)e rnnblicb erfd?eint. ®ie Oel;rd;en finb länglich eiföriuig, !a|:penförmig gel^ö^lt, am ©rnnbe abgeftnt^t, tur,5 ^^tüei^ä^nig gepalten, finb furj geftielt, fd^einba'r al^ boppelte ^eil;e ber l^iiige nac^ auf ber Unterfeite bor^anben, uub ^aben i[;ren Urfprung an ber je* be^maligen ^tattbafi^^. Sie finb t^crl^iltniBnuiijig flnn, be^» rühren fid; einanber nid;t unb n^erben balb t^cu ben genä- l;erteu, rauteufi3rmigen, aufrcd^tangcbrüdten, fid; mebv ober minber berü^renben, in einer fd)önen gleid)förmtgen 9?eibc geftellten ^^Impl^igaftrien bebedt (Fig 30. c). l'e^^tere finb an ben Spillen !urj aber fc^arf '3r'-^ct,^'^^?"^g au^geranbet. !^ie Äeld)e finb !lein, üer!el)rt eiförmig, aufgeblafen, anögc« geic^net Sfantig. •Die 3}iünbung ift anfängli^ in einen fur^ ~ 43 — ^en ftum^fen ^d)nahd au?gebe()nt, ber tvie aufgefetzt erfc^eint ^te £)el}rd;en bev f)ütlblättd)en be^nen fic^ in ein Säp^^i^en QUO, fo baB ^^'0 o^^ri^t ^t^itt baburc(> faft jti^eitappig erfc^eint. i)k Aapfel ift !lein, lugetvunb uno ^etbbraun. !t)ie Älap»* ^)en roden fid) jurüd Sjie (^c^leuber gellen befi^en eine ein- fädle ^S^pirafe. T)ic ßebermcofe finb tut ©an^en genommen in i^rem S5or!ommen unb in il)ren Socalitciten treit befri)ränlter a(ö bie ^Oaubmoofe. SJtit tueni^eu ';?lu^?uai)men füet^enfie bie fro* fügen ipö^en ber :^öd)ften 5?erge unb ^ieljen bie feud;ten, fd^ittigen, bon üielcn 2^t}ä(ern buvd^fdmtttenen ©egenben ttn freien itul'turebenen bor. ^äl;rcub bie Öaubmoofe bii§ in bie (Stäbte bringen nnb felbft auf bcn 6päufern ber 2}(eufd>en ficl^ nieberlaffen, naf;en fi;^ I}5d>[tenß tk gruüanien feinen Obftgärten unb nur bie !ocmcpoüt[fd)e "DJiard;v"intie Iriec^t l^ie linb ba an ben gu^ feud;ter 'Dtaucrn I;eran. 53efonber6 reic^ an 5(rten finb in unferm i^aterlanbe bie utittteren ®e^ iirg^gegenben unb bie untere 5l(penregion. ^et}ntid> n:irb il)re ^itrtenjabl geringer, je me()r mir un^^ ben '^Jolregionen näbern. Sapplanb' I^at nur 32 Oungermannien, (uufere Gattungen bon 1 — 22 finb jn ben ^ungermannicn geborig) unb 3 iDtard^antien, egen, burd; bie nebelreid)e Seeluft Begün- ftigt, ebenfo ©c^ottlanb unb (Snglanb über 100 berfd)iebenc !2ebermoofe. Unfer eignet 33ater(anb gcd;(t mit Öinfd;(u6 ber ^llpen über anbert^a(b(}unbert ^rten. Qn einem ^aW^U tüerfe über biefe ®en)äd;fe loerben auf bem ganjen ©vbbaü gegen anberd)a(6taufenb aufgefü()rt. (2ie ^äl^Ien fonacl; nur bie §ä(rte fo biet gormen a(^ bie öaubmoofe, bie bon ttn meiften ^otanifern aU bie bonfommnern angefeben derben. Siü man i)on ber 5lnfc^auung§meife, meldte bie ^'^aturförper fic^ ftufenmeife aU eine groge S^^eibe borjufteüen pflegt, ab* fe^en unb bie einzelnen gamilien fid; aU Ü^abien eineö -^rei* feö ober a(§ Greife, bie fic^ in einem fünfte i(;rer ^>eripkrie fd^neiben, anfe^en, fo fönnte man beibe in 9^ebe fte^enbc 5D^oo^gruppen in fofern aU ccorbinirt betrad)ten, alö bert ßaubmoofen befonber^ 'iik mannii^faltigfte (Sntnndetung ber — 44 — t^rucf;t, ben SeBermoofen bagegen bie mögltd^ften ?!J?obiftca* tionen bcö 2ai\bc^ jiir Aufgabe gemad}t 51t fein fd;eint. T)k ©ruppe ber grulfaiiien vil)ti(id)en ^'ebermocfe, tüeld^c fämmtUc^ a(« 5^auni^^ara[iten auftreten, ift beu iicrbtid;en gemäßigten unb fätteren Säubern nur in iDenlgen ^3lrten Der« ^ättuiilmäBlg !ärg(td) jugemeffcn. S3icl reid)cr ift ba^ tro^ifc^e Sübamerifa, ^rafilien mit il)nen gefeguet. 2}iaunid)fac^e Wirten biefer ®rup^e befteiben bort gti^ifc^en ben biegfamen, fid; ranfenben Dianen, mit Ord/ibeen nnb !Denbrcbien, in riefcnt)aften gcrmcn bie (Stämme ber 5(nacarbien, ßtnd^onen unb ber geigen, um u^c(d;e fid) bie buftenbe S3vinifle gemein== f(^aftlid> mit ^Hiffifloren, '^Htuliuien uub 33auifterien ge« fc^tungen. ^racontien unb "ißct^oö finb mit ii^ren großen ieberartigen ^(ättcrn ba§ ^^anier biefer jarten @en)äd)fe, ben Reißen (Sonnenftrd;! ab^mi^e^rcn. 19. Blasia pusilla. Michel. kleine SBtafie. Jungermannia Blasia. Hook. J. biloba. Swartz. Blasia Hoo- keri. Corda. 5Bir beginnen mit ber 33(afie eine neue große ©ru|)^e ber öebermoofe. ^ei ben bi§(;er bctrad^teten n)aren ©tenget unb ^(ättcr gehörig i>on einanber gcfoubert. iBei ben fo(=« genben finb ©tenget uub 331ätter ju einem mel^r ober ti^eni* oer aU'Sgebreitetcn eifcrmigcu Saube ücrfc^mol^en. 3n ber u)^.tte biefe-c i'aubeS pflegt ber @tenge( aU ein bunfelgrüner, oft an<^ oioletter ober fc^raär.^tic^er Streifen gu gießen unb burd; feine Ser^ti^eigung ben Umriß unb bie 3«vfpaltnng ber aflacmeinen Sfattfubftau^ I;erbei^ufüf;ren. ^ie Slafie fel)(t faft feiner ®pe3iaIfl'ora uuferö iviterlanbeö unb liebt befon* berS (ef^m^attige 53evgabl;äuge, Gräben unb bie gal^rgleifc feud5>ter ^Batbmege. ^^(n bicfen Öocaten fallen tljre freubig getbgrünen D^afenburd; i^re gehäufelte Oberpd^e angenehm auf. Sei ber am meiften verbreiteten gorm ertt?eitert fidj — 45 — bei* «Stengel, ber einen 9^eri?en be§ Öanbe6 bar^uftellen fc^eint, an feinem (Snbe ^n einem fcnberbaven [(afc^enfiirmigen, ijQÜ» gefärbtem Organe, ti^etd^eö bie ^ölafie bor allen ani^ermanbten ßebermocfen au^ddjiKt ©iefe pafc^enformigen Organe werben üon einigen ^Intoren für "^Intf^eribien, üon anbern al^ S5el;ätter für Äeimbrnt angcfel;en. 53ei günftigen ^erl^ätt* niffcn entuniJett ]id} aix^ i^nen bie grnd^t, bie fic^ gan3 ä^n»^ üd) n^ie bei ben Bi^5f;er betrac?)teten öebermoofen anf einem lDafferI)elIen garten grnd^tftiel al^ 4!iat:pige braune ^apfel barftettt. ^nf bem \^anbe bilben firf; burc^ llmänberung beö ^zitc^cwd>z^ (Sie^e Fig. 14 äl^nlid^e Ä'ciml3rut:^äufd;en Don einer ^^mgermannie) ijäufd;en \iün getbiicter garte, beren runbüd^e 3ß^^en!ürnd;cn im ©lanbe finb, Seranlaffung gur (intfte^nng neuer 3n^iöi*^uen gu geben. 20. Aiieura iiiultifida. Coida. SSieltljeiltge "^Jlneurc. Gyranomitrion imiltifidum. Hübn. Jungermannia miiltifida. Linne. (Metzgeria muUifida tcr alktn "Kufiaqe.) T)k ^^flän^c^en n:ad;fen auf rel;ml;a(tigem, fcud;i'en 53c* ben, in Sä(bcrn, §cl)lmegen, fd;attigen Siefen in flad^ge* bnidten bnnMgriincn diakn beifammen. ^a§ 2ai\b ift biet* fad? unregetmäBig, meiftcn^ bob^^eltfiebrig get^ei(t, 3 biö 6 Linien (ang, fleifd^ig, lebt^aftgrün unb neröentofg. S)ie Stl^ei* lungen finb fanft erweitert unb ftuni)3f(id> abgerunbct. (Seit* lic^ m ber Oberftädje bc^5 Sanbeö enlfpringt im grü^ja^r bie mattgrüne ^aiibCf bie einem 6 leinten langen, gelbwei'ßen, bnrc^fid>tigeu grnc^tftiel ben '^netritt ferftattet, feutenförmig unb tDarjig beruneunet ift. Sie erreicht gewöl^nlic^ nur 2 Linien l^inge unb lift ringi^ bon einer gefränfeften Heinen (Sr^öl)nng be§ Öaubeö umgeben. "A^k rfvipfel tft eiförmig, lEaftanienbraun unb gerfbringt in bier fc^maüanjettlic^e kiap* ^en, bie \id) gufammenrcKen unb an ten Spieen mit einem ^üfd;el roftfavbener Söimperu gefront finb. — 46 — 33ei bieten ÖeBermccfen fädt c§ m^ auf, ba^ fie ftreng an eine ganj Beftimmte ^^ofccnbc[c^affenl;cit ßebunben finb. evmco§ nur auf 2:orf(agevn, bag paarige gilimccö nur au\ (ocfercr na[)er 2Ba(berbc, bie roeig* ltd}e 3ungermannie unb Snlbjcapanie an Iid)tcn ^albab^än^ gen u. f. tp. Dag i:ie(e bicfer ^'fiän^d}en mit bcn d;emifd;en ^eftanbil^eiten beö 33oben^ in engfter ^Je^ie^uug fte(;en, ift l}'öd}it n}a()rfd)ein(ic^, nur ift unö gerabe bei il}uen bnrc^ bie Ö^bcmie nod; fein auereid^enber '^uffd^Ing über bie babei i)crl?anbenen (^'cfe^e gegeben trorben unb unr muffen bie l'ofung ber fragen, u^cid;e unö in ^^e^ug hierauf bei bcn J^ebennoofcn auftauchen, ron ben ©euien ber 3^i^'""f^ er* toarten. Sßcnigften^ ebenfo n.Md;tig aU bie d;cmifd?en 6Hnmbbe* ftanbt^etie be^ il^cbeti^ felbft ' für ba§ -^A'ben unb Ö)cbeiben ber fcerfd^iebcnen $f(än,5c^)en fein mag — ja liclteid^t nod) ijiet irid;tiger ift baö Ü^er^^aÜen ber mand;er(ci ^rbarten ^u bem Söaffer. (J-in leererer (Sanbbcben, VOGld)er fd;'rieii bcn crfrifd;euben tropfen I}inburd)ftd"ern lägt, eignet fid) für eine ganj berjdiiebene ^n^an^ennatur, alö ein jäl:}er, fetter l^etten, ber, i^om (Sprübregen be^ nal)en SSafferfaÜeö bene^^t, in «n* i>erfiegbaren S?eid;;l)um Vorrat!) i^cu bem Icbcnfpcnbeuben 9ia(j befit^t. l^ei^tern l^ccalen ift bie i^oriiegenbe ^f^an^e Qio^^n, 21. Metzgeria simiafa. Slu§gefd;n)eifte ?3te^gerie. Gymnomitrion sinuatum. Hübnr. Jungermannia sinuata. Dick^. Jungermannia nmltifida. (S, sinuata. Hook. aus fi^ fger ,-, . 'in einem i^on ijicten bid^tbcn^aibeten (Sd;Iud)ten burd)fcbnittcneu Gebiete (bcn fegenannten (^picge(|d;en <3crgcn bei ^ielcfelb) — 47 — fcefmtet. ^ie ^afen finb in bemferBen geiDö^nlic^ t?on gauft* groBe üor"^anben, itieiften^ auf bem ^runbe ön (Steinen cber ^inein^ängenben SBurgeln fo (cfe ange^^eftet, bafe eine feierte 33etregung beö Sl^öffev^ oft fd}on auercid)t, fie ab3utrcnnen. Sßon allen anüertcanbten Wirten 3eid;net fie fid) bnrd; il;re ©röpe, bie l^cügrüne garbe nnb bie ^axt'i)dt \i)xzv Organe fogietc(> au^, fo tüie burd; i^ren (Stanbert, ben fie nur mit iüenigen ßebermccfen gemein ^at, ©ie erinnert un§ an ein adgemeiney 'D^aturgefe^. ©ie 9?atur pa]it bie üerfd)iebenen ®runbgeban!en, ti^cld;e fie in ber 2}tannicf)fa[t{gfejt bcr Äör* )?er aut^fpridjt, allen äugeren ^erf;äitniffen an. '^o ift ba0 X^ierretd; ^inabgetaud}t in bie glntl^en be§ Occan^ nnb ber fügen ©etüäffer, ausgebreitet über bie bcrfd^iebenften gorma* tionen beö feften 2anht^ nnb beflügelt in ba'3 23ieer ber Sltmof|.^I;äre gefenbet. (Sine Sieberl^olnug biefet^ ®rnnbge* fef^eö finbet fic^ bei aücn cinjefnen (in-nj?^cn nnb S^bpcn toieber. 5tnd; an§ ber gamitie ber Sebermccfe finb einige l^inabgetauc^t inS SBaffer (Jiingerniannia fluitans, Kic- ciellia tluitans, Meizgeria sinuata), anbere fcbroimmen auf beffen Spiegel, (Riccia natans) tvieber anbere i^ermit* te(n ben Uebergang ber gamltie aujß l\inb, inbcm fie Rümpfe, (Spliag;noecetis, Metzgeria, Pellia, iMarcliantia etc.) Ufer nnb naffe !^oca(itäten beücr^ugen, nnb trieber einige ftcigen an ^aumftämnien nnb ^'ergci^rücfen empor, ba i^nen ber (?ol3ige ©tamm oerfagt ift, um fid} fetbftftänbig m§> ^n\U mcer ju ert^ebcn. ^k grüd;te finb am ©runbe be§ Öaube^ feitlid; auf ber Oberf(äd)e eingefügt, bie ^anbe ift toal^enfi^r- mig, 4öinieu lang, n)affrv[?eü, glatt, an ber DJtünbung gleich« loeit. ^ie ilapfel ift bor bem '^Uiffpringen längltc^, fpäter in bier !aftanienbraune abfte^enbe, lineari[d? Ian3tttli4e, ^orn* ortige, au ben (Spitzen eingefd;nittene iUappen fid) öffnenb. 5(n bem erträl^nten ©tanbort fanb id) biefe ©pegie^ bi^^er nur unfruchtbar, ^(n ä^nlid)en l^ocalen fommt fie im Qan* gen mittleren !X^eile ©eutfc^lanbö bor. , — 48 — 22. Metzgeiia furcata. Corda. Echinoniltrion furcatnm. Hübnr. Metzgeria glabra. Raddi. Jun- geriiiannia furcata. Linne. J inultilida. Liane. Blasia furcata. Fries. ^tc[e Spe^ieö lie&t l^efonber^ ble SS^itrjeln itnb fcen untern Zi)Q\l ber S3anmftämme, fo me fcijattige tvücfne -get^« fentränte, .feie gegen Gleiten gelegen finb, nnb bittet bort \i(\d)t Derroorvcne ^]3o(fter. ^aö i-anb ift öont @runbe au tielfacl; get^cilt, gcl^eltg, bünni^äutig nnb meift 'con ge(6Ud; grüner gärbung. '4^te S^^eiiungen finb Uneavifcl; auf ter Untere unb Oberfeite glatte, ©ie gritd;le finb auf ber Un* terfeitc be§ i)leri>en gegen bie @nben l;in eingefügt ; bte ^^awhe ift t)erlel;rteifi3ruug, aufgebunjen, mit abftei^enfcen, tDaffer* l;el(en ^k^rften betteibet. ©er gruci5tftie( ift !nv3, ge!rümmt mifgefel^rt, tüafferbelt, i)erl)ä[tnij3inäBig bicf, nod) einmal fo lang aB bie ^aube. ©ne stapfet ift anfangs fngelrnnb, fpäter LMcrIlap:ptg anff])ringenb, bie iHa^^pen finb fat^nartig ge^üMt unb an ten ^-iiben mit einem ^nfcl^et rcftfarbener l)tn unb ^er gebogener 'ißtmtcrn gefrönt. T)k ^'eimförnc^en, bie bei bicf er 5Irt oft auftreten, befinben fi.l) auf ber )jUkU feite be§ D^eri^en. T)Oi unö anf^ ben betben gcimiüen ber n^anh- unb ?e^ Bermoofe^', auf tvelcOe tüir bei biefcn beiben erften botanif c^en Sluefingcn auöfcf)neBHd; unfere ^(ufmerffamueit teuften, nur tüenige Ucberrefte üon ^7(rten überfou'imen finb, bie in früt^e* ren ^^ßerioben bcS ©rbeutebenS grünten nnb bann untergingen, um anbern ^flanjengefcijted^tern %^iai} gn mad}en, — fo fv^a^ ren ti?tr nnö bie S3efpred;ung fcucr frü(?eren gtora auf eine fpätere ©^Turfion unb cnovii^nen ()ier nur furj fotgcnbeg: ^^luß ber fogenanntcn Xertiär]:ertobe ftammenb, fanb man Bio jeijt nur Ueberbfeibfet i)on 4 Scbermoo^arten: 1) iMarchanlites Sezaiinensis. Br. hd Sezanne» 2) Jmigermannite.s Neesianus. Goepp. o) 5? » » 5? 55 transversus. Goepp. 4) 55 55 55 55 55 COIltOrtUS. G. — 49 — !Die brei (entern toaren toon S?ernftctn, btefem ^axi eineS i)üme(t(id;en S3aume^, umfc^loffen, unb fo unö tDo^li)el;aItett 3a^rtau[enbe ^inburc^ aufbetDaf^rt korben. 23. Marchantia poljmorpha. Linne. S5telgeftaltigeö ©tetnieBermoo^, ^£)ie 3}iar($antte ift etne§ ijon ben SeBermoofen, tceld^eö üBer bte gan^e (Srbe au^geBreitet ift ; e§ finbet fiel) in berfel* Ben Ue^pigfeit in ben Rümpfen ©r5n(anbö unb SaBraberö, toie in fcenjenigen auf 9Zeu^oIIanb. @ö üBerjie^t eBenfcn^o^l terlaffne 50?ei(erftätten beö ein f amen 2öatbt^a(e§, aU bie feud;tge(egenen ^Jiauern an (Härten unb §üfen innerI}aIB ber öolfBeleBten ©täbte. ^ie ^flanjen Bilben eBen fo D|t ro* fettenartige flai^ ausgebreitete S^iafen, a(ö fie in (Sümpfen ettüa^ aufftetgen. ®aö glängenb bunfetgrüne i^auB ift i)on ber 3}^ittelrippe burdbscgen, bie fid^ in iiele 2:l)eile auflöft, tcelc^e auf ber OBerfette a(S bunfelgrüne albern Begeidinet tüerben, auf ber Unterfeite aBer mit einer 9}ienge afc^far^ Biger filziger SSür^eld^en Befe^t finb. -Ö^re £)Berpäd()e ift oft Bebed't mit runbticBen, Be^erförmigen Drganen, toelc^e bie bor^in ern)ä^nten SeimBrut,^etlen Bilben unb an feieren @teÜen, Voo burd) ungünftige @inn)ir!ung ber !?ocatüeri?ä(t- niffe bie grud;tBitbung »er^inbert toirb, bie gortpflanjung üBerne^men. ^er gruc^tftiet ift Bei alten formen in ben (Sinfd^nitten ber (Snbtappen am ©übe .ber^^ittelrippe ein- gefügt unb ftets in üppiger ^ai}i tort^anben. (Sr ift 1 — 2 3olI lang, ftarf, ijcn berber fleifd;iger (Sonfiftenj, mitunter Be^art, Bei anbern gormen gtatt. ^^(nf it)m Breitet fid^, tüie bie ©trauten einer ^olbe eine ^tnga^t Heiner ^lättc^en au0, meiere bem ganzen grud;tträger )^a^ ^^nfet^n einer Keinen ©c^irmpatme i)ertei^en. 5Iuf ber Unterfeite biefer fleifcbigen grünen @traB(en fr^en in tiefen gurd^en bie gru(^tfap[e(n, bie anfänglich bon einer iDeipen, bünnen ^ant umfd^toffen finb, ^eim töeitern Sad^öt^um jerreift bie bünns §aüBe 4 — 50 ~ I in 4 "^dU, bie Äapfel eBenfaü^. :(?e^tere ift furj geftielt, 1 f(^muljtg ge(b, eiförmig, l^ängt (?erab iinb entpft bie ga^I^« reichen (Sporen, ©ine jtüeitc gorm, bie ton ben 5(utoven Q.U bie männliche be^eid^net n)irb, trägt anf Qleid)em g-rnd;t' träger ftatt ber f a|)fe(n 3Intl)eribien. ©aö ÖauS ber 3}?arcbantien ift toon allen öebcrmocfen am ijoÜfommenften organifirt, ©a^ 3^^^Ö^^^^^^^ beffelben, fo ü)ie @:t3altüffnungen in i^m, erinnern \d)on an ^öl;er ent* tDid;e(te ©emäcbfe. ^aö «Steintebermooö ift ba^ einzige ^ftängd;en biefer gamilie, iüetd;e5 einen ^otf^namen erl^ielt unb il)n fpäter ber ganjen ©rujjpe (ie^. @0 mnrbe ,, (Stein- Sebermooö" genannt, toeil e§ "gerne cm ben getfen unb (Steinen ber ^Brunnen n^äc^ft^' unb toie eö üon i^m in S3ert^o(b 3'^^^"^ Kräuter* unb ©etüäc^^bnc^ i)om 3^a^re 1673 l^eifet, — "Unb tceil eö ber ^i^igen Seber n^o^t be* !ommt.'' 3n bemfetben Serie itsirb Don i^m gerühmt, ba§ e§ »gegen ©c^n^inbfud^t, (^elbfud^t, ^autau§fcl)(ag, 9Jti(5^ ' unb 58(afenbefc^n)erben ^u gebraueben fei, äußerlich "ixi^ ^lut ftitte unb t)on ben Seibern in Saffer gefotten trerbe, um bie f inblein barin jn baben, tcenn fie fel^r abnel;men, bal^er eö auc^ ä^^^^^ö^t genannt tüerbej* Sa^rlicb nic^t nie^r a(ö TOeö! ^eut ju S^age ift aber ber dluhm ber guten ^ard^antie mit ben 5[RinneIiebern beö, in ber ^flangentunbe fe^r ftarfgläubigen 2)tittela(ter0 ba^in unb ber Öanbmann tjerlüunbert fic^ ^ijd^lic^, tüenn ber ^otanifer bie bid^ten, faf* tigen unb buftenben D^afen beö (Steinlebermoofeö bon feinem 53runnenranbe Icöfc^ält» 24. Aiithoceros laevis. Linne. @Iatte§ 5Rofettentcbermoo§. 53efonber§ auf feud^ten 5te(fern, bie an ber 5Ibenbfeite ber Satbungen gelegen finb, an §o!^(tt>egen, D^änbern jurüd* getretener Salbbäc^e unb ä^n(id;en fd;attigen unb feud;ten Socalen ^jflegt biefe 5(rt in ©efellfd^aft ber nädSiftfotgenben — 51 — 9?tccie fic^ ^äuftg jo Pnben. T)a6 SauB biefer 5trt bitbet eine flarf) au^Sgebreitete 9^ofette, tpetc^e 3 — 6 hinten im 'IDurrf^meffer t)at. ^ie ^Rcinoer finb unve.qetmä§ig geferBt, bie garbe gefättigt grün mit einem fettartigen @(^immer, neroento^, üen bünn^äntiger, burrf)[ict;tiger 2^e^-tur. ^uf ber glatten 06erf(äd)e erl^eben fid) balb im ^Jtittelpunfte, batb gegen bie ©nben, bie einer gufammengebrücften ©c^ote tii($t unäbnttd;en, an ben @pi^.en toerbünnten ^apfetn. !5)iefe ^apfeln finb anfängüd^ bon ber .J'^Hbe überbcd't, tüeld^e fic^ in ®eftalt eine^ ftemen, i)cn einem «S^i^c^en gefrönten äe* ge(§ anf bem ßaube ^^eigt. ^ei utne'^menber 9^eife, mo fic^ bie Iinearifd) = fd)otenfürmige Zapfet verlängert, lö^t fid; bie (^pit^e bon ber röl^rigen ^iiiie unb n)irb J>cn berfelben mit anfmärtö genommen, ti^o fie oft lange ba§ '^luffpringen ber klappen Ijinbert, tvenn fie nic^^t bnrc^ ben (Sinf(u§ feud)ter Sitternng jerftört trirb. ^ie ^'apfetn finb V2 biö 1 ^otl lang, anfred)t, anfangt grünlich, fpäter fcBtt*argbraun unb fpringen jti^eÜtappig hh$ ^ur ?Otitte, fetten big jum ®runbc auf. Sn i^rer äJiitte befinbet fid> ein ^^aarbünneö (Säuld;en, an toelcben bie (^cBlenberer mit ben ©poren Rängen, ^lad) bem '^(uffpringcn finb bie ^apfcln gebre^t. 't)nxä) bie opin* aufnai^me ber £)aube auf bie grud)tfpi^e unb baö SSorl^an* benfein be§ @äu(c^en§^ fteilt ba^> 9?ofetten(ebermoo§ «ine mer!* iDurbige ^u§na()me bon ben übrigen Sebermocfen bar unb erinnert burd) beibeö an bie SauBmoofe. 25. Riccia glauca. Linne. (Graugrüne 9^tccie. T'ie (S^attung D^iccie erhielt i^ren 9f^amen bon bem alten SBotanücr 9J?id)eU. @r Benannte fie p, @§ren cine§ gtoren* tini|d)en 9?atl)ö^errn ^. g. ^Jticci, ber eir. ^iebt;aber ber Äräuterfunbe tüar. T)k 9?eif;e ber 3?tccten tft bon ber gan* Jen gamitie ber Öebermoofe am uiebrigften organifirt, ibre SauBBilbung tft Bei i^uen eine ffeifd^ige, poröfe ^areni^J^m- ^ 52 — ' maffe, bte in il^ren äußern go^'f^^i^ Q" i^iß ^eftalten tielcr ouf fargbegraßten £(cefe(bern. 'IDa^ i^aub bi(bet i)kx eine au^gebveitcte 9to[ette, bie mciftcn^ au§ miregetnicißi-jen ^X^ei* langen jnfammcngefclpt ift. (S^ ift etiDaö ffcifc^ic^, matt Haugrün ober bleifarben, oft in bcr 9}atte rinnig vertieft imb gemeinlid? fd)iL>är5ttc{) gefurcht. S^ie 5^l;ei(nngen finb an ben ®nben fanft eriüeitert nnb au^geranbet. ^ie 5rüd)te filjen im 9}tttte(fHuirte beö Öaubeö in ©eftalt runblid^er, i)a(b I)erüorgel?übener, anfangs üri;tfarbener, fpäter fdm>ärj* üd^er ^ügdc!}en. 'Der grud;tträger ift ein bünnl;äutiger, fngeliger @d)(anc§, ber hi§ cor bcr 9?eife mit einem griffel* ät/nÜQ;en (Spil^d;cn getrinit ift, g(eid)fam bie §aube ;^u ber- treten fd;eint. (liegen bie Steife jerreigt er nnregetmäj^ig nnb bie ebenfalls tugefrnnbe, fiijenbe .^^at^fet, bon roetd^er er gan^ aufgefüllt ift, öffnet ficb unregelmäßig unb fann mei* fteng erft, n)enn [ie bnrc^ gäulniß gerftört ift, i^ren «Samen ben 2luötritt berfd^affcn. 2)ie (Sc^leuber^cUen fel)len. — 53 — 1) ^k iBekrmcofe finb 3^üen^f(an5en mit einer in ^(a^|)en auffpringenben Ä'apfelfru4>t (Seite 10. 2) (Sie jerfaÜen in 2 größere ^IBtt^eihtngen : bie mit 33(cittern t)er)el)enen mib bie mit ^^aubbilrung. ©ie griid;t tft gerüöl)ntic^ ücr i^rer Dieife mit einer n)a|'|er^ellen ^auBe »erfüllt, oft and) nod) mit einem ^'elc^ ober bei'onberm ^ült* organ nmgeben. ^er grnc^tftiet treibt nad) 9^eife ber Zapfet, n)e(d?e (entere genjö^nürf) in 4 .Etappen auf'fpringt unb ©po«» ren nebft @c(}(enber^e(ten an^ftrent. 3) ©ie S^mg^c n)erben nic^t fetten ju glagetfen um* gebilbet, bie entmeber auffteigenb (3. 30.) ober abfteigenb (®. 23.) jinb. 4) 5(nf ä^ntid^e 5Beife toerben bie ^Blätter in ^ImpBiga* ftrien nmgebilbet (@. 11.) (Bit finben fic^ an Alicularia scala- ris, Sphagnoecetis comnmne, Lophocolea bidentata, Cheilocyphos polyanthos, Calypogeja Trichomanes, Lepidoziareptans, Trichocolea Tomentella, Ptilidium ciliare, Madotheca platiphylla, FruUania dilatata nnb tamarisci. ®en übrigen &bermoofen unferer "änmai^l festen fie. 5) 3n ber 33(attform :^errfc^t bie größte ?Dknnid)faf* tigfeit; bie einen finb gan^ranbig einfad^ (Alicularia, Splia^- noecetis, Calypo2;eja, Cheilocyphos, Mastio;obryum,) anbere gejä^nelt (Flagiochila,) eingefc|nitten (Sarcoscy- phus, Lophocolea,) 5tüei(appig(ScaparHa. Jungermannia albicans) bictfac^ jerfdjtit^t (Jung, trichophylla, Tricho- cola, Ptilidium,) mit t)el;r^en berfe^en (Radula, Mado- theca, FruUania.) — 6) 1)ic gortpftan^nng gefd}iel}t a. bnrc^ 33rnt5erien, bie fic^ auf ben ^Hättern- ober ben gtagelten entmidetn, b. burd) 5lu§Iäufer, c. burd^ (Sporen, bie in ben ila^jfeln ge* bitbet »erben. - 54 — 7) ®inc noc^ ntc^t tüeitcr Verfolgte, an ba5 t^im)^e SeBeu burcf) if;re 33en3cgiing ma^nenbe )Rüik [fielen bie 'i(n* t^eribien iinb iijxc ^cfjwärmfäben. ©eite 4L 8) "Die Öebermoofe BeftGf)en nur an^ einer ^SerBInbimg ijon 3^^^^"^ Pareiicliym. ©er (Stengel enthält oft i)er* l^ol^teö ^^arenc^i^m. ©. 14. 9) 3sbe 3^^^^ ift ^^rt leBenbtgcg Sefen, Voeti^ea ben* fetSen S^arafter trägt, ber in ber jebeömaligen @pecie0 au^gefproc^en ift, unb barum fic^ aud^ oft jur gortpflanjung eignet. 10) ©te jctgt eine 3^^^^"^?^"^"^ ®- 20, 3Serbi(fung§* f($id;ten ©.20, ^oorcn «S. 21, einen ^rimorbia(fcI;(aud;, S^'^^^äßOd^ Berlag ton S(. |)e(mic^. 185 5. Fig 1. @tn 3it)cf3tein oon Hagenia cillaris (Borrera) fn natörtf» (fccr ®iööe. a. baä in, fijmaCegappeii jcrtlKi(t, rocU d)eä fid) t)criiontal ausgebreitet t)al, n:>ät)rcnb eö bei g d. einen runben Stiel bilbet, bcr \idQ nadj oben ern^titert unb fo baS grudjtfagcr banteUt. f. f. beutit bie S^ic^tung an, in n?cld;rc ter ©djnitt mit fen!red)t gewelltem 5j?e|Ter ocn oben nad) unten gefütjrt trirb, um dn ©tiicfdjen con ber ^ä:/i(i^,t c. logjutrenncn, meld)cö aH Fig. 4 barg^fteUt iit- g. g. beutet bie jRic^tung an, in ircldjcr baä ipageredjt gelegte Sj^efftr ün Sdjcibc^en pon bec Dberfiddje be§ Sru'i^tlagerä a. abflUtrenncn })at, welc^eä aW Fig. 3 oergrö^ert erfc^eint. Fig. 3. (Sin tragered)teS ©djnittd^cn com ^ruc^ttager ber Ilagenia ciüaris, 400fac^ oergvößert. c. c.c.c. finb burdjfc^nittene @po* rcnfi^ldud;e, beren 2Jerbic!unggfd;{c^ten olä SKinge erfcfeeinen. d. ©aftfdben (Paraphysen,) bie jwifc^cn ben Sporenfc^lduc^en {leben, b. bis; hei i;öt)erem Älter im gruc^tlager fid) bilbenbc fU'üterö^niiijc S^afTe/ welche eporcnf.^lauc^e unb Saftfäben mit cinanber pcr!?inb?:. Flg. 4. (5(n fen!re^fcc®(fjnitt au§ bem^rucf)t(agcrberfet6eng(e(^te, 400iad) öergrö^crt. d. bi'e ©aftfaben, wcldje ben Jpauptbellanbs t^cil bcg Cagerö ougmat^en. S3ei d' [inb einige berfclben bucc^ ben Schnitt losgelöst unb jcigcn tt)re ©h'ebci'ung. b. u. c. jwet ©porcnfdildu(^e/ bec le^tere mit Sporen, bie fid) öufücrfcgttbcncn ©tufen i^cer @ntn?ic!elung bcfinben. a. hk ©aftfäben ücr^roefs gen fic^ nacft unten unb geften fo in \>a^ gen)öt)n({c^e SaubjeUge= it?ebe bec gted)te über, t)on melc^em t)(er ein fteincä ©tücE ju fct)en ift. 3it>i[dben t>e« üer§weigten ^eüenfdben befinbcn ftc^ e. tk Gonidien ober (^biorop{)i)Ujetten, welche aU eine ®ci^t(^t ftd^ unter ber SKinbe bcS Caube§ t)injiel)cn unb im feui^ten 3u[tanbe ber gleite tiz grüne gdrbung verleiben, f. @ä beginnt burc^ S£;)ettung bcS j^cUen!erne§ ^ie S5itbung einer 3Doppel[pore. Flg. 5. ein Sporenfc^laud} mit 3uctcr unb ©ifQitJcfelfdure be()anbeU; t)iz le^tcre Ijat bie 3eaflotft)üae be» «S^^tau^eä aufgelöst. Fig. 6. Qin t[}ätii]tcit ber iD?enfd)eii. g'^'^iniblic^e §äufer fcf)aucn ^tDifd}cn Obftbviuuieu f}^xi>ov, auf Mumeurci'i)en 2jBiefen treibet fteermanbetube^ 9f?inbt?iel); bancbcu mc.qcn gclbene Maaten. §öl}er b;inauf Ijcht fid; bie breite ^Straße, auf iV'eIc()ev ber !narrenbe SÖagen bea £aufinaun^^ (^iüter in ferne l^Huber fäl?rt. 2öir bertaf* fen bcn §ccnve,^, |d)rciteu über bie fd;nia(e ^Miide, bie füt}n über ben braufcnteu (^cbirge^bad) gefpannt ift. (^in 2üi\b^ luatb nimmt nn3 auf. (5;id)en lüedjfeln mit 53iid;en. '5^er ^>errnd)b(aue, fet=iHernbe ^iet^cgel [it^t auf bem fdnvanfenben Seiben^iücig nub lauert auf bie gefledte gorelle, bie im f(a» rcn SBaffer arntc^ f^nett. Steiler bergauf fül^rt uu§ ber gugpfab; mocfige (^3ranttb(ö(fe unb berfd^fungene ^aumunir* sein 3n,nngen i(;n ^u mand)cr(ei SJinbungeu. ^ie ^vi)cn J)erfd;n.Hiiben, i^id/kn ^Derben borI;errfd;enb- 'o^er (^d>U'ar5=» fped;t mit feucrrctber geberfrcne, ber bie gepviefene Spri"S' iDur^ ber 2)iä(;ra^en bertoa(;rt, ifr^cnig biefeo D^ct>iev^^v burc^ H)e(d;e'c bei :)2ad;t ber Ul?u üU mkcx ^^äga ]\d}t. 3nmier ^ö^er fteigen roir über bie berggebcrenen Cucdcn, tvddjt 3n?ifd;cn ben gelfen imb ben burd;^ 'bitter umgeftürjten gidj;* lenftämmen I;iubur(J>|^riefetn. ©roplättrige ^eftt^ur^, 33ranb* lattic^ unb '^Ifpenboft tuec^fetn mit blauem 2Bc{f^I;ut unb (euc^tenber 33ergnd!enn)ur5. ^Mi;-^Iid; tid^tct fid^ ber bc< fc^trerlid;e *!J3fab, bie gid;ten I;ören auf, einige bürftige llrüppel nur tuagen ^id) ettüa^^ l/ct^er am ^tb^ange be^ 53erg«= riefen l^inauf. ©rftorbcne 5(efte, gcfnidte 5^rcnen unb ber* fümmeter ^iidß jeigen un^, luie fie ber ©eift beö i;ö^eren ©ebirge^, beffen (gebiet ^ier l^eginnt, für ben UebermutI; [traft, mit toeld;em fie feine ©ren^e überfc^ritten. !3^a^ Änie^o(3 friedet mit finftern ftruppigcn 53üfd;cln une ein bö* fe« (^emiffen über bie (Sattel be^ ©ebirgeiS unb feine fum* ^figen ^od^ebenen. Sßir befinben unö biertaufenb gu^ über bem Spiegel bed 9)lcere$. STorfmoofc, ^Tr^enl^aarnioc« «nb 23är{a|>p3ctt)ä($fe Bilbeu ben Untergrunb. ©ro^blumtge ^abic^t^fräuter fc^auen mit (angcn toelBen .paaren tüic greife 3iüerge jroifc^en ben feinMättrigen 9?aufdt)beeren (Empetnim nigruni, bie 33rD(fenm^rtI)e be^ ^ciqe^) ^lerbov, eifen^ut* blättriger $a:^nenfug, mit biegten tüeißen ^(üt^entrauben, U)cd;]'eU mit ber ©c^Iangentüurj (Polygonum Bistorta) inib ba§ liebliche rct:^e 5)?arietirö^i^en (Lyclmis diurna. D. C.) mcdjwt un§ freimblid^ an bie gtora be« ^eimat^tic^ett 2:ief(anbeö. "^ie giftige Ü^ieBmurj (Veratrum alb um) blicft nn^ eigentI)ümU(^ mit ben grünlic^getben 33(üt(}en, in benett ber 2^cb rooijwt, entgegen, ^^it em|?or über biefe unn?irt§* baren 3nmpff{äd)en, biefe SBiege ber glüffe unb «Ströme, ragen bie ^öi^ften Änppeln be§ ®ebirge0. 5In^ mäd^tigen ©teinbtöcfen tl;iirmte fie ^(nto, ber iperrfd?er im dldä^e beö nnterirbifcben generös auf, al^S bie 2^^urme^fpi^en feinet ^a^ laftcö. ifeinen 53aum getDa'^rt unfer ^nge, baö erftamit biefe 9^iefenfc^pen jum erften WUU migt. 2)ie 3^ßtg!iefer njagt nd) nivtt auf biefe n^inbigen §)ü[)en, aud^ baö Seiben* unb 53ir!eugeftrü^|) bleibt jurücf, — fein 9tafenteppi(^ bietet bem ^uge ein freubigeö (Bxün, baö mitbleurf^teub bie ©rbe mit bem §)immet berfö^nt, — nur fa^Ie gelfen f($einen glei(^ 2:riumptfäu(en eiuer frühem ^dt, in iDetd^er ber Zab ber alleinige ijerrfd^er ber (Srbe toax unb nod^ ber frö^lid^e ßebeu^funfe uid;t auf il)r glühte, Ijerein ju ragen in bie Seit boü ßeben unb Öeftalten. (Sie fc^einen bem 5Birfen zinet ©ötter^anb, bie allenthalben organifdje gormen fc^afft unb aueftreut, ^o^n ju fpre(^en. Mein auc^ ^ier berfc^minbet ba6 Unl)eimlid;e unb Oebe gar balb, fo n?ie tüir eö nä^er unterfucben, — tute alleutl}alben, n)o e6 unö im 9^eiij^e ber 9^atur entgegentritt. Sßir gelangen ^u ben gelfenmaffen, bie in sal;llofen 2}Jengen eine 9^ie]enl;anb ^ier aufeinanber tprmte. — 8 — 3e na^er \Dtr fommen, um fo tnel^r Befrembet un6 i^r -^c* (orit «Statt beö bräunlicbgröuen garBentcne^, ber bem ®ra* ttit fonft eigen ift, (eud;tet un§ ein frifci^e^ (55rünge(5 entgegen. T)k gan^e ^nppe beö 53erge§ ift mit gtec^ten übeqogen! Iln3äl;tbave ^^znDpiaxe ber Sanb!artenf(ed;te (Leculea geo- graphica) Kammern fic^ fo feft an baö l;arte ©eftein, bag pc mit i^m l^erfd/motgen fdjjeinen, aU feien fie nur ber girni§, ben bie ©äulen unb ©aüerien beö ©einrgeö erriet* ten. enbcn. Sir finb ge^ipungcn ba§ ©teinftüil mit bem Geißel tom gclfen abzutrennen, menn voiv \m^ in i^ren S3cfi^ fe^en tcoüen. ©er freubigl^eÜgefärbte @rnnb beg glcd^tentagcrö ift mit mannigfacben fc^tDar^en fünften wnb lOinien bnrd;3ogen. ©ic b(eic()ere gärbnng anberer l^anb* großen gteden, bie fid; neben i^nen an bie SBanb be^ gel* fenö fcbmicgen, üerrät^ un§ if^r bö^re^ Alfter. Sic eine Äarte unferö ^jolitifcl^öietgertbeitten 33ater(anbeö, in ^unlbrucf ausgeführt, breitet fid^ bie getfenptatte Dor un^ aiiQ unb er* flärt ber g-Iec^te 3^amen. Sir ftiegen ton ber ^urturfaubfc^aft, t>on ber umarmen Cfbene, in n)eld;er Dbft, (^etrciDe unb Sein gebeizt, burc^ bie 9^egion ber Öanb* unb S^abef^ötaer l;erauf hi^ an bie ©rcngc beö organifd;en ßeben^, in^ dld<^ ber g(ed;ten (auc^ 3U (S^ren eines $fIan3enforf($erS r»Sa^(enbergS dldd)» ge* nannt.) "^uxd} unfere !^ritte aufgef(^euc^t fliegt pkpm'o eine ©dfineeammer auf. t[d)en gtrn unb (^letfc^er. ^[d^grane fret^fled^ten ((lyrophora polymor- pha, erosa, hyperborea etc.) n)ed;feln mit ber fein^ert^eit* ten, Bvaunfc^luar^en ^cvnf(ed)te (Cornicularia acicularis), baneben Breiten fic^ Öager bev, n)egen il;vev gärbung an ben bunfetn g(u§ ber Untenreit ma^nenben nnb nad; i^m benann* ten, ftt)gfc^en 2öanbf(e':^te (Parmelia stygia) au^, n^äl^renb am $oben 3nn[d;en ben 5BIi3(fen ftc^ nnent[id;c 9}iengcn ber tß(änbi[c^en (Sd^uppenflecbte (Cetraria islandica, baö foge* nannte t^tanbif^e 9}ioü§) gefammett I^^ben, tcn beffen bräun* (i^em f ctovit ba^ t^eilgeUnDet^e ber fein gefrciufetten Sad^* ]^oIber*Sd;u^penfIed)te (Cetraria juniperina) fe^r angenehm abftic^t. 9^5l}ren= unb S3ec^erflec^ten (Cladonia raiigiferina, pyxidata, uncialis, Paplllaria etc.) ftc^cn njei^beftäubt mit braunen ober U\tiid) fd)ar(ad?rotl}en Äöpfc^en rote ®e« bttbe einer fremben Seit auf ben 33criprüngen ber ©efteine unb l^ei^en unö iutOfommen im SRei^ ber glec^ten. — 10 — 1. Usiiea harbata. Hoffmann. Gemeine 5öartf(ed[)te. Parmelia barbata. Schar. P. oflicinarum. Wallr. Xie ^flanje ift nirfjt^ 5erti^]ei\ nid;t^, ba« in bemfet'^ Ben 3^^^^^"^"^^/ ^iß ftiiHi ber ^ln;ftaü, (änv]ere ^eit Im^ hnxd} üerl}arrete. Qu jebcni i^Iu^eiiblicfe fdjreitet i()re tpeitere ©nttDicfedm^-j üoruvnrt^, ober eiü erfolc^t, icenn blefelbe burc^ ungünfttge 33erl;ä(tuif|e munö.qlicf) gemad;t n)irb, bie 5(iif(ö== fung, bev Zot bcö ®eu>äc{}fcö. fiu^ bcm un[d)etnt^aren ^amcnforn er^e6t fic^ bei' ©tengcl, burd; eine innige 55er' fd)me(5ung \>on )RinH unb 'Diarf gebilbct. 1?te 9iinbenfd;icf)* ten fd)eiucn fic^ ab^uf^eben nnb ^u grünen blättern uniju^ formen. 3e l}üi)er am Stengel l;inanf bie;e(ben ftc^en, je älter unb geübter gemiffermaBen tie ^f(an^,e in i^rer 5trbeit trirb, je mel)r ber anffteigenbe 2aft motificirt unb d)emi|c^ beränbert ti>irb — um )o mannid^faltiger unb fünft(id;er tt?irb and? ber '^an ber einzelnen SDrgane. ©nbüd) n)irb mit et* ner äujjcrften .fraftanftrengnng, n:c(c^e ben einjcil^rigen (^e^ ti}äd)fen baö i'eben foftet, bie ?Jienge ber 5Mätter, w^ddjt in ©c^ranbenllnien am 3'^-''^ij]s entlang ftanbcn, bereinigt jur ftra()(enben ^(ütt?e. I^er grüne Mtl) ift bie letzte "IT^a^nung on ba^ frühere ^latt. i)k ^(ume erfc^eint in gleicher Seife mit it)rer garbenprad)t, i^rem ^ufte unb i^rem ^o* nigfeim an^ bem nnanfel}n(id}en ^.Mätterfranje berÜärt gebo^» reu, \vk ber (iebtid^e @d;metter(ing au§ ber unfc()eiubaren D^aupe, — ö^ie ber benfenbe 2)iann an^ bem fd;(afenben (Säugling. 3e n^eiter tüir un§ Bei 33etrac^tnng be^ ^cbenö einer etnjetnen l^flanje it)rer f{inbf)eit näf;ern, befto einfacher fin^« ben voix i^xcn ^an, befto geringer an ^ci^ i^re t^erfd^ieben* namigen S^^eite, befto einfad;er bie formen bcrfclben. Qn bemfelben ©rabe, in n^elc^em i()re Sormengcgenfät^e noi unan^gebitbet finb, finb aud) it)re d)emifd;en !!Öeftanbt:^ei(e fic^ ä^n(id). (Sine gleiche ©rfd;einnng Bietet fic^ un^, n^enn mx ba^ gefammte ^ftanjenreiii a(ö ein 3ufammenge^örige3 (Sandes Betrachten, alö ein Sefen, baö in feinen berfdj^iebe* -^ 11 -^ neu ^-nttpidf ehnty^^ftufen un6 ßleic^ieitig tcr ilTußen gelebt \% — fo une ja an bem btü^cutcn 9U^fenftraiicl;e aiic^ gleiii* zeitig mit ter rctbcii 53Iütt)e unb bcn golbnen etaiibgefägen bie grünen giebevbtätter fannnt bcn Haffen ^Nebenblättern unb ben ftad^Iiiten 3^^^'l^<^" an,^,ntreffen finb. ^a^ Ü^cic^ bcr ßrt^ptcgamen \\t, tcn biefem (l)cftcl)tepnnfte an^ angcfel;en/ hk t^iinberftnbe ber ^^fIan3en^?e(t. ^icr [ct)lummern nc(^_ bie ©baraftere, tk ficb fi^äter in f)cl?cren gamiücn tct)rcff ge* genübertreten, unb iwav um fc metjr, je jünger bie ^Stufe ber ©ntuMdtnng \\t, anf ber firb bie in 9;ebe ftebcnbe Ö^rnppe ber ®en)äd)fe bcfinbet. 23ei ben -Dioofen unb bei einer %h* t^tilnng ber ?cbermccfe trafen tinr ncd? bcutlid; ben @egen* fa^ 5mifd)en etengel unb ^IMattern auegebilbet, cbfri)cn ben leijtern ftetö ber, bcite trenncube, &\ü mangelte. Fossom- brouia piisilla, eine^ ber fleinern, fpcrabifd) bcrfcmmen* ben l^ebermcofe, ftc^t al^ Uebergang^form ta. ^^> bermag bie ^Kilter fanm gn beftinimtcn (i)eftalten ju fcnbern, unb bei ber jn?eiten ©rnpte ber Vebevmccfe ift Stengel unb iBIatt^^ fnbftan.:^ jn einem fcgenannten V^iubc rollftänbig i^erfdimclgen. 5l^ei ben j^-(ed)tcn fet^l't biefer ß)egenfatj in bem (^rabe, bag biefe "i|5panaenforfd.)er ebenfallx^ bie 5^enennnng »'?aub" (Thallus) für biefe SSerfd^meljung bon (Etenget unb Slott* maffe gebraud^cn. 'I)te gemeine 33artfled)te, bie un^ borliegt, bilbet mei« ften*^ an ben ^Stämmen nnb 3^^^^g^" ^^v SBalbbäume treig* iid; graue, ^ängenbe 33üfd}cl, bie au§ einer grcgen ^Inga^l runber (Stämmc^en befteben. (Sine 3)?enge feiner 3^^si'5t2in fte^en nac^ allen Seiten unb ge6en bem @an,^en ein eigen* tbümlid? meicbe^, unb burcb ibr magifd;e§ Itclcrit, ba§ bom SBatbe^bunfet fcnberbar abftid)t, ein — man möd^te fagen geifter^afteö ?Infe^en. 23iö fuglang l^ängen biefe 33ärte an günftigen J^ccalen bon ben gid)tenäftcn ^evah unb geigen fid^ in ibrer größten ©cbcn^eit, tt>enn fie, n)a3 freiliii) nid)t al- lenthalben ber gaÜ ift, an ben ©nben ibrer 3^^ciglein freiö^ runbe ©d)ilber entunrfeln, Cetebe bcn Sinfen, biö jur ^fen> niggröfee ficb auf^bilben. X)iefe ©d^ifbd^en ober ^Sc^üffelcben, n^elcbe bie 33otani!er alö Thalamium ober Apothecium begeic^nen, finb bie grud^torgane ber gled;te. ©igcntUc^e ~- 12 -. Sßurjeln, 33rätter, S3fütl}en, ^EtaitB^efäße unb ^tem^jel, fo \v>k nainxüd) eigent({d;e Samen bringt ba§ i^flän^d}cn nid;t l;eri)cr, ein üevjireigte^ €tämmd)cn unb gru^tfc^üfcer [inb bie einzigen (Srgcbnifie feiucö l'ebenö, (Sine 9J?enge ftra^== lenförmig gcfteUtcr ^^'(e[td)en f^n-cffen ^aufig tine f^ranfen ringö am üiante beei grud)t(agere unb i}erleii)cn biefen ba« burc^ eine entfernte '^el)nlid;!cit mit einer ^Mnme. 5luö bie* fem ©runbe nannte man biefe frnd}ttragenbe S«?rm and; tüo^I ffb(ü(;enbe" ^arlfled^te, Usiiea ilorida unb unter) d)ieb fie üou einigen anbern abiueid^enten gormen als @|.>ie(arr. (Sine, unfer ^^öartftcc^te i^ermanbte ^rt üsnea longissima 0)irb biö 14 gug lang. 2. Evernia prunasfri. Linne. 8c^Iel^en^(Strauc^fted^te. Sanbfte^te. Parmelia prunastri. Acharius. Sir berfu($ten »oripi ba§ Öaub (Tliallus) ber gre($* ten anjui'el^en oA^ eine innige i^erfd)me[5nng be^ €tenge(g unb bcr 45[attnia||e, aU eine 33or[tufe beider Organe, irelc^e noc^ nid}t i3ermDd)te, bie in ii}x rnl^enben (^cgenfa^c: ben, bie ien!rcd)te 9iid;tnng, bie 51^'e, barftellenben ©tamm unb bie, unter SBinfcIn alnueid;cnben unb aU gläd)en au^gebrei* teten 53(ätter, ton einanber gu trennen. 33ei bem 33crfü[n:en ber mannigfad;en g-Ie-i^tenfcrmen mil e^3 bem 23eobac^ter büufett, als tcären Beibe ^riu^ipe, bcibe (^runbibeen, mit einanber im Streite unb a(ß trüge einmal bei ber einen ^^rt baö ^eftreben, Stengel su bilben. Bei einer anbern "^Irt baö* jenige: ßaub l^eii^orjubringen, ben Sieg im ^ing!am)?fe ba* ton, — ober, ipenn Unr ein n^eniger tt;at!räftigeö ^i(b tüä§^ (en njoflen: al^ fei bie gamitie ber g(ed;ten ein Säugling, ber träumenb einmal bie §anb, ein anbermal ben gug ou3* ftredt unb ju Beiregen üerfud;t, o^ne einö Don Beiben gehörig Benu^en ju fönnen. (So verfallen fämmtlid^e gle(i)ten in 3^ücffi($t auf baö ©runbbeftreBen, tpelc^eö Bei ben ©attun* — 13 — gen fca*3 §errfd)enbe getrorfcen tft, tn ^ti?et größere '^lU^zU hingen, 1) in fDl(^e, ki benen bte glecbte in ©eftalt J^on ©ticlen, ©tämmc^en ober (Sanieren auitvitt, hei \lKl'^^v al\o ba^ Streben nac^ oben überroicgcnb ift, (centripetale) unb 2) in folcbe, bei toetd^en ba§ ^^cinb aU ein l^agerftamm hlatU artig ausgebreitet ift (centrifagale). &Jeti3cn ober |d;neit5en föir ben '^tengct einer 33artf{ed;te auC^einanber, fo toirb nic^t fetten ber eine ^Ttjeil beS abgeriffenen '^tiid§ bebt erfc^einen unb ein ent[pred;enb gro^e^ ftiel[i>rmige§ ^tiicfd^en an ber anbern ^pälfte fii^ befinten. 2Bir fei;en beutlic^, bag ber (Stenget aus jirei bcrfdiicbenartigen ^Dcaffen gebilbet ift: auö einer Ü^inbenfd)id)t unb einer 2Jiarf}d)id;t. ^eibe «Sc^idjjten finb hei ber 33artftecbte \yon einauber gefonbert, hei ber ^traud)fted;te t;ingcgen mit einanber innig bereint unb ge* genfeitig burd;freujt. 1)ie ^iubenfd)i4)t ift glcid;fi5rmig, im trocfnen ^^if^^^^be farblos, bagegen im f endeten etmaS grün* lief?. crl)ergel}enben ^(rt l}at biefe ^s^cdjtc ben Banbförmig aia^gebreiteten ^Stengel, ber auf bev Üiücffeite ettüa^ rntnig t>evtie[t ift, gemein, un(er|*(^eibet ]id} aber üon berfelBeu fcglei'd^ buvc^ bie mel^r buufefgraiie büftere S'ävbung unb bie tleinen ^d)üppd)en, mit beneii it)re Obevf(äd;e fo bebecft ift, ba^ e^ aue^fie^t, a(ö fei ba^ ©erocid)^ m.it feiner Äleie beftreut. T)ie Uuterfeite ift geiiü>f)niid? fd^iuärjüd; ge* färbt, bie ©nben ber ^^erjtreiguiigen bingegcn oft lid;ter. 3n feud;tem 3uftanbe er(}ält bav^ gan,^e ^^fiäi!5d;en ein grün* lic^eS '^lnfel;en. ^ie -grud;tfd;eiben finb une hd Evernia pruiiastri am öianbe ftel}enb unb 'oon berfelben rott^bräun* liefen gcirbung, fcmmeu aber nid)t baufig bor. ^ie beftäubte (Straucbf(ed)te liebt befcnber^ bie »Stämme ber .ttiefern unb l^ärc^enbäume unb ift bnrd) aik gieren unfern 23aterlanbe3 l^äufig berbreitet, jebcc^ finbet man fie, tüie burd?fd;nittlic^ bie mciften gled^ten, an feixen ^^ecalen, an benen baö ^id)t ungelyaibert ^i^^^'^^^ ^)^^^ i^^'^n fie aud; nid)t gerabe "om unmittelbax^n €^ennenftra^l bebarf. 3i" büftcrn ®d;atten beö SatDe^bi(fid)t fuc^t man umfenft nac^ einer -yuinnigfaU tigteit ben ^ftanjen anö biefer (i)rup|?e, tiuil^renb jene Orte bie §eimat^ ber öebermeefe finb. ^^(n^er bem lHd)ie fd;cint i^nen freie ßnft eni^üufd)t gu fein. 5^uftige minbige §)e* l^en finb ben il;nen fel;r geliebt, l;ier tüud)ern il)re gernien, meift tüenig teäblerifd), eft ebenfegern an ^^äumen unb eträu* c^ern, al^ an gelfenftüdcn unb an ber bleuen (5rbe. 5$er allem aber ift geud)tig!eit ibnen gu il)rem 3öad)^tl)um ein unentbc^rlid;e6 ^eburfnig. (8ebalb baö lebenfcrbernbe S53affer i^nen fel)lt, berfinten fie in einen 3"fl^"i'ib bes ^d^ein» tobö; bleid^ unb ftarr, ciele l)ed}ft fpröbe unb gerbrcc^lic^, fte^en fie bann in ber tredncn 3<-'^t. 9}ian ift berfud;t, fie für beÜftänbig abgefterbcn an^ufei^en. ^od) faum legt fid^ ein 9^ebel auf ben 'Ixn'g, ober ein i)kgenfd;aner fällt, fe ber- toaubett fid} baö ftarre tx)ei^graue, bvü<^ige 2anh in ein ge^ — 15 — f(I;meibt9e0, tüeic^e^ ^pn3d^en, fcaö in ben meiften gätlen; njie burd; 3^"^^^'^^ f^ft l>tö§itc^ freubtgßrüti gefärbt erfd^eüit iinb nun metter iräd;ft. Ser ben d:intruä bei3 üppigen, l>.e^agltd;en Dafein^, be^ pi;anta[tijd) träunieri|d;en 2i^eieug, tuie er im )Slüä) ber 8led;ten auf eine fo pd}ft eigentl}üm* ü(i)t Seife auegefprccben ift, in feiner gv^n^en Starte era* pfinben miU, ter madje ftd? unmittelbar nac^ einem, ineüeic^t mel^rtcigigen ütcgenfd;auer, auf ben iföeg. ilaum erfennt ber überrafd)te ^otanifer bicfelben ^^flanjcn nnetcr, tie nun ben SJu^brui frül}lid;er 3uß^'n^f^'M'd)e tragen, u\i(;venb fie tor* bem, g(eid; bürrcn |)alnien ober l^albDcrbcrrten 5:lättern, nne ßeidjen erfd)icnen. (Sie finb in fcld;em 3"f^^iJt»^s bem ißaume, an beffen "ScxU fie üppig mud;ern, eine ^J^^'be, -— njä^renb fie 3ur tretfnen_3eit un^ eine |)aul!rau!t?eit beffeU Km bünften. @ö ift ein oft n)iererl;olter 3rrtt)um, ba^ bie g(ec^ten ftetö an ber OJortfeite ber ^Viumftämme Dcrbcvr* fc^enb enttiMcfelt feien. Senn irgenb eine «Seite überl^aiipt betjur^ugt ift, fo ift e§ biejenige, n)eld;e ber öcrterrfd^euben 9?egen* nnb Sinbrid?tung prei^i^gegebcn ift. !l)er Sinti t^irft l^ier bie meiften Sporen an unb basS l^ier am reid)lid)ften anfdf)(agenbe "il^ife beförbevt f;ier ta^ üppigfte ©ebeiljen. ^ler im ieutoburger Saite ift tie Seft- mit 5icrbmeftfeite burc^? fd)nittlid> bie am meiften betuad^fene, bod? i^ariirt t'm aud^ toie(fad) nad; ber fpCjicKcn <}iid)tung ber S^l^äler uub umge* Knben ^^ergsüge. 4k Cornicularia aculeata. Ach. ©tec^enbc |)crnftec]^te. Cetraria aculeata. Fries. Sir finbcn biefe gtec^te mitunter auf (nfttgen SSergcö* rücfen, fo mie auf faubigen ^paiteftreden in fo(d)en i^'engen, bag ber S3oben baijon ftelfeniveife ganj betedt ift. Sie er- innert un^ an geanffe Sled)tenarten, ioeldje an ä^ulic^cn Scalen. iir ben vfirgifen-- Steppen auftreten, bei bürrem Setter — 18 — l\i nnmerffid^en ."päufdjen jufanimenf($rumpfen, nad? einem \Darmen )Hccicn aber fo aufquellen, tag btc (äiuföoBuer gtau* Ben, biefe ^^flau^eu, bic ftcUetiroeife beu iu^beu nun ^anbI)ocf; Bebecfcu, feien öom .V)tmine( gefallen^ ^anm bemerft man, bag bie .J^'^rnfled^te fid) am Iccfern v^anbboben bcfcftigt ^ 2 ^dii .Sjöije tDar* tet fic auf bie 9^it;ruu;5, tueld;e il^r ber nädjfte Otegen brin* gen n^irb, ol;ne fid) felbft SÖur^eln ^u btlben, um ba3 Bebürf* tige Saffer bcm ^oben gu cntncl^men» ©leid) einem äd)kn ü^ajarent liegt fie im (Sonnenfd^eiu unb f(el}t in ftoifd;er 9hit}e burd; il/r i3er|d)rnm])fte§ ^^nöfet/n baß 93(it(eib ber üor^ überjiel)enben 3Sc(!e an. 'Sie lebt, roie bie meiften gled^ten, nur bcm '^lugenbUd'e, genickt foglcid), n^a^? il;r bie ©egentuart unb ein günftiger 3"?^'^^^ bringt, c(;ne fic^ einen ?3orrat^ i3Dn 9laf)rung anzulegen, tüie e^3 üiele ber p(;;er crganifirten ^flan^en tbun. ^o tt^eilcn bie 9}iauerpfefferarten' (Sedum acre, se:;cn)giilare, rellexiim etc.) gleivl;e l^ccate mit i^r. ^ucl^ fie ftuD^nnr pericbifd; in bem galle, reid)Itd)e 52af;rnng ;;u finben, allein fie bene[)men fid; glcid? ben @af:mirtt)en in 53abecrten ober auf (;od)gelegenen, i^idbefnc(>ten fünften tDdfjrenb ber ^^abe- unb O^eifegeit. !4)ie Sebnmarten unb ^afteen ber ©anbebenen fangen bann in Unmafje baß Saf- fer ein unb fpcid)crn eß in i(;ren feilen auf. 3ebeß i^rer fleifdjigen ^^lätter ift eine 33orratl)§fammer. ^ie §aut, bei einigen faft (eberartig, tDebrt bem trodnen öuftftrom, ber fie umfpült, fie it^reß ^orrat^ß burd; 23erbnuftung ^n berauben. (So treiben fie, mt reid?e ^^erren, ber fd^timmen ^cit !Der g(ed;te, biefem ^H'oletarier im ^f(an3enreic^^e, WIU i^ingegen, nad)bem fie ebenfo fd;ne(l baß üerbrand)te, n?aß fie ieid;t er* lüarb, nic^tß toeiter übrig, a(ß, w>k jene ^cttentctten, bie ^aidant roegen i{;rer Sorglcfigfeit 3ur ÜJebe ftellte, gu fd;(afen. ^ie ©teuget unb ^^oeiglcin ber 5)ornf(ed;te erf (feinen Jnori^clig, n)ie üon einer (aürtcn 9iinbe überlegen. Slhiii^ fie befte()en auß ben eben berührten gn^ei ©deichten: ber 9?in« benfd^ici^t unb 3}tar!fd;td)t, bod; |}flegt bie auß (anggeftrecftcn gellen gcbilbete 93^irffd;id)t, bie ein aicrgartigcß, bertüor^ reneß ^Infc^n befitit, in ^cn altern Xljeilen bcß Stengeiß fo i?erfd;tDnnben gu fein, ba^ biefe Stellen ber ^flanje I;o^( — IT ^ cvfc^einen, ^n beit ^Ser^tueigungen finb bie (Stenget ^äupg flac^ gebrü(!t, viiiBerbem ^k unb bvi gviibig unb ftac^elig ge* fi'anjt. ©ie ^ru^t[cf)eibeu fommen feiten üor, beftnben fic^, tücnn eö bie g(ed;te biö 51: il^rer (Sntiincfelimg gebracht f^at, an ben @^^i'§en ber Stengel, finb üon gleicher garbe ö)ie bie übrigen Sf^eile ber ''l^fianjc, unb, äljixM) tüie bei ber S3artflec!;te, ringsum mit ftacl;elf|.n^igen granfen befefet. 5. Bryopogon jubatus. Linne. (S3emeine ?DKif;neuf(cd;te. 3}tocgbart. Corniculcaria Alectoria. Ach. Usnea jubata. Fries. Parmelia jubata. Schaer. ©e^en \inr bcn äft^etifd)em (Stanb|.ntnite bie ^^ntilie ber Steinten, unb infonber^eit ben 9}^co^^bart unb feine gorm* beriDanrten an, fo feblt e§ biefen ^f(an3en allerbing^ an eiuÄ: l;inreic^enten (^xö^t, bie erforberüi^ ift, um felbftftän« big einen beftimmten ©inbrucf ^eroorjubringen ober bielleid^t einem Makv jum Objette einer fd)önen ^arftednng bienen jn fönnen, aber fie fpiefen al§ @d;mu(f einer eigenen 5lrt eine befcnbere "dloik. Sir mcd;ten fie mit ben f(^maro^eu* ben @d)linggea\id;[en ber J^eigen ^mt in parallele fte&en. 'Dort im tropifcbcn Salbe, ber an6 I?unbert berfc^iebenen 33anmformen gebilbet ift, tüirbelt fid), n?ie eine bunte pfian* taftifd;e '^Irabe^fe, bie 3)tenge ber Dianen mit glü^enb ge* färbten 33(üt^en, rei^enben ©erüi^en unb faftüoüen 33(ättern em^jor. Ue^pig tüie ber geuerftral;! ber Xropenfonne ift l^ier ber (Sd;mud be6 ^aume§, ^uft at^met ber mächtige Safb, er öffnet fid) tine ein prad)too(Ier @aat ju einem adgemei« nen greubenbanfet, ju tüelcbem grellgefärbte ^apaget^en, $a*= rabief^i^ögel unb 'iPfauen a(ö reic^ gefi^müdte ®äfte erfc^ei* nen unb an u^dd;em aac^ ber farbige 3)ienfd? mit gtü^enben, ungezügelten !)3eibenfd>iften Zt)zii nimmt. Sie ganj anber3 erfc^eint bagegen ber ^aumfc^mud ber ncrbifi^en Sätber. (Bin (E-id;en*"ober iöuc^eniüalb, auö ^tüei, ^iji^^ftene brei ^aum* 2 — 18 — orten Befte^enb, fräftigc gelben mit ftarfen (Stämmen, tief» gefurchter 33ür!e mib fnorrigeu ^^leften. "Da^ bid;tDerfd;rän!te l^aubmerf gönnt laum einem fd;n)a(^en S)ämnierUd)te ben S)urd)gang, — unb t)ier im magifd^en §albbunfel ringS an ben ^^leften bie langen »eigen 53ärte ber gled;ten! &^ ift ein ^i(b, gu bem ein ernfter ©infiebtcr mit meland)cli|d;en JTobe^^ebanfen, ein ^^ilcf^^P^? iiiit S^ränmen über bte C^c* l^eimniffe ber ®ottl;eit unb baö unerforfd^lic^e 3enfeit^, — Beibe fetbft mit n)ei6en ct)rn)ürbigen Härten — üortreiflii^ fic^ eignen, ©ine (Sigentl;üm{id;teit ber 33artf(ed;te, meldte fie mit il^ren nic^t feiten hi^ 1 guß langen, üielfad; fein »erjn^eigten unb l;aarä^n(id)en tieften aU nnirbeüeriei^enben e erfdjeinen lägt, ift baö graun)ei§lic^e cber büftere Kolorit. Sir finb fo baran gett)ö^nt ^flanje unb grüne gärBung al§ unzertrennlich ju ictxa^kn, bag un§ bie licl^ten ^üfc^et ber gled;ten unn^iU* fürlid^ ju einer ^erfonifi^irung be^ 33aumgreifeö brängcn. greilid; mar bie (S)clegen^ett für bie glec^ten eine Hauptrolle in biefer ^ejie^ung ju fpielen in jener fentimentalen, fc^trer- mut^feligen ^dt, in ber man eö liebte, fic^ in büfteren, tu?^=' mnt^at^menben 53tlbern ju ergel;en unb auc^> ^u '5)arftellun* gen an^ bem ^flan^enreic^ am Öiebften abgeftorbene ober abfterbenbe 3?äume u. bergt. n?ä^ltc. ^eutigcö Xage^, wo man me^r ^tnn furo S^^atfraftige, ßeben0[rifd?e empfinbct, burften au^ bie 33ärte ber 33ciume fid; fo njenig einer gün- ftigen ^ufnal;me jn erfreuen ^aben, mie biejeuigcn ber il/tenfd;en. 3ur gruc^tbilbung bringt eö unfre ä)i\il;nenflcd)te fe[;r fettem T)it Sru(^tfc^)üffelcl)en finb fd^ioar^brann unb nn* geftielt. Oefter fallen un^ an il^ren 3^^ci.^]cn ti^eige gletfen auf, bie bon bem 33otani!er alö Soredien be^eidjnet loerben. 23ir fönnen fie bortäufig aU J^enuaubt mit ben 23rutgcücn im 2anht unb an ben 53(attf|}it|en ber Sebermoofe anfeilen; ^päitv tperben n?ir nod^matö näl;er auf fie jurüd'fommen. — 19 - 6. H a g e il i a C i I i a r i g. Eschweiler, befranste |)agenie. (2iel)e bte 5lbBi(bungen. Borrera ciliaris. Ach, Phjscia eil. D. C. Parmelia eil. Ach • T)a§ ÖauB ift bfattarttg, lappig äfttg, oBev^^atb ober am ^anbe faferi^. Sjie ^ruc^tfi^eiben finb am ©nbe ber S^^W mä^t feiten auSge^ilbct, auf Heineii (Stie(d;eu Befiiiblid), bvamifd)tDars, Haitlid) öcrei'ft, flaci;, mit aufveditcm ober meift iimgebcgeiicn, Ijäiifig ö-^fd;Iil^tge3äl;ntan, ^autraiite. ^ic ^agente 1)1 eine ber geri:ü(;nUd)ften g-cs^ten, tie gern an teu ^av^peln ber (5i)Quffeen itub SBeitenftämmen il)re afd?grauen ii5üfc(i($cn auf^Bveitet. Sotten irär miß über ben tunern ^^aii ber ^orrere ettpaö genauer be(ef;ren, ai-^ Voix e§ bei ber 33ari|[ed;te nnb ber ©üernie mit bloüein ^i'nge i?erfu'a;ten, \c bcbürfen trir baju unfern- 5[)ti!vü[!cpe^. öin ^afeid;en reiner £or! ticnt un§ aU Unterla.^c, nm ua§ ein gceign^tee *ipräparat jur Un- terfn^nng ^u beretten. (Sin fc^arfe^^ Siafirmeffer ift nnfcr ©d;neibeinftmnient. Sir I^alten nun ein geeignetev B^^^^ig- Iciii. ber 8cvre-:'e mit ber linfcn §anb feft, nad;tem lütr c§, njenn eö trc.I'cn roar, burd) ©inroeid^en in Saffer gcfd^mei^^ big gemad/t ^areu iint fdmeiben nun burd; eine mcl^>r 31^- I)enbe 2^en3egung bc^^ SJieffer^, ba§ n>ir gUglctd; burd; bcn f . -- ^ettc, ber gebevmcf|erf^it3e, bie Yoix m etxa^ Saffcr taud^teir, ober burd^ eine 92abel mit i^i^lgernem @riff, bringen ü?ir bi> jenigen '^d}cibd;cn, n:»eld^e mi^ am gelungenften, b. H). am bünuften unb ni-i^t ^erriffen crfif/einen, auf ein ^treifd;cn ^eßeö unb mögUc^ bannet @Ia3. 92ad;bem nur unfer ^t* frcjfop fo rii^teten, ta^ fein (S|>tege( Ire möglich ba§ ^id}t einer ureigen Sol!e ^ur 3?cleudbtung bcö @egenftanbe§ refle^ tirt, fd}ieben irir ba^ @raötäfe(<^en mit ben gtec^tenfc^nitt'' d)en auf ben Objoftträger be6 2?ergrcgerimg'^glafe^ unb bringen baffe(be burd; bic ©tettfc^rvrube in tic gelj.crige Tiät^t - 20 — ju beut ^cgenftanbe imfcver 33eo6ad;{inig. T^'ag tüix ftet^ inngctef}rteö 'J?ecl;tö iinb ^^iufS becbadjten muffen, voenn tinr benfclben buvd; ^-Scl;icben bcö (^lviotäfeld;en0 in bie ridjttße Sage bringen lüollcn, gewöl^nt ftd) bnvd) einige "öofd;äftigung bamit, fef;r ha\t) an. (Sbenfo lüerben tDir burd) fornüät/veU'^ beö (Steüen beö(^lafe^ ti)äl)renb bc^S ^Sel^enö bteSormen ber etma gebogenen gtac^en berf eigen lernen. T)a baö 15iifroffo|> itämlid; nnr ba§ iebe finb fd;ou i;in- reid;enb, ben (^egenftanb unftd)tbar 3U mad;cn. ^0 bünn jm§ ba()er and) ein 5'(ed}tenfd)nittd)eu mit Mosern 5(uge erfd;eiut, fo muffen roir bod; iMedeid;t bie Stellung bc6 (^la* feö ju i^m i^eränberu, mcnn n)ir jel^t bie Oberfeite unb bann bie Unterfeite be§ burd}fid;tigen ^d;eibd)eni^ befd;aneu tvoHcn. 9^ur burc^fid;tige ^^artieu n\U;(en \mx gur UnterfudHUig. Sßir finben ba§ !!;?aub ber g(e^tte au§ einer imvH^tigen 93ienge feiner fabenformigen 3enen (3eilenfdben) beftel^eub, U\-i^renb bie 3^tien beö Sebermoo^btatteö met)r ober n^enigcr rnnblid; ober vunblic^ fec^Sedig crfd^cineu. -3n g(eid;er Seife befte* ]^eu auc^ bie grud)torgaue ber g(ed)ten aii^ einer .^lolonie terjtDeigter ^^^^^f^"^^^"/ tcxzn ©nb^ellen an befiimmten Or* ten (ben ^(potfjecien) bie fogenannten ^Saftfäben (^]3i-irapi;i)fen) unb (Sporen fd;tänd;e bitben. ^iefe ©aftfäben unb Sporen* fd^täud^e [teilen fen!red;t auf ber gtäc^e beö grud;tteüerd;enö iiub btiben baffelbe burc^ it^re enge Bereinigung. T. R am all na fraxinea. Hoffmann. ©•fc^e'n*3^i'^stgf(ed;te. ^ftflccl;tc. PtiriRelia fraxinea. Schaer. t)k 5(ftfled^te tljcilt mit ber ,§agenie beu ^tanbort au — 21 — ©tamn'en ber ^^a^^^eln, (Stdbcn itnb anbrer 55äume. Ql]t unterer ZI^qU bient i()r nur atß Wdtki gur ^n^eftung, fei* ne^ipcgö etiiHi c\U Surgel, um '^^it;rung an^3 bem ^aume gu fangen. iDian ^pcgt bec^I6 and) biefeit Zfjtii mit bem i)2amen »^'^^agel" ju begeid^nen. Senn tuir bie 53aumf(ed^ten bor(;in mit ben (^d)Unc5ge\räd)fen unb '2d)marct3ern ber S^rcpen in ^araÜete [teilten, fo gefc^al^ bie^ nur ton äftBe* tifd)€m, leineeroeg^ aber i>cn ^panjenp^^fietcc^ifc^em (^tanb* fünfte au'{^. 3^'"^ ii^|>igcn ^\irafiten ber l>eiBen ^om ent* tDidetn bei aller (Si^cntieit l^änfig einen ß^aractei', toeld^ev fie alö ©cncffen ber (Silargcn unb gvc^en ^a^enarten er* fd)tiuen la^t. 9lid)t allein ffnb iljre feäfte oftmat^ für ben 2}?enfc^en töbtlic^ ober voenigftcn^ fd)nier3brin9enb, bie '^^flanjeu fclbft leben and) meiften^^ fc üp-pic^ unb t>crfd)U^enberif^ tcn ber D^a^rnng, u^eld)e ber 'etanim, auf bem fie fic^ außcfiebclt l^aben, ilinen ^ufiit^rt, baß le^terer erfd;opft unb entfraftet ab* ftirbt. (Sie Qaimx \{)m ben 3^cb für baö ^eben, trelc^cö er il^nen fi^enbete unb ein^ bicfer 'Sd;marc^ergetDäd)fe ^at beß* l^alb i)cn ben 33en}cl)nern Sübamerüa^ ben Flamen: "ber 3}törberfd)linßer, (Sipo^ 5[)?atabcr'% erhalten. — ©anj anbcrö l^ingegen cer^alten fid) bie S'^^d)ten. (Sie (eben uid)t bon ber (Snate iiprer Unterlage, fmb falfd)e ^arafiten; bat;er finben trir aud; nid^t feiten biefelbe gled)tenart an (Steinen ober geffenu^änben, an 53rettern)er! unb ^fäi)len, n^elc^e lr>ir fcnft nur an ^aun. flammen anzutreffen gen)i>^nt trareu. SDbfd)cn bie glediten fic^ nicht unmittelbar üon bem (Safte ber 33änme, an n:elcben fie n?ad}fen, ernähren, üben fie bcc^ auf le^tcre einen gröBern ober geringem ©influg au^. (Sie faugen, vok bereite ern.>äl)nt, auö ber feud)ten ^Itmofpbäre geud;tig!eit an fiit, ber^inbern beim Üxegen ba^ {lerabriefeln unb fd}nelle 53crbunften be^ Saffer^ unb beförbern fo all* mälig bie gäulniB ber 33aumrinbe. 2)can )}flegt beß^alb bie (Stämme ber Obftbaume alle brci Qal^re abzufragen. 33e* fonberg ift le^tereß bei §Ipfelbänmcn ocrtl^eill;aft, ba bie O^ince berfelben fel?r jum 51ufrei6en neigt. 3)a^ 2üüh ber 5Ififlec()te ift f(ad;, bei borliegenber ^rt nid^t feiten am ©runbe bi^ 1 ^^^11 breit, in tiele groge, bi5 8 ^oU (ange 2appm sert^eilt. ®ie beiben Seiten finb gleich* - 22 — mciBig graitv]rüi!(id^ ober ti>e{6{ic^(5ran gefärBt. Tlan I^emevft auf i(}nen fd;tDacp3ruInAC '-Berttefungen. Sie gruc()t[c^i(bd)en ergeben fid? an ben Seiten bc§ l^iubeö c;etp5t)nH'.i) tu retit)^ ltd;er ^^In^ja^I. 9^in.q?iim ift ein fotd^eö grud;tfd;ilbd;en mit einem etiDavS l^eröorrageuDem ^lanbe, auö !i^aiib[ubftan,5 ge* bilbet, umgeben. 33etrad)ten mx guuäd}[t mit bcr l'upe bie £)I)erf{ai)e chic^ fcld;en ^^ellerd^eu^, fo erfc^)cint un^ baffelSe mit einer großen 5!n3a()l fc^icarjer $ün!td)en befäet. i)iefe ^>uu!te finb bie Oeffnungen ber @porenfd;länc^e (Asci.) 1)urd; einen t»or]'id?tig gemad)ten Onerfc^nitt, ber unö eine bünne ^dnä^t üon ber £)bevf(äd)e be^ gruri)tlager!S abtrennt erljalteu roir ein V'^fKnbesi Präparat furo 2)äfroffop. (Sie^e Figur 3.) 33ci einer 400fad)en CineartergroBerung erfc^ei»« neu nn^ biefe Ocffnungen aufet;nli.t grcg, mit 1 bis 3 9^in= gen umgeben Fig. 3, c. @ie [teilen faft fomeit t)on ein* anber entfernt, ai§ i.^r eigener ^urd)meffer beträgt unb ber ^^i^'ifd^'uraum, ber fie trennt, ift mit einer großen ^^tn^vil}!, im ;^erl;äItniB ^u il)nen, fcbr fleiner runber Öcd;er gejcid>uet. ^ie^ finb bie £luerburv-tifd;nitte ber fogenannten «Sciftfäbeu (^avapi)l)fen). Fig. 3, d. ^er "iJluj^enranb ber (Sporen- fd;(äucbe ge^)t in ^eine ii^eic^ere, !(cifterä^nlid)e 9}?affe über, trelc^e 'Sporenfcbtäud^e unb ©aftfaben umgiebt. ^ir tr)ät}leu nun ein ^meite^ grud;tfd?üffetd)en, n)e(d;eö ti'ir eine geittang im Saffer eingen^eid^t t^atten, unb mad;en eine ^n^al;! feiner i^ängöburc^fc^nitte, b. ^. bou feiner Ober- pc^e nac^ unten. (Bkl)c Fig 2, iF unb Fig. 4. ^Die jar* tefteu fud;en tüir mit ber l^upe an^ unb bringen fie unter baci ^JJiüroffcp. 5ßir t)aben je^t biefelben Organe tu ber if-d^en beuen fleine, grüngefärbte 5l'ügel= c^en liegen (Fig. 4, e). ^ie 3^Wenfäben finb tüciBÜrf^bell, burd;fic^tig, je me^r entmidelter, b. ^. je breiter fie finb, befto me^r finb fie aud; berfloc^teu unb jufammengebrängt. 33efonberS finb fie am ''Jlanu beö g(ed;ten(agerö fo jufam* mengefd)lungcn, baj3 man (;ier fic^ fd;irierig bcn ber deftalt bcr ein3elnen ^^U^ ein beutlid;e^ 33itb machen !anu. 1)ic — 23 — terfd^iebenen ^rabe bcr ®t($ttg!eit, tüeldBe ftattfinben, ftetten fc()ein6ar terfc^iebene ©c^ic^ten beö gfecötentaubeö bar. i)a iüo fic^ ein grui^tteKer entlüirfett, brängen fic^ bte ^eU^n* fäben Befonberö eng an etnanber (Fig. 4, d), fobag baburd^ ber ßängi^Durc^fc^nitt beö grnd;t(agerö gart liniirt erfd;eint. Sin ter redeten (Seite unferö (2«^n ittftücf c^enS (Fig. 4, d') finb burd^ ben '^djxiitt einige ä^'ttenfäben bon ben üBrigcit losgetrennt tDcrben. ©te geigen [id^ anö einer ^dlje !(eine- rer langgeftred'ter 3^^ gufammengefe^t unb ^aBen babnrd^ ein geglteberte^^ Slnfe^n eri)a(ten. !5)ie Slrt unb Seife, in n)elrf)er biefc (anggeftredten 3^^^^^^/ ^^^ ntan @aftfäben (Pa- raphysen) gu nennen pflegt, vereinigt ^a6en, Befttmmt bie ©eftatt bcö ^'rud)tte((erd;enS. 3ebenfa(I§ ^errfi^en Bei il}rer Stnorbnung cbenfo ®e[c^e, toie bcrg(eid^en Bei ber (Stellung ber 53(üt^enB(ättcr l^öf)er organifirter ^^flan^en borI;anben finb. 3ölr fönnten ba§ grncBttellerc^en einer gled)te mit vzx S3(üt§e einer ©onnenrcfe ober einer ©iftel in 5i3erg(ei(^nng fteKen. ^ei (efeterer [te^en innerhalb ber S3Iüt^e, auf bem fogenannten S8(ütt)enBoben eine grofee ^^enge bürrer ^^tätt^« c^en, bie fogenannten SprenBlätt^^en. e(cBe immer Heiner unb fleiner njirb unb enb(ic^ im 3)citte(punfte aufi^ört. 3^M'c^fn biefen ©preuBtättd;en cr^ geugen fic^ bie grüd)te. (So Bilben fic^ aud^ im gruc^tlagev ber glec^te gtoifd^cn ben (Saftfaben bie grudf)t5et(en ober 'Bpo^ renf(f)(äudf)e, n?e(c^e toir Bei ber näd^ftfolgenben (S^egieö un3 genauer anfef^en ii^oüen. galten u?ir ben 5Serg(eid^ be« '^rud)tteKerd)enö mit einer gnfamm*engefe|ten S3Iüt^e feft, fo toürben, ba jene (S^reuB(ättd?en umgeänberte 53iätter ber T)iftei finb, bie (Saftfäben ber gtec^ten ein 33erfud^ biefer ^flange fein, 33(ätter gu Bilben, tüetd^e in faum gä^tBarer ?Oieuge DiedeicBt aud^ in einer Spirallinie gefteüt finb unb in beren Sinfeln fid^ bie eigfled^te unb 5n?ifd)en bie« fen ©aftfäben lüüvben n>ir bei einem geifungenen SängC^burd)* fd;nitte ebenfaÜ^ jene fd)on ern)äl)nten ^porenfd)[äud}e fin* ben. !Diefe (Sporenfd)Iäuc^e entmideln fid) auf eine ätnlid^e Sßeife on§ ben (Saftfäben, n.ne bei ber &iofe fid; bie gelben ^Staubgefäße au^ ben retten 33IütI)cnb(ättcrn, unb biefe aw^ ben grünen iield/blattern bilben, b. l). burd) eine fortfd^rei* tenbe ^2luöbi(buug ber einen, gu ©runbe licgenben, gcrm. Die te ba^, maö für ben ^Ipfelbaum ber ?{pfelfern ift. ß*ine fotd)e «Spore beftcl;t anfängtid) au^ ei* nem einzigen SB(äöd;en, fpäter tl^eilt fid; ber in biefer 3e((c toor'^anbene ^eß^n'fei'« "t^fe eö Bitbet fici^ nun eine Doppel* fpore. Sal^rfd^einüd^ finbet aud; eine ^§eilung beö ^rimor* bia(fc^(aud)eö ftatt. Die ^itbung ber Sporen gefd)ie:^t nid^t immer glei^jeitig, man finbet alte unb junge Sporen neben* cinanber in ein unb bemfelben S^laud^e in ben berfc()icbenen ©tufen i^rer ©ntmicfelung. — 2e5 — ^ie (Saftfäben fterkn an tl^ren cl^evn ^nben aB unb »erteilen l)ierturd; bem gviiditlager eine bunlcle ^ävBitng. ©^ fci}eint 31t ,qleid)er 3^^* eine Umlnlbiiug ber (Saftfäben in ^^ol^bilbenbe ^iibüaiij (Xylogeii) ftatt 511 finbeii. T)k reifen !5)o^^^el]pDren bei'il^en eine branngefärbte fönticnla, au* gerbem fiteint bie ^Otutter^^elle, in ber fid} beibe ^cd^terjel* len bübcten, ntd;t üoüftänbig i^erfdwnnben jn fein. 4)ie Beiben ^dUn in ihr finb bvi, n^c fid) i[;re gläd;en berühren, mit einem beutUd;en ^]3orenfana( üerfe(;en. 9. Cetraria isla n die a. Linn^. 3=^ränbifd;e ©^nppenfled^te. 5Qtooöf(ed;te. ^ß^^Jtt 5?efud)er beg ^rcdcnS cbcr ber 9ticfenfo^^e ftnb iDol;( bie 'Dtengen tcn biefem fcgenannten rfii?länbijd)en ^locfe" anfßefaüen, ti>e(d)e an bicfen unb äi)nlid)en l^ocaleu ben 53oben i;anbf?cd) bcbeden. ^^brbeooU famnicln eö örmc ®ebtrgebemcl}ner in fcld^cn Quantitäten, baß ber ßentner bauen in ijtrfdjberg mit nur 20 Silbergrcfd^en t^erfauft iDirb. (gelbft bie mäßigen §öl)en !3)cntfd;Ianbö enttjalten getDÖ^nlid) einige Heinere Reifen biefer gefud}tcn 8(ed)te. @cgar auf ben niebern i^ügeln an ben Ufern ber (Baak Jtt>ifd;en 9^aumburg unb sleißenfel^ traf xd) fie nid)t fetten. ©^ erbeut awQ biefen n^eniaen ^2lnbentungen, t>a^ biefe^ ©e* toä(^^ nidit auf bie Umgebung be§ §efta, auf bie unmirtf?* Baren ©eftabe 3^^Ianb§ befd>rän!t ift, tine man an^ feinem S^amen fd)Iiegen mi3d)te. greilid; erreid)t fie auf biefer 3n* fei bie grcBte 3?ebentung für bie ©^nften;^ ber 9}ienfd)en, benn l^ter, too hti bem furgen (Sommer bie niebrigfte^cnbe (Sonne nid)t bermag, bie brotgebenben 5Ie^ren unferer ©e* treibearten ju reifen, bient bie§ unfcbeinbare braune ^^pn^* c^en ^unberten »on 2Jienfd)en a(ö §auptna^rung^mittet. ^ie ßetrarie ent:^ä(t ymax einen bittern (Stoff (93?oo^bitter, Ce- trarin), biefer Ici^t fid^ aber burcf) eine fd^tr-ad^e ^uflöfnng »cn ^ottafd^e cber burc^ ilo($en in Saffev entfernen, ^ei ~ 2G — unö ift e§ bte einzige i^ieä:)tt, miM iijxe 'Bkltimo, ' in bcr ^trjneüuube nod; bef)auptet (;vit, iint) bie in feiner 5Ipot^e!c unb Ä'räuterf)anb(nng fef^It. ©ie tutvb befonber^ Bei Zungen* leiten ange^uenbet nnb n^ivft cinc^^ %{)^\{^ burc^ ben bitiern @toff, ben man burc^ ^eij^e^ 2ßvi[[er anei^ie^t, anbernt^ei(5 öerorbnet fie ber %xii a(^3 (haderte (®e(ee), bie mit '^w^tx terfüßt n^irb, bem (^enefenben a[.3 ein milbeö unb ftärlenbeö 9^al:)rnnc^gmitteL 1)aö i^iub ber ß^etraYte üitbet !(etne 33üfd)cf)en, beren 3tt>eiv]e fiel) aufrecht tom 33i:ben crf)e6en. (S^ ift in üiele Sapl^en ,^evt[)ei(t, tocld^e blattartig flad; erfi^einen, Don !nor* ipeüger 53cici)aifcnl)cit nnb i)cn graugrüner nnb ctiüenfarbiger Big faftanienbrauner gvi^'^nng finb. ^m ©rnnbe ift bie g-(ec{)te meißüd). oft and; btntbrotl). ^ie ^a^^-^en finb i)on i^erfd)iebener 33rette, rtnnenfornüg, weiß gqäf;ne(t ober fein- bornig geanntpert, bie frnd^tbaren nad; i>orn ertt)eitert. !Die grnd)tfd)eiben finb fd)üffelfürmtg, fd)ief an ben 9ianb be^ Sanbeö angeiDad^fen, mit einem ert)abenen, zi'':^^-\^ einwärts gebogenen, mt^ertf/eiitcn Saubranbe t>erfc^cn unb faftanienbraun gefärbt. 10. Sticta pulmonaria. Acharius. ©emeine Snngenf (ec^te. Lobaria pulmonaria. Hoffiu. T)ie im Herbarium gegebenen (S^cm^larc ber Snngen* fted^te ftammen an^ ber "ki^z Don 1)etmoIb. 1)er 35erg, auf beffen ®{^>fet man baö tt;nrmä[)nltd)e ^cnfmat ^nr Erinnerung an bie 9ti)merfd)(ad;t, biefe^ ^Sinnbiit) beutfd)er Einheit errichtet l)at, beffen §anpt^icrbe, bie '^ilbfäute be^S Se* freier^ ^ermann, (eiber nod) nid?t anfgefteüt ift, ba, n?ie man fagt, bie au6 @rj gegoffenen Sirme gefto^ten fein foHen — biefer Serg ift mit mäjtigem bid)tem Sa(be bebc(ft. §anptfäd;(ic§ ift e^ bie (gic^e, bie in fd^önen fräftigen ©^emplaren ben größten !X(;ci( be§ (^ipfet^ frönt. 5ln biefen alten unb b^!^ jugenblic^ frifc^en Stämmen f^angcu fugiang bie au^ge* — 27 — Breiteten $ager ber \?ui!genf(ed;te imb geu^ä^ren buv($ \i}x ^'clorit, ba§ Bei feuci^tcm Sßettcr fveubiggrün erf($eint, bem ©an^en einen eigent^ümüc^en ©i^mucf. 3n\ txodiKU 3^* ftanbe erfit>eint 'ük £^nngenf(ed;te Bräunlicf; unb lebevartig*, i()r i^auB ift tief6ud}tig ge(ap|jt, nel^förmig ^]ruBig, unterfeits Bnf- iclig, hh^ rcftfarbiß filzig, mit roei^en ftaubtgen gteden. ©ie Öai?pen [inb i^erlcingert, getrennt, ftumpf nnb ani^geran«* bet. S)te grnd;t|c^i{bd;en ftet^en am 3^anbe unb finb üon Brauner gavBe. Ueber ba^ rät^fe(t)afte 5ß}ed)[e(n ber gärBung, ba^ un§ fd;cn Bei einigen gted^ten aufgefallen ift, unb ivoburc^ biefe ^J^flan^en ein ba6 n.uinber[id)e (Si;amä(ecn mal)nen, giebt un§ eine mi!rü|fo|3i[d;e Unterfui^ung ben Beften '^luffc()(u^. Sßir fertigen un^ einen l^äng^5fd;nitt, ät;ntii; bem Fig. 4. aBge* Bitceten. 'Die oBere 9ianbfd)id)t irirb, rcie Bereitt^ eru>äl}nt, auig bic^t jufammengebrängtcn, fabenförmigen ^QÜen gebil- bet, me(d)e tielfad) in einanber ber|d;(ringen unb ber^meigt finb. 3n ber SDiitte be^ ^d;uittd)enö fcillt unf^ bie filber^ t;elle, fd)immernbe gärbung auf, bie eine golge bcn ber gro* 6en T)urd)iid;iigfeit ber befeud}teten ^tikn mib bor jmifd/en i[)nen entl;aitenen ?uft ift. ©6 ift I/ier ba§ ^dkxiQexüd^c ml loderer, n^äbrenb e^ nac^ unten in tineber bid;ter mirb. 3*t>ifd7en ben fcirbtcfen 3eüenfäben, u?e(d)e ben ^i^uptbeftanb* tt^eit bei? gtec^tenlager^ auc^mac^en unb trefc^e nur burd; i^re 2}?enge im troduen 3^^fi^i^^^ ^^^* }^kcW ein graust ober Braune^ ^tnfel;u bertei^en, finben mir, Befouberö in ben WiU tef))arti;ien eine groJ3e ^^(ngal^t fteiner runber ^zUen (Fig. 4, e.) bie burc^ it^rc grüne gärBung fogIcicB auffalten. ^Sie Bilben fid> ix>a[)rfc^eintid) au^ ben 3cÜfi^f^^^i^ ^urcf) 5(bfc6nürung unb entl;aiten 33(attgrün, (Chloropliyll), biefelBe ©uBftan^, tüel^ie ben ^(ättern ber 2Jicofe unb ber I)ö^eren ^^ftan^en ein grünet ^(nfe^en berleit^t. '3)ie 53ctanifer pflegen bie ©{;(oropl)i^(l5eIIen ber g(ed)ten auc^ unter ben 9tamen ©o«- nibien ober 33rut^ellen a(ö fotc^e ^äkn gu Begeid^nen, toelc^e fä()ig finb, au^geftreut ^u n?erben unb bie g[ed)te fort^u^flan* ^en, in äl}n(id;er ^eife n)ie eö Bei ben SeBermoofen burc^ bie f eimBrut^ellen Bemerfftelligt trirb. (ScBatb bie glec^te feud;t Ä>irb, fi^iDeüeu bie 3'''^if^i^f^'^^'^n ber oBern 'Sc^id;tcn ^ 28 - ijom SQSaffcr auf itnb zx^aikn einen :^ot:)en ®rab üon T)nxä}* fid;t{öfeit. ©aö ^(uge bc^ 33ecbad)tevg gen?al?rt I}intev i()nen bie grünen ©cnitien. T)ci fie aber megen ihrer ^Ieinl?eit uns o^ne ftärfere SSergregcrnng nidit einzeln n)al}rnel}nibar finb, fo erfd/eiut unö bie fend)te gled}te gleid;förmig grün. S3erbunftet nun ba^ einöefaugte 9^ig tineber, n?ae bei ber i^'kd}te ebeufo fd)ncö öe[d;iet;t, al^ fie eC^ anfnininit, — fo öerlieren bie oberen 3'^'üenfd}id)ten in g(eid}em ©rabe ibrc Unburd)[id;t[gfeit, bie grünen ^Qlkn n^crben je nieljr nnb Itie^r nn[id;tbar nnb na'c^ einiger ^dt liegt bie gted}te tüie=' ber gran nnb nnanfcl;nlid; bor un^, in i^ren frül)ern ^d;ein* tobt jurüdocrfnnf'en. 3^a nn^ nid;t ieber ^Sc^jritt, ben ti>ir bel)nfö ber 5Be* trac^tnng be§ innern ^aneö bnrd) bie ^nbftanj t>er gtecbte borne^men, gteii^ gnt gelingt, fo Hegt nnö baran, einen fol^« ($en, ber befonber^3' fd;ön nnb bclebrenb gerattjen i)t, fo auf« juben^aljren, ta]^ mx il]n jeber ^nt n^ieber unter beni i^er-^ größernng^glafe betrachten fonncn. 3Bir i^erfd/affen unö ^u biefem 3vi-^cde einen ^crrat^ uon @{at^ftreifd)en l^on dv^a 1 ^oü "(o^er ti>eniger) ^Breite nnb 2 3«^^^ ?änge. Sir wli^^ len befonben^ bünneö nnb ^eüc^i (BUt^, Um bie (Snben bie* fer ©(a^ftretfcn legen lüir mit ©ummiarabicum einen 9ianb. T)k Stärfe be^^ ^apierö rid^tet [id; nac^ ber ^tcirt'e beö ®e* genftanbei.% ber aufben^al^rt luerbcn foH. %{u\ eineö biefer ©la^'ftüdd^en bringen mir ben (et^tern nnb geben it)m bie geeignete 5ÜK^.breitnng nnb ^ao,c. i^obann betu^^fcn trir x^n ein ujcnig mit einer ööfnng ton St^torcalcinm. ©^ ift bie« fe§ ein ^at^, ba§ febr begierig bie g'end)tigfcit au§ ber 5Itmofp^äre an fid; jiet^t, bat;er fd;on h^i etuni^ fend;ter ?nft ^erfließt nnb ben anfjnbeUHi^renten (^egenftanb fortu\i£)renb fendit er()a(t. 9Jad}bem n.nr nnö noc^mal^ burcf; baö 93ii* froffop Don ber rid;tigen ^age be§ ©cgcnftanbeö überzeugt l?aben, bcftreid)en wix bie ^apierftrcifen am @nbe mit ©nmmi itnb becfen ein ju^eiteö ®[ai^ftreifd)en alö X)e(fg(a^ baranf. 5Dnrd) barnmgeflebte^ ^^a^^ier öerbinben unr beibe am @nbc unb bemerfen nn^ antuen baranf ben ^^^amen beö anfbetua^r* ten ©cgenftanbeö. ®ö crtrvid;ft nn^ auf biefe Sßeife eine Sammlung \>on niitroffopifi^en $rä).Huaten, tüctc^e für baö — 29 — (Stubium ber ^lucitcmie uub ^^vfioloßie ber ©etcäc^fe ijon größter 3;iMd)tl]!eit i[t. 1)te i^ungeufleitte i^ercanft i[)ren 9luiiien if^rer früheren 5(nti?enbitng. 3n ^anlvoDiiio Äräuter- unb @en)äd;ebuc^, ^ölii an ber ©pree 1673, l^eij^t e6 ücu i^r: uQit ein gut äöimbhaut, Reitet imb tieftet bie Suncen: fürnet^müd; aber ift e^ gut für Öiingcn^i^e|d;trür, ftiüet baö ^Blütfpeien, u. f. tt>." |)eut '^u Xage finbet fle in ber •Dtebl3in feine Slntücnbung iTiei;r. 11. Parmelia parietiiia. Linne. Gemeine ©d;i(bfled)te. (Sa ift bie0 bieüelc()t biejenige }^kd)tQ, tvdd}t burd^ i^x freubiggetbe^^, mitunter pcmeranjenfarbige^ Kolorit unö faft auf jeK^m "^u^n^ange in^ greie an ben i^äumen (befonberö ^apipetn) ber (Si)anf|ee, an ^rettcrii?änbeu, ^n'^f)^^"/ Steinen*) unb gelfen fcglcid; in bie v'tngen fäüt unb über beren 9ta* nten tinr ntd;t einen 5(ugenb(icf im 3^^stfe( fein !önnen, fo" balt> tDir fie nur einmal angefd;aut l;aben. Da fie an ben mannid)taltigftcn Öocaten auftritt, fo jeigt fie aucf) fel^r '^a^U reiche ^^eränbcrungen, bie (^auptfäd^ticft burc^ bie berfd;iebe- jien ©rabe ber geud)tigfeit unb bees \^iv{)teö t;erbeigefü^rt tuerben. Qhx Öaub ift breittappig ober fd)Uppig, meift rofet^ ic^Ii cf)er ?3ienge bort;anben. ^ie finb l^äufig pomeranjenfarbig unb lieben fic^ gelben bort^eitt^aft bon bem l^eUeren Unter* grunbe ab. t(uc^ bie gemeine 2Banbf(ec^te empfal^l man e^ebem alö ^Ir^netmirtet gegen ba§ falie gieber. ^i^^er ^abcn voix un^ junäd^ft bie äußeren formen ber gtec^ten, fo vok i^re Organe oorgefüf;rt, bann unö bon bem ümern 23au berfelben ein 53i(t) ^u i:erfd;a|fen gefuc^t, u;ir *) ©et Stra^öuracc SOlün.lcr i\t bur^ jie gan^ttc^ ocraotbct. - 30 — tocrfud^en bie d^enüfvf^en ^eftanbtl)et(e berfetSeti itnö beutllc^ gu malten, fo tx)eit e^ iin§ mögüd; tft. T)k \^Ud}tz tDirb, tote m ßaub* unb ein Scbcrmoo^, f)auptfäd;Ud; auö bcn 4 focjenaiinten crc5an{frf)en 2?cftanbt(;e!(en : (Saiierftoff, ^offcr^ ftoffr <:^ct)Ienftoff unb ^tidftcff gebilbet, ucid;e turd)- ihre t)erfd;iebencn S^eveinißUiigetDcifeu ter{d)tebene 'eiiüftaiijen 6t(ben. ©te 3 erften ber genannten (Stoffe ftcllcn bieilol;* lenl)i?brate, atle 4 bie -protetnßertMnbungen bar, bie tüix bei ben \?cberniocfen näljer d;ara!terifirten. Sßir über* gelten bie (^rfcnnnng^mittel, bnrc^ föe(d)e n.nr un§ ucn tciu SScr^anbenfein biefer Stoffe überzeugen, unb Devmeifen in biefer ^ejie^uug auf bac^ i)mtt ^^Q\t be$ „güt^rer^^", in toüd)cm un§ bie§ aucifü^v(id)cr befdKiftigte. 3Bir begnügen ung, I)erJ?or3uI;eben, tüie tie giccl^ten r^on Dem, bcrt in 5:'ezng auf bie Sebermocfe ©efagten, abn)etd;cn. £)bf':^cn e^ ber S!;emie nod; nid;t gelungen ift, in allen gällen ben ftrengen ^e\üci^3 ju fül?ren, fo fd;eint bod} ber @at5 feft ^u fteb/en, bag bie gcrm eineö fünperö ftet^ int engen 3^f»^^"^^ß"^?^^9c fte[)t, mit ben Steffen, auö n:etd;en er bcfte^t, fei e6 nun, ba§ ganj terfdüebennamige fid; i^er- einten, ba§ fie in i}erfd;iebenen Ouantitäteu Dürl}anbeu finb, ober baJ3 ibre ^Bereinigung unter J)crfu;iebcnen äuBern S)er' l;ä(tniffen ftvitt fanb. Q\\ biefen ciuf^ern lHu't^vi(tnif|en get/i:» reu nid;t bieg 3ßcirme, Öid;t, Siul/e u. f. ti\, eö ift and) J^äufigfür ben neuzubiibenten JIori:er i)on ter gref^^tcn Sid- tigfeit, in tt)e{d;en ^erbinbungen fid; bie ^u t)creini;-;ei ben Stoffe bi^^er befanten. 35efcnberi^ muffen n^ir biefen tet^tcru ©at3 forttDä^renb im ^'(uge begatten, U)eun ii>ir t>evfud;cn Üie c^emifc^en ^ro^effe ju oerfolgen, ti>e{d;e im £ör):er ber ^^flanjjen, l)ier fpe^ieÜ ber g(ed;ten, Dor fid? gel;en. 4)ie ^poren^elte, bie üom SBinbe auf eine geeignete Un- terlage geführt tüarb, feimt toa^rfdjeinüc^) — benn anrf(id)e S3eobad;tungen finb (eiber nod; nic^t i^orT^anben — ä^nlid; toie hü ben 2aub= unb ßebermecfen, inbem fie burc^ (Snboi^* mofe SS?affer aufnimmt, ^aö in $Regen unb Zfjan {^erab-- faßenbe Sfeaffer ift feinc^n:.eg§ d;emifd; rein, fcnbern entl;ätt ftetS eine Ouantität fol^knfnurc {am Sanerftoff unb ,Viol/* ienftoff gelutbet) unb '^Immoniafga^ {au^ «Sticffteff unb ^af- — 31 — ferftoff suiammciigefeiit). T)k\e Betten, im Gaffer — and) in tem ak 9icBel utib in ter feucbten 5Umc|vl;äre ücr^an* benen — aufgelcft ent()a(tencn (Stcffe tniben tte ^aiiptna^- rung^mittel ber ^flanjen, ii^al^rfiteindd) and) ber gleisten, (go roie nun bie ^eikn be§ BIed)ten(aube6 in it^rer @e[ta(t bon bemjenigen ber i)Jtoofe abn:eid;en, fo n3eid;en fie and) in iljrem d;emi|c^en ^erljalten bcn bemfelben ah. Säörent» mx bei bcn 'Diccfen ben ^^^M'^cft *^^^5 f-äntc^en, tre{d;c^ bie ^cKe bilbet, burd} beitiiiinte ^d;aDefe[fäure iinb Scbtitittur fid; Blau farBen fel;en, bemerfen tinr hd einer fcld)en ^e* ^anblung am 3 ^ ^ M"^ ^ f f ^ ^ ^ g f e cf) t e n feine ^^ercinberung. evbeu hä Hagenia unb Peltigera burc^ 3cbn.Hif*(Cr hlan li^äxht, bcrratkn alfc eine anbere d)emifc^e 3ufammenfe!|mig, eine a^eiter fortgefdjrittene Umroanbetung beu frid^eren 3^^tirtoffÄ. ^ie rcrl}in fc^on Berül^rte Üeiftcrcii^nlid^e 3L>i\iffe, iDc[d;e bie ©aftfäben unb ^püv^n\d)länd}Z im grud;tlager berbinbet, erinnert allenfaüö an bie ^nter^eilularjubfian^ ber ßebcrmcofe, nur geigt fie ein abireid^enbeö dbemifd;eö ^er^^alten. ©ie geigt nämlic(>, ganj ä^nlic^ toie ©tärfeme^t (Am5luni), turd^ Qoh eine Blaue gärBung unb quidt Bei ^e()anblnng mit feigem Saffer auf. ©onjentrtrte oI(ftänbig auf. — 32 — 12. Parmelia caperat a. Dilleniu«. Graugrüne (Scl^ilbfledjte. eid;eubc gärbuug berfetbeu l;crbeig'efü^rt U)ivb, muvbe bereite ange* — 33 — beutet !Da bte ^^mbenfi^id^ten man($er gfed5ten, j. i8. Bei ber iölänbi[d;eu ?DtoüöfIe(^te burc^ Q-ob Btait gefärbt hjer«- ben, fo mag l;iev and) ein Uebergang beö ^^^Ö^^e^eö in @tär!e ftattfinben. T)k äugevn (Scl;id;ten ber (S|>crenfc^Iäudf;e trerben burc^ ^obtüaffer b(au gefärbt. SDer 3nl;a(t ber ©|}orenf(i)Iäud^e unb ber «Sporen tr>irb burc^ 3^^^^^ i^"^ ^c^tüefelfäure rofen* rct^ gefärbt, ttejje alfo auf eine ftidftoffjalttge 23erbtnbung fd;Iie6en. Söä^renb fic^ bte beutlic^ gefc^tcf;teten 3eüen^äute ber @^orenf(^täud)e burc^ bte ©tnunrfung ber (Scbtüefetfäure auflöfen, bleibt ber rcfenrctf) gefärbte SdkmnljaÜ, inbem er bie in t^m entftanbeneit (S^orcit itmKeibet, in ber gorm be§ früheren @d)Iand;eö jurüc!. ®ö liege bie^3 mögtic^enfallö ba§ S3cr^anbenfein einee $rtmcrbialfd;land;e§ ijermut:^en, ber fo toentg föie ein ^eöenfern, in ben ^zUm beö gtec^ten* laubeö bemerft werben !ann. 13. Parraelia oiivacea. Linn^. OHbenfarbene ^Sc^üffelftec^te. * ^a^ Saitb biefer ^M)k, treidle faft überaü an Saum* ftämmen unb aftem ^ol^a^er! ücrfommt, ift metft regelmäßig freiörnnb verbreitet, 2 — 6 ^oü breit, brettlappig, ftral)Iig gefaltet, clit^enbraun, feucbt, I;eIIer unb me^r inö ©rüne ge* iict,qt, meift etföa^ glän^enb, nadt ober ftaubig, unterfeitö i)e{ibranm ^ie Sappen fiub flad;, gerunbet unb ge!erbt. irb. — Slnö t^erfd^icbenen gled;tenarten bereitete man ben ^ßerfio, ben man beim 33lau^ unb D^ot^färben, be* fonberö auf SBoile unb @eibe benuljt. ®er berühmte ©§e- müer 8tobiquet ftellte gnerft au^ ber Rocciella bie Orcine a(ö garbftoff in crt;ftaüinifc^em 3"ftvinbe bar« — 35 — 14. Parmelia Acetabiiliim. Necker. !©{efe, onberr^virte nid;t I;äuflge g-Ied^te, ge^^crt in bev Umgegeub i>cn ^ielefelb gu ben geraeinftcn %xkih bie felteu an bem Stamine einer (S^aiiffcepai^pet rbev einer SBetbe fe^It. 9}ieifien^3 bilbet fie ^/anbarcgc i^iinfefgriine ßager, terenSa)3* ip^n imijv ober iDcniger ßeircnnt, [tumi^fgeferBt imb dtna^ aufgerichtet [inb. ^er mittlere !II;eiI bee ((aiibeS ift geti^i^l^n* liä) mit braunen grncf)tfd;iibcl;.en befetjt. 'Lk Unterfeite ift blaß unb fc^iiuarjfaferig. ^^ufeer ben biel^er genannten 4 ^(emenfarbcftanbt^'cilen ber gled/ten: ©anerftüff", Safferftcff, £cl?ienftcff unb «^ti^^* ftoff, ti^elc^e man bie crganifcb/en 3u nennen pflegt, entf/a(ten ttefelben ncd^ erbige enbftangen, ireld^e beim"S3erbrennen aU 51fc^enBeftanbtl)eile gurücfbiciben. !5)iefe 5Ifd)enbeftanb* tl^eife f/aben in neuerer 3cit bie ^lufmerlfamfeit ber (Sl;emiter bcfonberö beg^alb auf fic^ gesogen, ti^eit man fid) burc^ i^re Äenntniß prattifdje ^öeri^eile für bie ^anbtrirtb/fdvaft t^erf^rid^t. ■Die g(ed;ten finb leiber ncc^ nid;t ton biefem ©efid/tespunfte an^ IQxico^t nnb genau nnterfudit ti^crben, cbfd;cu bie 5lenntui§ i^rer ^)Ifd}enbeftanbti;ei(e ,;^u uiand^en intereffanten Siefultateii fül^ren föante. SDai3 bcftimmte glecbten auc^ befonbere mi* neradfc^e Stoffe aufneb/mcu mögen, fd)eint an§ ber S^erfc^ie* ben^eit ^ert^or^ugcl^eir, tuelu/e .^suifdien ben auf £al!boben unb ben auf Kranit borfommenben §(rten imb (S^attungen fiattfinbet, übfd;on i/ierbei ba§ S^erBatten btefer ^^efteine gegen ba^ Suffer auc^ mit beitragen mag. 3*^tereffant bürfe eS ferner fein, bie minera(if($en ^eftanbt^eite ber 33aumf(cc^ten mit benjenigen ber ^äume fetbft, an benen fie tt)ad)fen, gu bergleic^en, • — ba man bod; glaubt, bie glec^te entne^mie it}re 9^al)rnng au§fd;(ieB(ic^ au3 ber ?{tmcfpl)äre, biefe aber fd;trer{id> in t^rem gcud;ttg!eitöge§a(te bie UeberBringerin toon ^ali, Valium ober anberen mineraU{c^)en ^Subftangen fein !ann. ^a§ m.ögn'^enfaria ucd; dn anberer ^\\\cimm^rü)ar\^ j^ütfc^en ben ^-äumen unb ben an il?nen toad;]euben g(ed;ten* — 36 — arten Bcfte:^en iann, f^eint mit baraitö f/ertcrjuge^^en, bag nac^ Porten ju beftimmte gled)ten berfc^tinnben, fo mte bte- jenigen ^äimie oufljören, trelcfie fie Bei^or^itcjen. ©o ber* f(^tt>tuben Biatora rosella, Pertusaria Wuifenii, Thelo- trema lepadlnum mit ber 9;ot(/bud;e, bie Opegrapha herpetica imb ba§ Coniocarpon cinnabariuiu mit beic 5S)ciB6u!^e, bie Grapliis scripta mit bem §afelftrait($e, bie Opegraplia varia mit ber (Sfd)e imb bem %i}oxm, enblid; bie Verrucaria gemmata mit ber ^ic^e. 15. Parmelia" Gerat opliylla. Wallroth, §ornIJlättriöe (S(^ilbfled;te. 1)ie (Stämme ber ^^abeL^Dl^I^äume finb mitmiter ein tDaf;rer (Sparten für ben g(ed;tenfamm(cr. Säl^renb bie Be* [täubte er! au§6reitet, Bilbet unfere :^ornä^nUd;e ®($i(bPed)te einen mel^r filbergraiien Un- tergrunb, ber bon ben Kmgen Härten ber üsnea unb be3 Bryopogon übergangen tcirb. 3^id)t feiten finb über ein l^albeö 1)ul3enb Wirten neben einanber, manchmal aber nimmt auc^ bie eine "i^rt anöfd^tieglic^en ^efi^ bon ber 23or!e einer tiefer. Unfere borliegenbe ^rt seid}nct fid; Befonber^ bnrd; biefe §erfd)fn($t an§, inbent il;re l^ager fid; l;äufig über mel^rere gn§ (ange ©treden ausbreiten. i)aö Saub ifi ic!* fer angeh)ad)fen, fd;maöap^ng, n)eij3li($gran, faft glcin3cnb, Huterfeitö fd^n^ar^trerbenb, bie Öa^^pen h)ieberI;oIt bud;ttg dno gef($nitten, fpater mel)r ober treniger getDötbt, faft ftielrunb, an ben ©üben aufgebnnfen, auffteigenb unb oft blaffe @ore^ bien tragenb. T)k gruc^tlager, ii>e(d;e feiten bortcmmen, fi^en ergaben unb finb rot^braun gefärbt ©ö tritt aiiii} bei ben gled;ten ber gall ein, bag bie gort^flanjnng ber 5Irt auf mci;rerlei Seife berocrfftelligt n)trb, fo tüie unö baffelbe (i)efei3 fc^cn bei ben ii^ebermcofen auffiel Qn äl;nlic^er äl^eife i-^flan^cn fid; Ovd^ibeen, ^ax^ — 37 -- toffetn unb einige anbere ©etoäc^fe burd& l^noKen, Vitien, 2^u(^^en imb ä^nlidöe burd^ 3tt>ieBe(n, — ÖrbBeeren, 33rom* beeren, bte @unbe(re5e burci^ 5lu§iäufer fort unb unfere eb* (eren Ol^ftforten, SÖeinftöcfe, Dlelfen unb 9^cfen tcerben ge* iDö^nüc^ nur bur(^ 5Ibfen!er, ^ro^jfretfer ober «Stecfünge »erme^rt !Die 25erme^rung ber ©etoäc^fe ift baö grope ^i^^r n)e(d;em bie D^atur entgegenarbeitet unb ba§ fie auf bte man- nid;fad^fte 5lrt ^u erreid;eu fuc^t. Gelingt e§ iljr bei einem @etüäcf)ö nid^t auf bie eine äöetfe, fo fc^fägt fie eine ^tüeite ein, bie fie fc^on in 3?ereitfd;aft gel^alten ^at SBir erroäljn* ten i?or^in, bag befcuberö ba§ ^id}t fid; aU ein 33ebürfnig für ba§ erfreu(id)e Sac^j^^t^um ber gleisten gettenb nia^^t. @§ fd;eint l;aupt[äc^>(ic^ jur grud)tbilbung unentbe^rlid? ^u fein unb bie babei ftattfinbenben ($emifd}en ^rojeffe trefent* Üc^ ju förbern, beö^alb treffen toir aud; mele 8{ed)tenarten an fd^attigen Öecalejt, im Qnnern ber S[Bä(c>er, nie mit eigent* liefen grüd^tcn, u\il}renb fie an fennigen ©teilen bergleic^eii :j)rcbU5iren. 'I)iefe(ben Urfa($en aber, toelc^e bie ^ffan^e ter* l^inbern, grüd;te t^eri^Dr^ubringen, ben)ir!en eine Umbiltung be§ ßaube^, eine (ärgeugung i)üu freien 3^^^"/ ^^t^id)^ ^^^^^ fo gut n?ie bie eigentüd;en (^^oren ber gleisten fd^ig finb, üom SSinbe getragen, nad^ anbern ©tanborten ^u gelangen unb l^ier ^eranlaffung ^ur ^-ntfte^ung eineö gteicöartigen @etpäd)feö ju irerben. 33efcnberö fcßen bie oben bef^roc^e=« neu SBIattgrün^etfen (Gonidien) an bie £)berf(ä(^e be3 gled;ten(aube§ gelangen unb alö gort^Panjung^jelten bieuen. ^urd^ eine fcl(^e Umbilbung be^ l^iubeö ju ii^etmbrut> geden getptnnt baffelbe ein puberartige^ ^'nfe^n. £)ft trifft man Saume ganj mit fcld^em tpeigen ober grauen, grünlichen, gelben ober röt^Iid^en, :^uIoerigen ^^nflug überwogen, ginbet bicfe puli^erartige DJiiBbdbung nur an beftimmten üeineren ©teilen auf einem b(attäi)uUc^ ausgebreiteten gled;ten(aube ^taü, fo be^eic^nen bie ^otanifer biefe ^äufd^en mit bem Flamen i)on ©orebien, tft bieö auf einer g(ed;tenform ber galt, u^eld;e auf ©teinen ober an 23aumrinbeu (tcie bie in ber Einleitung ertDäi^nte Sanbi^artenfled^te) einen bid^t auf* liegenben Ueberjug bitben, fo entfte^^t bie S3arioIarienbt(bung. ©rjeugt ta^ ^aub ct^linbrifdEse ober coratlenformige 5(uetoüc^fe, — 38 — fo Be^eic^net man btefe mit bem 9Zamen ber ^fibienBlIbung. OTe btefe SOiiBbKbungen fönnen ba^ ^InfeBn einer fyledjte bergeftalt umänbcrn, baß man !aum im Staube \\t, bicjcnige Slrt p erfennen, an^ beren Umbilbnng fie entftanbcn finb. Sancje ^zit tpurben biefe formen alg iej'cnbere gled^tengat* tungen : Variolarla, Isidiuin, Lepra, Pulveraria, Spi- ioma t>efcf;rieben unb eine grofee ^^(n^al)! Wirten i^cn i^nen befonber^ Benannt. (^6 fönnen biefe ftanbtgcn Ueber^nge ent= lüeber ^^nfänge l}bd)\t t>erfcl;iebener g[ecl)ten fein, bie auf biefer (Stufe ber ©ntmicfelung burd; uiignnftige SSevb/äÜuiffe gurü(!gel; alten mürben, ober eö finb Ueberrcfte alter verfalle- ner ^'^-emplare, hk in biefcm ^^f^^^^^^ ^^^^ begetircn. Parmelia saxatilis. L. @tein'(Sc^ilbf(ed;te. ©0 iDte bcn ben Cebermoofen bie 2)iard>antte an§ ber Sßalbeöeinfamfeit ^erauögel;t unb fic^ im ®ef)5fte be^S SJien* fc^en unb an feiner feuchten (Gartenmauer anfiebelt, n^ie baö 9}2auerfc^ranbenmoo0 an ben (Steinen feinet .^anfe^, ber ^orn^aljn unb baö ^notenmoc^ auf bem T)ad)e beffelben fid? gutrautid; niebertägt unb materifi^ grün baö ©ef;öfte cotorirt, — fo ift unter ben g(ed;ten befonber^ bie üorliegenbe Slrt, üjef^e fic^ ernft grau auf bie ^fäl;(e beö ©arten janneö unb an bie Seiten ber ^rettern^anb nieberläjjt unb al§ \^ibgeorb* neter i^rer i"vami(ie, bie Qntereffen berfelbcn üor bem §errn ber Sd^öpfung tjertritt. Unb tuc^t I)aben e^ bie gtecbten nötl;ig, bie ©unft beffelben fic^ in ern-erben, benn fd}cn ber 9^ame rfg(ed;ten'' l;at in feinen Obren gen^ö^ntid; einen fd)Iim- men HXang, ba er jur SSe^eidjjnnng einer fd^limmen ^^anU fran!t)eit bient, unb man benfetben auf biefe ^flan3engru|>pe übertrug, ba man fie aud; in ä^nltd;em i^erl)ä(tni§ in ben Obftbänmen unb anbern Lieblingen beö 9)?enfc^en bad;'te. "^eine 8(ed)ten met)r!" fte^t mit großen biden ^ud)flaben in jebem ^ud; laben gef (^rieben, — ber (Btah ift über fie — 39 — ßeBrcc^en, — bod; — bie (Stcin^arntelie ift am ®a(gen fd^cn ^u $vtufe, e'^ fie ber 5?ienfc^ bajii t-erHrt^ctlen mag, felbft auf ben ®d;dbeln ber armen ^ünbcr, bie bcrt cBen aufge* nagett uuirben, fiebeite fie fid} an unb fpielte baburc^ ancft in bem ^terglanl^en ber ^agen unb 9Jiäl}rd)entreIt eine geheim* niBt)cße äteße. 3n bem rcr^-in eriräijnten Äräutcrbudje beö ^anfrcmuö (1673) ^eigt^e^ reu if;r fctgenbermaßen: 5;Muscus excranio hiimauo, Flos craiiii. Usnea craiiii hiimani Ofnciii. Wlc^ t^on STobten^Äo^f. SBirb infcnberl^eit gerül;met ti^iter baö i)^afeb(uten, an^ nur äuBer« (id) in tk ^anb gencmuien, ftillet auc^ bie SBunben. SDie (gd/iit^en triffen ciud) eine %ixt, biefcö 5}icB an getriffe Derter in bie S3üc^fen*@e[d!äfte ^n legen, bamit fie gemiffe fd^iegen mögen." fOb aber HerBei nic^t foÜte ein Pactum tacitum cum Diabolo (ein 33iuibntg mit bem 2:eufel) fein?" fe^t ber befcrgte Bluter l^in^u. Sßir fe^en biefe l)armlcfe 5ied;te, bie gan^ unfi^ufbig in fo(d;en fdtimmcn ^erbadt gerieti), mit anbern fingen an. ©^ ging i^r faft, tpie e8 bem i&d)uppentt;ier auf bem ^ap- knbe ergebt, ba^ t?cn ben ©ingebcrnen (ebenbig t^erbrannt VDirb, ti^enn fie feiner Babl^aft uferten, bem (^edo in Italien Dber bem 8a(amanber unb ber iRad/tfdn^albe in ^eutfc^Ianb. SBir gönnen berfelbeu rul)ig tljr ^(a^d^en ober ireifen ibr ein f o(* d;e§ m unferm ^'^^'^^'^^'^i^^^ ö"- Ö^'^'s gruc^tfc^üffeic^en finb anfangs !rug*, bann fd)itbförmig, f(ad), erft rct^braun, bann fc^tuargbraun mit aufred;tem m.eift geferbtem 9?anbe. 5luf ©teinen liegt ba6 Saub ber getfen^armetie bic^t auf, an ^ol^jtrer! unb ^aumrinben bagegen nur loder. ©ö ift l^anb« grcg, unregelmäßig freiSrunb, faft ^iegelbad^förmig, grau ober bräunlid), nc^förmig- grubig, unterfeits braun unb f d)mar^faferig ; Sappen breit, ^iemlii^ flac^, eingefdnittenedig, Buc()tig fieberfpaltig, an ben (Snben ftumpf unb dwaQ auSge* fteeift. -öm ^Iter ge^t fie nid)t feiten in ein Isidium über. Sluf ben gelfenbicden f;ö^erer ©ebirge, iüo fie in greger SOknge borfomm.t, n)erben bie iOappen f^maler, tiefer ^ert^eitt unb fupferfarbig, ftreben auc^ mitunter in bic^tgebrängten 9?afen empcr, unb e^ n?erben bann biefe gormen alö^arie* täten mit befonberen Flamen beseic^net. ^ 40 — 17* Peltigera aphtosa. L. !Da§ !?auB ber Öa^^^enf(ecf;ten ift faft leberarttg imb in Brette Sappen jertbeilt, tDeld}e jugevunbet finb. ^or(tegenbe 'äxt scid;net fic^ im feud)ten ^uftanbe bon i^ren ©attunA^" üeriDaubten burc^ ein freubtg apfe(grüne§ Kolorit an6. ©ie Sjberfiäd;e ift mit ftetnen fc^tuaraeu Sargen Befe^t, unter* fett^3 mit fd)ti\arjtraunen, netzartigen, l;äufig jufammengef(cf= fenen filzigen ?lbern gegiert, ©egen ben ü^anb :^in ift bie Untevfeite'faft nacft unb u^et§tid)gran. diejenigen Sappen, an bereu ©üben fic^ gruc()tfd}i(b(^en erzeugen, finb bertän* gert, bie te^tern fetbft fielen f en!red;t jum Sager ber g(ed;ten, finb grcg, gerunbet unb eiugefd;nitten, bon rotl^brauner gär«- iung. SBä'^renb bie Biöl^er angeführten ^trten meiftenf^eilS an SBaumftämmen ober Selfenti^änben fid; anfiebeln, liebt bie tuar^ige Sappenf(ed)te ^auptfäd;Iid) mit 9l)iooö ben)ad)fenc ißergab^ange unb präfentirt fid^ ^tüifc^en ben vocidm ^elftem ber mand;er(ei §l;puumarten al^ eine ber fd;ünften il;reö ©efc^iec^tö. Sir beuteten Bei ben Sebermoofen an, baß bie Statur eö lieBe, bie i?erfd;iebenen Wirten einer gamitie allen @tanborten an^upaffen, an benen überhaupt ein üegetabitifdjeö SeBen möglich fei. ©ie gamitie ber gted;ten t)at i^re mei=' ften ©lieber in^ ^leic^ ber Suft erl;oBen, an S3aumftämmeu unb gelfenfpifien, bie toenigften ua(;en fid; bem Sßaffer unb einige t^enige gormen, t^etd^e in baffelbe t)öüig eingctaud^t finb, ^aBen Bereite ben eigeutl)nmlid}en (5;i;ara!ter ber gamilie in bem ©rabe i^eränbert, baß i()re (Stellung im (St;ftem gtrei^» fell;aft erfd;eint. OBfc^on bie glec^ten ba^ Saffer gu il)rem ^a(^ötl}um nid^t entBel^ren fönnen, fo fönnen fic baffelBc bod) tDäl)renb einer langen ^ericbe il)re^3 ScBcuS miffen, o^^ne baburd^ ertöntet ju ioerben, ja ber gtei^tenforfd^er grieö er^» gä^lt, baß ein @^\nnplar ber Parmelia ciiiaris, lüeld^eö über ein Qaf^x lang Bereits im §erBar aufBetoal^rt geti^efen tüar, boc^ ju a^ad)fen anfing, alö eö in bie, einem neuen ^ac^öt^ume günftigen, ^ebingungen geBrad^t tvar. ^aö — 41 — ßeBen biefer ^ftattjen ift bemnad^ faft utiBegrcn^t unb i^r Zoh ober beffer i(;r ^^i^fallen ^ängt allein i?on äußern Ur* fad;en ab, 3ntereffant ift e0 iüieberum, bag fic^ Beftimmte ^rten t)on gfec^ten fc^on auf ^ffanjentf^eilen anfiebeln unb auöbil* ben, bereu Sebenöbauer fefbft nur eine einjährige ift. @o toäc^ft eine Opegraplia (0. lierbarum) an ©etreibefto^* pdn unb an ben Stengeln frautartiger ^f[an3en unb in ben Strogen eutmideln fic^ nic^t mentge auf ben blättern ber S3äume. 9}Zancf)e glec^ten Derf^mä^en e^ fogar nid;t, fic^ an (Sifen unb 93ietat(en an^n^eften, voa^ aüerbingö für i^re gän^Ud^e Unab^ängigfeit ijon i^rer ©runblage p fpre^en fc^eint. 18. Peltigera venosa L. Slbertge Sa^^enfted^te. T)a^ ^anb biefer Sa|))3enfle($te ift einfach, in SBer^ältniß gu i^ren (^attungöüeriDaubten !(ein, !aum 6 bi6 8 iOinien taug, i)on einem fd^malen ©runbe au^ biö auf 3 ober 4 Linien ern^eitert, färf)erförmig ausgebreitet, entroeber gan^ un* getl^eilt ober ^ödjftenö 2 Bio 3 la^^^ig, graugrün, im trocfnen äuftanbe grau, unterfeitö ti^eig mit Braunfc^toärgüdien, fafrigen 5lbern. ä)ie grucBtfc^üffelcBen finb tragerei^t gefteüt, IreiS* runb unb bunfelBraun. ®ie liebt ä^nücBe £^o!a{e toie bie »orf}erge^enbe 5lrt, ^o^Itoege in Salbungen, ettoag feuchte unb f(t>attige £)rte. @e^r gern gebeizt fie in ©efeÜfc^aft mit bem urnentragenben §)aarmooö (Polytricbum uriiige- rinum) unb ftetgt bom f(a(i)en Öanbe Bio felBft in ben ^öc^* ften ^I^en. @ö toirb BefonberS an ben ßa^i^enflei^ten bem S3eoBad;ter bie ^efc^affen^eit ber Unterfeite Befrembenb auf* fallen. "(Sagt man nic^t bon ben gted^ten, fie Befägen feine SBur^etn unb finb nic^t gerabe Bei ben 8a|)^enflec{)ten auf ber Unterfeite eine foli^e 2)?enge bon gafern auSgeBilbet, mit benen \iä) baö ©etpäd^^ an feine Unterlage anheftet? ^Sinb -~ 42 — ^ier md)t fo^ar fel>v i':ilfixdd)e ^nrgcln bcrl^aiiben?'' — ^trb jebev Unkfan^ene fraqen imb bec^ Udht ber 53ctunt!er Bei fetner S.\n)aii^^tunc5 ftel)cn unb crjal)!! üou bicfen ücr* metntttc()cn Söur^eln eüca gc(f5cnbeö: ©iiie ctgentUcf;e Surfet *) einer '^fian^e t^at i()ren Urf^ruttg im ^ameuforn unb ninimt üen ha auQ ifjren ^Beg na($ unten, n)äi;renb ber 53(attteim anfii\Hrlö ftrebt. SdVo bcn (2i}crenMae>c^en bev 8"^ecl)ten btnacgen cntUMcfeln fic^, tok fc^on angebeutet, junädrrt gelben, bie nac^ oben tüad)]en unb einen fcgenannten 53ov!eim (Plypotalliis) btlbcn, anafeg bem 2>ort"eiuT bei fOcoofen unb ?ebermoofen. ©päter fd)einen bte[e gäben beS ^orfeimew hk ^eranlaffung ^nr 'IMlbung beö eigentlichen g{ec{)ten(anbeö gu tcerben. ßetber ift ber ganje 5Borgang nc(^ nid)t ]c in feinen (Singelnl^citcn becbadjtet tporteu; tüie e§ jn n)ünfcf;en lüäre. 4)iefer ^crfeim finb iuand)e J?on jenen gafern auf ber Untevfette bex^ Sauber ber g[ec{;ten, tüclcbe bäufig braun ober fd^roär^licb gefvirbt erfdiei* neu. Sollten mir un3 eine 23crg[e{cbung mit l?öf;eren ^flan- gen erlauben, fo u^även fte bie «Stviiume, tre(d;e oben bie eigent(id;e ^kd)k al§ tai!> 33fätterirer! tragen. Qm fdtzx ber glecbte baben fie auc^ nid)t bie gunftion be^ ©aftjufüt;- rens ujie bie 3Bur.^e(n ber andern @eiräd)fe, foubern b/atten bö.tftenö bie gfecbte an i^ren (Stantort feft. @Ö finb bie ß;rinnernngen au^ ber 3ugenb,;^eit te§ ^fläar^cben^, tüeld;e eö an beu ^einiati)(id)en ^oben feffeln. ©^ fiuD meiftenö fo- genanute ijaftorgaue. 19. Peltigera caniiia. L. $unb§^?a|>penfled;te. ^aum trirb man irgenb ein SBä(bd)en antreffen, in irel* ^em nid)t am !üf;(en iBoben, an 33aumiüurgeln ober auf ber •) 2)er Jpaupttaraftec ber ä^tm SBur^l liegt in ber SSurjeU hauhe, einer jarten ^elTcnfdjidit, raelc^e bie du§er{le @pt|e ber Sßuriel umt)üat unb untert)alb weldjer bie 3cUenoermct)run3 füittfinbet. — 43 — nackten ©rbe, bie §unb§^Sa)3|3en[(ed;te tf)ve grauen Sager au^^geBreitet I)ätte. Qbx i\inb ift Muui (ebevartig, friecftenb, Buc^tig gela^'pt, mit fei;r büniiern (cid)ti^erfcbtiHubeiibem 151(30. ©^ ift gtan^lcö niib auf ber Unterfeite raeig. £)te 3'ni<^;t' fd;tlbci)en fteben aufced/t unb fiub ttvoa^ ^urücfgebcgen. 23ät;renb bie »Sporeu ber ^agenie eii'uutlid; fiub unb au§ jmci 3^^*^^^ Beftef^en, fiuben n?ir biejenigen ber Öa^^j^en* fied;te fpinbelfcriuig ivat) au$ 4 Qdkn gebilret. 'Die j^al)l biefer ^^cii^n ift für bie beftimmte g(ed)teuart, ber fie ange- l)cren, feftftebeub. ©^ ift nid)t uuraögüi^, baß bie g(ed)ten aujser biefen (S'|:oren, bie in ber tori)in befd;rtebenen 'Seife in ben ©pcrcnf(f/[vntd)cn ber grud)tfd)üffeid)cu fid; btlben, twd) eine jii^eite ^,?irt ^on '^\}Oxm befi^en, U;eld;e ciiSuüd; tine bie 'ÄdjiDärmfät^en ber \^eBermoofe ober bie, fpäter gu erör^ teruben, @d;r!:>virmf|)orcn ber ^JUgeu bei ber gcrt^f{an3uug biefer ©emäcpfe eine SicIIe ^u fpielen l;aben. 93?anc^e gor* f(^er l^aben bie fleiuen, braun ober fcfcn^arggcfärbten ©rl)e* fcuugen, bie fid; rddi)t feiten auf bem Saube mancher gled;ten fiuben (befcnberö fiub biejenigen i^cn Hagenia ciliaris oon Tulasue unt) bie \)cn Parmelia parietina t)on Humboldt unterfud)t iDorbeu), für fogeuannte 'Jintl)ericien angefekn. !5)ie Heincn, ftabförmigen, gebogenen Körper, n^et'^^e biefetben enthalten, unb njeld)e bei einem getinben i)rucfe anö it)nen l;erau§treten, tvurben t?on maud;en 33otanifern für eine fo(d;c giüeite ©porenart erftärt, iini^renb anbere gorfd)er in i^nen nur bertümmertc ^Infänge einee> grud)tlagerö unb bie ^zikn felbft für ^tiicn ber ©aftfäben erfennen gu muffen glauben, tretc^e (e^^teren burd; ^uffaugung i)on einanber getrennt fiub. (Sbenfo l^Qchadjkk man neuevbtngö glatte, (infenförmige, an beiten ©üben ^ngef^iljte ^tör|^erd)en, n»eld}e au§ ben ^QÜ^n eineö ^^flau3d)enö, — Protococcus crustaceus ober Lepra rubens bejeid)net, — ^erüorbrac')en unb fi(nfmertfani!ett be§ ae\r'öf)n{ic^en 9}?anne5 f(^on auf fid; .^tekn. ^cid)t fetten bieten f|)ecu(atiüe iinaben nnb 2}^äbd)en bcm @ebirg§reifenben in !(einen ©d;äd;te(d)en ei- nige fcbcne @^*emp(are biefer gted^re, nebft einigen ^teiud^en, an benen i^ettc§enbi;ffu§ cber '?anbfartenffed;ten angen;ad;fen finb, juut ^^Intenfen an bie ©enüffe ber ©ebirgöreife bar, lim fi(^ babnrd? ein 'ij\zd)t auf beffen ^j^iibt^ätigfeit ^u er^ trerben. SBirfüd; ift fie e^^ aud; tüertt;, al§ v^oratlenmcoö ein ^^(ä;^d)en in einem Sxeifearbnm ein5une:^men. Sät^renb bei ben bi^^I^er angefüt;rten g[ed;ten ba6 2aub entföeber mel;r ftengelä^n(i($, vAc bei ber Usnea, bem Bry- opogon 2C., ober metjr b(attäl)ntid; \vk bei Peltigera nnb Solorina tüar, finben lüir hd ben Cladonien bette gormen gleicf)3eittg nebeneinanber. ^nf ebener ©rbe, befcnber^ auf ^aibeboben, an 33erge^ab^ängen cber an alten mcrfcben ^anmftrünfen bilbet fi(^ §unäd;ft gevoöl^nltd) einn^ei^er, me^l'« artiger 5(nftug, ber nad; unb nac^ ein fc^iil^pige^, btättrige^ über rinbic^eö 5(nfe^en er^ätt. ?Inf ber Unterfeite ift btefeö Sager intt fitsi.qcn ^aftfafern befel^t 9}tttten jtinfd^en beit grünüd;roetJ3en ä)(ättc5en ergeben fic^ nmbe 8äu(d)en, treli^e außen glatt iniDenbtg entmeber (ocfer, niarüg ober ijoKftän* big ^ct;( finb inib bei imferer ^^(rt oben mit einem grnc^t* fö))f!^en i^on f (fünfter ©Äarlac^farBe gegiert finb. -£)äufig ift ba^ grud)tfäntd)en ctcn evtreitert nnb erfd;eiiit bann be* d;er:^ ober trompetenförmig mit fnorpeltger öitnbe. 5luf bem Sknbe eineö folc^en ^ed;erd}en6 bilben fic^ nid)t feiten föie ein gii^eiteö (Stcdröer! ncd^ma(§ äl)nlid;e grnc^tf anlegen. @ie geid;nen nnö mit tüenigen bentliv^en (53rnnbftr{d;cn ben ©ang ücr, \i^e(d)en bte ^latux bei ber 'A^^arftellung ber i>ciifommne- ren ^^ftan^cn eiiifd;lägt. (Sine ^dk erzeugt eine 3lreite, a\iQ S^anfenben berfclben formt fid; ein Drgan, eine beftimmte ^ftan^enform, — aber aud; bte ©runbformen ber gangen $f(au3en tricbevf^olen nnb miutiij'li^iren fid; nnb ftcUcn am @nbe ein jnfammengefe^teö ©anjcö bar. ©^3 ift bie fleine S3e(^erf(ed;te ein ^2lbbilb beö ^janme^, ber fic^ and; bnrd^ eine nnunterbrod;en n)eiter fd^rcitcnbe Siebcv^otnng be§ iUi- neu gf'XQx^km^, ba§ er im crften (Sommer trieb, bi3 gu feiner rie[igen ©röße enttotdelt. 22. Cladonia raiigiferhia. Linne. ^ e n n t f} i er f I e c^ t e. ^; e n n t:^ ie r m o c^. SlÖir er\rvil)ntcn bereite, irefc^e ted;nifd;e SBic^tigfett bie ötoccellie a(§ garbeftoff tiefernbe^ @en?äd;i§ f^at, tiie l;oc§ baö io(änbifd;e 3)iooö a(ö ^rpeimJltel gef($ä^t \i3irb, nnb fügen ^ier, ba tinr ber är^tlidjen ^Inn^enbnng ber gfed;ten gebenden, !()in,^n, baß man in 53rafi(ien nenerbingö and; eine ©labonie (Claclonia saiiguinea) mit @rfo(g gegen bie 9}?nnbiän(e ber 9iengcbornen antoenbct. S^ie an^gcbeb/ntcfte iBebentung für bie ©pfteng ganzer 23ö(!erf(^aftcn l^at aber in ^emeinfd)aft mit ber iötänbifd;en 9}tooöf(cd)te nnftreilig bie 9icnnt(}ierf(ed;te. Qn ber (gtnkitung biefeö §eftd;eu^ füT^rten — 47 — toxx itn^, — inbem toir einen ©arg an einem bev beutfcBen (Gebirge, ^troa am ^^iefengebirge, biö ^nm Äamme beffelben untevnal;mcn, — tk auf einander fclgencen ^^flanjcnregtcnen )oov, tiüe fie nad; ter i3erfd;iebencn |)51}e über bem ^fnegel te§ 3}teereö i-^erif/eift fiiib. 5Uö bie cl^eifte bevfclben trafen n^ir bie Siegten ber glec^ten. Qn gan^ ä^nlid^er Seife [in* ben ti^ir bie B"^^cd;ten ausgebreitet in jenen etfigen ©egenbeu ber (Srbe, über benen nur einmal jabrliil) bie @cnne iljre fd;rägen i^trat/ten lebenerir'ecfenb an^gleßt. T^ie @eftabe Sapplanb^, bie Slüftenlvinber be^ ©iönicere^, bie an^>gebel/nten S^unbraö beö nßrb{i4)cn Sibirien o geu:äl)ren bnrdf> i^re 33e* getaticn einen cil;n(id)en ©inbrud, wk xf)n bie (Spieen ber l?H;ern @ebirge (}crtcrrnfen, nur mit bem Untevfdiieb, bag i^nen ber ent^üdenbe ^iiä in ba^3 gefcgnete Zf)ai fel;lt, ber auf (et^tern burd; ben ©egenfalj, tr^elc^en ber einförmige ^^or* bergrnnb bietet, t}crtl;ct(baft er^öt^t tuirb. (So weit in jenen Räubern bao ^2(uge reid;t, — nid;tö aU unabfel^bare, u.'alb' lofe, t;i;'derige Zcxf^ unb 9Jieorf{äd;e, bie nur fetten trcden, meift t'cn einer immer feucbten i)ecfe I;l;groffci.nfd)er gtec^ten unb 23tcofe bebedt, I;ic unb ba i>cn einer fleinen Suffer(a($'e, burc^ fc{)me(5enbe ©d;neema[|cn gebilbet, ober einem fleinen Seitjer unterbrochen totib. Qn ben X^aletnfd^nttten ber moorigen ©bene liegen nod; im 5(nfang Quni i>ielc (Schnee- maffen oft ^u einer ungebenren $öl/e aiigcl;äuft. ^ie 3'^'^^'8* bir!e, ber ^'crfd; (Ledum palustre), t'k gemeine ^caH, bie 9?aufd;bcere i^Enipetrum isigriini) bitben nebft einigen @trauu;rüeiben ein ntebrtgeö C^)e[trüvi)e, bai3 biefe einförnü* gen S^unbrafläc^en bcbedt, tu beren Vertiefungen überall ba^^ SEorfmooö (Spha^niim) fid; anfiebelt, 81ed;ten Oevfd^iebe* ner ilxt tDud;ern in ä)^enge auf beut fend^ten SJ^oorbcben unter bem ^^eftrüppe, beffen abfterbenbe 3^^tge and; alfo* balb bon tönen überwogen tüerben. Peltigera aphtosa unb horizontaiis, Parmeiia tartarea, Cetraria islaiidica unb befonberö bie Cladonia rangiferina finben fid; in 3}Zenge. ^aum t^aut ber ^oben toci^renb be^ langen ®om* wertage^3 U^ 3ur 2:iefe oon einer ©panne unter ber Ober* fläche unb an ben ^Ib^angen ber $üge( trifft man baö ^obeneiö unmittelbar unUx ber grüneubeu gled;teubec!e. — 48 — §ier, tr»o fein betreibe, fein fvnd)ttraßenber ^cmm gebeizt, ift ber 9L)Zenfc^ aÜein auf bie 3knnt{?ter^cerbe gemtefen. ^a^ ^Ui^d) unb bie 3}tt(c^ btefeö 2:i)tereö liefern i[)m @peife, fein ^ct^ Äteibung unb @omnienDoI;nung, mit feiner §ü{fe gelangt e^ im (eichten ©d^Iitten iiBer bie fd)lü|)frigen «Sümpfe — o{)ne baffeI6e fönnte fein 23o(f jene Öänber Beiüo^nen. ^ie ©^iftens be^ 9?ennt^iere« ift aBer l/anpt]äd;Ii(^ auf baö SSorfommen ber nacf; iijm benannten %kd)tQ gegrünbet. 9hir fnr^e 3sit finbet ta^ genügfame 2:i)ier an ben SBeiben* fproffen nnb bürftigen ^tiebgräfern eine geringe 5IBtt)ed;fe* Inng, bie mcifte ^tit beö 3^?^c0 näl;rt eß fid; bon gIed)tGn. ^it ben langen (^d;anfeln beö jadigcn ©etDeil)e^3 fd^arrt e8, bom 5>ii^^gc^ ge):einigt, bie @d;neebecfe I)inn?eg nnb ux^' gel)rt bie iDeigen, üielsertl^eilten, garten ^^ffän^d^en mit bem^ felben So(/tBe]^agen, mit bem bie ledere ^ko^Q haß gen^üräige ^raut auf ber Ötpenmatte öerfpeift. ®a§ Blattartige SauB ber 9?cnntB/ierped;te erfd;eint !rn* ftenförmig anggeBreitet, berfd;irinbet leicht Beim längeren STßa^St^nm ber ^flanje nnb fe^tt be§l;a(B ^änfig; bie ©tiefe t/ingegen finb n}ieber!?o(t breigaBefig, fel;r äftig, ftrauc^ä^n* lic^, 1 Bis^ 6 3öII f)od), faft feinfil^tg, granlid) ober U^ei^lic^. T)k frnc^ttragenben ^^lefte finb anfred;t, bolbentrauBig unb bie grnd;tf;änfd)en Braun. 23. Ciadonia pyxidata. Linne. Gemeine ^cd;eriled;tc. Sed/ermoo^. ©a6 au^geBreitete ?anB Bitbct grünlicBe ^^fättd^en, bie etiüa§ cingefd^nitten geferBt finb. S3cn i[;m anö ergeben fic^ bie Bcd;eräl)n(id;en ©tiefd;»en, 3U)ifd;en benfelBen Pfriemen* ä^nfid;e jngefpil^te. -öf^re £)Berpcid;e ift fnorpelig, bafb ttarsig, förnig ober ffeiig, graugrün. %\nd) biefe ßiabouic erinnert nne bie bcrige burd^ i^re garBuug an bie ^^ofur(anbfd;aft. @ie erfc^eint mit i^ren njci^en oft tDunberlid; fproffcnben gormen aU eine ©enoffin -^ 49 — ber h^eiBcn Sären unb treiben güc^[e, be§ niebtic^e, rofenrot^e ober fleifc^farbene, mitunter bräun(id;e, fopfförmige gruc^tlager. S)aö Qm^xt biefer £öpfd;en beftel}t 4 •- 50 — an^ einer flotftgen _3^^^^tt^^f^r ba§ ^(eitgere axxB einer (Sc^id;t btc^CncBen einanber ftei;enber grud^tfc^(äiirf;e. S3i^ toetien bringen eö bie (&tield^en nii^t big jur grnditentunrf* Inng, n^erben entn^eber !^ol;I ober ern^eitern ]id) an ber arb bcn älteren 3?otanifern ai^ eine befonbere gted;tenart, (isidium tlactyliimm. Ach.) befd;rieben. ©affclbe nebelhafte 2Serfd;iüimttien ber gcrmen, ba6 tütr ccrl;in ermähnten, aU wix bcn ber Unterfi^eibung ber Wirten fprac^en, tritt nnö and; entgegen, n>enn n?ir bie ©renken ber gamilien im 9?eic^ ber ©rt;ptcgamen genauer nnterfnd;en. @c^on bie äußere gorm ber (2d5)n?ammf(ed;te erinnert fo ouffadenb an gen^iffe $i(3formen, ba§ SQiani^er fic^ berfni^t fül)(en mag, fie p biefer ©ruppe bcn ©en^äc^fen an säl^Ien. 3n gleicijer Seife ähneln manctie grud;ltelfer, hei benen baö gaub jerftört marb, ober berfümmerte, täufd^enb geioiffen ©d^üffelpitjen. ^ie müroffopifd^'ß Unterfuc^ung, mld)e an* bern)ärtö in bieten jn^eifel^aften gäöen leidet entfd^eiben l^itft, mac^t l)ier bie ^Bad^z aud) md)t flarer, benn e^ ^eigt ber ^itj ein ganj ä^nlidjeö ^zÜQtvothe n^ie bie i^kd}k, faben* ä^ntic^e, berjttjeigte nnb bern^orrene 3etlen. 5lud; bie ^f}cmk Cägt nn§ im @tic^, benn bie ^eÜfnbftans ber einen geigt gegen bie c^emifd5)en ^Reagentien ein äl;n(ic^eö 33erl^a(ten "wie baö ber anbern, nur baß bie ^ifje niematö jene ^lu^fonbe* rnng bon ©tärfe s^ig^n, bie baö gruc()t(ager ber ^-Mjkn blau färbt, n^enn e§ mit 3ob bezaubert toirb. *) ^ene 53Iatt* grünseöen ber gled^ten ^at man biö je^t Ui ben ^nfgen nod^ nie gefunben nnb fie finb eö, n)c(d;e and; ben gled^ten eine eigentl/ümlid)e «SteHung in ber ^f(an3enn)elt ann^eifcn. 5Uif ber einen «Seite Ixeikt \xd} baö Wid} ber grünen ^flangen ans mit feinen tanfenb nnb aber tanfenb gormen, auf ber anbern bae^jenige ber ^Mtge, M benen biefe gärbnng fel^It, an ^cil}l ber ^rten burd;auö nid;t nnbebeutenb. ^^^fc^'^" beiben, ben Uebergang bermittelnb, finb bie gled()ten, mit i^rem berbor* ') ^fcucrbingg beobachtete ^. ©diad^t bei einem in foutem ©{d^em t)ols wu^ernben ^il^a turd^ Sob aud) blaue göcbung. — 51 — gcnen ®rün, baö nur Bei (Segeniüart ton Saffer jum S5or* fc^ein fcmmt \ ^on ben ^Ujen nähern ft($ sa:^Irei(^e £äf erlaben unb (Sc^necfenartcn, auc^ bte gted^ten unfrer SBälber btenen einem 3nfe!t 3ur (Steife. T)ie dlanpz beö g(ec^tenfpannerö (Geo- metra lichenaria) (eBt i)on üerfc^tebenen 33aumfle($ten. en C^i(gen) an^ gefe^en tüerben tonnen. ®ie ^ngenbgnftänbe ber ©atlert^ f(ed;ten (Collema) g(eid;en täufd;enb ben ^f^oftocarten, mid)t utan in ben 5I(geu red;net unb Bei einer ganzen 9ieil)e i3on crganifd;eu ®eBi(ten ift man nod) in 3\t^eife(, oB fte in bie gamilie ber g(cd)ten ober in bie ber tilgen in feljen finb. T)k gange gamilie ber g(ed;ten läiß nad? ungefä()reu ^^äljnngeu 1000 Bi§ 1200 Wirten, bie in 90 Gattungen bertt)ei(t finb, fo baß auf eine (Gattung burd;fd;nittUd; 10 Bio 12 Wirten lommen. . äöenn n^ir nun borI;in anfmcrffam macBtcn, bai? bie glec?f)ten in'.fo auffadenb Bebentenber 9?ienge an ben "^okn unb in (^eBirg^gegenbeu Bei anfeI;nUd;ercn aBfotnteu §ö^en auftreten unb tjier itjre m-tengal^t in S>erl)ä(tniJ3 in ben au- ßer it}neu nod) an g(cid;en Öocaten l^orfommcnben ^^p^^ins^^^ üBern^iegenb ift, fo gi(t bieö (^efel^ bod; feine^^iDeg^ für ben Wrtenreid^t^um ber gamilie an unb für fid;. ^le S'ii/i ber gred;tcnarten träd;ftmit berSärme, trerd}e i()re ©ntundetung Begüuftigt. ©ort an ben 53äumen bev natürlichen SBiefen, auf — 53 — toelc^e bte ^rcpenfonne i^re geuerftra^fen ^eraBfi^ieBt mib um tüetd^e 3U 3eiten ber frtfdie Sinb fraftig tre^t, ift bie gamilie ber gleisten and) in ibrer gröBten Ueppigfeit entti^id e(t, fctrc^l an @icnl)eit bev ^nb^^^^^f^ ^^^ ^"'^ ^" 9}ianntgfalt{g!eit ber Wirten, nur ba^ fie tu 33erg(e{c^ ;^u ber uuenblid; reichen STrcpenüegetaticn an 2Bid;tigfeit surüdtritt. 1) 1)ie gteAten finb ^^^^^^pP^nS^"/ tretrf^e an Befon* bcven ©teHen be§ ÖauBe§ («Seite 11) eigene gru(^tBe^ä(ter (@cf?üffetu, (Sc^itber, Apothecien) bilben, bie au^ ©aftfä* ben (Parapbysen @. 23) unb (2|:oreufd;Iäu(^en (Asci) befielen uub metft ücu einem Saubraube umgeben finb. 2) ^a^ ü^aub (Thallus ©. 11) ift eutu^eber Iruften* artig, blattä^ntic^ cber fäulenförmig. (@. 13). 3) ©ö fel;(en ben g(ed)teu eigcutfti^e Sur^efn ('9. 41), bentlid) uuterfd)tebeue 53(ätter uub igtengel, 33(ütbeu unb ^efrud)tuugecrgaue. 3e tiefer ein ®eti\id;ö im ^^flaujeu" reii^e ftefjt, befto \reniger ^ä^tt e^3 Organe, befto me()r finb biefelben ijerfd^mct^en. (©. 10). ^ie gcrt]if(au3uug ber gtec^ten gefd;ie^t euttDeber burcb bie erträ^uteu Sporen cber bur^ (^ouibien (S. 37. 33. 27), b. ^. eine %xt bon £nDö= pen, bie fic^ auf ber Oberffcid^e be§ 2aiibe^ bifben. T)k äußern SSer()ä(tuiffe, vretc^e bie ^lu^bitbung ber Sporen ber=» t^inbern, begünftigen bav3 ©ntfte^en ber ©cnibien. 4) 1)ie Sporen entfielen burc^ freie ^^^^i^^ifi^w^g inner'^alb ber Sporeufd)(äud;e, bie ©onibieu (S. 33) burd; Umbiibuug beö Saubeö. 5) S($U}ärmfporen ober überhaupt eine gtoeite 2Irt ben Sporen i^ermut^et man, I;at fie aber Bio jefet no^ nid^t beobachtet. — 54 — 6) ^a§ ^aiib ber gled^ten befielt metften^ auö einer ^inben^ unb einer 2}ivir!fc^ic^t. T)k S^^^^r tüelc^e biefelbeu bitben, finb fabenäl;iüid; gegliebert, bergu^cigt, bid)t in ein* anber i?erfd;(ungen. 3^^if4>sn ii?nen lagern runbe ^(attgrün* geüem I) ^zx 3eüftoff ber gfec^ten ;;eigt burd^ 3oh feine Bfane gärbnng. @r ge^t in ^of^Hlbenben (Stoff (Xylogeii @. 25) nnb @tär!e (Amylum @. 31) über, ©benfc er^eu* gen fid; eigent^ümüc^e bittre @^1ra!tiJ?= unb garbeftoffe, be^gleic^en (S^UYopt)\)ti (^(attgrün.) - 8) ^er ^rimorbialfc^fand;, 3^^^^"^^^^ i^"^ baö *? rc* to|3la^ma t^nrben in ben ^^Üm ber g(ed;ten U^ je^t noc^ nic^t beobad^tet, ebenfo trenig ba§ keimen ber @|:oren unb ha^ Sac^gti^nm ber ^dten, S3erbicfung^fi$id)ten finb Der* l^anben. 3^^f4>-ttS^üenfubftcin3 nnb (Suticula (C)berl;äntd;en) feilten. 9) T)k gleisten fül}ren ein, bnr(^ bie ^tit faft un* begren^teö, Sufttebcn, bebürfen eine feuchte, niäj^ig iDarme 5ltmoff)^äre nnb frifd^en Önftjng (@. 14). Sßo biefe 33e= bingungen nur ^um ZijQii erfüllt finb, entfte^^en SJtigbitbun- öen (@orcbien @. 37, ^ariotaricn, 3fibten ©. 38). ^ie S3aumflec^ten finb unäd)te (2d;maroljer. (®. 21). 10) ^ie Drganifd;en ^eftvinbtr;ei(e ber gled^ten finb (Sanerftoff, Safferftoff, ÄoBIenftoff unb ©tidfloff. ^ie un* organifc^en finb no(^ nid;t ünterfuc^t. (B, 35. 30). II) ©6 finben na^e 33erü5rnngen ber gfed^ten mit ^iljen (@. 50) unb tilgen (@. 52) ftatt, ebenfo ge^en Diele Wirten ber gled^ten felbft faft unmeritid^ burc^ gf);\^i\d}^n\0X'^ men in einanber über. 12) !Da§ (Stnbium ber (Snttrideütngi^gef ($id)te, fotine bie 5?enntni0 be§ inncrn ^aueö, fon?ie be^jenigen Dom ^eben ber (^en?äcbfe überl^aupt, mac^t ba^ 5Infertigen Don müro* ffopif d;en $rä|)araten notbnjenbig. (^. 28). 13) 3^^'M'»^ß" ^^" SBenbcfreifen finb bie mciften Wirten üou gted^ten Dorl^anbcn, an ben ^^oten unb auf bcn (Sebir* ^ 55 ^ gen ^ertfd^en fte aBer im SSerl^ällntB in ben an ^Uii^^n ©tanborten tDad^fenben Spangen t)üi\ 14) Unter ben 2^rc^en f}exx\ä)en Befonberö bie auf 23änmen lebenben gleittenfamilien, in ben gemägiAten nnb fäftern ^omn bie an ber @rbe toad;fenben tor, ^e^r n?e* tiige 5trten [inb foömopctiten. 15) (Einige bienen 3nfe!ten gur ^^a^rnng (g(ed()ten* f|)anner; Geometra lichenaria @. 51), anbere 33ögeln jum D^leftBau. (@. 51), 16) (Sinige gred;ten finb av,^nei(i($ (@. 25), anbere finb für bie ^emc^ner ber ^olarlänber (@. 47) t^eils alö nnmittelBareö 9la^rnng^mitte(, ilieiU a(ö ^iel;futter üDn ber größten SBid^tigfeit. 17) (Sine 5(nsa^I 5Irten (Roccella) tüerben pr 33e^ reitnng bon garBeftoffen Benutzt 18) T)k ^aumflec^ten nnb bie in SQtaffen an getfett auftretenben Äruftenflerf)ten fonnen n^efenttic^ mit bagu Bei^- tragen ber Sanbfd^aft einen eigentl^ümlic^en ©parate p t)erlei(;en. (®. 17). %led>tenc^attun^ett* 5I(Ie l^ier Befc^rieBenen gfei^tenarten gehören ju ber gregern gtec^tenorbnnng : Gymnocarpi. Schrader. 5Ipot^ecien offen, bon fd;eiBenfi3rmiger ®eftalt. Tribus L Parmeliaceae. Fries. T)k grurf;tfd^i(bc^en aBgernnbet, BleiBenb, bom SanBe eingeranbet. Subtribus L üsnea.. Fries. a^ ?(püt^ecinm fielen bleiben. SauB btattartig. 1. Peltigera. Hoffm. — 2. Solorina. Ach. Tribus II. Lecidineae. Fries. (Scheibe abgernnbet, bteibenb, offen üon ber erften 3n=» genb nnb oft oevfümmert im an§gemad)fenen ^nftanbe ober im Filter, ßanb ftraud;artig ober ^ori^ontat, blattartig ober Iruftig. 1. Cladonia. Hoflfinann. — 2. Baeomyces. Persoon. Tribus III. Graphideae. Fries. (Scheibe längtic^ ober verlängert, einfad^ ober ijeräftelt, riüenförmig. Saub frnftig- 1. Graphis. ®ebi:uc!t bei §. C. SB 09 en er in Cemgo. Gez.v.H, Wagner. tilh.Anst.v Carl Kühn di SölmeinBerlm. ber 2?on $. ^ rt ^ n c t. IV. Die Algen^ bargefteüt burd^ 25 Wirten berfelSen. ^x^iüii »erbefferte SlufUge. LIBRARY NEW YORK mit einci: Äofel 2fbbilbun9cn. BOTANICAL QAKDaN ?8telefcI5. 35erUg bDH ^. §e(mic^. 1855, ©r!(äru«g ber 5ll>HIbungen. 1. ©emeineS 3icfcti1d6df;en. Meridion circulare. a. 23{ele ttt: felben finb ju einem fc^eibcn form igen ©onjcn ocrcinfgt, fo ba^ man nur if;re Si^ebcnftiten ftef)t. b. ßin cin|elnt'g uc|!§ ber 3etlej b. i>k neuentjlanbene rul)enbe &pove, fc^on mit einer 3eUfloffl)ülle t)ecfcf)cn. 400fa(^ öcrgrögert. 12. ©in 3weigle{n eines «rmleud^terS Qtmaä oerj^rögert» a. jinb \>k 2(ntt)er{bfensÄügetc^en} b. tu ©porenfrüd^te mit i^ren gereiften füllen unb 5tt)eili9en Äronen. 13. @ine einzelne folc^e ^md^t oergrögert, noc^ inner^olb i^rcc 14. ©ine beSgleid^cn o^ne ^iiUe. 15. ©ine 3(nt()eribie beS 2Crmleuc^terS oergrb^ert. 16. JDiefelbe jcrfprungen. 17. (Sin einzelnes ^aufd^en ber 2fntl)eribienfäben. 18. Soffile 2Crmlcuc§terfru^t (Chara Lemani. Brogn.) oon ber ^^iU gefcl)en. 19. jDiefelbe oon oben. 20. @ine 3eUe beS 2frmleuc6terS um \>k ©ttömung ber @üft!ügcU c^en innerl)alb berfelben ju oerfinnlid)en. 21. ©piralig gewunbene 3ellen, roeld^e in'ten gäben ber 2Cnt^eris bien jufammengeroUt lagen unb, nac^bem fic ^eröuSgareten finb, fic^ lebhaft im SQSaffer belegen. Pxe §il6tn. ®in pxää)t\Qtx (Sommermorgen pdt bte ißanbfd^aft tu feinen buftigen ©df)(eter. ^ie ^ahm be0 ©örfc^enö fragen luftig unb ba§ muntere ScIIenijie^ folgt bem ^orn feines S3ef(^ü^er§ ^ur Blumigen Siefe. ^in großer ^eid) Breitet feinen rul^tgen (St(Berf|}te,qe( gtuifc^en ben @rlenBüf(f;en unb $f(aumen|3(antagen be§ ©orfeö au§. >Der D^o^rfänger im f($(anfen (Sd;i(f überBietet bie fanfteren (^raSmüden unb SauBfänger mit fd^metternbem ©efang, fd;na^^t in ben ^voU fc^enpaufen feiner ©tegreiftieber eine junge faftige ©c^necfe tom S3latte bee ^feilfraute« unb fc^euc^t ben erfd^recften grofd^ unter bie bid^t tern^eBten fd^toimmenben ^olfter ber "" STeid^tinfen. W^^ at^met !räftige grifc^e unb froT)(ic^e §et* terfeit. 33auergleute giel^en gu 5l(fer, anbere fd^irren bie $ferbe unb Befprec^en in nai^Barlid^er S3ertraut^eit bie |)off* nungen unb 33efürd;tungen beö ^age§. !5)a tritt cin^ ben 9fleBc(n beö ©riengrunbeö eine ernfte SJianneSgeftalt in fd^Iii^* tem, aBgetragenem 9?ode. — n^a^ toiö ber SJJann fo frü§ ^ier im ^orfe? 2öer ift er?" — deiner fennt i^n! (Sr fommt nä^er; bießcic^t reift er nur burd^ ba§ ^orf nad^ einem ferneren S^dzl — T)OiS) |e^t tertäBt er ben gußpfab «nb Biegt feitn^ärts ab nad^ bem Sßei^er. 3^if<^^" ^^" SÖeibenBüfd^en unb Blüf;enben ©eiöBlattranfen l^inburc^ na^t — 6 — I er bem Spante beö bunfedi, tiefen ©c\Däffer^, gtfc!;e treiBen brtnnen \1}X Sefen, @d)töat6en fangen in ^fe{([d;ne(Iem ginge an [einer B(tn!enben 8Iäd;e bie tan^ei.ben S){ücfen. ^Sa^ totü ber3}iann bort anxZdd)^? Saö l;viter l^ter gnfni^en? ©r fte'^t fo finfter in^ SBaffer Ijinab!" ^eljt gel^t er stcet ©c^rttte U^eiter nnb b(ei6t tütebernm fte^en, er fd;eint i)oiT irgenb ct\\^a^ getüatttg ergriffen gn fein. Sa§ gi(t^, e6 ift ©iner an§ ber ©tabt, ben ein Unglüd Betraf nnb ber, üBer- brüffig be6 (Sonnenlichte^, baa lMetIeid;t nnr feine ©c^ntb« Briefe ober noc^ (Si;ninmere0 Befd;eint, 9^u^e fndicn totd Bei ben@öttinnen be^ Saffer^. — »f@r toill fic^ erfänfen!« meinte ber eine ber BeoBad^tenben 33anern, — ffioir muffen ifjn bor bem (SelBftmorbe Behüten!« — ff^ie ©emeinbe mn§ bie 33egräBnipoften tragen, n^enn er :^ier in ben S^eic^ fprtngt, baö gef;t nid^tlf enoibert ber stoeite. 33eibe na^^en fid^, !^er )^md)^ ©ra^tc^pic^ mac^t il^re ^d)xitk nn^ci'Bar nnb ber sodann im fc^Iii^ten 3?cde ift fo oertieft in ®eban!en, Blidt fo nnnnterBrocBen nnb fc^arf in ba^ Gaffer hinein, nm üiedeid^t bie «Stelle anöjnfinben, too ber Seg in6 ff 3enf eitö« am n)enigften fc^tt)ierig ift, — jel^t tritt er 'oox an ben an* gerften 9f?anb, je^t Benct er fid) üBer, — ba faffen il^n jtoei ^aar fräftige gänfte nnb reiben i^n ^nrüd anfö grüne geft* tanb. ffSßaö toitl^r ^ier mad;en? ®r toiü [id) I;ier erfän* fen, baö ge^t nic^t! ^ie (Gemeinte 'i:iat fo fcbon genng Un^^ foften i)on ^ernmtreiBern. (Sr mng mit jnm Öanbratl;!* ©ic (Srtinberungen be§ ^eftür^ten n:erben für Sorte eineS SBa^nfinnigen erüärt, ber bnrd^ ba0 Unglüd ben 23erftanb oerlor. jlrnnfen t)om 33etou6tfetn einer |)e(bentl)at, ^cU beö fügen ,^^efü(;(e§ : ein 50?enfd^enIeBen gerettet nnb ber Ort^faffc bie 33egräBnig!often einer ^eic^e erfpart jn ^aBen, üBerliefert ba§ ebte ^aar ben (befangenen bem erftauntcn 33ater beS Äreifeö. . ^ 7 — M^6er, nteirt §err, toie fommen ©ie ^eute ju fotd^er 23egleititng.« mO §erv Sanbrat^, ertiefung, — ein (^aBeltang 'f^at fic^ feft an baS ©ranitftüd gejammert, toetc^eS bie ©aljflut^ noc^ üBerflrömt. 33iS an bie ^niee toatet ber Segeifterte ben pie^enben SBaffern nad^, f^ä^et — 8 — unb forfd)t unb reic^ttd^e 33eute tonnet feine 9}Jü^e. ^rft bie brcl;enbe '^Mie^x ber glut^ ma^nt t^n ^ur gtud^t. ©er gifd^er jie^t i^m mit feinen 9ie^en au§ ben 3:iefen beö 2}leereS mand;er(ei fc^öne ©eftalten I;erauf an^ Slageölid^t, — ber rafenbe ©türm, bor bem ber @d;iffer hcht unb ber Berec^nenbe Kaufmann gittert, — toirft bem 33otani!er groß» müt:^ig reid^e ©c^ä^e am Öanb ! T)k Öeid^name ber ^flan=» gen, toetd^e ben ^tranb bebecfen, finb fo (ieblid^, t^r ^^ob ift fo fanft, ba6 fie mit i^ren prächtigen garBen unb i^ren un* teränberten formen felbft nod^ nad^ ^a^ren im Herbarium baß Seben er^eud^eln! SßaS ift^ aber, baß ben S3otani!er ^inauß treibt au6 ber freubenreid^en (Stabt, auß bem ©(äferltange ber ^efeü* fd^aft unb bem ^aufd^e be§ ^atlfaalß in bie finftere Salb*' fd^tud^t, in baß büftere «Sumpflanb, too ber gelb unb fc^toarj* geffedte ©alamanber unb bie rot§bäud;ige Äröte feine ®efe(f* fd^after finb, too bie gtü^enbe @onne fein 33Iut fod^t unb ein anbermal ber fc^arfe Sinb i^m bie ©lieber erftarrt? Sßaß treibt i^n fogar oon ben (beliebten ba^eim fort an bie imtüirtl^baren ©eftabe beß ©ißmeereß unb in bie fieberbro* l^enben Sätber ber 2:ropen? — ©einen 35orgänger raffte ber giftige §aud^ ber (Sumpfluft bal^in, er fan! unter bem (Strafte ber ungetcol^nten Sonne, — aber, toie im Kampfe ber Krieger unüerjagt über ben Seid^nam beß gefallenen greunbeß fc^reitet unb bem geinbe mut^ig bie ©tirne jeigt, — fo pflanzt ber 33otanifer einen buftenben (Strand^ auf ben ©rabpget beö bal^ingefunfenen Sieblingß unb benennt i^n ju feinem (^ebäd^tnig, — aber er felbft ge^^t öoripärtß unb forf^t toeiter! Sed^e ^Jladi)t treibt i^n unauf^attfam fetbft in Ä^ampf unb 2:ob? O greunb, e§ ift bie 2kht gur Statur, n)etd^e eine ®otte§I}anb aU garten ^eim in fein cmpfängUd^eß ^erj pflangtc unb loeld^e 3eit unb ^ft^ßc - 9 — gcbei^en Heg ^u einem fräftigen 5ßaume ! (Sie lel^rt t^n nmev^ sagt bte i^eiben ertragen unb (o^nt i^n mit fii6em, l^o^em ©enug. SÖarum er bie 9^atur fo inniglid^ (iefct, fragt ber gorfd{)er erft bann, toenn bte erfte @(ut ber Seibenfc^aft in ettüaö üorBei tft! (Sr folgt bem unenbfid^en orange unb — ba bie dlatnv unb er fetbft mit allen Gräften unb S^rieBen ein ©angeö finb, in mefc^em bte (gntmicfetung be§ ©inen ftetö au^ i^re Befttmmte Sirlung auf baö Rubere äußert, fo ertoad^fen anä) auö bem reinen toiffenfc^afttic^en gorfd^en ottmälig eine 50^enge SSort^eite für ba3 übrige Seben, an toeld^e anfänglid^ 92iemanb backte. S5on jener 2khz burc^brungen, treten toir gemeinfc^aft» lid^ unfern feierten 5(u^gang an. Sir feerfel^en unfere ilapfeln mit einer ^In^a^^I $a^ter* d^en, um bie mancherlei tilgen in biefelben aufzunehmen unb iebe befonberö torläufig eingutotdeln, unb nehmen feieöeic^t aud^ ein§ ober einige tüeit^atfige ®(äöd^en mit gutfd^Iießen* ben ^ro^fen mit, um befonberö !(eine unb fe^r fd;(eimige gormen fammt einem S^^eile Saffer, in bem fie fd^iüimmen, oufjufaffen, ol^ne fie gu verlieren, ©e^r feort^eit^aft ertoeift ftd^ aud^ ein Heiner §amen mit einigen feorfte^enben ©rat§=« fpifeen, ben toir an Ort unb ©teile bequem an unfern (Stocf ftecfen fönnen, um fotd^e tilgen, bie tüeiter Dom Ufer ent* fernt fdjjtoimmen, ober auf bem ®runbe beö Sßafferö ange* toac^fen finb, auffangen ju fönnen, unb nun fud^en toir ti>k ber9?eifenbe in ber 5Büfte feoü ©e^nfud^t r^SBaffer,^' benn in \ijm breitet fic^ faft au^fc^Iiegtic^ au«: baö $Reid^ ber öligen. — 10 — 1, Fragilaria capucina. Lyngby. (^emetneö 33red^Banb. ^rud^ftäBd;en. gtgur 3. ©in 5IöaffergraBen ik^ fic^ langö bemSföcge ^n. T)k ©cnne beftiüirt in i^rem grogen Laboratorium gar 30?ancf)ev(ei au§ bem rafenumgrünteu Saffer. 33räunüd)grüue @d;aum* tta[en [teigen üom (^runbe em))or unb fammeln fic^) an ber 06erpc^e ^u unanjcl)nüc^en §äufdf)en. ^kt^ voax beit ®icf)tern unb iy?ic^tbid)tern folc^ eine trübe ^fü^e ein belieb* te^ ^i(b, um etmaö 3Seräc^t{irf;e§, ^Keö gu be3eid)nen, bem aufmevffamen 9kturfor|d?er ift fie ein reid;er gunbort Don greube unb ein ^orn reiner, !(arer ©rfenntnig. ©iiieö jener fc^mimnienben ,5)äufc^en fangen tüir bor* fid;tig mit ber §anb auf unb fc^ütten eö in unfer ®(äx^d;en, ober n)ir bergen e§ in einem ^]3apierbriefd;en. ^ier im freien erlennen h)ir nimmer, \vaQ wir eigenttid^ fanben. 5ft eö ©taub, ben ber SBinb bom Sege anö in ba6 Saffer be0 ®raben3 ]^ineinn)e^ete, ift e§ irgenb eine organifd;e 3J?affe, \vdd)z öer* toefenb fid; htälizt unb in il;re elementaren ^eftanbtt;ei(e auf* tö^5t? Sir eilen prüc! jnm traulichen ^i^tmer. 33(umen blühen auc^ ^ier. ^er it'anarienbogel, ber fein §)eimme^ !ennt, benn in ber @tube entfc^{ü|3fte er bem @i, begrüßt un^ traulich aU greunb unb ein "^nge birgt unfer 3intmer, fi^ärfer aU baöjenige be'3 geübteften rot^^äutigen ^änptüng^, fd?ärfer a(5 baö beö trüftengeborenen 5Iraber§, ber bie 2an^ jenfpi^e bemerft, treidle am ^ori^onte auftand;t, ein 5Iuge^ tDetd^eö beö ftäbtebetüof^nenben ^enfc^en finniger ®eift erf anb : "baö 2)^i!rof!op." T)a^ meffingene ®eftel( fnnfett im (Son* nenlic^t, eine ^d)ak mit ^Baffer fte^t alö befd;eibener Wiener neben i^m. 2Bir öffnen ermartung^öod baö ge(;eimniBreic^c ^a^ier, noc^ fe(;en nur nur ©c^mu^^, l;üd;ftcn0 ein gappein- beö Sürmc^en, baö fic^ ängftlic^ bem eintrocfnenben ^dufc^en entminbet. Wix bringen ein ^rö|)fc^en SBaffer auf ein rei* ne^ ©laö^Iättc^en unb bann mit ber @|)i^e be^ gebermeffer^ etroaö t»on unferm gunbe, Sir legen baö 3:äfe(c$en auf ben Objeftträger beö 2)tifrof!o^§. Saö bem blogen Singe ein formlofev @d^(eim erfc^icn, ^eigt fid^ je^t regelmäßig — 11 — geftaltet! Sa^ un§ ein (SrgeBiüg be^ ZcM büufte, erteeift fic^ üoü Seben unb ©d^ön^ett. ^er 323affertro^fen ift ;^u einem !(etnen Zdd) getücrben, üBer ben bie §anb eineö 3^^^* bercrö äugerft stevU.te ^rücfen ton einem ©nbe jnm anbern fpannte. (5'3 finb bie niebüc^en ^änber einer 5I(ge, beö „33rec!)Banbeö/ (Sigut 3) bie »or un§ liegen. 3n Sir!^ tid^feit ift jebe^ ^änbc^en nur ^i)X):i V32 öinie Breit, ba3 SSergröBerung^gta^ jeigt e^ unö jiemüi^ üon ber breite ei=« iteö gingerö. ^^be^ biefer gtäfernen ^änbd^en ift anö t>ie(ett redf>te(figen lörperc^en sufammengefel^t, iDie fie mi^ S^Qwr 3 a. jeigt. ©-in ein^eüieö biefer Ii)rperd;en ift eine QqÜ^, ©^ befi^t bier ©eiten, jebe burc^ eine bur(^fid;tige, I^arte ^3(atte geHtbet. T)k gldc^en, tüe(d;e nn§ ficBtbar finb, foBciIb \m^^ rere fctc^er ^oikn fid; ju einem ^cinbc^en »vereinigt f|ah^n^ pflegt man hieben feiten in nennen, (gig. 3. a.) 3n bie* fen ü^eBenfeiten erf(^einen mv'ind;erlet jierU(|e Streifc^en nnb ^ünftc^en, fo ba§ ein S^apejierer fic^ feine ^tapetenBanben nid^t regelmäßiger unb fd^iJner toünfi^en Bnnte. ©iejenigeit fc^malen leiten, mit benen bie ^^Uzn (gruftein, 2^f)ei(ftäB* d^en) 3ufammenfto§en, (gigurS. b.) nennt man bie^aupt* feiten. S)iefeIBigen erf (feinen Bei unferer torliegenben 5(rt fd^maüanjettförmig unb an Beiben ©üben jugefpi^t. 33ei borgerüdterem ^(ter verfallen bie 33änbdE)en in i^re ein^etuen ©tüdi^en, bereu jebeö bann tüieber bie gä^igfeit Befi^t, burd^ 2;^eilung bie 53ilt)ung eine^ neuen ^änbdjjenö ju üerantaffen. 'Daö gemeine ^red)Banb finbet fic^ eBen fo gut in ben (SumpfgräBeu unb ^Teid^en ganj ©nropaö, alö auc^ in benen 5lfrifa§, ?[meri!a§ unb 5Ifien^. ~ 12 — 2. Meridion circulare. Kützing. ©emetneö 3ir!erftä5c^en. Ärei0|)latte. gigur 1. Echinella circularia. Grev. — Frustulia circ. Dub. — Meridion vernale. Leibl. — Exilaria Flabellum. Ehrenberg. ©tn ^iefelBIocf xn% toon ®raö umtüogt, an einem :^ellen, Keinen Ouell. S)a, h)ü am @runbe be6 Steine« bie füllen Sei- len am ftärfften ^(ätfd^ern, bemerfen tüir fc^jönbraune gletf c^en, glänaenb gallertartig. !Daö ^üroffop },z\^t jebeö btefer Itn'» fengrcgen ^äufd^en befte^enb au§ einer Un^a^l tounbernieb* (id;er organifd;er SBefen, bie ju ber einfac^ften gamiüe ber tilgen gehören, ©enfe bir ein gang flac^eö, papierbünneö S^eüerd^en anö ®Ia§, bon beffen bnrc^brod^ner Witte md) oüen Seiten regelmäßige feine Streifen gu bem $Ranbe fü^* ren, jebeö Streifigen tt>ieber mit nod^ feinern Ouerftrid^et* djjen lin!^ unb rec^tö gefc^mücft. i)er äußere 9?anb beö STetterc^enß erfc^eint ^ö$ft regelmäßig fanft ge!erbt, jeber .^erbja^n mit gtt?ei fleinen, punttförmigen Oeffnungen berfe- l^en, babei finb bie !leinen Xellerc^en Iriftafl^eü, bie Streif* ti^en erfd^einen fanft gelb unb getDä^ren bem fangen ein Bejanbernbeö 5lnfe^en. Sämmtlic^e ^ör^jerc^en, bie ber 33o* tanüer ff^rei^|)lättc^en" nennt, finb in einen brännlic^getbli* djien flaren Schleim gelagert, unb erft i^re 9}?enge berlei^t bem ©anjen bie borl^inbemerlte tiefbranne gärbung. Slußer ben eben befd;riebenen freißrunben tet(erä^nlid)en ^eftalten (gig. 1) treffen tt)ir in bem ^äufd^en noc^ öfter fold^e, hü benen Stüdd;en ^erauögebrc^en fd^einen, ja eine nic^t geringe Stnga^l ber einzelnen, f^malen, feilförmigen 3ellen (gruftein) ftnb nod) ol;ne ©efetlfd^aft jerftreut jtüifd^en i^nen. S3ei biefen glüdt eö unö au^ bie fc^male |)au^tfeite (gig. 1. b.) gu fe^en, toeld^e ebenfalls feilförmig unb mit Duerftreifen toerfe^en ift. Sir finben biefe einzelnen Stäbdjjen, beren eineö Vi 20 hiQ V35 ^^"^^ ^^^^^ ^f*' ^^^ ^^" $)au)3tfeitcn ber* einigt, fo baß fie unö bann nur bie ^Rebenfeiten feigen. So finb fie ju 2, 3, 4 unb bielen aneinanber geheftet, biö (ie — 13 - ben S^^^^^ tjoüenbeit, ja nid^t fetten BteiBen fic fetbft ^lerBei nod) nic^t fielen, fontern formen eine fptrale Sinbung, ettüa toie ein ©tücfc^en i)on ber Sinbuug einer ©d^ranbe. (SoBalD tüir zin ©pä^ni^en §0(5 in bie g(ammen be§ Sam|3enUd)te§ l^alten, berbrennt eö unb nur ein nnanfe^nlic^ gartet S^eftcben bon 5l|c^e hkiht gurü(f, bem man eö nic^t gut me^r anfe^n tann, bon toelcbcm 53aum eß flammt, brin^ gen totr bagegen eine 'än^a^i ber !(einen ^reiö^Iatten auf ein ^(ättc^en ©(immer unb galten biefe§ mit ber ^auQt in bie ®(ut, fo toirb nur jener bräu(id5)ge(be ©c^feim oerje^rt unb ber ^föaffertropfen, ber bie ^flängdben trägt, berbunftet — fie fe(ber aber bleiben unjerftört inxM mit i^rer ganzen (Sd;ön^eit. 9^ur fobalb voix ettoa^ ^ottafc^e ober ©obafalj ;^in5utl}un, toerben fämmtlic^e ^'örperd^en gn einer toinjigen ©(abperle sufammenfc^mel^en. Senn toir üorl^in bie ^reiö* |)Iattci)en mit @(a^tellerc^en oerglid^en, l^aben toir alfo nur eben bie reine Sal^r^eit gefagt, benn jebe ber ^tUm ^t bier feine SBänbe oon Harem ®(a§. Sir toiffen, baß ber gabrüant fein ®(a§ auö Ä'iefelerbe, cm^ gefd^moljnem Ouarj fcarftedt, — an§ berfelben £iefe(erbe baut fic^ baö tüingige .$f(än3d{)en aud^ fein ^auS. !Der alte ge(fenb(ocf, ijon i^uft unb @cnne, Sinb unb 9?egen angegriffen, berioittert, feine £)berfläd)e im fic^ admälig auf unb jebeg Sröpfc^en Saffer, baö im ißäcblein rollt, entfül^rt i^m eine Heine 9l)^enge, ein ^e^ntaufenbftet bom ©etoid^t be§ Zxop\zr\§, feiner Äiefelerbe. Seber OuetI enthält aufgelööte fiefelerbe. 33,000 tropfen Saffer muffen bon bem !(einen ^flängd^en aufgefogen toer* ben, e^e e^ im (^tanbe ift, bie erforbertic^e äl^enge ber ^ie* feierbe 3U erlangen, um feine fefte ^üÜ^ bar^uftellen. !iDie gan^e ^af)l ber Heinften ^flängc^en, bie f'üefetfc^aligen !Diatomen<' beren man an 800 bereite !ennen gelernt f)at, fonnen nur entfielen, toenn ber IJiefelftein aU fo(d()er bergel^t. SQSenn tDir bor^in oieneid[)t jtoeifelnb fragten, toie SJcofe^, alö er bon bem gelfen Saffer begehrte: »fSirb je zin organifc^e^ Seben auö biefem (Steine fommen fönnen?" fofinb mx nun* me^r überzeugt! (So fprubelt gleid^fam ein |)eer ©eftalten üuQ bem getsbloc!, einOueü bon fc^önen i^eben^fcrmen ent- — 14 — rinnt bem "garten Stiefel, — er feiert in t^nen eine '^errltc^e n?unberl6are 5tuferfte^ung iinb S3er!(ärung. ^Der S^aturfor- fd?cr glaubt nic^t baran, nein, er i[t burc^ fein gefc^ärfte^ 5(uvje baoon über3eugt! 3, Diatoma vulgare. Kützing. Gemeines 2:^eiIftäBc^en. 5?ettenftäbd;en. (gtäb^- d^en fette, gignr 2. Bticillaria vulgaris. Ehrenberg. ©in gtngerglieb, ein ^oU, ift no$ fo Icioli^ grc§, tl}ei(e ben ^otl in 12 2:^^ei(e, bu finbeft bie^inie, ben S^i^^t^ Ulioii \d)on n)in3ig, i^erfnc^e biefe Sinie norf; in 3 2:^ci(e ^u gerlegeii, e^ gelingt btr nod^, allein jebe fotc^c T)vittcllinte jnit bicgem 5lnge nod^ in je^n ©tütfe jn ^erfd^neiten, n)ivb auger bem ^ereid^ ber 9}?ögUd;!eit fein ! ^u l?aft bie (^roge beg S^l^etlftäbcben^. !^reiBtg an einanber geben erft eine Sinie! Unb bcd; gehört biefe 5lfge unter il;reö ^[eic^en noc^ jn ben Üitefen, bie fid^ gu ben ffeinften befannten gormen ber^atien, \mc ber 10 gug l^o^e ©oliat^ p einem 1 guB großen neugebornen JlinMein, benn ber gcrfc^cr fennt gor- men, \m ^. 5^1 Protococcus Atlantlcus, bie nur eine breil;unbertftct t^inie an @rc0e ^aben. (S^ t?eriangt ber ©id^ter mo^I jn 3^iten nad^ Jungfrau* Iid;en Sälbern, bie noc^ nie be§ äJ^enfci^en ipanb befd^^abigte, nie fein 3s^ft'-^^'ung bringenber guj3 iztxatl greunb, u^cnu bu feieren Sunfi^ im |)er3en l^egeft, fo tüenbc bi(^ an'ö 9}(i!roffDp! ®u bebarfft nid;t ber langen ©d;ifffat)rt mit ift^ rer @ee!ran!^eit uab fonftigen Uebeln, braud)ft nid?t ben ^ampf mit Jaguar unb ^uma, mit ^^(Üigatcr, £(ap|3erfd5)Iange imb fonftigen 53c^of;nern bc§ brafilianifd^en Sa(be§ < — bu bebarfft blo5 be^ J?cränberten 2}iaagftabe§ unb bcine <^el)n* fud}t i^t geftifit! ©a5 ^Jiifvoüop ift ber ^auberftab, ber bir bie ^fHlje gnm ^ßeltmeere i!m[d;afft: f^ein ilBaffertoalb'' liegt t)cr bir! gein gert^eilte ^ouferoenfäben bitben ba3 ßaubge- — 15 — ipirr, Qnfuforten itnb Qnfe!tenlari?en ritbern — je^t f|}tefenb, je^t fic^ fcefäm^^fenb jtüifi^en fc^Iatifen (Stämmen imb tjcn ^nft 5u 5lft, t)cn 3^^^3 3^ 3^^^S fd?tni.qt [id^ ein ^at/üofeö ©cflec^t tcn fleinen iiett(^en! 33räunltdVf(ar 'oon gvirbe l}eften fid; 2^aufenbe ton ijiered'igen IängUd)en 3läfe(d)en jid* gadfcrmtg mit ben ©nben aneinander, ©in !(eiue6 £n5td)en glaß^eüer ©eünfuBftanj evmeglid/t bie ^evbinbung. ^ier fd5)n}ingen fid) bie ^ettenbänter in fanften ^^cgen, tine bie (Se^iänge eineö ^rad)t!renleud)tcr§ ^on einem ^rm ber Svif* fer^flanje jn bcm anbern, bort I^ängen fie, im Saffer (c[e f(ntl)enb, frei f;erab! Ssjer 9ianb ber einzelnen red)tedigen ©lieber, au§ benen bie ^ettc^en Befleißen, ift gart geftreift, fo bai3 8 — 9 ©trid;Iein auf ben l>unccrtften Zb/Cii einer Sinie fommen. Unb n^ünfc^eft bu ein üp|>tgeg Sad^^tl/nm im Urn?alb beö fügen Saffer^ — fie^e l;ier ift eine gruc^tbarfeit, bie jene ber IJ^rcpenföälber xodt übertrifft! 3n ber jierlid^en 3eüe ber ^iatomen bitbet fic^ eine ©c^eibetüanb, erft ga(^ lertig, bann feft nnb nur njenig ©tunben njci^rt eö, fo t^eilt fid^ ba§ $flän3d;en in ^mi |)ä(ften. @tatt te^ einen, ba^ nnn t?erf<^ü)nnben ift, oI?ne geftorben ^u fein, finb ^trei üor^^anbcn, tüeld^e nad; fnrjer grift benfelben ^^organg n^ieberl^clen. — (S^renberg beobachtete biefe Organismen in ben ©räbcn be^ berliner ■t()iergarten§. Wit eintretenbem grü^ünge i^er- mebrte fid) iier bie ^a^/l terfelben, nnb fd;on im 3^^^^ ^^^* tedten T'iiüiarben berfelben in ©emcinfcbaft mit fc^föarjgrü* nen G^onferocn nnb gelbbraunen OScitlarien aU ün filjiger, ^anbbider Ueberjng bie £)berf(ädf)e be§ ^BafferS. DJian rei* ntgte baS Saffer, aber f(^on nad) brei ^agen ^atte fic^ eine neue ^ede erzeugt, Ser bie ^iefelpcinjerd^en famm^eln n^ollte, l^ätte in ber falben (Stunbe fd;cn ein ^^funb berfelben, im STage biö einen falben ©Zentner reine ^iefelerbe an§ bem SBaffer abfittriren fönnen. %m ©nbe beS 3uli tourben ei* nige jener ©raben tiefer au^geftodien nnb bie fcbn^arje 9}to* bererbe aU Jünger im ©artenlanb i^erbreitet. '^ie Untere fnc^ung berfelben ergab, bag imi ^rittl^ette ber ganzen 5}taffe cue^ I'tefelpanjern beftanb. ^lod^ nad^ 6 5JJonaten lebten bie gallertigen ©efd^öpfe barin. Oeber lubü^oll, ber i?cn anbern — 16 — brganifdiien unb unorganifd^cn ©tcffen gereintöten tiefelerbe enthielt 1500 Bt§ 5000 SQHmonen ^anjer. — Sm §afen Don Söiömar btlben \\ä) im @rf)Iamme bie ^iatomen in foli^ev 9}knge, bag bie au0 i^nen entftel^eube (Srbfc^id^t in einem 3al)v^unbert auf eine fu^^ol^e Sage i)cn me^r al3 40,000 Ouabratfug toeran[d?Iagt tüirb. 4. Synedra tenuis. Kützing. 3arte0 ©ItenftäB^en. ©ie fe'^r ja^lreic^en Wirten ber (Sattung „(S((enftä6($en" (Kützing lä^U 52 in ^eutfd^ranb) finb t^eilö iöetDo^ner be^ 5i}Jeere0, t^eil^ ber fitzen SÖaffer. T)k einen f($tüimmen einzeln in einen burc^fic^tigen bel]nuug i'On über 24,600 Ouabratfun. Selche unermcglicbe ^al}i einzelner ^^Um gehören l^iergu! Qm ro^ tljen jüieere färbte bie oBengeuannte "iprotococcacee eine ©trede bon iiBer 985,280 guB 00m 3iege(fteinrotBen Vi^ 3um Slut^^ rotten, ^tefelbe 5((gcnart Bringt auc^ ä(;nlid;e gärBungen im c^inefifcben 9Jkere ^erbor unb ift mutl}ma6(ic^ and^ Ür=» fac^e 00m Kolorit be^ gelBen DJ^eereö. X)te ^et^mibiaceen finb ol)ne Hiefelpanjer , berBrennen alfo Beim ©(üben, unb baBen mancherlei sierlic^e (^eftalten. iöalb erfd;einen fie aU gtatte ©dbeiBen, oielfacb gclapjjt unb gejadt, im 3nnern mit ^Blattgrün (^b(oro|>^b^O S^f^rBt, batb ift ibre ©eftatt ein Orbenöftern. Oft finb eö Bauchig aufgefcJ^tooüene 3^üen, auf i^ren gläd^en mit ftadfiefartigen 2 - 18 — gortfä^en Befei^t, ober bie 3cöen!örper I/aBen nur an ben Snben fjzik gortfä^e. ^ind) bilben fie burrf) 23ereinigung lange gäben, in tDelc!)en je ^nm nnb ^tr>ei 3eÜcn neben ein* anber liegen, ©nblic^ n^ert^en [ie ben i)iatomeen in ber ©attnng ff9Jionbftä6cf;en" (ClosteriQoi) bebeutenb ä^n(i6, toenn fie gerabe ober Ijalbmonbförmig gefrümmte, |)riömati* fc^e, olfo e(f ig - ftäbige 3^üen bi(ben. 5. Tetraspora gelatiiioga. Vaucher. ^ ^^ ©enieine Sd)leimb(afe. (ülva. Tremella.) T)k U^^cx betrad;teten ein^efltgen tilgen n)erben bon manchen gür|'d)ern gcinslii^ i?on h^n '^Ugen abgefonbert, aU felbftänbige ^fianjenfamilie bctracl;tet, n)a^renb n^ieber anbere eine grof^e 'änialji berfelben oM S^ievmefen anfeljen nnb ben ^^nfnforien j^ngefeden. ^oc^ anbere enb(id) bilben an0 t^nen ein ä)?itte(reic^ jtinfd^en Zi}kx^ nnb ^3flan,^enti?elt, mU d;e§ fie ba^ dhid) ber Chaodineen C^ory,) Mlcropbyten cber Microzoen (Körber) nennen. Säl;renb eö bei IjUjcx organifirtcn (^efc^öpfen nic^t fd^njer faüt, ein 2:i)ier Don einer ^flanae jn nnterfdjciben, ift biefc @onbcrnng hd ben einfad)ften gcrmen beibcr iReii^je tjon ber größten @d;n)ierig!eit. 33ei ^flanaen nnb 2;f?icren Bilben fid) bie gellen nnb babnrd; and; bie au^ i^nen barge^ [teilten Organe bnrd^ ^erinnnng be§ flüffigen 9kl)rnngö* fafteö. T)aß mit tcf^renfänre, ^alferbe, Äiefeterbe, $(;oö^ :|)^orfänre nnb äl;nlict)en (Stoffen in beftimmten ®emid;t^oer»^ ^ättniffen geniifd/te Saffer ift jel^t nod; tropfbar flüffig, eine SBeüe beö ^äd}(einö, nnb nad; Joenig @tnnben ift eg einge^ fangt bon ber Safferl^ftanje, feine iSeimifd;nng§ftoffe finb in (^tmß, in i^ren @ennc^t^oerl;ä(tniffen, in ber ©teünng ber S(tome jn einanber, beränbert, e^ gerinnt ^n ^fianjen* fc^Ieim, lux ^ettcnmanb. ©ie Uebergänge oom pffigen 9^i§ äu ber feften ^eKen^ant, snr t^arten unb fpröben gafer finb — 19 — / fo allinäftg, bic 5}2itte([tufen unb ^utd/gang^formen fo jal^I^ vdd), bag e§ unmögltd; ift, eine fd;arfe ©ren^e ätoijcf^en geft unb glüifig jit jielien. 2ßtr finb getüöl;nt, ba6 Saffer uncrgantf^^ unb ben ^eHenfaft organifd; 511 nennen, ^ie ^ant be^ im SBaffer fd;iDimmenben ^dgenforper^ übt eine Seftimmte SBlrfung auf ben ijorübereilenben 2^rc)3fen au§. ®ie notl^igt i^n jum 23er^ tüeifen, nähert i^n, — triefen '^Utc3enB(td ift er ncd) auger=^ f^alh bev ^^f(an3en^e(Ie, im nac^iftcn innevi;all) berfoften unb lüieber nad) fur^er ^eit eilt er, fcincg ehemaligen (Bdjaikß tf?ei(meife Beraubt, alö S^rcpfcn ihmi bannen. äBer beftimmt matl}cmatifd} ben SJionient, in iüe(d)em ber S^rcpien auf^/ört unorganif^e^ Gaffer jU fein nnb anfangt einen ^I}ci( eineö organifd/en Sefent^ barguftellen. @el}ört er nid;t and) fc^icn mit gur ^(ge, fcbato il)n bereu ^In^tet^ungßfraft, ober — um ein ilÖort ra gei)rauc^)eu, n)eld;e^3 bie €;umme aller im ^dgen- för^er tuirtenben J^tafte jufammenjagt, — i^re ^eBenefraft beim S3crüberei(en fagt unb feinen Öauf l^er^egert? ^ei einer ©ic&e, einer S^^cfe ijäit e§ vAd)t fd;irer, bie ©renjftäc^en gu beftimmen, tüe(d;e ben feften ^^ftansenförper i>cn bem unfid^t* baren Öuftmeere abtrennen, ©te ©egenfa^e i\mid)m ben Organismen ber l?uft unb le^terer felbft finb in ftar!, ai^ ba{3 tDir eine 53erfd/me(3ung beiber in beforgen ptten. lieber ben eigent(id;en, ürganifd)en 5?au jener ©eifter, .^obclbe, S3ergmann(ein :c., irelde taut Urfunben jene^ 3^^7"^^cBcn in ißuft, jene Unbeftimmti^eit ber Umriffe befi^en fcKen, fe^It Cü (eiber ncd> an jeglichen, ferool]! d)emifc^en aU müroffo- :|}ifd;eu Unterfud)ungen, ba bi§ jel^t ndd) nirgenb ein ^'^emplax eingebradt n^crben ift, trot^ ber grämte, it^elde bereite griebrid; SiU}eIm I. bon ^"reußen auf feilten gang auefe^te. 5m SBaffer bagegen terfd;mimmen biefe Unterfd)iebe unb ©renjen Dtet me!;r, bie Uebergänge finb biel unmerütc^er unb Ifü^ren uu§ baburc^ ^u gan^-intereffanten ©ebanfenfct« gen. Sir fallen fc^on bei ber ^etrai^tung ber gemeinen ^'^rei^V^latte fämmtlid^e för^erc^en in einen bräuntic^!(aren (Sd)(eim eingepdt. tiefer ©c^Ieim ift iebenfaÖ^ eine bor- läufige 5Infamm(ung t)on geeigneten 'D^al;rung§ftüffen, treidle bem Gaffer burd^ bie lebenben S^^^^nfijrperc^en entzogen — 20 — tDurben. 9^od; auffaüenber jetgt fic^ btefe unBefttmmte, mUU ^aft i)er[(^tr>tmmenbe (S^nftenj bei unfrer Dorliegenben 5(rt, bei ber gemeinen (Sd)IeimB(afe, tcetc^e fid; in ©räben unb Ül^eic^en anfänglid^ angetT^ac^jen, \p(xkx frei [(^mimmenb finbet. 3}Jifrcf!opifc^ !ann man beftittivteö Saffer ton folc^em, in toe(d;em irgenb tcetd^e !i;^ei(e aufgelöst finb, nur bann nn»= terfd^eiben, njenn auffaüenb üerfd;iebene (ic^tBred?enfce (Sigei>= fd^aften beibe t>on einanbcr fcnbern. (So Xük nun aber baffelbe Saffer bie berfd;iebenften Uc^tbred;enfcen ©igenfc^aften geigen fann, je nac^bem e§ in 1)ampfform, a(ö @i^, ober al^ flüffigcr 2;ro^fen t)or^anben ift, fo fcnnen anbererfeit^ ^loei glüffigfeiten ton gan^ terfc^iebenem (Schalk bod; ben !Oid;t= ftra^t auf biefelbe 5Öei[e burd;ge^en (äffen. 2Öie fc^on er* toäl}nt, finb tinr l^ier an ber ^ren^e, an n)e(d;er fid; bie burc^ (Gerinnung ber ^^^cnl^aut begrünbete organifd)e gorm ton bem geftaltlofen @d;(eim, ttetd^er in ben tevfct)tebenften Kraben ber g(üffig!eit oorl;anben fein !ann, fc^eibet, nnb kf} Ijaik eine foti^e genaue (^ren^marfe, itenn n{d;t für un* mtjglid^, bod^ für fe'^r fd^ujierig. i)ie ©aßertmaffcn ber (Si^teimblafe geigen fid; äuBer(id) runblid; im UmriB, tpie bieö bei bem gleid^mä^igen ^rucfe ber umgebenben SÖaffer* maffe nid;t gut anberö mög(icb fein !ann; bei fortgef entern Sßac^öt^um erfd^einen fie fd;(auc^förmig, mans^mal md) idoI;( get^eitt in ei^!eulenfi3rmige Raufen. Qn biefer, ber gerönne* nen gleifc^brü^e ä^nlidben, ©ubftang geigt baö ^^crgrcße^ runggglaö fleine 33(ci04en ton terfd^iebener ©rö^e, bereu getoö^nlic^ 4 unb 4 im ^iered beifammcnfteben. ©^ finb bie§ ^onibien, gortpflangungögeüen, benen bie (S-rI;a(tung ber 3Irt übertragen ift. So bei ber (^aüertblafe nun eigent* tid^ ün 3nbitibuum anfängt unb tto e^ auf()ürt, • — ob ber gange fc^ttimmeube Raufen a(§ ein fo(d;e^3 angufel^en ift, ob iebe eingelne ©onibiengelle ober i(}rer je 4 ein fold)e^ auö* utad^en, termag id^ nid;t gu entfd;eiben, glaube aber, baj^ ttir fügtid^ e^er ton einer belebten ©ubftang, a(ß ton einem ©ingelmefen f^red^en bürfen. 5luf Rapier ge(egt, trocfnet biefe 5I(ge balb gu einem bünnen $äutd;en gufammen unb erinnert baburd; fel;r an gettiffe Ouaüenarten be^ Ocean^. 3e nad^ bem %{kx geigt — 21 ^ fie pf^ 'f^öc^ft i^eränberlic^ in ber (^rö§e itnb (SuBftanj; Bio* tüeilen fe^r Breit, bann au(^ fefter nnb l^antä'i^nlid^er nnb in biefer gorm o(^ Tetraspora ulvacea Benannt. 6. Nosfoc commune. Vaucher. (Gemeine (grbgallert. gignr 4 Tremella Nostoc. L. — Undina. Fries. S3ci)( feiten mad^t eine ^flanje anf einen ^Infänger fotd^en mnnberüc^en (Sinbrucf, a(ö bie l^armlofe (Srbgaüert. 3n ben 9?i^en be^ SßiefenBoben^, am feftgetretenen Vergab* ^ange fd;(äft [ie tüoc^enlang, gu einem nnan|e"§nüd^en, fd^tuar* gen, linfengrojen |)äuf($en jufammengebörrt, baö man für ^t(e§ mci^Iic^e el^er Ijaiten möd^te, a(5 für ein (^etüäd?^. ©ine foldje 33ergmatte, bie im ie Bei ber on einem 92oftoc ju unterfd;eiben, ja 06 fd;eint baffelBe @e\ucid)e!, li;eid;e§ Bei Beftimmten gcuc^tig- Mt^5^, ^idjU unb Särmeöerl^äitniffen auf ber @tufe fte^en BteiBt, n^elc^e toir aU S^oftoc in ben tilgen jäljlen, trei( eö fid; burd^ bie oBen erU)ä[}uten pevlenfc^nurförmigen ©onibien fortpftan.^^t, — baffelBe (i)eroäcBö fcBeint fic§ unter anbern äugern 33erl?ältniffen tr^eiter entiDtdetu ^u fönnen, ein glecö* tentager gu Bilben unb bie grud;ttel(er ju er3eugen, treidle voxx als d?ara!teriftijd;e6 fi'enn3cid;en (c^terer gamilie anju* f el}eu gen)öl)nt fiub. Sir B/ättcn I}ier im ')3f(an3enreid;e einen älin(id;en gaff, tine er im 2^^ierreid;e Bei ben Ö;ingeu3eibe* toürmern mef)rjad; Belannt ift. ©erfelBe SBurm BteiBt im Körper beS Sifd;e§, in bem er iüo^nt, auf einer Beftimmten (Stufe ber ©ntmidelung fielen unb er3eugt 3'unge Don glei^ c^em ^uSfe^en, — Beginnt aBer, foBalb ber gifd) i^on einem SBaffcrbcgel t)er3e!)rt roirb, ftc^ in bem 5lörper biefeö tDarm^ Blutigen 2;i?iere'5 t^eiter gu entroicreln, erreicht eine tnel l^ij^ere ©tufe ber Organifation unb p|ian3t fid; auf biefer burd; ©ier fort. ^er 9loftoc tl)eilt üBrigen^ feine angeBlic^ I^immlifcöe ^eimat^ mit einer Sllge ber erftcn (Bruppe, bem S^egenBlut^ fügeld;en, Haematococcus pluvialis, n)eld;eö Bei trcdnem SBetter in unanfel)nlid;en ©tauB jnfammenfintt unb fur3 nac^ bem Stegen burc^ fein fdmeüeö 5ßac^öt^um ben Safferpfü^en in ben Vertiefungen ton gelfen, in beuen eö gefunben trirb, — 23 — ein Btutvot^e^ ^(nfe^en bertei^t ^Q toar S5eranlaffitng gur (Sage »om ^(utregen, ber vfrieg itnb $efti(enj im ©efolge l^aben follte. 7. OEcillaria viridis. Vaucher. ®rüne (Sc^toingfafer. Oscillatoria. Vauch. — Trichophorus. Beauv. ^ud; ^ter eine burc^fi^ttge, geftalttofe, l^alBpffige ^cBIeimmaffe, tüie Beim 9^üftoc unb bei ber @c^(etmb[afe. Wein fc&on gebt bie S3ilbimg einen 'Bdjxitt ijomärt^, bie ©d^feimfuBftanj Bilbet töl)renförmige (Scl;eiben t>on mürof* !o)}ifc^em ®iirc{;me[fer unb innerhalb berfelben fiiiben fi^ gäben au5 einer Ungaljl garter ^tUni geBilbet, fo bap bie^ felBen baburd^ 3ier(id^ quergeftreift erfd?einen, ettca tüte ein f(einer 3'^Üftö'^- 23efonbere (^v^^'^rt (gorti^flanjungö^eÖen) Ijat man Bt0 jetjt nod) nid)t tr-al^vgenommem Qene ^cUzrif U)eld;e bie gäben barfteüen, Bcfil^en aber bie gä^tgfeit, iüentt fie einzeln ober ^u mel)rereu abgetrennt merben, ireiter p ti^ac()|'en unb fid; rc-ieber p gröBeren ©efellfdiaften fortju« :|>f{an3en. ^ie 3U lieben. Einmal gelöst, ^td(\t er ^iemlid; fc^nell oom ©runbe auf unb fegett toie ein f'd^toimmenber ©arten ouf ber Oberfläd^e beö SöafferS ba^in, loo^^in i^n ber Sinb txtibt, Ujegf^alb ber 5I(genfuc^er eben fo aufmerffam toie ber SSaibmann auf ben 3wS ^^^ ^"ft ju aingenben, ober ridfitiger: einer Iriedfjenben ^emegung gu t^un ^ben. ^ä^renb beim beginn unferer ^eobait^tung bie ©nbf^i^en ber gäben \xd) in ber Witte be^3 ®efid?töfelbe8 im 5[>iilroflc^ befanben, reid;en fie fdjjon je^t bi^ an ben äu^erften 9?anb beffelben, tpir finb genöt^igt, baö ©la^täfel* d^en, auf bem fie liegen, jurüdgu^ie^en, um il)r ^eiterrüd en gu Derfolgen. i)ie 5Bei«l)eit ber 3J(ä^rd^en: f^fl^^ngen tüa<^fen fe:^en," ^at ba§ 2J2ilroflop tern?trl(id;t. *:Daö fc^tinngt unb arbeitet forttoä^renb, friert unb bel;nt fid), baß man anfange tid^ fid; fragt, toaö man eigentlid; fiel;t, ob lebenbige^ ©et^ier, ba^ in mand;erlei ^Jöl^^^euartigem ©etuimmel fid; beilegt, ober gäben, bie man ^flansen nennen feil! 5lel;nlid5 erging eö un^ fd;on M ber ä3ctrad()tung ber i)iatomeen ! ^Ind) hd biefen jeigt fid; eine auffallenbe 33etr>egung, bie ba^5 Heine Söefen ftoBtoeife i3crn)ärt§ ober rüdmärtö auöfü^rt, ol?nc ba6 aber babei tüebcr befoubere iBeti^egungötDerl^euge, uod; ettüa 3«f^ttimen3ie^ungen ber S^^ik felbft n^al^r^uue^men -- 25 - tDären. Die etgentlii^en Urfa($en tiefer S3ett3egungen l^at man biö je^t tiod; nic^t aufgefitnben. ä)knc^e vocükn einen (i3riinb in bem Öi(^t, bem Saffer ober ber Scirme fiuben, tvelc^e auf bie $f{än5cf)en eintt)ir!ten, 'äät fommen aber gu bem @d}luf|e, baj] baö 33orI;anbenfein ober ber SO^angel an iöemegung fein Unter[($eibung§mertmal ^toifc^en niebern ^()iercn unb nieberen i^panjen ift, fonbern baß e§ eben fo tüo^t eine tl)ierifd^)e, aU eine |3f(anjtid;e 33etreßung giebt Deuten mir f^ier in ilür^e aud; bie übrigen, getx>i3^ntt^ aufgeführten Unterfd;eiDungömer!nia(e ä^ifd;en ä^ier unb ^ftan^e an, fo jeigt fid; ebenfalls bie gleite @c^tüierig!eit. Wian Ijat üerfud;t: ben ©toff, auö ben bie Körper gebilbet finb, als §auptuier!ma( auf^uftellen, nnb alle 3)üneratien aU S3erbinbungen oon je 2 ©(ementen, (ober einem SSielfa»» d;en berfelben) an^ufe^en nnb fie beS^alb aU binäre ^ör^er fcejei^net, toäl^renb man bie ^ftan^en a(6 auS Ä'o^Ienftoff, Safferftoff unb cn £iefel im d;emif(^en (ginne beS SBorteö mit (Sauerftoff (be^^atb auc^ ^iefetfäure genannt) unb alfo eine rein binäre S^erbinbnng ben Diatomeen eigen ift. ©*§ ej:ifti* reu fonad; S:^iere in §o(gfutera(en unb $f(an^en in <3tein* fapfeln. 1>a^ (^^oxo^m (^^fattgrün, §eft III. 2. ^uf(. eeite 26 27) berfuc^te man eknfaüö aU nur ben $f(an;^en ^ugeprig gum ©rfennimvj^^intttel 51: benuöen — eö finfcet fic^ aber eben« failö auc^ tu tjtelen 3nfit[ovicn, unb ba§ «Stärfemef/l jAmy- lum ^eftlli. @cite31), mid)zQ man voixiüd:} nur in 23ege' tatnüen antrifft, ift leiter gerabe in jenen ntebern (Gruppen, bei benen e^ jur @ntfd)eibnng il)re§ (S^arafterö äugerft bien(id) fein fönnte — nid)t i)or[;anben. ®ie btcBe tiußere gorm ift nirf)t auureii^eub; burd? fie i^erfü^rt, l)a6en eben bte einen gürfd)er baffelbe (^efd)5pf aU ^flan^e bctrad^tet, n?cil)renb i!^m aubere a(ö einem 2;t;ier ba^ Kompliment machten. 1)ie (Sin* unb SluiSatbmnnc;, ujclc^e tjcn SBid;t{gieit fein bürfte, lägt fid) bei fo mifrDf!Dpifd)ifeinen Sefen fiJgiic^ nid;t gut i:erfc(gen unb unterfnd^en. (5;^ giebt nur ein 2JtitteI, einen etu)aö fid;ern |)alt ,^u finben, baö ift in einem gaüe bie ^ecbad)tung ber ©nttindelung bci3 einen Sefenö felbft, im anbern ber (äntraidelung ber ganzen ©eftaitcnrei^e, tuet* d;er eo angel^ört. ©0 n^irb man üiele Qnfuforien, roetc^e n)od?en(ang; ja monatelang eingefapfelt, ftarr unb regungSloö liegen unb be^^^alb leidet mit getDiffen ©iatomeenformen ^u bermed)fc{n n)ären, balb in il^rer ri(^tigen 9ktnr ernennen, fobatb man unüerbroffen i^r fernere^ ©cfjtdfal t^erfolgt unb ein iJIe^nüc^eö roirb bei ben ©(^märmfporen ber 5i(gen ber gati fein. 2>ün biefen fpater. S)a§ Sad;gt^nm unb bie (Sc^njtngungen ber O^ciKarien, n^elc^e un6 auf biefe 33emer!ungen fül^rten, finb um fo fc^nefler unb Ieb.l)after, je I/Öl)er bie S^empcratur beö Saffer^ ift; ja einige Wirten leben gerabe^^n in I;eij^en Cuellen, in benen baö 5;l;crm.ümeter 40^— 50"g. Samte jeigt. S. Leptollirix cchracea. Ktz. Dd;erfarbige !^ünnfafcr. ®a§ ©ifen, biefer treue ®ef;ülfc be§ 3}?cnf($en, ift nic^t bloö a(^ fefte^ reid^eö (Srj in eigentUd^cn (hängen unb ßa= gern borl^anben; eine gro§e 93ienge beffetben ift and:} toielen getüö^nliiern ©tein^» unb (Srbarten in fo Üeinen Ouantitä* — 27 — kn BeicjemifcBt, baB e6 fiep rae^r burd; bie gelk, Braime ober )^irär^(icl;e gcirbitiig at$ burc^ \^a^ Bebeiitenbere ®e^ \md}t \un\it^. §ier übernimmt ba§ Saffer ^a^$ ©efd^aft be§ ^ergmvinne^. SJtit Keinen Quantitäten Säuren gemif6t, greift e^ bviö (Sifen im Steine an unb lij^t e$ auf. «So fd;afft e§ gtr)ar auf einmal fe^r üeine, aber bo^ burc^ ba§ ftetige, nnnnterbro(^ene 33ir!ert mer!(id;e unb fcgar je^r be- beutenbe 3JZaffen ton (Sifen auö ben ©rtfc^id^ten nnb fe^t fie am Oueü aU bide £)d;erfdnc^t ah, -3n btefem (äifcnccber^ ber gemöl^nlii^ t^eil^ eine 33erbinbung be§ (SifenS mit Söaf* fer (@i|enb/i)brat), t^eiB eine feiere mit ©auerftoff (Sifen^ o^'w unt) ©ifeno^'^bul) ift, gc(}en aber burd) bie (S'inflüfie ber 5(tmofp^äre, burd; bie ^eränberungen be^? Safferö nnb bnrd) bie (^-inroirfungen, tüeld;e benachbarte S^egctabilien u. f. tP. barauf ausüben, niand;erlci d;£mifd)e S3eräuberungen i^cr fid), tDc(d;e für ba'^ ßeben einer ctn.^a^t ^^fianjeu, I;an):tfäd)Ii(^ ^(gen, t)cn 3Bid)tig!eit ^u fein fc^einen. ec trifft man ^äu- fig in loteten ©ifenqueiien bie in unferm iperbarium gegebene IDünnfafer, tDeld}e in bid)ten glcdcu ]id) jtuifc^en (3xa^l)aU men unb an ruhigen ©teilen beö Saffere fammelt. ©ine I;inrei(^enbe ^ergrc-Berung jeigt um eine 9}lenge fe^r bünner (Vi '200 h^^ Visoo i-inie), aftiofer gelben, tDeld^e fc^mad) ge* gliebert finb unb be^I)a(b grope ?le^n(id)!eit mit CeciUarien-- fäben befit^en, aber leine Öemcgung gemaf^ren (äffen. (Sie fint) gefrümmt, faferartig bic^t loerroirrt unb mit tstelen (Si^ fen^t)brattl^ei(c^en i:ermifd)t. T)ic gäben feibft cntbalten Üeine Ouantitäten Öifen a{§ ^Beftanbtl/eilc ibre^ OrganiCmn^, fo iüie man and) bei gri^^eren Spangen eine beftimmte Ouanti^ t'it ©ifen aU Zl)üi ber 'ipflan^e nad;getinefen \:iut. 9. Chroolepus aureus. Ktz. ©olbener garbefc^orf. Byssus. L. — Trentepohlia aurea. — Mart ©in tiefer ^o^tn^eg fd)neibet burd? ben ncrbli^en 515- l^ang eineö Äalfbergeö. X)ie fcufred;ten ^änbe beffclben finb — 28 — \>cn bic^tem feud)tfc^atttgem 33ud;entr)alb üBerragt, prad;ti)oIIe ©rupfen Don (Streifcnfarrn fproffen auö allen Öüdcn ber BrM(tgen (2tetnge[($teBe, bte fteüenn)etfe i)on Breiten ilalfipat^^ abern bnvd;fe^t trerben. ä)^oo^^o(fter ber berfd^tebenfteu Slrten ta^ejteren bie Sänbe nnb tDed;fe(n mit gied^ten unb SeBermoofen nnb in ber fteinen ^ertiefnng I;at fic^ ein ^ögtein baö 3iertid;e 9ieft geBant unb Bringt eBen ben hungrigen 3ungen eine erBeutete gliege. ©^ ift eine ibilUf^e ^cene beö Satbf'riebenö. ©in i^erirrter SicB^tftraW ber ^Benbfonne Beleuchtet bie Blenbenbwei^en ^'aüroänbe nnb n^ir feigen er^- ftannt ^anbgrc^e, größere unb Heinere gteden t)on fd)i)nfter gelbgelBer, fammetartiger gcirBung, tüe(d;e l;ier ben Äalfftein üBerjie^en, bort bie ©pil^en beö ©eröüeö ^u tergolben fd)ei* neu, unb baneBen eine ^Bertiefung fo au^Heiben, bafe fie fic^ füg* (id^ p einem ^runfgemad^ eine^ ©tfenfürften eignete. Sei* ber Bleicht bie meblid)e Sllge, iüelc^e bergleii^en BejauBernbe @emä(be coloriren ^ilft, im §)erBarium allmätig an^ unb erfd;eint bann iüei^tid;. (Sie Befte^t au§ einer Unjal^t fteifer, !ncr^>eliger gäben, n)e(d;e beutlid^ gegliebert finb unb ficB in tiefte jertl;ei(en. ^i.e ^an^täfte finb Vooo — Väoo"' bid, bie öänge ber ^cU len üBerfteigt bie ^iäc berfelBen nur um ein ^enige§. @ie finb mit i^ielen ^ornc^en gefüllt unb Bitben äugen an ben (Reiten ein3elne (S|}oren. &ie gäbc^en bereinigen fic^, auf« rec^tfte^enb, ^n großem ober Keinem ^olftern. @c^on Bei bem 92oftoc Ratten tüiv (S)elegen^eit auf eine S3ern)anbtfd;aft ber ^tgen mit ben gfed}ten ^injubeuten ; Bei bem gvirBefcBorf treffen tüir eine ä^ulid;e ^V'^ie^nng. Tlan ]^]k(\i unter Slfgen foId;e 3cflen''iPf(an3en in i^erftel;en, tuelc^ie im SBaffer toattfen, n^äl^rcnb man geiuö^nt ift, bie au§ ä^n* Iid;en i^dkn Beftel)cnben 8(ed;ten unb ^itje al« Snftgett)äc^fe an^nfel^en, bon benen bie le^teren eine organifd;e ©runblage jum 2BoI;np(at^e UHil^ten. ^ie ©ru^^pe ber gärBefd)orfge* iDäcBfe ftel;t jtoifd^cn inne. ©ie f:}at änfecrtid; biet 5(el)n(id)eö bon getoiffen (Sd;immclBiIbungen — n^ä^reub aBer bie ^e^^n letjtgenannter ^ftan^en Bei 33erüf)rung mit SBaffer gufammen* fallen, fd^mellcn biejenigen beö ©^roo(e|3Uö baburd; auf, n.ne bie»^ Bei allen "^Ugen^ellen ber gall ift nnb unter ben gled;- — 29 — tenformen fmben [ido bur(f;au§ feine ijemanbten ©eftalten, , benen fie fid; |i;ftemattfc^ anreihen üe^en, tpäl^renb \i(i} unter ben ^(gen üiele ^ertoanbte auffinben laffen, benen fie fic^ anfc^ücgeu. Unferm gcIbgetBen gävBefc^orf, n^eld^er außer an (Stein* toanben aurf) a(^ Ueberjug an 3}tco!§pcIftern berfetben Öoca- Ittäten, fo roie an 53rettern)er! ijorfcmmt, fcfjlie^en fi^ bie beiben intereffantcn ß[)rcc(epu§arten an, n)etcf)e unter bem Flamen ff33ei(d)enftein" fic^ getpö^nlirf) hü ben üieifeerinne* tnngen ber »f53rccfen^" unb Ä^cppenreifenbeu" finben. ^n ben ®ranitb(ö(fen beö '^rccfenö unb an beni (^ncuCnnercK ber (^(^neefo^pe (^^iefenc^ebirge) Bi(ben Chroolepiis hercinicus unb Chroolepus Jolithus fleine gtecfen, tretc^e im feuc^* ten, friji^en 3uftanbe rctö finb unb angenehm nac^ 33eilc^en buften, trocfen bagegen fcbmuljig, grünUcf) unb gevuc()Icö n?er* ben. eingefeuchtet erbaiten fie ben @eruc^ tüieber unb be*=; , :^a(ten biefe gäl;igfeit für immer. 10. Batracho«pernium moiiilirorme. Roth. ©emeiner grofc^tai^faben. Ckjnferva. L. — Chantransia. D. C. — Lemanici, Thorinia. Monilia, 5(tt 9?eifern unb (Steinen, in Üeinen Haren 33äd^en trifft mau ben gemeinen grofd;(aid;faben in gorm fleinerer ober gri)Berer äftiger ^üfd;el angema(^fen unb im Saffer lebhaft f(utl)enb. ®ie §auptfäbeu entfpringen bon einem gemeinfc^aftlic^en 5In^eftung^pun!te, finb ^iemüd} bid, |>erl* fc^nurförmig gegüebert unb tragen an ben (^licbern fet;r ^a^Ireii^e 5Ieftc^en. !Die gäben finb !^äutig gallertig unb bie bieten, büfc^etförmig in runblic^en ^äufd^en beifammen^ fte^enben ^eftd;en üerlei^en bem ^a(bburd)fic^tiAen unf bec^ feften ^^flän3($en ein gar fd;5ne^ Slnfebn. £>te gärbung beö ganzen ^üfci?ei^ änbert fe^r, je nad) bem Filter unb na(^ ber 23ewegung, S^iefe, S^emi^eratur ic, beö ^affer^, Unfere -. 30 — tocrfud^en bie d^enufc^en iBeftaiibtl^eife berfelBen itii^ beiiKic^ ^u machen, fo tücit eö un§ mög(tci) ift. T)k ^iedjtc tiHYt, toie ein Caii6* unb ein )i?e6crmoce, f;aupt[äd;(id; aiiS ben 4 fogenanntcn crcjanifc^en 23 e f ta n btt; e i(en : ©auerfloff; SSoffer- ftoff, t(ccl;Ienftoff unb SUdftcfi gcbiltet, u^cid;e turdr- ihre t)erfd;iebenen S3eveiinßinigeti'cifen terfc()iebei!e 'eiil^lan^en bllben. T)k 3 erften ber genannten Stoffe ftcllcn bieA'co^* lenl)t;brate, alte 4 bie ^roteincerüinbnngen bar, bie tüir bei ben ^^cberniocfcn nä(}er d;araftertfirten. Sßir übcr= gelten bie (Srfennnngemittct, burd^ föe(d)e n.Mr nnö ßcn t>e]u 25or^anbenfein biefer Stoffe überzeugen, niib i^enveifen in biefer ^egie^nng auf ba(^ ^ti^cite v^eft beö „gü^rer^^", in treic^em nn^ bie^ anc«füt^v(id)cr befd)äftigte, Sir begnügen imö, I}erüor3uf)eben, n>ie tic g-icc()ten i:on Dem, bort in 5;eziig auf bie Sebermoofe ©cfagten, aüroeid;cn. £)bf':^on e^ ber Si;emie nod; nid;t gelungen ift, in allen gälten ben ftrengen 23e\üci^3 ^u füt^ren, fo fd;eint bod; ber @at^ feft in ftcb/en, baJ3 bie gcrm eineö fiövpcrö ftete im engen ^i^f^i^i^^^i^^^^'ÖC ftet)t, mit ben Stoffen, anö n:eld;en er bcftel)t, fei e6 nun, ba^ gan^ berfd)iebennamige fid; oer^ einten, bag fie in i}crfd;iebenen Quantitäten üorljauben finb. reu nia;t lho|5 :asaruie, \fia;t, ^Jxiu;^ u. ]. tr., eö i|t auvij ^äufig für ben neu^ubilbeiiten £ör|:ev oon ter größten Sid- tigfeit, in n)e(d;en ^^erbinbungen fid; bie jn oereini;-;e: be:i Stoffe bi^^er befanben. SSefonber^^ muffen anrbiefeu tetitcru Sat^ fort!t)ä^renb im ^'(uge bel;atten, ti^enn roir t?eifud;en i'ie ^emtfc^en ^ro^effe ju »erfolgen, tuetdie im ^ör^er ber $f(an,;5en, Ijier fpe^ieÜ ber gled)ten, Dor fid? ge(;en. 4)ie Sporen^eKe, bie üom 3Binbe auf eine geeignete Un- terlage geführt t^arb, !eimt tt)ai^rfd;einlicf? — benn unrftid'C 23cobad;tungen finb (eiber nod; nic^t t>orT;anben — ä^nüd; toie M ben 2aub= unb Cebermocfen, inbem fie burd; ©nbov^* lenftoff gcbi(bct) unb '^^Immoniafga« {an^ Stidftcff unb ^af= — 31 — ferftoff jufamin eil gefeilt). !D{eie Betben, im Saffer — auc^ in tem aU 9tcBet unb in ber feuchten 5ltmcf^^I)äre bcrl?an* benen — aufgeU'ft entl;a(tenen (gtcffe Iniben tie |)aiiptna^- rungömittel ber ^flan^en, tua^rfiteindd) and) ber ^Sk(i)kn, (Bo roie nun bte ^dkn be^S Öled;ten(autc0 in il^rer @eftci(t öon bemjcnigen ber 'DJioofe abn:eici;en, fo ti3eicl;en fie aurf) in i()rem d;emi[c^en 33eri?alten t)cn bemfel&en ab. Säövent' mv Bei bcn 5Dcco]en ben ^^^M'^cft »^^^5 f^^äiiicijen, ire(d;e0 bie 3el(e biltet biird; bertüiinte «e^iaDefclfäitre iinb 5cbltnttur fid) blau färben feigen, bemer'fcn tinr hei einer fcld)en ^e* l^anblung am 3 ^ ^ H'^ «^ f f ^ e ^ S l^ e d^ t c n feine ^-eränberung. (£o tüie ber 3fiifnf^ten aber in feinem Sad,'etl;um fcrtf(^rei* tet, tüerbeu aud? bie Stoffe t^eranbert, bie il}n büben. %n§* fd;eibungen ber S^Uei], ireld;e ftc() al§ 3^if j^^Höellfub- ftan^ (Interzellularsubstanz) jtoifd^en bie einzelnen gäben legte unb biefe berbäube, ift ebenfcmenig borbanben aU ein 5lu6enl)äntd)en (Cuticula), tdztdje^ ber ^^[(vange ein ge- tüiffeS abgefd;toffeneö Sefen nad; äugen berlie^e. ©5 er* f Geeint bie gled;te al§ eine ö3efeGfd;aft bcn 3^üe"f^ten, bie einem gemeinfd)aftli(^en Si'^k, näm.Iic^ bemjenigen: eine be* ftimmte g(ed)tenfcrm bar^uftetlen unb fid) felbft 3U erhalten — unb XDrgane jur gort^pfian^ung ju bitten — entgegen arbeitet, ^ie (Spcrenfc^täuc^e a^evbeu hei HagerJa unb Peltigera burd) 3cbn:affer btau befärbt, bcrrat^en alfc eine anbere (^emifc^e 3uf^'ti^ii2nfe!jung, eine tpeiter fcrtge[d?rittene Umtranbetnng be^ früheren 3^^ti''^öfiÄ. ^ie tcri;in fc^on berül;rte !ieiftcväl)n(id;e i^iaffe, roc[d;e bie ©aftfäben unb ©pcrenfc^Iändje im grud;t(ager berbinbet, erinnert aüenfalfö an bie ^nter^eKularfnbftan^ ber Öcbermcofe, nur jeigt fie ein abireic^enbeö cbemifd;eö ^er^atten. @ie geigt nämüc^, ganj ä^ntid^ ü)ie ©itärfeme^I (Amylum), burd^ Qob eine blaue Färbung unb c\niÜt hei ^e()anbümg mit ^cifeem Saffer auf. ©onjentrirte (Sd;tüefet|äure Ii?et baö 3^^3^^'*^^2 ^^^ glec^* tenlager^3 boflftänbig auf. - 32 — feiidfiter ober trcdener, lichter ober fd^attiger it. f» tr., je^tiad^ bem fiiibet man au6 biefen erften ^fianjenanfiebelungen ent* IDebcr ein ^J^auer-Sc^rauBeumcc^ (Barbula muralis ^eft I. ©. 29.), eine SSanbftec^te (Parmelia parietina ©cft III. oren, (^cnibien, 33rnt^5e(Icn) .ftnot^pen ober n^enigftenS bnrd; ben bib[amen $f(an,^en* fd;(cim nen er;^eugen- !önnen, n)ät;renb 5(nbere e§ für mög* lid) erad;ten, baß bnrd^ S^ereinignng ber in Öuft nnb SBaffer enthaltenen (Stemente \\ä) nod? I}entige§ 2age§ ein 5lft ber ©d)opfnngögefd)id^te toieberf^olt (Urzeugung, generatiospon- tana.) äuffallenb ift in ineten gälten bal C£-ntftet;cn einer großen 5In^at)( üon 5l(genformen in fünftlic^bargefteKten, be= ftiilirten gifüffigfeiten, o[;ne baß man ein (ginbringen irgenb loetc^er «Samen Don anßcn i^ermutl}en fönnte. 93ian ftcltte nnmittctbare ^erfud;e ^nr ©ntfd^cibung biej'er 'Streitfrage an, föchte ©vavfamcn in reinem Gaffer ah nnb ftettte bie ^efe(|änre geiü(;rt roorben mar unb na-:^ einigen Xagen fanb man ba^ offene @efäß i)oUer 5((genfürmen nnb ^nfnforicn (über beren (2;ntftef)nng ein gteic^e^ ©nn!e( n)altet), roäbrenb ba-S oerfd;(effcne oI;ne eic<, baß bie betreffenben Sefen nid;t bnrd; Ur^engung entftanben - 33 ~ fiub, benu wix galten bte unBebeutenben 2)(engeu £cl^fenfäure, ^_^ot^|)kn-fäurc, 5(inmcnia!ga§ u. f. vo,, tpe(cf?e ber atmo|>:^ä* ri[d;en Öujt ftet>5 Beto^efedt finb, für unentbe^r(id)e (5rforber= nii'fe Bei ber (Sntftt^§un3 neuer toejen, biird^ bte Qd)wz\ä^ fäure lüiirben aBer btcfe 53ebingim,qen geftört unb be^^db c^eö teilet bon Statten ging. 'Bo fe!?r iinr nun felbft geneigt finb gu gkuBen, ba§ gerabe im SSaffer turd; (i)erinnnng ber (Stoffe Beftimmte niebere Organismen fiel) Bilben mögen, o^ne baö ein Befcn* berer £eim aU ^^nregnngv^pnnft ücrl;anben fein muffe, — fo machen n^ir anberntf;ei{ö aBer auc^ gerabe3u auf bie Un^ ial}l ber (Sporen, bie unBebeutenbe ©röge berfelBen unb bie 9)tanni4)faltigfeit ihrer S3erBrcitung^oarten aufmerffam, tceld^e Bei beu nieberen ^flanjcn unb inöBefonbcre Bei ben tilgen auftreten, unb f;onen, baß bie 3^^^^ t^ie[Iei($t ntc^t affjnfern liegt, in n^etd^er fid; ber üerBüÜenbe ^^^eBel bnrcB 'ieoBad;tung lid;tet. %l^ Setfv.nel jn ber ^crBreitung burd; Sporen fül^ren iüir go(genbe§ an : i^rcfeffor Ungcr in Sien legte eine ganj reine ©laC^platte 3Unfd)en bie gutfd;(ieJ3enben ^oppetfenfter beö 3iii^i"(^^'ö iii^b fanb im 3Sinter nad) einigen 3)?onaten, alö er biefelBe mit bem ?Otifro|!op forgfam prüfte: Rollen* !örnd;en 8 (^ol^erer ^]?fian3en, Sporen bon 11 tilgen unb üon einer g(ec^)te, fo n;'ie eine (ebenbe 5llge. ^(uBerbem nod; ©ier i^cn 4 jiemlid) ^od) organtfirten 3nfuforien. 33on ben oBcn enrät;nten rotI;en Sd)nee, n?eld)er ber f'Sc^neeafge" feine ©ntfte^nng ju i)erban!en Ijat, muffen tüir roo^t ben roH^en Sc^)neefa(I unterfd;eiten, ber fic^ einige MaU in ben Ifpen ereignet I)at, fo am 6. Wcixi 1803 unb am 14. max] 1813 in griaut, im ^Mx] 1808 in 33ertetin unb in ^rain unb am 31. ^Jiärj 1847 im ^nftertl;a(e unb im ©afteiner Zljak, in (eijtern üBerad nur 5n.nfc^en 3000 Bi^ 7000 guB /^Jieerc^[)öbe. (S^renBerg :^at gezeigt, baß biefe ftetS mit Sübroinb (Sirocco, gö^n) fommenben S3(ut^ regen ober roti;en Schneefälle an^, bnrd; (Sifenoj:^b rot^ge- färBtem StauBe Befielen, ber eine gro^e ?Oienge Äiefelfd;alen 3 — 34 -. bon 1){atcmeen entölt imb it^ax gönnen, unter benen fid^ 15 fpc^ififd) fübamcri!anifd;e beflubeu, tx^crau^ er [d;Iicnt, bag bicfer ^Uuih ^unäd;ft burd; ben cbcrn rücitcl^rcuiren 53affat über bviö at(anti|d;e ?0(cer I^erükr QC\vcl)t imt, an ber Söeftfüfte i^on l^Ifrifa nteberfinfenb, bie bort fo geioöI;n* tid;en ©tau6nel>cl ^baß ^^unletniecr" lu(bet, bann a6cr gu* iüeileu V)om ©irocco erfQJ3t, nad; ©nro^ta unb fclbft nad) ^ften gelangt, al^ iBlutrcßen aberölänlnfd;en (Sd;redcn ter* breitet. (Stellen tinr bamit bie nnfreitriüigen SBanberungen gu[ammen, n^ctc^e [ogar gvcj^ere 3:i;iere, fo \m t;iU/er crga= nifirte ^^pcin^cnfamen bnrd; bie beiregte Suft antreten, fo U>irb e§ unö fel;r roal;rfd;einItd{> l^orfcnimcn, bag bie nicifteu jener erioäl;nten grünen Ueber^üge an ^anniflämnien, ©tcin* imb S3retteni)änben troI;( jenen angeroeI;ten t'erfd;iebcnarttgcn ©amen i(;re ^-ntftel^nng i)erbau!en. 3e ^^^^^^) beni nnn bie äugern S3erl;ättniffe für bie eine cter bie anbere befonberö bortf;eiII?aft finb, roirb fid; bie beoor3ngte loeiter entioideln, bie tjernadjjläffigten (^en offen li^erben entrocber berbrangt unb Serftört, ober l^arren gcbulirig auf beffere ^Qiku, af[erIad)en. 5I)ie fc^Ieimigen gäten fint' gelii.q geglietert, bie ^füenmänbe fe^r jart^äutig. 'Der 3^^^^"^!^^^'^^^ ift anfang^S i^evbreitet, haut \id) ^äter gufammeu uub bittet einen runblicl;en £crn. Die ©lieber fiiib nngicicf), 2 Uß 3 mcl länger a(ö ber Dnrd;meffer, g(a^ol)etI nnb in ber Glitte mit bunflercu quabra^ tifd;cn (Streifen nnb fe^r garten bunleln @e(en!en i>er[cl;cn. Sie unr hü 33etrad;tung ber t\n'I;ergel;cnben ^(Igenart fallen, fiub c5 unter ben ?|(:in3en :^anptfcic^Iid? bie tilgen, i\?e(d;e bie grage m(i} ber ©ntftcuung crganifd;er Sefen, uac^ ber fvctcn '^Mlbung bcrfelOen auß beu fcgencinnten mior« gani,'d;en ©toüeu in bem ^ecDad;ter rege mac()en uub tüenn bie i^öjimg bey grcßcn S^^itl^jel^, ber 'ed;Iü}|e( 3um ©e^eim- niffe beo cvgani|d;cn ÖebeuS je einmal aujgcfunben luerben feilte, [o \inrt) ci tr»ai;rjd;ein(id; bei btefer fo einfad; crgani^ firten ganiiiie gc|d;eben. 8d;cn i\t cß gelungen, einige etcffe, iDeId;e fonft nur innerb/alb bev ^•flau^Iidjen cber tl;ierifd;en ^orpcr^^ gebdtet luerben, !üuf{ii'-t) bav3uftctlen, Voie 3. ^. 'i)cn iparuftcff. GbcnfD vermag ber G^emifcr au§ einem gegeben neu juiammengejeijten orgauifif/cn etcffe ganje 9iei[;en ben feiunbären 6icrpern aO^uIeiten, ben tue(d;en inetegan^ in ber= [en gälten in un[erer ^^au'ü. 3}tit|d)erlid; in S3crlin unb Gbeluien in ^.Hiriö t;abcn in bem t;eftigften geuer ber ^^or* Sellancfen bei iuod;enlanger ^ei^ung £ri/ftaüe su[ammeuge* iodjt, MKldjt biel^cr nur unter ber (Sintinrfung l^ulfanifcljen eber ^^tutcn'ifit'en geuer^3 ftd; erzeugt I^atten. 5llle crgani|d;eu 33erbinbungenbagegcn seigen[id) geftaltlc^^ cber inIrt;ftallform. S3ei ber 33ilbung crgaui]'d;er SBefen unb gcrmen au§ unerganifcven Stoffen ift eS unftreitig bcn ber grcjjten Sic^ .tigfeit, in tr^elit-er ^^erbinbung bicfe (Stoffe [id; bi^ber be= funben ^aben, fo irie: unter \üeld)cn 33erl7ältniffen ber Särme, I _ 36 — dlcUtn in fpielen Ijai, nur in bem ^iiöenl){ide mit einem baröebotenen Äorper, Wenn er aiiö ber ^'evbiiibung mit einem ]6i^I}erigen frei ti^irb, furj fcarauf üerfcbmäl)t er bage* gen jegüd^e 5lnnät)ernng. ^er ^liefet i[t fpvirfjtvörKict) ??cirt (Äiefepure be§ (Sl;emi!er^) alß ^iiefelftein mib Sanb, aüein mit !ol)Ienfaurem 5l\ili ober 5latrcn in einem ^^(atintte.qel gufammengefd)mo(5cn, lUt fid; bie 50iaffe, mit ^viffer 6el;an^ Mt, i)o(lftänbig anf. ©nrc^ t^in^ugeict^te (5;i)!ci'a\iffevftoff* fänre mib bnrd; (Sinfod/en nnb Sll^bam^^fen eri;'ält man enb- iic^ ben el)cmialigen licfetftein in ©eftalt einer burd)fid;tigcn, Karen ©afeert, ganj ä{;n(id; jener, icelcf/e \Dir M ben X)ia^ tomecn fanben. ©ie§ Wq^ jufammengefa^t, lie^e nn§ föül)l ben ®e* banfen an^f^red;en, baß jtrar in ben meiftcn gäden bie ©nt- ftel;nng ber fleinern, etnfad&en l'flanjen buvd; anogeftreute, cft mcitgetDanberte (^pcren i)eranlaj3t roirb, baß aber eine Urzeugung bod) tnellcid^t mögdd; ift nnb baß, roenn letzteres ber 5aü fein fodte, eö and) nia^t nnbcnfbar erfd;ciut, baß ein (Sl^emüer einft eine ^panäen^ede barftcdt. 13. Myxoiiema zciiatum. Fries, ©egürtelte (Sd;Ieimfafer, gignr 5—8, Conferva zonata. Weber. — Ulothrix zonata. Ktz. Sir folgen Bei ber ^etrad)tnng biefeS ^flänjd^em^ ber ©d^ilbernng eineö erfaljrnen 9J{cifteriJ, beö Dr. (Sri;acfit. @r erjä^It: wUlotlmx Sonata Hlbet ^iemltd; lange nnt)cr= jtoeigte gäben ton fel^r nngleid;cr S3reite, ioeld;c anf (Bt^'u tteu in rafd;f(ießenben ©cbirgöiüäffern I;aftem !l)ie gäben Ibeftel^cn an0 einer einzigen 3eüenrei[?e, bie ^cikn t^ermel^rcn fid? burd; fortgefel^te 2:^ci(nng be^ ^>rimor^ialfd)(and;e^ ber SOintterjetle in ^irei g(eid;e ^älften, tk 'Diembran (ipaut) ber 9}tuttcrse(Ie föirb nid/t anfgcfaugt, wcljt aber biivd^i^jer^ längernng beö gabenö au-^ö^-'^^^^/^-t bie ^^Iku finb anf biefe gßeife förmlid^ in cinanbcr gcf d;ad;te(t. ®ie ^\ifi^ be^ ga* — 3? - ben^, in ber ^Rec^el ungleich fd^mäter, hiiut ba^ §aftoto;att, bajfelk ent^vilt feine äeüen. ^aö 6;^toropI?^ft (^(attgrün) i[t a(ö ein breitet Ouerbanb in ber ^tUt i)cr:^anben. -34 fAttb btefe fd?öne mo^t am 1. 3uU 1851 in ber ^Sc^föar^a bei 33Ianfenburg am !J{)üringer SBalbe. 5^ad;bcm ic^ an i^r bie intereffante 3^flenbi(bung ftnbtrt, fa^ ic^ unter ben l)öä:}\t ungteid; entwidetten jungen unb alten gäben einige, bereu fetten, ftatt beö Brnigen ober form(o[en grünen ^n^iattö, ^a(?(rcicf)e mit (^ijUxo^i^tl erfüate ^üge(d;en umid,^(oifen. 9^t'eben fc(<^eu Bellen fanb id?, in bemfelben gaben, antere bie bereite entleert, feitlic^ eine unregelmäßige jfjrriffene Oeff* nnng in ber 3etlenn)anb s^igten unb nod^ anbere, tDelc^e nur uoc^ l\m ober brei btefer grünen £üge(c§eu enthielten. T)k (entern erfd;ieneu nic^t mel)r burc^auö runb, üielme^r au einer ©eite :^ugef^n^t, biefer (Seite fel)lte ber grüne garbftoff, bie Iügeld;en belegten fii^ munter im 9taume ber 3^^^^ um^er; e^3 roareu bie (Sc^märmfi^oreu. — Q6) fanb fie in^ erft an einem 35crnüttage unb jroar an tcentgen gauj alten^ benen ®d;id/ten ober (Generationen ber lÖ^utter^eüen, tDeidtje fie bibeten, u^aren nic^t me^r erlennbvir. !Die ^üllöant eineö folc^en alten gaben6 üenDanbelte fic^ beim ^o$en mit ^efe- fali in eine förnige ^?affe, tt^ä^renb fic^ bie ^üü^aut jün« gerer ^äkn nid;t ficbtbar i^eräuberte. '^k frei getoorbenen @c^n?ärm[poren belegten fid) munter im Saffer um^er, il;re 33etDegung ti>ar 5unäd)ft eine ©re^ung um \\d) felbft, jumat tt>enn bie \?cingenad;fe ber Spore fen!red;t ftaub, bie S|}oren blieben in biefem galle fo jiemlid) auf bemfelbeu $la^e. !Öag bagegen bie Sd^wärmjelle mit i^rer Säug^ac^fe tt^agrec^t ober geneigt, fo erfc^ien 'tk 53eti^egung ettoa^ anberö, bie (Spore brel/te fic^ ebenfalls um i^re ßäng§ad;fe, fc^ritt aber babei gleid^^eitig mef;r ober weniger üorn^ärt^. — ®ie (S^toärmfporen n^urben bnrd) S^lor^inf-^oblöfung, beöglei* d^en burd; ^ob* unb Sc^mefelfäure, toenn fie no(^ in ber ^O^utterjelle lagen, bunfel gefärbt; eine 3ellftoffmembran fd^ie« neu fie nic^t ju befilien. 3d; fanb in ber WitU beö 3u(i — 38 — mir ioerI;aftniBin(iJ3tß trentg g-äben mit grud^tBtfbiinvV bcige^^ fleu 3c^^^i^^i^^ii^ö ^'^ ^^^^^^ (Stabien, meine ^'•eobad^iUnAen kieBen foirc^t be^f^atb, a(^ aurf; aiibcrev, mir aiigciißlicfiid; roicbtiger Unterfucpungen f)a(kr, lurocKftäutiß. — (BicixU bauenibe ^xcgeuöüffe, tDe(cx;e beii 2i?a[fer[tanb bcr (S.troar^a fel;r tebeiitenb erl;öt;eten, Ijattcn bab bavaiif He ^3f(äir,d)cn gänjiid; fovtv]efd;tt>cmmt, mib, \mt ki) fürd^tete, für ben '^cm^ mer uxuidjtct, a6er |d)on in beu erftcn Sagen be^3 ^(ncinft fa§ id; ganj junge ©^-eni^^Iarp ber Ulotlirix a(a ßrüner *^U^ fhig auf beu ^Steinen, am 12. ?(uguft fonnte id) bie untere Brod^enen ^eoBad;tungeu J^oKenben. -Sc^ begann bie Untere fud;uug l^cr 6 Ul;r 2jiorgen'3 mit ganj frifdien unmittelbar auö ber ©d^tüarja ge[;übeucn ©jrempfareu, bie reifen ^JlnU ter^eden l^arcn burcf; bie '^^ac^barfd;.aft bereite? entleerter ^zU Icu be[fe(6en gabenö (eid;t erfennbar. Senn id? bie eine über anbere nod; uic^t entleerte ^QÜe einev^ fc(d)en gabenö lauge unb aufmer!fam betrad^tcte, fa^ id) bie reifen @d;trärms f^'oren [id) nad) ber einen @ettc ber ^täe brängen, bie 3^^- tüanb biefer ^ette fid; nad? angen bebuen unb immer bünuer unb bünner ivcrbeub, enblid; :platjen (gig. 5. a. u. c). 1)er gan^e Qnl)ait aiiQ 10 — 30 unb mebr Sd;ii\n'mf^^cren befte* ?eub, trat in ber Siegel in gorm eine^ maulbccrartigen ^au* fen^ ober Äran^eö aiii? ber TOiutterjcfte l^ert^cr, feltner ent* [(^lüpften bie ©poren einzeln bem 9ftij3 ber 9)hitrer3el(e. Z)k mit etuanber, trie e6 fcbcint, i^evftebten @d;\T)ärmfVoreu tagen meiften^ nod; ein tDcnig ftdle, bann trennten fid) |)Iöi3lid) mehrere öon xijmn in rafd;er ^'^ewegnng baüon eilenb, bifo* teilen ging aucb bie gan^e 9}taffe g(eid)3eitig nad? alten «Ser^ ttn außeinauber. ^^^-^if^}^^^ ^^^^ grüngefärbten ©d^trärmjcltcn fanb id) bei forgfältiger S3eobad;tung rcgetmäHtg eine grcfee ifugetrunbe, traffer^efle, !aum fidtbar ju mad/cnbe unbe* it)egUd)e ^dk, bie ^ — s^^,^ 3L)ti(Iimeter maf^ (gig. 5. x.). 3^r ^n^ait fd^ien fd;feimiger Statur, @d>(eimbläi>d;eu fam* mettcu fid) ^ie unb ba im Umfreife berfelben, it)re 53ebeu« tung n)ar nur anfangt rätt?fe(^aft, id; I/a(te fie jeiit für beu 3e(ten!ern ber iDhitterjette, in tvetcbcr bie @d;n)ärmf^>oren entftanben finb. S)iefer 3ettcn!ern tag jeber^eit in ber "iQiittc ber 3JJutter3et(e toou beu «Sc^trärmfporen umgeben. ®ie ^e* — 39 -^ iue^uiTv] ber (3cf;u\irm5ci[en U\-ir Bafb luid) beut ©iitfcf;(ü|)fen am lebBafteften; \i^o inel)rere lUotri^-fäbeit, mifevn l^on ein* anbev(tej]enb, einen mciBtgcn dhimn begreu.^ten, hielten ficf; bie freigetrorbenen ©d)märnifporen innerl;vil6 biefeö 9?aume0, i^re 33e\r>e^]nn,q (ieB fic^ döbafb fel,5r fd)ön unb bentüi^ \tiu btren. T)k i)re^iin,q ber ^d^iuävinfpcren erfolgte tu ber 9f?ege( bon red;t^ md) Iiti!^3, a(fo, ba baa T'itfroffop bvi3 S3i(b um!e()rt, in ber Sirfüd;!ett ben linU nad; recl)tfv bie 3ßWen tankten (uftig neben cinaiiber I;er; trenn fid^ bie @d;trcirm^c(Ie mit if;rer Säng^a^-e iragred)t geigte, fo ging fie rafd) unb [d;einBar tinlffürlic.^, [nilb ixad) xcd}b$, balb nad) ünU fteuerub, reu (Statten (^io- 6-) ^Bäl^reub ber 53etre' guug trareu feine Simperu [id^tBar, bie Uuigrän^nug ber @c^irärm,5e(Ie irar |d;arf, aber o()ne bcp|3ette (Icutour, ber 3ul}a(t erfc^ieu förnig, in ber 5)titte ido^k fid; ein ii^eij^cr, fd;arf unigrän,^5ter runber gdecf, ber ^äknkxih ©ie 53ctüc* guug ber @d;U)ärmfporen baucrte nur fur^e ^dt, feiten län* ger aU eine l)al6e cber gau^e @tunbe; bie ©d^irarm.^^ctle Begann ^u feimen i^gig 7. a — i.). — S^'^f^^ ^^^^ ücblöfung l)emmte ba^^ (Sd^srärmen ber Sporen augenblidtid), ber fi5r* nige 3n()alt färbte fid) braungrün, an bem fpi^eu ©übe ber @d;trärmfpcren erfd^ienen brei jarte Simperu, atk bon einem fünfte, ber d;(orop^t;((freien ore). 6 — 8 ^tnnben nad) bem (£-ntfd;Iüpfen Wüx on^ ber anfangt runben, an einem (Sute auge|j)i§ten ^^^ore ein Heiner, Iängüd)er gaben, 4 hk^ G mal fo lang aU bie ©d)tüdrmf^ore, getüorben, ba^ fd^nuKere ©übe biefeö -gabenö Bilbete ba^ §aftcrgan. S3ieroei(en, n:enng(eic() feiten, leimten einzelne jurüdgebliebene @^oren in ber DJiutter^elle ((^ig. 5. d.); fobalb bie Äeimung begann, n)aren bie Sßimpern terfdm^un* bem ©I^Iörjinl'Soblöfung, fD irie 3o^= nnb ©cbtrefeifaure ben)ir!ten feine fic^tbare blaue gärbung beö Umfreifeö ber feimenben ©c^njärmfpore, eö fc^eint aber beuno^ bereite eine jarte ^e^^^nftoffmembran bor^anben gu fein, ba fid; ber ön^» |alt nic^t feiten fd;Iaud6artig bon einer feieren ^urürf^iel^t. — Üeber ba§ Serben ber (Sd)U3ärmf|.^cren fcnute id; nid)t§ Bi^ d;ere§ h)a§rncl)men, bie ©egeunjart be§ £erneö geugt gegen eine S^^eilung beö ^rimcrbialfc^Iaud^e^. (S§ fd^eint ak ob ber 3^^I^^^"^)^^t bon ber $eripl)erie au^ge^enb fid; biel(eid)t um borl^er entftanbene Iterne gan^ aÖmäüg in fo biete Zi)c\k trennt, alö ©d^märmfjjoren entftel^en; ber ^^^enfern ber ^utterjeÜe bleibt auf bief e SBeife nnberänbert ! " 14. Draparnaldia plumosa. Bory. geberartige ©ra^arnalbie. (Conferva mutabilis. Roth ) 'Lk 3:)ra|3arnalbie gel;ört nebft bem grofd^kid^faben gu — 41 — ben fd^önfteu Tilc^tn beö (SügtDafferö. erf)ältniB bieier Beibeu ^er* me^rung-^arten fagt ber bcr^tngenaunte treff(id)e ^eDbac^tcr gclgenbe^ : ©te gu Einfang 3uU unterfud;ten ^flanjen {'ocn Myxonema zonatum) t^ermet)rten ftc^ namentlich burc^ S;i)ei(ung, bie normale 3^Wenbi[buug unb ba« ^3lb(öfen gröge* rer gabenftürfe tr>ar i)orl;errtd;enb, bie ijülll/aut n>arb burc^ eine groge ^aiji \mä) einanber fotgenber begetatiber ©enera* tionen feb;r berbidt, bie iBitbung ber @rf)n)ärmjellen, toc(($e jcberjeit ein ^^Ibfterben ber 9}?utterge0e jur golge l}at, geigte \id} nur in ben aderälteften gäben; fie ii^ar eine berbäitniß^» mäßig feltene ©rfcbeinung. 33ei ben gu ^Jlnfang ^Inguft ge* fammelten jungen @^*emp(aren n^ar bie normale (oegetatibe) ^eßenbilbung fc^tbad^ bertreten, bie ^ütUjaut ber gaben XDax be^^alb nur f(^n?ac& entmicfelt, bagegen n)ar bie 33i(bung ber gortpffanjungögeüen bor^errfd)enb, fämmt(id;e ^elkn elneö jungen gaben^ ujaren pufig fcfeon entleert, ober im önttaffen ber (S^^oren begriffen, ©ie Sitterung tcar gu Einfang 5Iu^ guft n)ärmer unb trocfener, ber Safferftanb ber «Scbwarja lüar ungleich niebriger alö tm^iilt. T)k 9latur fd;eint bie 33egetation§' unb gortpflangungöber^ältniffe ber I;i)d)fteu \dk ber niebrigften ^flangen genau bebad^t unb fetbige burd; beit ©ntn?ic!(ung6)3rogeg felbft, ber fid^ ben Umftänben anpa§t, bor bem Untergange gef^üfjt gn l^aben. ^ebe^et^^ be^ga* benö ber Ulothrix fann ben Umftänben nac^ balb al^ ^e« getationö* balb al^ gort^ffangung^organ auftreten; bie I)öl)e- ren ©etbäd^fe, bon ben 3iJioofen unb ßebevmoofen an, lönnen — 42 — fid) biird) 33rut!ncC'^en imb (Sviöinen üermer^veii; \v>o bie 5^no6)}enlnfbmig i^or^ervfd^t, i)t bie ^Kbiing bc^ ©aamenö in ber 9iegel befd^väiiit ; x\)o [id; ber Saamen reld}(td; ent^ tüicielt, wixt) bie 5^'no^^peiibilbinu-^ unterbrüdt (Sin (^efe§ be()ciT|'d;t aud; l)tcr bvig gan^e ^^[(vin.^envetd;. 'i)ie @d;ii\irnifpüven ber "Draparnalbte ä^nefn benjeni^ gen bon Myxonema, nnr (jaBen fie an bem burd)itd)tiv]en egnng, eine ju gro^e ^cirme bernid^tet fie. 15. Coiiferva bombyciiia. Agard. 33aumtt>onenä[)n(id;er Safferfaben. ©er Ijanmn3üt(enäl^nti($e SSafferfaben bilbet in fte'^enben ober langfamfliej^cnben SÖöaffern bleid)e, grün(ic^ge(b(id;e gic!* !en, n^etd^e fid; altmätig Dom ©rnnbe be^ Safferö er^eBen nnb bann an ber £)berftäd;e beffelben unbeutticfi begrenzte, fc^tDimmenbe 9?afen bitben. X)iefe 9?afen beftet;en an§ ein^- seinen langen, aber fe^rbünnen, bnrd;fid;ttgeu gäben bon ~ 43 -- einanbcr i)cvaM(iV(n. ^eber gaben ift anß einer ein3tgen |5eüeiirct[;e ,qebifbet unb evfvf/eiiit baburcl; gcgliebevt. 4)ie Bellen finb tral^eufcrmtij, 2—3 mal fo lang al^ ber X)iivc^* nieffer. ^^(upev ben o'ben gefu;ifberten (Sd)tDdrmfperen ber tilgen, \]iQl6z \vd) im 3»^nevu ber ?3iuttev;eÜen Htben, bann aii^* fc^Iüpfcn, eine ^cittang frei bewegen, enblid; ]tUl liegen unb 311 einer nenen ^flan^e fid; anelnfben, bcmerfte nivin ncc^ eine 3rv^eite, eBenfail^S ^erurnfcf)a>jirinenbe %xt 'Sporen, n3elu?e gern] bermaubt ben bc-rtgen, unb nur burci; bie getri)l;n(iit> ge- ringere ©röpe unterfci)ieben, fid) babnrd; rcn benfelBen ber^- fd;ieben geigen, ba§ ]k nieuuilö feimen. ^iefe fogenannten ^((genant^eribien bi(ben [id) in Be[cnberen ^QÜm be§ gabeni§, n^eldje üon ben Sllgenferi'c^^ern mit bein 5kmen '^n* t^eribienjeden bc3eici^net roe\-ben. ©ie geuvViie (i:rforf':^ung ber ^Itgenfvoren, lbel($e jeöt einlfo allgemeine^ ^ntereffe erregen, nnrb fotüof;t für bie 5(rgen!unbe, ah$ für bie Siffenfc^aft felbft bon großer ^ic^* tigfeit @rft ix^enn n^ir bie grnd)tbi(bnng ber ^(gen aufö genauefte fennen, ujirb an ein anr!(id;et^ *St)flem berfelben 3n benfen fein; c§ tüirb ]id) geigen, voa^ jnfammengefteöt unb tüa§ getrennt tverben muß, tüa^ Ucbergahg^-formen unb xoa^ n3ir!üd;e ^tt^pen finb. &t (Sd;n?ürm|poren waren e^, welche jene Sage bcn ©efd^öpfen beranlajitcn, bie jeitireife a(ö 3nfufion^t(;iere ejiftirten unb bann biefe "^xt be3 Dafein^ Wieber mit bem ^flan^enleben tertaufd?ten. «Sie ließen in ber ge(ef)rten 23elt bie 'Dtä^rc^en nad;!Iingen, welche anber*- wärt^ im 53?nnbe be^^ 53o(B bon ben 33erwanbe(ungen ber $eufd)recfen in Blätter u. f. W. er^ä^^Ien. ©in H'örper ber einer ^flanje entfd)(üpft, eine 3eit^^i^3 freiU'iÜig und^crfcliwärmt, bann ftide liegt unb gur neuen $flan3e wirb, !atin niemals, oBfd^on er l)äufig einen rotten $unft unb S}impern befilit, ein X^ier fein; ein äönticie^ SSefen, baö fid; normal im Innern ber i^ flaute Hlt^t, anß* fdyfüpft, nml^erfdjwärmt, bann aber abftirbt (bie (Schwärm* fporen ber fogenannten ^^Ugen=5lntt)erit)ien), !ann ebenfowenig dnZifizx fein; ein ®cfd;öpf bagegen, gleichfalls o{)ne innere — 44 — Drßviue, iDe(c^c§ or)ne ju fetmen, atibere xtjm ä^ntid^e (^e* fcböpfe erzeugt, ober fogar ju einem mit Organen i>evfei)enen 2;i/iere iinvb, innf^ öon 'Einfang an ein Xl^ier gctüe[en fein. >D'le @nttin(fe(ungcigefcf;id;te unb bie genane 33eoba^tun,q ber ^ebenc^evi'cvcinungen !ann ^ier allein entfd)eiben. $öer einmal ba§ ^\'&en bor @d)roärmfporen genau berfctgt, [ic^ mit ber l-lvt ii;vei* 53emeg]iiigen Dertrant geniad;t, tr-ivt^ folc^e in a((en gäüen ßon bcn f/äufig neben il)nen i^orfennnenben ^nfuforieu unterfcl;ci^en fönnen. 1)a^ 3nfn[orium betüegt fid? toirüic^ U'-iüfüvIid;, e§ ftel/t klb ftiüe, gel}! balb fd)nelf, ba(b lang- [am, e<$ fplelt fd^einbar mit einem anbern, ibm üertDanbten @efd)üpi"; tk ed^roärmf leeren bagegen belegen fic^ ungleich regelmäßiger, fie liegen er[t ftide, u^enn fie feimen. Qn tem Innern ber meiften (Sonferüent^ellen befinbet fic^ eine grüne, flüffige, fpäter immer feinfcrnige DJiaffe, ti^e(($e fi«^ enbUc^ entmeber ju einer £nget jni'ammenbalit, ober ftd; in mel;rerc ^^^ufen fonbert. 16. Conferva crifpata. Roth. o^raufer SSafferfaben. (Cladophora crispata. Ktzg.) T)ie gäben biefer 6^cnferi>e bitbcn jiendic^ große, btd;t in einanber oerföorrcne, mcf;r ober loeuiaer gcIbüAgrüne 9^a* fen, ireld;e an\ ber Oberfläd;e ton 2:etd;en ]d;mimmen. (Sie erreichen eine ©tarfe bon '/oö ^tnie nnb ^erttjcifcn ficb, be- fonberö am ©runbc, in otele 2(efte. ^^efjtere [teilen abtocc^* fefnb, finb giemlid; oermorrcn unb finb au^ ^dUw ^ufammen* gefegt, mld}t ben '^^urd^meffer um G U^ 16 mal au Sänge übertreffen. 3m trodnen 3uft^"te erfd;einen bic ^^Uqxi ab* loec!)fetub gufammengebrüdt. !Die ÖJouibieu finb btaßgrün, in (öderen (fepiraüinieu gruppirt. 2Öir unterfc^eiben bei ben S^^^^^ ^^^ 5Itgcri, ä^nlid^ n)ie bei ben ^zUcn ber ä)2oofe unb \?ebermocfc: 1. eine ^dkii" ^aut, 2. einen ^rimorbialfd;(auc^, 3. einen ^^((entern (goni^ — 45 — mifck ^affe, ^nbocl)rom) imb 4. 3eaenf(üffig!eit. Unter fic^ fint) bte gellen bunt) Qnterseüiilarfubftan^ üevbiniben. ^ie'3et(ciitDaub t^evlicc^ent^er ß^onfert-e foü md) Zijnxd^ Unter|'ud;ungen ber v^cinge nad) ge^enbe unb |:piralig getDun^ bene, dfo ftc{> freusenbe ^^eri^idimgöfdr^ten seigcn. 3n ^e^itg mif bie a^emif'd}e ä^f^'^nimenfc^ung ber S:i)etie i^ertT^eifen \mv oitf ba^, timö tüir frü(>c-r über biefen" ^nnft anbeiiteten unb lieben B(o^ ba§ :^erau'5, tüa^ bei ben SUgenjellen ^^aralteri* ftt|d;e§ auftritt. ^ie 3e(Ien^aut fd}eiut auger^bem etgentiid}cn B^^^f^cff (Cellulosej nod) einen anbern ^toff ju entbalten, VDelc^er bie befvvoi^'ene (SintDirfung ber (S^tcrainf-Qobfofung auf bie* felbe terf}inbert. 'IDurc^ !od;cnbeo SBaffer fd)cint biefer (Stoff vlber entfernt $u tüerben unb bie 3^i^^t^i^iC^^^'^'<^^^ i?erl)ä(t \i6) bann vok biejenige ber ÖebermoL'>fe. (Sine befcnbere Oberf;>aut (Cut'icula) fdieint ben ineift?n ^^Igen ^n fel;(en. ^ie 23er* bi(!ung§fd)id;ten unb 3tDtfd)cn,5c(lenfubfian^ finb bei ben grc'pern ^leere^Jtangcn geu?i)l;iuid; reici)Iid; entri^idclt. 17. Conferva o;lLmerata. Linne. ö ©efnäuUer Safferfaben. (Cladophora glomerata. Ktz. ~ Chantransia glomerata. D. C.) ^iefe ß^cnferte je{d;net fid) Den viüen ßertuanbteu 5(r* tcn iCgteid} biird) bie fnäue'ljöruügen ^^(id)äu|nngen jl)rer tiefte an^, (Bk bilt>et in Slüffen unb 5;äd?en, an Steinen unb $c(3n>er! fd^cngrüne üiafcn reu 6 ^cil U^ 1 guB Sänge, ^ie §au^^tfciben ftnb febr bid, geir'c:^niid) I^iben fid) mef)^ rere ftrangfin-mig juiainnicngcbrcf^t. Si?älrrenb jie am ©runbe jicmlid; einfad? crfd/eiuen, i^eräftcln fie fid) balV: $u bicbteu ftut^enben ioüfdeln. SDie ^efte fir^b '/^j S'-uic, bie 5ieftci>en V.SO i-iuie bid unb bie ßdkw, rockl/C fie biitcn, finb 2 — ^4 tUul länger ciU ftarf. lieber bie ?Irt m^D Seife, n^ie fid) bie ^Qtkn tb/ei(en .wnb baburd; t)ermel;ren, becbaä;tcte SDicb/t bei biefer ^cufcri:e — 46 — gcfgenbe^ : "?fn bev ©teile, an h^elc^er fid^ eine 8d;e{betDanb l'iltet, tDäd^ft cM bem '"^3rimorbiaIfd)(aud; eine ringförmige i^alt^ berijcr, ri:c(d;e fi;^ aflmalig i^ercngt unb bie Ö^l^Icro«« )>I}l;(ifd;idt>t, bic fid; eine (Strccfc iveit i>cm $viincrbia(f(^(and;e oblüöt, mel)r unb mel;r jufamuicnfd;nürt. ^ßci^rcnb bie[er ^cit feiit fid; auf bor gan,;^en äuj^ern g(äd/e be^ ^nimorbial* fc^Iauc^eS eine ©ellutofe^'I^tcmBran ab; fott>eit biefe jn)ifd;en bev äugern g(äd;e beö ^^rinicrbial|'d^^land)e0 unb ber innern g(äd;e ber fid) tl)ciiinbcu 3^^^^ berlauft, rci()t fie fid? beu fecnnbairen @d)id;teu ber (entern, aliS bereu jüngfte unb in- uerfte an; an ber (Stelle baf^cgen, \X)0 ber ^^rimcrbia(fd;(auc^ bie 6ef(^riebeue gciltung tilbct, fc^t fid; blc (5;c[[u(cfel)aut in bie ^erbe^^petuuö ber i^alk fort unb bi(^Cl fo eine auö einer bo|.^:peIten "i^iembran bcftei}cnbc rtngföruüu.e, bünne, untctl* ftänlnoje (3d;circu''anb. ^ncfe rini][5rmi(ic gälte unb bie in i^r liegeube (Se((rilo|'e=2)le!riInMn jiel^cu fid; uiel;r unb nie^r gufammeu, btö bie Dcffnung in ber 9.\'itte i>erfd;tinnbet, bie (i;i]loro|:-l}l;Üfd;id;t unb bor ^^rimorbialfd/laud; in jvoei 2^l}cile aböefd;nüvt fiub unb bie (5;clluiefe--?3ten]bran alö l^cilftcinbiße @d;eiben3anb auftritt. ©^ (;abcn fid; au[ riefe ^eife cl;ue Bebcutenbe (Störunv] be^ 3nl}altc^^ ter 5?huicrjelle in berfcl= ben pVQi Xcd;ter,5eüen ßebiloet, iveld^e beu ge[ammten Onl^alt ber 9Jiutter^clie in fic^ anfa.cnommcn Ijahcii unb bereu ^^icm=- brauen, fcicett fie an bie 'Dicaibran ber ?3iutter3c-lle augren* gen, aU S3erbidnng^fd;id;ten ^o\\ bic[er bteneu, iro bagegen bie 2^cd;ter5cllen ctnaubcr berüOren, afö Sd;cibciranb ber S)hitter5clle erfd)ciiicn.'' ^lad) ?Jiitfd;evltd), lücld)er benfdbcu S3organg bcfd;reibt, unb Uui':^cr bie iöiftamg ber ©c^eiberjanb t^cn @tunbe jn ©tnnbe bcrfclate, entftcbt tiefclbe bei Coii- ferva glomerata innerl)alb 4 bi^ 5 ^tunben. 2)ie neue 3cllenl;aut cuttiuctelt fid; um jobe ?>ort{on beö getl;eiltcn 3clleninl)altc§ befcnber^, eö cntftcbt auf biefe SBeife eine beppclte @d)eibe'a>anb unb 3anfd;cu ben beibeu, anfänglich l;öd;ft garten ^^Ijciien berfelben, ein ^ntergellnlar* ranm. 53on bom ißorl^anbenfctn beffclben übcrgcugt man ftc^ am fd;cnftcn uiib Jid;crftcn burd; ,Qcd)en bcr^ilHifferfäDen mit 5lc^lalifange. ^üö ^;?lcli!ali beunrlt nn '^iurqueaen,^be§ 3ellftoffe^, bie früher nur fc()r garte ^J^aut gcunuut baburc^> — 47 — on T)ide, fie tütrb beulli^ev fic^tBar; ^^^f^"^^ ^«?" 3cblcfung cber i>cn Gl/Iovpf^^ottcfung ert)ei;t biivc^ gärbung ber ^aiit bie "Deutlid^feit. T)k ^nte^eüularlücfe gtinfd)en ber ^eniBran ber beiben Zoä^kx'^^lkn ift f;ier gaii^ uia^erfenubar. IS. Spirogyra quiuina. Link. Gemeine ©^nralcciiferbe. fiän3d}en fid; fiubet. S^enfe ®ir ben !(aren bnr^fi4)tinen G)(a^cl;Unber einer 2cim\:z an feinen bciben Gnben bnrcf) genau eingc[itgle @(a^fcveibd:.en abgegrenzt unb in bem innern I;oI/(en 9\aume beo (Si;(inber§ ftellc ^ir ein gartet^ grihtfei^cne^? fd;niale§ S3änbd)cn ber, n:el':t)ef^ mit bun* feigrünen ^\'rlen befei^t, in nicl}rcren Sc^raubentinnbnngcn bon einer (2cf)eiben?anb gur anbern berldnft unb ©u l;aft ba§ ^i(b einer einjelnen IHIgensellc bieicr Öcnferbe. gig. 10. (Solche ^äkn rei^e ^ir nun biete mit i^reu ©üben in elr.em langen gaben an einanber unb feld;er gäten trieberum Zciii' fenbe gu einem <}?afcn! ^'cUk man fid; bieö 5UIeö in fel;r bergri:|ertem 9}taa^ftabe an^^nalcn, fo erl/ie(te man einen Salt) ganj eigent_^ümlid;er ^Irt, in njelc^em bie tininberlid}cn Öeftalten ber Snfnforien, baß muntere (äinauge unb un^ä^* lige Snfeftenlaroen aU Sitb^^ret fid; tummeln unb bie rctl}* bauchigen 3:'Öaficrfalamanbcr aU^ viefige Ungeljeure ^•inburd;= ftr eichen ! -.48- 53ei ber 'oox'ijin BefprocE)enen S^I/eKung be§ S^Utnin^alt^ itnb ber 23Ubitng üon Zod]{exidkn, tr)e(d;e in ä()ii(id;er Seife auc"^ bei ber ©piratfcifer üorfommt, mirb bie ^tiknfinnt ber SJhitter^cüe iiii^t fogicid) aufgelöst, fonbern verbleibt Bei mehreren tilgen, tüie hü Myxoiiema zoiiatuiu iinb Con- ferva glomerata ticc^ längere ^cit, ^ie neu cntftanbenen 3eÜ'en finb t)cn ber^eWnlofe^^Qtembran ber 93?uttev3e([e um" fd;loffen, fie tcerben i^rerfcits tDteber ju ?[}iutteräcüen für 5tDei neue 3^^^"/ ^^^ (entern liegen iel|t in einer tc^^):'eiten ^üüe. ^ie erfte ^ytuiterjelte umfaßt bie beiben in il^r ent^ ftanbenen, bie beiben lel^tern umfaffeu tDieberum bie in il)nen gebilbeten S^cd^tersellen. !^ie 3^t^^iiHlbung fd;re{tet nad^ bemfelben ^^rin^tp üor^ tDärt^, mit ber 3^^)^ ber ^Qlkn me(;rt fid) aud) bie ^afii ber §ii((en, bie äufjcre ^üik, u>e(d)e bie nietften ^dkn um* faBt, ift natürlid) tit iiik}tQf bie innerfte, irc(ct)e nur jtrei S^oditer^edcn uuifc^itejjt, bie jüngfte 2}iuttcv3clle. 3^ic ^jJIqxü^ brau ber nid;t refovbirten 2}cutter^e((cn bütet bie ^üül/aut. geistere 'ociijält \i&> genau me ^diitcfy^ ^d;tiH7e(fäure lö^^t fie "auf, ßcb unb ©d;tücfe(fäuve färben fie Hau, 5iciifult gerftcrt fie nid)t. ^te eigentüdie ß^nticida felyit, bagegen fd^einen bie eigent(id;en ©d)id;tcn ber .^nüi^aut, bcn älteren ?3iutter3e(Ien entfprcd;cnb, aümältg abjufterbcn. ®ie Cber^ fläd,)e gauj alter gären gciDinnt baburd; ein förnigec. 5(nfe^ l}en, e§ bilben fid) auf il)r oftmatö 5al;freif'e fabcn förmige ©c^marofjer, fie ift alefcaun fd;einbar mit ©imv-cvu bciicibet. S)ie ^3Jt'cmbran ber SJtutter^ede mup febr be[;nbar fein; bie @Lt)id)ten ber ^üdyaut \i?erben nad; 3(ujjcu immer ,virter, fie Derbängern ftd; mit bcn 3c^^c^if'^'^bcn, üerbttfen fiel) aber iiid)t. i)ie ^^U^n finb baburd; geiuificrinaiscu in ciuanber 0efd;ad;teIt. — 49 — 19. Spirogyra nitida. Link, ©(änsenbe vSptratconferue. Zygnema nitidutn. Ag. — Conferva nitida. Dilw. — Conjugata princeps, Vauch. on ber üorigen %xt burd^ i^re bunMgrüne, gKin3enbe garbe, bie bebeutenbere ©tävfe ber gäben ( Vso Öinie) unb baburrf), ba§ in jeber 3eüe 3 (Spira- len gebrängt geamnben t^or^anben [tnb. Qete 3eÜe ift 3 mal länger a(ö i^r ^Durd^meffer. @ie finbet [ii^ ebenfalls in fte^enben unb langfarnftießcnben SBaffern. (Statt beS einen hei Spirogjra quiiiina gefcBilberten @c^raubenbanbe§ finben ixd) bier innerhalb jeber ^eik brei, bie in gebrängten Sinbungen öon (Sc^eibemanb ju ©(^eibe* manb ,^ie!;en. ^aö ©ptralbanb (ober bie (Sptralbänber) ber efe(; 6) an« tiefelerbe. ©er organif(^e ^nt^^eit ent'^ält an§er ber fcf^on er* toäl^nten 1) (E^eUntofe, nnb ben eBenfall« berührten 2) fticfftoff faltigen Körpern, bie ^^u 12 m 20 ®e^ n?id;tötl)ei(en in 100 % 2^ang entl;alten [int*, nod) 3^ einen ^ncf er'^attigen ©toff, 501annitüter©(ncofe, 4^ jtoei fette Stoffe; 5) ein n^efentlid^eö Oef; 6) 3nnlin, einen @toff, ber triefen Spangen einenid^tnn^ bebentenbe ©erbjjeit bei einer großen S^iegfamfeit giebt, befonberö toenn fie im angefen^teten ä^ft^nbe finb. 7) einige färbenbe (Stoffe (@rün, dioti}, 9f^otpraun unb ^lan). — 53 — 21. Zygogonium ericetorium. Ktz. (Conferva ericetorum. Roth.) ^^^f^ 3^3'^il'^nie übersteht Bei 33ielefe(b bcn Sanbfteingug, tüetd^er bte mittelfte ^Sergfette beö ^eutobuvger=Sa(be^ (Osning) auömac^t, giemüc^ in feiner ganzen ^n^3be^nung unb terlei^t i^m ein bnnfel rot^brauneg ^n^fe^en, tcelc^eö ber Untunbige (etd;t geneigt fein bürfte, für eine, ztwa bur(^ ©ifenc^'t)bu( l^erijcrgernfene, gärbung be§ ^cbenö ^u f)alten. 3n gleicher Söeife tritt fie in ber fogenannten @enne auf DD^oorboten in maffen^after ^uöbe^nung auf unb bürfte üieÜeic^t mit jur S3e;^eidmung be§ tt)eftfä(ifcben 53cben§ il^ »^rot^e ©rbe^ Beplflic^ gemefen fein. 92ä^ere 33etradjtung jeigt aber einen feinen Ueberjug bic^tüerfilgter gäben, tx>el(|e Vi 30 ^i^^ Vi 30 ßinie ftar! finb unb auö ^eücn befte^en, beren Sänge ettca bem ©urcf)meffer entfpridt)t. ^n jeber ^zü^ befinbet fid^ bie gonimifd;e (Subftan^ in gn)ei runblii^e, jufammen^^än^ genbe 33aIIen tert^eitt, bie burd) i^r ^ur|3urbraune0 ^u^fel^n bem ganzen 9^afen bie angegebene gärbung t)er(ei^en. £0* Mutationen fcmmen ebenfalle üor. Sie Sporen finb fugetig unb finb balb in ben Ouergliebern, balb feitenftänbig. Sin f umi^figen ^aite => unb 3}?oorplä^en bilbet biefe 5llge ba, too reic^lic^ Safjer bor^anben ift, fd)lüpfrig fnorpelige 3J?affen, ba n}o fid? ujeniger geuc^tigfeit finbet aber jufam* men^ängenbe Xeppi^e, n?elc^e fic^ bequem ^ufammenroüen taffen. @e ift ber ^äo^fern'' eine üon benfenigen ^flanjen, meldte ben erften ®runb ^ur 2^orfbilbung legen unb toetc^e burd> ©(^tammbereitung einer 2}ienge ^ö^er organifirter 2Ba]^ fergetoäc^fe Jjorarbeiten. 22. Vaucheiia clavata. D. C. keulenförmige SSauc^erie. SDie großen bunfelgrünen ^afen biefer S3auc$ene Rängen — 54 — getDö^ntic^ an ^c\^, (^raS u. bgl. in ^äd)tn unb ©räBcn feft itnb idQcn fic^ aiiS jarten, ftctfäfti(^en O"^»^^^ gebilbet, tüeld;e fi<$ an t^ren efd;riebenen ^^trten in einzelne ^cikn ^erficfen. ^uvd) bie aüfeitigen SSeräftc(un\]en biefer ©c^läucbe üerfled^ten fiel) biefelben in biegten ftl^iigen 93?affen. Qn ben erwät/nten fd;lauc^förmigen ©nben finbcn fid) ©onibien, bie Bei iDüKen- beter 5{u§btlDung bnrc^ eine ©eitenöffnimg entoei6cn nnb fic^ eine 3si^f'^"3 ^^^^ §ütfe ^arter Simpern ben?egen. 5lU' 6er biefen fommen nod) feillid)e, mit ^pcrenmaffe erfüllte grüd;te ^ox% XüMe fid) augcrfcalb ber (Bd)iäu6)z erzeugen. 'I)er n?iberli(^e @eruc^ biefer ^Kgenfpe^ie^, n3el4>e au- gerbem mitunter in ^anj anfe()nüd;en SDicngen (angfamflie* Benbe Saffergräben Debedt, ma^nt nn^ baran, bajj bie ^(gen, beren begeifterte SSere^rer n3ir n^egen il^rer bieten, l;öd)ft in* tereffanten Öeben3= nnb gormenerfc^einnngen fonft finb, — ju S^ikiXf tro^ i^rer ^(cint)eit bem 5i}Jenfd)en boc^ and^ im» angencl)m u^erben fönnen. ©inen foldjen galt erjäl^tt ^ro- feffor Dr. (55ceppert: f^eit bem ^(ngnft 1852 ift eine gv'i=' iri! in $ü(nifti=Seiftri^, V2 ^teite oberhalb @»^n)eibni§, im ®ange, njetc^e an^ 9^itbenmelaffe (Spiritus brennt nnb bie ©c^tempe in ben »orbeifliegenben, in bie Seiftritj mün* benben ^ü^Igraben laufen lieg. @eit biefer ^ät tuurben im SBaffer ber Seiftri^ n^eige gloden in folcber ÜJienge be=« mer!t, baß fte bie S^ol^ren ber Safferlunft i^erftopften ; baö SlÖaffer ging bnxd) [ie in für^efter ^eit unter ^öc^ft efet^aftem ®erud?e in gäulnig über nnb n)urbe baburd) jum SÖafc^en unb Äoc^en untauglich. Man fdn'ieb bie Urfad^e biefer l;ö^ft befd^njerlid^en ©rfd^einung ber gabri! ju unb unterfagte in gotge beffen baö ^ibtanfen ber @c^tempe in ben 50iül)Ibac^. ^eitbem toirb bie «Schlempe in einem eigenen 3^kferüoir auf* gefammett, ba^ jeboc^ mögtid;ern)eife mit bem 2)tül;Ibac^ noc^ in unterirbifd)er Sommunication fte^en !ann; jebenfaü^ 'i}at fic^ bie @rfd;einung injtDifc^en ncdb n^eiter U^ % iOteile un* ter^atb ber @tabt anögebe^nt. Qn gotge beffen reifte ber ©r^ä^ter fetbft na^ (Sd^meibni^, unb unterfuc^te in Reglet- tung ber ^erren Sürgermeifter unb ©tabtüerorbnetenüorfte* — 55 — ^er He S^er^ältniffe : er fanb bcn etit)a 1000 gug Tan.qen iinb 6 - 8 gu^ Bretten S^^Zül^tcjraBen am Sieben gan^ ünb gar mit einer tüeiBen, flcttirenten, lappigen 9}?affe mie au6* tappeuert, fo ba§ e^3 aii^fat), a(^ feien ©c^aai'Dltet^e am ^o* ben befefttgt. ^te mifrcifopifite Unterfncfinng seichte, bag biefe 3}?af|e ben einem fciDigröbrigen, farblofen i^f(än3cf;en, bon Vooo 6i^ 'Aoo ^-inie im T)nrd)mef|er gebitDet [ei, tuel* c^jeö 1789 jnerj't oon ^'ot^ aU Conferva laotea Befc^rieBen, gegentüärtig aU Leptomitus lacteus Be3eid)net unb in rafcf;=» fließenben ©etpäffevn gnr SBinterjeit, bccB nie in fo grcgar«« ttger 9JJenge Beobad;tet wnrbe. "^Diefeg '13f(än3cf;en ge'^ört in eine ©rnppe, bie jtinicf^en $if3en nnb tJUgen in ber SD^itte ftc^t unb aU klaffe ber ^^il^algen, Mycophyceae, Be3eic^' iiet \Dirb; mit ben öligen l]at fie bcn 'iUufentl^alt im53affer, mit ben ^it^en ben l>Zangc( ber grünen garBe nnb bie (Srnä(}rnng burd) jerfeöte organifd/e '^uBftan^en gemein. Sa^r|d}einlic^ ' finb bie e^amen (Sporen!) biefe^ ^]3f(än3d;en§ aus irgenb einem ^^imfte oBerOalB ber ©tabt ^er&eige|c()n)emmt irorben nnb ^aBcn ui^, n^eil [ie Bier burcB 3^iH'i'^^^*'tenn)ir!en be^3 rafcl)f(iej3enben 3Baffer^ unb ber bon ber 8c^(empe ftam* menben organifd)en ^e^uBfian^ einen fe^r günfttgen 33oben fanben, in einer fo unerB/orten Seife entmirfelt, bag fie einen ^aum bon faft 10,000 Duabratfug Bebedcn unb für bie (Stabt 'Sd)tDeiünil^ zinz ma^re (Satamität BerBeigefü^rt ^aBen. Qn bem 9?eferDoir für bie enn er einmal erfaltet ift unb beflißt bie für getüiffe gäde fe^r foftbare (Sigentt)üm(idyteit, fid; anfö 5^eue jn ertüeic^en^ iDenn man i^n ber Särme anöfeljt. ^ie ß^^inefen machen babon noc^ i^aternen unb ®(aöfd;eiBen. — (Sinen ber größ- ten inbuftrielfen 33ort^ei(e für ben 3}?enf($en liefert jeboc^ bie Bereitung ber @oba an^ ben 5l(gen. ^n biefer ^infid^t ftel)en bie ^(gen ijiet ^öimn ^flanjen nic^t nad;. T)k gu btefem 33e^nfe gefd;äljteften Wirten finb : Fucus vesiculosus, nodosus unb serratus, bie Himanthalia lorea, Lami- naria dij^itata, Haligenia bulbosa unb Chorda Filum. (Seit einem 3a^r^unbert ^aBen fi(^ bie ©obafaBrifen ebenfo in Jrantreid; n^ie in ©ngtanb berbielfältigt; jal^Ireic^e 5ln* ftatten Befte^en in Urlaub unb auf ben §eBriben ; granfreid^ Bcfil^t beren i^ugleic^ am 3}^ittelmeere unb an ben lüften beö attantifd^en Öceanö. — 59 — 24. Chara foetida. A Braun. ^tinfenber 51rmleuc^ter, Chara vulgaris. L, •^ie ^rmteucBtergeträc^fe finb eigentl^ümltc^e (^etüäc^fe, toetc^e früher fogar ju ben ^^anevcganien ge^ä^Ü lüurben imb tüelc^e manche 23ctani!er af^ eine befonbere gamilie i?on ben 3U,qen getrennt triffen tDcüen. ©^ finb i^on ben (Sü^^ tDaffervifgen bte enttr'icfeltften ^^-ermen, tüeld^e üoÜftänbig biirc^ il^re ^zitait an ^ot^eve ©etDcid^fe mahnen, ©eipö^ntic^ tjc* getiren fie auf bem ©runbe Don beleben nnb (graben in bid;ten 33üfc^e(n, finb fc{;laff, trccfen aber fe^r jerbredjltcb. eben mel;rere fürjere ©lieber anfe^en; Don biefen verlängert fic^ ba0 untere juerft, U)ä^renb nad) eben immer neue (^lieber :|?erlfd;nurartig l}erücrtreten. 2^a§ unterfte ©lieb ift farbloß ba^ ^n^eite ^eigt fc^on einen Uebergang jur grünlid;en gär* bung, bie fctgenben finb aber aüefammt \d)Ön grün gefärbt 5Iuf biefer ©utmid'elungöftufe ^at baö unterfte ®(ieb unmittelbar über ber ©pore fd^cn gtuei U^ brei Sur^elfäfer* ä)tn getrieben, tDe(d;e jtcar äujerft fein unb ^art finb, aber bereite bie bcppelte (?änge beö feim^^flän^djen^ erreid^t ^aben. Um ba^ ©elen!, tüeldje^ gt^ifdien ben beiben untern ©üe- bem fic^ befinbet, ^at fid; ein Äranj Don Keinen 33Iä6djen — aU ^2lnlagen fünftiger SBurjelfäferd^en — angefe^t, unb om ©ruube ber fünfgliebrigen grünen ^)(>'ü^t bc^ Äeim:» ppän^c^enö Iäj3t fid^ bereite bie erfte ^^nlagc gu ben 2Birbe(= äftd^en erfennen. 9^ad;bem bie erften ©lieber auö ber (Spore l^erborge^ treten finb, get)t bie fernere ©nttindetung immer Don ben ©elenfen auö Dor fid}, n)e(d/e an bem 8tcd'e balb fnotig an* fi^toeüen unb felbft an bem «Stengel, irenn aud; nid;t immer bie Derbicfte ©eftalt, boc^ bie Statur ber knoten annel)men. ®iefe Änoten fpieten burd) baö ganje öeben ber ^flanje eine toic^tige ^olle, inbem ficb an^ benfelben alte übrigen Drgane entmicfeln. 3n i^nen ift ba^er alle Öebeui^tptigfeit unb 33egetatione!raft concentrirt; auc^ l^'w^^ f^4> biefelben im Innern noc^ frifc^ unb faftreic^, nadjbem bie auö i^nen l)erDorgetreteneu rö^rigen !ll(;ei(e bereite Dertrocfnet unb ab* gcftorben finb. ©ie ^eftimmung ber rotljen ^ügeld;en, bie man ^u« — 61 — tl^eribien 3U nennen pflegt (gtg. 15.), ift nod; gtDcifef^aft. 3m 3nnern finb fie mit i^telen conferJ?enart{gen, Den i)ie(en 5Qiittelpun!ten auöftra^ilenben, gäben terfeben (gtg, 16.). Saflrotl) terftd)ert, bag er fie feimen cjefe^en i)ah^. Sluö ben ©liebern biefer gäben treten fpiralicjgemnnbene fd^mate >^eüen ^eran^3, ä^ntic^ ben ©pirdfaben ber 3ungermannien. ©ie beilegen ]\6) im Söaffer fe^r rcb^a[t fgig. 21.) ^üe 5lrm(encbter arten enthalten me^r über tceniger einen fe^r übelriec^enben eigentpm(id;en @toff (Puterine Savi unb Passerini). 33efonber§ enttindetn bie (S^araceen einen me* ^'^itifd)en unb fe^r na4)t^eiligen $and&, fobatb fie faulen. T)k <2üm^fe unb ei[eö (Sintrocfuen ber flad^eren iBafinö tüirb unter Italiens ^ei^er ©onne jener S^erttjefungö- pro^ej rafc^ eingefettet unb tüirb aU bie §an|?turfac^e pr (gntftel)ung ber 50k(aria be^eic^net, jener gieber unb Zoh Bringenben böfen Öuft, tDelc^e @täbte enti^ölfert unb ganje !i^anbfd)aften beröbet. ©ine auffaüenbe ©rfd^einung ift bie Bei öorliegenber ^rt ^rm(eud?ter ijorfcmmente ^nfruftatton ber Z^dk, @ö ift fein jufätlige^ Slnfe^en be^ fol)(enfauren Jlalfge^alteö beö Siöaffer^, fonbern eine ^itufna^me biefer ©toffeä bur(^ ben ßebenöpro^eB ber ^flan^e felbft. iöefonterö merfiüürbig finb bie ß^araceen burc^ bie iBeoBad^tungen über bie iöetDegung be§ (2afte§ in ben 9xö^^ ren geujorben (gtg. 20). (Sin Italiener, 9?amenö ©orti, l)at guerft im 3a^re 1774 biefen Umlauf ber @äfte in me:^- teren S^araceen Beobad)tet. 5)ie innere 3Sanb ber dTö^x- c|en ift mit äugerft feinen (Streifen üon an einanber Rängen* ben, grünen Äornc^en überlegen, treidle halt parallel mit ber 5l^e geb/en, Balb Spirallinien bilben. ©§ trifft fid^ nun immer, ba§ ber @aft auf ber einen ecite nad) ber 9iidE)tung biefer Streifen auf^, unb auf ber anbern uneber abfteigt. ^tüifd^en ben Säubern, nac^ treli^cn ber Strom auf- unt) abfteigt, ift immer eine Slrt leerer ^uium, in tr^elc^em feine arifcv ^oü. <2aure glüffigfeiten, 3. iB. (Sffig, in n^eUte man (ebente (S^araceen taucht, bringen jene ^en^egung fo- gleich S"^ '^nit)ören. 33ei bcr 53etrac^)tnng fccr tJorBergeI)enben 'Eigenart mai^-^ ten tüir auf bie ^^ortf^eiie aufmevfiam, n?eld;e ber -Dtcnfc^ üon ben 5Ugen — befonbcrS üon benen beg 5Üieere3 — iktjt, n)ir fügen t?ier nocl) einige SScrte an über bie iBe5{eI)ungen, in n)eld?em fie gu bcm geben ber 2:[)iere fte(;en unb über ben $Rang, ben fie aU Zijük ber ^^flanaenbede be§ (Srbtörperö einnehmen. on ^^ebentung. S)ie (Jon* ferüenbüfd^el (Die :i)^t^'en^aare teö gemeinen £'eben§) trimmeln »on Keinen truftenti^ierc^en, g(ol}!rebfen unb 3nfe!ten(art)en, !aum ift e^3 moglid) einige gaben irgenb einer ^d)rauben'' ober @^(eimfafer, ober eine ^}3ortion X)iatcmceu unter ba^ ©efic^ti3= fetb beg iOiifrcf!cp§ ;^u bringen, ohne taf, nid;t jn gleid;er 3eit gan^e ©d;aaren i^on ben terfd/iebenften 3nfu[crien '^wU fd;en if)nen bemer!t tpürben. '^afe giinfd^en bcnr^Iuvat[)men ber Sa[ferti?iere unb 2Ba)fervf(an;,en ein ölynlic^er "^luötaufd; ber ©tcffe ftattftubet, \v>k ein fold^er für bie 'Xt^iere unb ^ßflanjen beö Oceanö ber ^tmcfpl^äre nad^geujiefen Sorben ift, erfd^eint fef)r u>ai;rfd)cinlid). -Sn bie ^ngcn fallenber ift aber bie Sßid)tig!eit ber ^2l(gen be3 9Jceere^ für bie animaUid/e ^eoclferung bcö klüteren. *) nT)aQ 'O^Jeer f?at md)i nur feine Serge unb 2:^äler, feine ^od}^ unb Tiefebenen, feine 93(Cortager unb (Eanbn^ü^ ften, feine ^Zlnellen unb (Ströme, fonbern aucb feine Unvälber mit i()ren @d;üngpfianjen, i^rer garbenprad)t uub 5:.{?iertx'elt, mit ©arten uud ungcl}eurcn "ii^rcirien, auf benen bie §cevben ber l^flanjenfreffer ""be^ ?JteereS t^eiten, ee i?at feine $?anb* fc^aften, bie prad^tücller unb fceuf;a|ter finb, a(ö irgenb et* iraö auf (S-rben." ') Corner: „l^cx Tlm\(\} mib bie Ü^atur/' - 63 - SBicte ^ange be§ 2}ieere§ finb fo tounberBar geftaltet, fo ^rad;tUüü gefärbt, in fo reii^er '2in5a()( iinb fo ungel^eurer i^äiige üorl)a:iDen, baß fiß im (Staube ftnb, bie Zkieii be§ SDt'eereg ju mäf/vdjeii^aften 3^uBergärten iimjugeftalten. '^ie S^angarten vetcl;en i^on mcoeartiger iUeinl/eit bi§ tr»eit über bie ftol^e §ö[}e ber liefern, SJiangoUen uiib beö 5(ffen6rot* bäumet, benu tiele ircrben 700, ja biö 1500 fjug lang. S2SäI}renb ba^ präcbttg gol&rct^e Äorallenmoo^ unb bte braune, fl^annlange (Srf?otenbrat}(e (Ectocarpus) ba^ nieblidje WlU niaturbiii? eine>3 xinenblicl) terjmeigten 5:aume§ finb, iinb ba^ :pur^urrotte (Stengeimccö ^e^^^J^bü in ein ^oÜbreite^, I^anb^« förmigeei \?appenblatt fid; erttseitert, finb anbere gleid; ben ^atmen mit maüenben i'Iattrocbeln ge|d}müdt. Unb ipie bie glätter unb 3^^'"'^3^ ^^" ^^Iber beö geftlanbe^5 fii^ linegen unb fd}au!e[n auf t'em elaftifdieu Seilen ber Cuft, ober ftöbnenb unb äd)3enb mit bem Sturme ringen, fo lr>iegen unb fcf)auie(n fid; bie ffafterlangen S^angblätter auf ben SOteere^u^ogeu unb ringen mit bem Ocean, ber fie mit rauljer ^ant) ciM bem 33cbcn reiben mcd)te. §ier unb ba gelingt it^m bie^^, uni} bann treibt er fie in meilenlangen, I;unberten Don guj3 breiten Streifen gegen bie ilüften, tüo fie ftranben= ben v2(^iffern jum (Sd;u^ bienen unb m^aud^e^ 2}tenfd;en(e= ben retten. 2öie tie ^flan^en ber ©rbcberf(cid;e in il;ren Wirten n)ec^* fein je uac^ bem 33reitengrabe ober rcr §ö^e be§ Sranborte^v fo n)äd)ft aud) uid}t jebe Gangart überati, fcnbern i)at ibreu beftimmten ^ejir!. i)ie 'Spange ^eften fid) mit il;ren finger* unb fraüenartigen Sur^etn an ben gelfenboben fo feft an, tag fie, toenn ftürmifd)e Sogen an d^ren cbern S^^eden jerren unb siet;en, gelfenftüde to^rei^en unb toie 5hder mit fortfd^teifen. 3m -ii^genieinen lieben fie bie 91äl)e ber^üfte ober wenigftenS feften ^oten unb reid^eu nur ettva U^- 40 gaben in bie 2:iefe I}inab. flan3en bie rofenrctl^e 9?afenberfe bilben, ^a fc^iÜern unb blitzen bie bunten garben ber oerfc^iebenen %x^ ten burc^einanber, bie im jebem 2ßcllenfd)lage unb ber ba* burd^ oeränberten £Ud)tbre^nng in anbern garben fpielen. Ue^^Mg mit taufenb mannic^fad;en (S}efta{ten, tbeilö bem ^o* ben fic^ anfcb/miegenb, tt^eil^ mit fraufen Öaubbüfd^eln em.^or^« ragenb, tljeil^ langl;tngeftrecft mit mallenben 5Bebeln ber 33c' n^egung bc§ Sßafferö folgenb, ftel;en bie Spange in I^ellem unb buntlem ®rün, in prad;ti>cllftem 9^ct^ unb ©elb glänjenb im SBiberfd)ein beö Sid^te^. ^Jiillionen i^cn (Seetbieren ber i^erfc^iebenften ^rt nähren fii^ ücn biefen ^^flan^enmaffen, ^) ^aä) ben ncucjien SP'titt^cilungcn über biefeö «^argajfomeer burd; i^on iDicvtenö, foü baffclbe bauvtfäd}Iid) auö tilgen ge* bilDet fein, bie ant)era>ävtö feftft^ent) getroffen werben, burd) DJieerc^ftrömimgcu aber loögeriffen un^ fortgetrieben trorben ftnb. 6ö erfüllt bie ganjc »om ©olfftrom ringö umfpüüc äJleereöfläcfje. -t>>^nV'tfad)licb nnrb ber S^'-biü'^c Vccan aU ber* jenige bejeicbnet, u>c(d)er ^it nioiftcn (3eublinge ]ändt Spange, bie im pcrfifc{)en 9Jtecre^bufen geivad;fen, foüen t^iird^ t^ie «Strafe »DU DJiD^ambique umö Sla:p lierum tem ©olfpronie ^ugefüljrt werben. — 65 — toddjz mit groger 9?afd()^eit tüac^fen itnb tjerge'^en. Unb burc^ bie[e0 traumhafte garbenfpiet rubern buntfarbige 2)^u* fd^etn unb fdjiüernbe gifrfjc^en; langfam an ben Stengeln Iriec^en tüetbenbe @c^nec!en, an ben 33äumen nagen bie 20 gu§ langen, graul^aarigen SSallroffe, ftar! burc^ i^re mäcbtigcn ^afen^ät^ne, an i^nen nä^rt fid^ ber riefige ©u* gong, tk ©irene ber iSaM, ber eben fo (ange, :|3lumpe ^D^a* nati, ba§ nod) längere 33or!ent^ier mit feiner runsügen §aut, bie mie (Sid^enrinbe am^fie^t, ber toanbernbe 30 gug Tange ^aififc^, ber bic^tbe^aarte orjeit ftammen. ^ie Derfdjjiebenen 'Wirten tiefer löO befannt gen)orbenen Dortcett^ Iid;en ^^Ugen finb t^eilö im Ä'upferfc^iefer, t^eilö in ber treibe, bem (it^cgrapl}ifc^en (Sd;iefer, bem Qiixa unb 5D?ufc^eI!atf;. tl;eilö auc^ im Heuser, ?ia§ unb ben Sielten ber tertiär* formation aufgefunben tüorben. S3on ben borujeltlic^en ^rm* leuc^terarten ^aben fid; befonberS bie grüd^te (gig. 18. u. 19.) gut erhalten. ^m günftigften finb bie üefelfi^atigen T)iatomeen burd^ il^ren ©(aöpan^er ^nr Sauer burd; lange 3ßiträume organi* firt, baber treten aber auc^ Säger t>on abgeftorbenen ©iato* meen, fon^cbl t)on fcld[?en ^rten, bie früher e^iftirten, al3 aud^ üon foId;en, mldje ^eutige^ S^ageö noc^ (ebenb i)or!om* men, in fot(^er 9Jcäd;tig!eit auf, ba^ fie un^ bei ber n)in3igen ©röge eineö einzelnen ^flän^cijen^ in (Srftaunen fe^en. @ie iDurben guerft in 3?cbmen bei grangen^bab entbeät. ^tv ^otierfc^iefer bon ^ilin in 53i3^men befte^t ganj auö fcld^en ^iefetgetien. ®egen 40 gug tief ift faft bie gange J^ünebur* ger 5)ciibe aug ä^ntid;en ^liefefjeüen tobter X)iatomeen gufam* mengefe^t. Sreifacb, tt>enn auc^ tueniger rein an anbern erbigen 23eimifcbungen, trirb biefeS ungeheure Sager i3on einem anbern übertroffen, auf toe(df)e0 Berlin gebaut ift. (Sin britteö ©iatomeenlager, gegen 20 gug mäd;tig, fennt man aud^ in 92orbamerit'a. t)k ©tabt S^ic^monb in 23ir' ginien ift auf baffelbe gegrünbet. Sir begannen bie ^etrad^tung ber gamilie ber ^Igen — 67 — mit ben einfad^ften ^flanjd^en, toetd^e in einer eingigen feI6ft- ftänbig lebenben 3^^^ Befielen, verfolgten ba§ aümätige gortfi^reiten ber Strien unb ©rupfen, tnbem ficö ^eU^ an 3eIIe ju gäben, unb bic gäben tciebernm ]id) mit ^^a^en ju ©tieten unb Btattartigcn Organen bereinigten, Bio tüir mit benjenigen ^pan^en fd?Ioffen, n)eld)e in i^rer äußeren gorm bie @efta(ten bieter i)'6t)tx crganifirten ©etDädjfe na($a^mten, bn ä^nlici^er SSeife Begannen bie ^^Igen bie gro^e gormen* rei^e, tDel(^e fic^ in unbered^enBaren Zeiträumen im 'ij3flan* genreid;e aümatig entn^icf elte ; fie fteÜen un^ ben frü^eften ^ugenbjuftanb ber gfora unfereö ^(aneten bar, an^ meid)em fie fic^ aümätig p immer beut(id)er au^ge|prod;enen ©egen«« fä^en, ju mannigfacheren Organen, buftenben, magifc^ jum iS^enfc^en^ergen fpred()enben 33(umen unb me^lreic^en ernä^* renben grüd^ten fortBUbete. 1) !^ie 5(Igen finb ^dicn^^^ianitu, toeld^e im SBaffer toad^fen. 2) Ql^re einfac^ften gormen tüerben entttjeber nur au6 einer ^zUe (Diatomeen) ober aiiQ mehreren, in geftaltlofen @c^(eimmaffen eingebetteten ^^ücn gebilbet (iyioftoc. O^cit* (arie); anbere entroidettere Wirten Bitben gäben ((Sonferüen) über ©c^läud^e (^auc^erien). ^iefe finb meifteng bem fii- fen Saffer eigen, ©ie burd^f(^nittticB bolüommnern 93iee*' re^algen (2^ange) entmidetn Stengel, Blattartige Organe unb grud^tBe^ätter. 3) T)k ©ü|njafferargen finb meiften^ bon garBe a, Bräunlich (T)iatomeen) ; b, grün, ((Sonferben, Oöcittarien) ; bie 3)Jeerega(gen (Spange) a, gelB ober rot^ (gforibeen) ober b, otibengrün unb an ber ßuft Braunfd^toarj. tuet* bcnb (gucoibeen). - 68 — 4) ©6 festen aßen ?Itgen etgentli($e, b. h, nod^ unten iDac^fenbe unb 9^a^rung anfne^menbe SSurjeln, tkle fc^toim^ Uten (ofe, anbere befi^en §aftorgane. 5) ©§ festen eigentlid^e, mit ©efägen berfe^ene ^läU ter, 33Iüt^en, ^efruc^tungötperf^euge unb genießbare grüi^te. 6) !^ie 3^^^" hil'üen Bei ben Spangen €ntn?eber ein fetn!i3rnige§ ober ein an^ größeren, (anggeftrecften gellen ge=* bilbete^ ^zU^erd^b^ (Parenchym). 7) 3ebe S^iiz geigt eine ^tUen^ant (armf^oren), (37. 41. 43), cber b) unbemegticbe ; Ic^tcrc toteber burd^ S3tert^ettung einer gröBeren in ber 9^inbenf^id^t bei ben 'Zan* gen (Xetrafporen) — ober in befcnberen grui^t* Organen au^ ber i^arend^i^matifc^en 9Jtar!tf($id^t ber=» felben entftanben (56). Sieber anbere erben (54). — 70 — / 26) 5D?eerc§aIgen (Xancje) bienen : a, a(6 5lr3nei ([c^IeimgeBenb, tDurmtoibrig) (56); b, a(6 'r)üiigung (57); c, al§ 33rennmatevtal (57); d, aU ©peife (57); ' e, 3U Seim unb girntg (58); f, 3itr 'Davftellimg bon (Soba (58). 27) T)k ^(gen, bcfonber^ bie SO?eereötange, Bilben faft öu§fd)(ie6lic^ bie ^^egetation be§ S33a[[erg unb ftet^en ^u ber Zl}kxr\idt be^ füfeen unb faltigen SBaffer^ in ber mannte^* fad;ften ^Sejie^ung. (61). 28) 5((gen tüaren bie frü^eften 35ertreter ber ^flanjen* toelt. ijJlan fennt außer ben Diatomeen 150 foffile ^rten ber* feilten, tDä^renb man üBcr^aupt 6000 5(rten mit (äinfc^lug ber Diatomeen jc^t (ebenbcr tilgen 3äl;(t. (64.) I. Schizophyceae^ ©paltat.qen. toetc^e fic^ burd) Sängö< cDcr Ouevt^eilung fortpflanzen. A. Diatomeae. 3^üen ^u 33änbcrn u. bgl. terbunbem <5eite. •^ 1. Fragilaria: ü^ne Duerftreifen, lintenförmig . 10 Jfi 2. Meridion: feilförmig, ju fpiralig gemunbenen 33änbern berbunben 12 *^ 3. Diatoma: ©lieber red^ttüinüig, an ben (Bdcn jid^adförmig »erbunben 14 B. Navicülaceae: 3<^tlen einzeln, f d^mal elliptifd^. Ai 4. Synedra: priömatifc^ rec^ttüinfüg .... 16 II. Gonidiophyceae. Srutatgen/ tüelc^e fic^ toor^ug^metfe burct? ^Brut^elleu fortpflanzen. ®ü§* U)afferalgen. A. Nostochinae. ©eftaltlofc ©allertmaffen mit gcnifc^cn 3^Üen. 71 ^ JM 5. Teti-aspora. ©onibten gu 4 geftellt ... 18 •^ 6. Nostoc. ©onibien perlj^nurförmtg ... 21 B. Oscillatorieae. ?ager fc^[etm{g/meift ge= ftattlü^, (ebt}aft gefärbt, entI;äU cinfad/e oter äftige gäben, tpelcl;e i)on nie^r ober n?eniger enttt)t(felten ©(Reiben umgeben finb. a. Oscillatorieae. gäben mit eigentpmnd;er 33e* tt>egung. Nr. 7. Oscillaria. gäben meift mit ©dbeiben, leB- l^aft fd;n}ingenb ' .... 23 Nr. 8. Leptothnx. ![?ager l^äutig sufammenpngenb, gäben unbeutlic^ gegliebert, c^ne «Scheiben, c^ne i&etüegnng 26 b. Lyngbyeae. gäben o^ne ^etcegung, einfach ober äftig. Nr. 9. Chroolepus. Öuftgetoäc^fe, gäben fteif, fnor== ^elig, ijerjn^etgt 27 c. Rivulariceae. ©adertartig, gäben gegliebert, äftig. Nr. 10. Batrachospermum; [e^r äftig, Ijerlfc^nur^^ förmig fnotig, Slefte in Duirten 29 C. Confervaceae. 1. Conferveae, gäben gegliebert, frei, fel^r fetten 'co)3utirt. a. iMyxonemeae. gäben fd^teimig, ^^^^^^^^^^^ fiel 3ufammenbaÜenb nnb t^eilenb. Nr. IL Hormidium. Unbeutlic^e Ueberl^aut, ^zUtn^ in^alt rnnblid)e(fig 31 Nr. 12. ^ Gloeotila. gäben fd^Ieimig, 3eirenin^art fic^ gu einem einfachen ^ern gufammenballcnb. ... 34 Nr. 13. Myxonema. gäben angetrac^fen, f(^Ieimig, 3eßeninf;alt quabratifc^e terne bitbenb. , . . ZQ Nr. 14. Draparnaklia. gäben äftig, büfc^elig . . 40 b. Conferva ^enuinae, gäben berb. Nr. 15. 16. 17. Conferva. gäben bicf)t beriüidelt, m\i grüner, bilbfamer, feinförniger 3)iaffe, tüe(($e fic^ oft 3U giguren gruppirt 42, 44, 45. — 72 — <öette. 2. Zygnemeae. gäben burc^ fleine Ouerrö^ren toevBunt'en, ^ 18. 19. Spirogyra. 3ßÜ2nin"^a(t in fpirattgen S3än== bern 47,48 JTI 20. Zygnema. 3^^^!^^"^^^^ ^" 3^^i fternförmigen Raufen 50 JYi 21. Zygogonium. !Die innere ©ubftan^ in 3ft»ei Raufen i^ert^eilt 52 D. Ulvaceae. !I)er 2((gen!ör^er Befielt anö ei* nem @d)(au($e. J^s 22. Vaucheria. D^ö^renförmig beräftelt ... 53 III. Ascophyceae^ Sata- oUt ©dE)laud)^ algen, tüetc^e fid^ bnrc^^Sporen fovtppansen. 5D?eerBett)ol^ner. 3" fammenge[e^ter 33au. (Sporen in grnd;tbe^äUern nnb an* derbem 2^etrafporen. Ceramiaceae. grnd^tbe^älter nnb STetraf^joren auf ijerfd)iebenen ^ntiüitnen. ^eift nicf;t über tcenige 3'^Ü gro§. J)^ 23. Choiidrus. Sager an^ einer ftielfönnigen 23afi§ blattartig ausgebreitet, fnorpelartig ; grnc^t^ . Behälter eingefenft, terfc^foffen, 2^etraf^ren unter ber äußeren (Scbi^t 55 IV. Oyrophyceae.^pixalalQen. Gl^araceett, bereu gruc^tbet^älter mit einer fijiralig getonnbenen äußern |)ü(Ie umgeben ift. Jfs 24. 25. Chara. Stengel nnb ^auptäfte, biStüei* len aud^ bie Duirläfte mit fpiraliger üiinbenf d;ic^t 58, 64. -9<^»^*- * ©ebrucft hti g. ß. Sag euer in Semgo. Gez.\;.H.¥af:^ tDuubert^äiigcn ^^eiligenbitbcrn unb feierlichen Um3ügen ber ^ßtn^er, bernic^tet! — SBir fteigen Bergauf, ^etreibefetber trogen auf ber Ijod;ge(egnen Sirene; bod^ ftatt ber gofbnen 5le^ren tjoH fc^tDeüenber Körner gema^ren U)ir jufammenge^cgue, berfüm« merte §alme, auö benen rugigfc^trarser ©taub füegt, \i?enn mr fie berühren. $i(3e jerftörten bie §offnung beö Sanb* uicinn^, morbeten bie na^rungfpenbeuben ©etreibepflanjen, 5(m 23erge^I^ange lank man bor toenig Sa^^ren ein jierUc^e^ |)äu^(^en unb l^eute fc^adt fd^on tüieber baö $0=» c^cn be3 3^^"^^^^^^^"^^ ^^^ bemfelben unb bie 33etüo^ner mußten au6 i^m pd^ten, benn bie ^itje fragen feine ^aU ttn, eö broI)t bem (Sinftur^. ©^ finb biefetben ^oljberu^ü* fter, bie ba§ ©c^iff am ©tromeöufcr ruinirten! SBir treten in ben Salb! 9?ing§um au§ bem feuchten ir befe^en Pe nä^er, — fie finb bon "ipit^ctt bel^aftet! — — 7 — ^0 ^armfo^ üJJoofc unb^JIcd^ten, unb, mit n)cnig?[««* m^rmn felbft bie öligen, ftc^ für t^re SJJitgefd^öijfe geigen, fo ijerberWic^ treten bie p(3e auf, bamit 2)^e^l^ifto aud^ im 3teic^ ber ©r^|?togamen nid^t fe^Ie. ^u(^ bem S3otant!er geigen fie fic^ unfügfam nnb Bieten i^m, im fd^rcffen ®e- genfa^.e in ben übrigen gamilien biefe§ 9?eic^0, (Sd^toierig* feiten, toefi^e il^r er anä) ber ^ranb be§ ©etreibeiS gegäl^It toirb. ®eüor man bie (Sutmicfelung biefer Keinen SBefen mit $ülfe be§ 3)ii!rof!op§ verfolgen fonnte, hklt man bafür, ba§ fie nur au6 ben ertoä^nten ftaubä^nlid^en 3^^^^^ («S^joren) beftänben, bereu jebe fid) tjon bem ©aft ber ^L^iutterpflange ernähre unb im Staube fei, fi<^ — oieüeid^t burc^ iJ^eitung — fortguppangen. Man glaubte eine ^ffangenfamiüe gu er* fennen, toeld^e mit ben eiugeöigen öligen eine parallele bitbe, unb t)on biefen i^au|3tfäd^(i(^ burc^ i^ren (Stanbort (bie lejj* leren im Saffer, bie erftern auger^alb beffelben meift auf orgauifi^er (^runblage) unterfd^ieben fei. Ueber bie ©ntfte^ungötoeife l^errfd^te bielfad^ bie 5ln* fic^t, bag, toenn md) au^attenb regnerifd^em ober nebeligem ix eine bünne '<^ä)id)t aBtrennten. 3n ben 3^if^^t^d^^^2"Ö^"öS" ttjuc^ern n^affer^eüe bünne gä* ben, bie fi^ eng an bie 3^^^^ anfc^miegen. Qm frü^eften 3fngenb3uftanbe erfc^einen fie giemlid; einfacB, Bei borgerüd- term raf^jen Sa^ötBnm ber^tDeigen fie fic^ BüfdEielig, um- ftriden bie ^cUm nnb berftcd^tcn fic^ Ba(b in foId;er Uep* pigfeit, ba§ fie eine einförmige ?D2affe barjnfteüen fc^einen, — - bietteid;t biefetBe, n)eic^e frühere -gorfc^er auf bie S^or* fteßnng bon ftodenben ^flan^enfaften Brad;te. 33ei Hntoen* bung beö früher Befd^rieBenen ^l^aceration^berfal^ren^ ober ber trennenben 9^abc( geigt fic^ aBer bie fabige, ber^tüeigtc S3efd)affen^eit be§ (Banken. 'ijiefe S^ben (Fig. 1. m.) finb bie ^ugenbfcrm be6 53ranbpi(5eö, ber l^ier im Innern be6 ^ö^eren @ett)äc^fe§ ein berBorgne^ ÖeBen fü^rt. @ie fteüen ein fogenannteS 5Ki?celtnni, ^iljfabentager, bar, h?eld;eö nac^ ber OBer^ant be^ 5B(atte§, in lrcr($cm eö n)ud()ert, fid^ jn einer, Befonber^ bic^tberf(od;tenen ©(^id^t ((Stromata) anöBitbet, ouf toeld^er ftc^ bie Sporen (©aamenjellen) erzeugen. 25on biefem gabcnlager auö er^eBen fid^ gal^treid^^e 5Ieft* ^en (Fig. 1. 5.), n?eld;e anfänglid(> ben übrigen gäben an — 11 — garbe unb T)idt gleit^ finb unb tutrcnbig einen förntgflüf* figen^n^alt jeigen, 33alb aber Beginnen biefelben an i^rer ©]3i^e an3U|'ci^trel(en, fo bag fie feulenförmig toerben. )Raä)^ bem fid^ ber 3n^^^t btefer erlängern fid^ noc§ ettoaö unb erf(^einen aU Stie(d;en, lüetc^e hä i^orliegenber 5lrt mit ber abfaÜen* ben reifen Spore oerbunben bleiben. ^tuper auf ^So'^nen fommt berfetbe ^il^ and) auf anbern |)ülfenfrüd)tlern 5. 33. ©rbfen unb ©infter üor. ©^ ift über* ^aupt tpa^rf(^cin(id^, ba§ bei grüublicber, genauer gorft^ung tiele Wirten ber 33ranbpi(3c, bie man biö^er, je nad^ bem man fiC auf i?erf^iebenen ^flanjen borfanb, anä) abS üerfi^iebene Wirten benannte, fid^ i^ielfeicbt auf eine üiel geringere SInjal;! ©runbformen gurüdfübren laffen, fobalb eö erft gelingt, fie toiüfürlic^ bur^ 'jüuöfaat ju erzeugen. 2. Uredo Caprearum, De Cand. Saatti^eiben = Sranbpilj. Caeoma Capr. Schlecht. — Erysibe Capr. Wall. — ür. farinosa Per«. — Epitea. Lev. ®er SSeibenbranbpirj bitbet fleine, orangengelbe glecfcn auf ber Unterfeite ber SÖeibenblätter, befonberö ber Saal^ toeibe (Salix Capraea). ®r ^eigt bei genauer Unterfud^ung im 3nnern beö fctatte^ ebenfalls ein gabengeioebe, tüeidbe^ nnter ber Oberpad^e bc^ ^iaüc^ fid; gur fporenbitbenben ^(ü^i-^^t jufammenbrängt. S3on biefer auö ergeben fic^ un^ gallige gabenjujeige, burcbbred^en bie Oberl^aut unb bilbeit bie Saamenseßen (Sporen), ©ie ^ntftel^ung ber (cetera — 12 — ift cjaii^ ain\li(5) tote beim ^ol^ncnbranbpil^. ^ie gäben finb aitfvingUc^ ücn einer ^eüen, tit^aQ förnigeu glüffigfeit erfüllt nnb bcn g(ei($er ^itfe, allmälig aber ]d)\diÜt bagi obere ©nbe evft feuleuformi^, bann fitgeü.q an unb färbt fic^ gelb. i)ie entftanbene @pore umgiebt \hi) mit einer §aut unb auf bcr» felben erb/eben fic^ allerlei Sär3cf)en unb feine ©tad; eichen, n^eld^e i^r ein ^i3c^ft gierlic^e^, gefornteS Hnfeb/en Uerfei^en, 23ei öbüiger Steife trennen fid; bie «Saamenjellen üon ben gäben, bie fie bilbeten unb n^eli^e gn bünnen @tieI4)en ju* fammengefi^rnmpft tisaren. Diene gäben toud^fen jmifc^en ii}im\, in gleid;er Söeife ©pcrcn bilbenb, nad^ unb bemirfen mit bie 5(b(5fung ber alten. ^uj^er ben befd)riebencn, frud^tergeugenben ^^^^^^^[^«^sö erl?eben fii^ l^eilö jn}ifd;en benfelben, t^eil3 am 9^anbe ber runblid)en ^äufd^en eine groge DJIenge gäben 'oon me^r toat^enförmiger ©eftalt, toeld;e itüax auc^ gelbröt^(i(^ gefärbt finb unb in i()rem 3n^aIt£Sfafte feine lörnd^en geigen, aber cö nie bi^ ^nr SBilbnng bon Sporen bringen. SDianc^e gorfc^er troüten fie a(ö eine '^weite 5(rt bon ©^oren anfe^en, ober hl il;nen gar befruc^tenbe Organe, ä^niiii} ben Staub- gefäßen ber I?ü^/ern ^^flanjen, erlennen, bag te^tereö nid^t ^iit ber gatt fein !ann, n)irb baburd; unroa^rfd;eintid^ gemad;t, u>ei( fie fid; \oVdoi}i i)or, a(§ aud; tüä^renb unb nac^ ber ©pcrenbilbnng entiüideln, in ber ^cit atfo gar nic^t an le^tere gebunben fd;einen. S3cobad)tungen, toetd^e bie2öal?r* I^eit jener 2Jteinnng beftätigen, fehlen gänglid^. ^al^rfc^ein* lid) ift eö, ba§ fie eine gteid;e ^ebeutung für ba^ ßeben beö •spiljcS l;aben toie bie früher befc^riebenen $^ara|?^i;fen ber g(ed;tenfrüc^te. ©^ finb Uebergang^formen t)on bem in ben blättern befinblid^en gabengef(edf)t in ben fporenbilbenben @d;Iäud)en, üie(Icid;t 'ane ^dd) unb 33(üt^enb(ättcr bei ^ö^ern ^45flangen Ucbergänge gu ©taubgefäfeen unb Stempeln finb. ^üd;ft tt3a(;rfd)einlid; fte^cn bie ertt>äl)nten Söärjd^en unb Staieln ber Sporen{)aut mit ber Ausbreitung ber $iljc in engfter 33e3iel}ung, ijiclkid^t ä^ntic^ tüie bie geberfronen an ben grüc^ten ber 23utterblumen (Taraxacum ofF.). ober bie §äfd)en ber 9}tö^renfaamen. ©ie Icid;ten, mifroffo^jifc^* !{einen Saamen3el(en fegein gu 2;aufenben burc^S ßuftmeer — 13 — itnb ^afteu an geeigneten Socafen. iöeim So^nen^^Branb^ilj Vertreten n?al)vfcl)einttd) bte mit ber inbung bleibenben (Stielten ä^nüc^e gunftionen. Qn ben 3^i^en ber (Stangen, an benen jid) bie S3o^nen em|3orran!ten, Ber* gen fie fic^ jU §unberten ben Sinter ^inburd» unb ericar- ten bie ^zit beö nenen S5(umenia:^re§. ^lii}t feiten finb So^nenv^flan^ungen anfänglich gan^ i^on i^nen frei, n^erben aber Batb ^cn i^nen Begeifert, fobatb man Stangen ^u ben^ fetben üertüenbet, bie im üerigen Sal^x^ branbige 23oi)nen trugen. 3n gleicher Seife Rängen fic^ bie (Sporen anberer $i(3arten in ber raupen 33cr!e ber 33äume nnb an ben fle- Berigen nnb raut^en (Sd)nppen ber Änc^pen feft unb iibertcin^ tern bafelbft in ©emeinfc^aft mit ben 3nfe!teneiern. 3. Uredo Ruliomm. De Candolle. iÖrombeeren-SSranb^irg. U. Rubi fruticosi. Pers. — Caeoraa Rub. Link. — U. effusa. Stranss. — Erysibe Rub. Wallr. — AecidlumRubi. Sowerby. — Epitea. Leweill. ®er ^Brombeeren ^ ^ranbpil3 aeigt einen gan^ d^nli($en 5Bau tuie ber eben befd)riebeue Seiben = ^ranbpit^. §Uic^ bei i^m befinben fic^ ^araj:I/l)fen janfc^en ben anfänglich gelben unb fpäter fcbirarsbraunen (Sporen. (5r finbet fic^ bei mel^reren ipige§ S3GgetiTen, Bt^ cnbltd) bie giüffigfeiten ber ernä^== renben, umftridten ^zücn auSgefaugt, bie ^^^cntüanbe fclBft entiüeberaBforbirt ober 5erf|)rengt tüevben, ober aU jarte trocfne ^äutd;en, ^erfdlenb ben (Sporen beö (3d;maro^er^ "eineii freien Sln^tritt geftatten. ©iefc SSeränbernngen, n)efd;e im 3Bad;§tt)nm bcö ernäl}renbcn ^fatteö burc^ feinen 3nfaffen I^eroorgevu'fen hjerben, laffen nid;t feiten {\v>k bieß 3. 53. Bei ben jungen @proffen ber cl;pref[enB(cittrigen Solf^nülc^ ber g-all ift) fc^on lange t^or^er bie ©^iftenj beö i^el^tern i?ermutl)en, c^e feine @j)orcn bie OBerl;ant burd^Brcd^cn. 5(n fo(d;en (Stellen, wo ba§ ^it^fabengeiüeBe im ^latU fic^ ber £'BerI;aut beffelBen näl;ert, brängen mitunter bie gäben ba^3 Slatt^edengeweBe Beifcitö. ^0 bilbet ficB eine Heine, rnnblidje |)ül)lnng, bie burd) eine feine Oeffnung mit ber 8nft in SSerBinbnng fte^t (S|>ermagonium). ^on ber 2öan^ bung bicfer .^ö^lnng ragen 3al;(reid;e ^il^fäbcn in baö ^n- ncre berjelBcn, neigen fiit> bort ^nfammen nnb finb nur burd? eine feiniörnige gelBrotBgefärBle SJtaffe i)on einanber getrennt (Fip;. 2.) ii'e^tere (SnBftan^ tx'itt bnrd) tk enoci^nte SDeff^ nung l)erauö unb tDirb i)on einigen ^it^faben, bie fid; ter* längert unb lebhaft gefärbt l^aben, begleitet, ^ic fornige 9Jiciffe bibet fid;, inbem ficj) t)on ben (Spifeen ber gäben ftabäl}ntid;e ^örperd)en ablöfen. Qijxt Qa^i ftcigert fid; bnrd) fortgefeljte Sieber^oütng biefeö ^organge^ inö Uncnb(i4>e, burc^ S^egcnmetter (unterm 3Jiih'of!op bure^ ein 2:ropfd;en Gaffer) qnidt bie ©affertmaffe, toe(c()e fic^ sugteid) 3n)ifd)en i^nen erzeugte unb in ber fie eingebettet liegen, bebeutenb auf unb tritt, in ©eftalt etne6 3ä{;en ll'Iumpenö anö ber crirä!j)nten SDeffnnng ber $)Öl;lnng (bcö ©permagonium?). ^urc§ fort* gefei^Ue (5;inn)ir!ung beö SBafferö verbreitet fic^ bie ^ai)i ber ,feörperd)en ring§ auf bem blatte. 3'm SÖaffer fd^iüimmenb, geigen biefelben eigentl;iimnd;e, in unregelmäj^igem §)in' unb |)erf(^\Danf'en bcftel^enbe 23e^t)egungen, bie i^ielleid^t in (Sttüa^ an bie Sd^tücirmfporen ber ^Hgen erinnern. (S0 ttjirb — 17 — öorgefc^Iagen, bicfe Organe, (b. ^. bte ^ö^fungen unb i^rc Jäben) ©permagonien unb bte fi^ ben^egenben för^er* c^en ^pzxmatien ^u nennen. ®te 6eg(eitenben ^ifjfaben, lüetc^e mit an bte C6erf(äc^e gelangen, ermatten ebenfaüe ben ^Jlamen ^arapl^t^fen. bte ©^ermatten ent* leert tüorben ftnb, ge^en bie ©permagonien jn ©runbe. 3l?re fci)ün ge(brct()e garte tüanbelt [id; in ein fc^mn^ige?, unan[el}nUd?eö 53raun nnb bie ^ara^t/t)[en !(cBen p einem un- fc^eiitBaren, bie Oeffnnng fdilieBenben |)äufcf)cn jnfammen ober u^crben abgeftcgen. 'Sie epermatien fclbft jerfaKen ebenfad'^; bie um bie (Spermagenien verbreitete ^^äijt glüffigfeit, in ber fic ncc^ längere 3^^^ nnüerfe^rt bleiben, jeigt aümä^Iig tm= mer Heinere gragmente berfelben, öUtci^t nnjä^tige feine Xlmidocn in lebhaft tan^enber i^en^egnng. (Snb(icf; trocfnet aui^ bicfe 3}ta[fe ein unb bilbet babnri^, tDO i^iele ©perma- gonien ^gcfellig nntd)fen, banfig eine braune, gfcicbförmige ilrnfte auf ber iBIattoberfläc^e. '^jie eigentlid;en ^pcrenlager entnjicfeln fid^ getoo^nli(^ fpäter al^3 bie eben befcbriebenen (Spermagonien. (Sie ent* fte^en au^ bemfeI6en ^it^fabengen^ebe (3troma) irie jene. :^ei manci^en xHecibien finben fii^ ©permagcnien nnb «Spo- ren^aufen burd)cinant)cr, hü anbern finb fie auf entgegenge^ festen Seiten be^ ^latte^^ unb jti^ar bann jumeift fo, baB bie (Spermagonien auf ber cbern, bie (SporenI)aufen auf ber untern auftreten, ^'a^ bie enn e^ beim ^einren burd; fein ^ac^^t^um ben junc\en gatenfcf^Iaucf) treibt unb feine Umbüiüiug burcf)bnc^t. S^aC^ ©nbcfporium nmfrf;lie§t dnen farblcfen, tine eö fci5cint roäBrigen 3"i/^it unb in Die* fem einen fefteren, farMofen, ftar!lid)tbrec^ent)en ^ern. 5}ic= fer fc^eint berjenige 3^I;'Cil ber ^poxe in fein^ ber fid; guerft bilbet, alfo bie Stelle cine^3 (It)tcbiaften fviel't. örft uac^bem er fid) gebilbet bat, fd)eint bie üj^embran in entfte== ^en. 3n junaen ^^il^lagevu r^erben bie ferne une bie ganje übrige lüiaffe tiaxl; ^iid^x unb ^d;n>efelfäure ftet^3 rcfen^ rotl). 5^ei einer 5(n,^a^( 'fni^artGU ift t^$ berettvo ge(imv|eu, an ben fric^enten g-äben ba?^ iD:i)ce(ium ba^ ^crbanbenfetu ei= uer, ans Geüulofe gebilreten i)}iem&ran, treicte ficb burc^ 3cb unb ^d)r,^crelfciure bcutiicb blau färbt, nad)5utreifen. '^emer!enötrcrti7 finb bie, vokc^ fd)eiut, regetmäBig an ben ift bemnad; gleid)3eit{g ^egetationö- unb Sicprobuctioni?' Organ.'' %n biefe etnfad;ften ^Mtjformen, bie gugleicf) bte'cin^ fadE>ften ^flan^cnformen barftellen, fdHief^en fid; jene ©d}im- melBilbungen an, n3eld;c (Kolonien bon 3clleu barftellen, unb bie nnö leiber oft genug gubringlid; in 33rotjd;ränfcn unb in ben eigenen 3^iumern Beüiftigcn. %ik üBrigcn, fcgenauntcn »f:^öl;ern %hI]V' finb ant^ Bereinigung bon ^]>il3fäbcn gcBilbet, bie fic^, je nad; ben gamilien unb (Jxittungcu, wad) mannid;- faltigen, Beftimmtcn ©efe^en bereinigen, (^o berfd;ieben and) (Bivnnl unb ^^nt, ^ed;er unb Blatter u. f. lo. ber 3at)lrcid}en ^iljarten fid; äuBcrlii^ barftellen, fo finb bod^ alle biefe Zi}cik an^ einer einzigen 5lrt bon gellen geBilbet, bie fid; einmal (oderer, ein anbermal bid;terer benrcBcn. ^^^^^\^Q fi»^ ^^cfe berjtoeigten ^e^enfaben Bei gri^^eren ^MIjc« - 21 — uiib ^c^tüämmen burc^ 3^^'^f<^^ii3^ö^"f"^ft^"3 ^^^ etnanber ijerbimben, treidle babur^fid^ üon ber ^^ifc^^ngetlenfubftans anberer ^flatijen unterfc^eibet, bvig fie ]\ä) im SBaffer auf* löft. ?!>?an(^e biefer langgeftredften ^ätm finb bon einer feinförnigen glüffigfeit erfüllt imb a(§ 2}2i(c^)gefäge beseii^net tccrben. 7. Aecidium cornutum. var. Sorbi. Per«. (5berefd^en*3Bar3enBranb^il3. Fig. 3. Lycoperdon corniferiim. Flor. Dan. — Caeoma cylindrites. Link, var. Sorbi. Rabenh. — Roestelia. Rebentisch. — ©d^on im Smi geigen fid^ auf ben blättern ber (SBer* efd^e gc(6e gießen, tcetd^e baö !5)urd)brec6en ber ©perma- gcnien be3eic{)nen. ©ie g)ü((en, in benen fic6 bie ©poren* ^äufi^en entoicfeln, Bilben fic^ auf ber gegenüBerfte^enben unteren ^(attfeite, finb lang üorgejcgen, njalgenförmig unb an ber ^i^i^e gerriffen. £)ie (gieren fetbft finb anfangt getbrct^ unb n^erben bei fcrtfd)reitenbem Filter Braun; fie unterfd^eiben ]id) i^cn benjentgen ber t^or^in Befd^riebenen ^^lecibiumarten baburc^, ba§ bei ber 5Ibfc^nürung berfetben fi(^ nur eine ^tUz um bie anbere jur «Spore aiiebitbet, bie fctgenbe bagegen, einem «Stietc^en ä^nlic^, jnfammenfinft, (Fig. 3. sp.) i)iefe§ Wlzximai I;at 33erantaffung gegeben, bcrliegenbe fct mit einigen ä^n(i(ien SIrten, toelc^e biefelbe ©igentpmli($!eit befi^en, ju ber ©attung Roestelia üon ben übrigen 5(ecibien ab^ufonbern. -Sn i^rem übrigen S3au unb iBrer @nttt)i(fe(ung ftimmt fie mit i^nen über ein. Sßir muffen e§ un6 ijerfagen, nä^er auf ben 9^eid^t:^um ber ©eftalten im (^^hkt ber '13il3e einjuge^en, ba e« nnö für bieömat nidjt vergönnt n?ar, auö ben übrigen §au|3tfa:= mitien berfetben unferm Herbarium geeignete formen beiju* fügen. §(n 5000 5(rten ^il^e sät;It man allein in £)eutf^* (anb; biejenigen frember ßänber, befonber^ ber 5:ropen, finb totniQ befannt. S)ie @c^toierig!eit, fie auf^ubemal^ren, pit — 22 — tl;re Äenntnij^ fel^r inxM, (Sie IteBen faft fämint(i($ feucht* tt)arme, fcuttHe ^o!ale, fiebeln fid; bcvl}a(6 gern im Sinter im Heller auf ben bort auf6etDaf)rten ©etüäc^fen an, finben auf rät^fet^afte Seife ben Seg in frfjeinbar bi(^tDerfc^(o§ne 9?äumc Httb folgen fetbft bem Sergmann in feine finftern ^d)ad)kn, inbem fie bort einen f)auptBeftaubt^ei( ber unterirbifc^n gtora fcifben. 50^eiftent^ei(^ begleiten fie bic gäutniß unb finb oft genug alö bie ^pau|)turf ariden berfelben berbäd)tigt iDorben; baß fie biefe(6e n^cnigften^ Bcfci)(eunigen, ift fe^r n)al;rfd;ein{i^. ^er (^enu6 fold)er, mit ©d;imme(pi(^^en burc^brungener (Steifen tinrft in otelen gällen glcid; giftig Une baö 23erfpeit"cn ber gröBern ®iftfd;ti>ämme. 'i>tid)t njeni- ge 5{rten ber @d;nximme finb ^ti>ar für 93iand;e beliebte (Spei* fen, untrügli(^e allgemeine ^Regeln jnr genauen (Sonbernng ber giftigen unb unfd)äblid)en laffen fic^ aber nid;t aufftel* ten. (Selbft genie^Bare Wirten beranbern it}re (Sigenfc^aften mitunter nad) bem Stanbort unb ben Sitterungöber^iiltnif^ fen. gür (Sd^neden unb für bie Farben mandjer Ääfer unt^ 3tüeiflüg(er finb felbft bie für ben 9}^Mifd)en i?öd}ft giftigen ^rten eine Beliebte ^Oial^rung unb gewiffe ^Jcüdenarten üer«= fc^mä^en fogar in i^rer ^ugcnb bie ftinfenbe 3aud;e nid;t^ in meldte bie aBfterbenben ^il^e s^rpiegen. 8. Spliaeria Aegopodii. R;*benh. ®ei^3fu§-'^ugelptl5. Septoria Podagrariae. Lasch. (S^on bon fern ift ber (^ei^fujs-.^ugelpil^ auf ben 33lät* tern be§ gemeinen ©ci^^fufe (x\egopoilium Podagraria L.) burc^ bie meinen gled'e Bemerfbar, auf tt)ctd;em fic^ Bei ge- nauerem Slnfe^n bem Bloßen 5Iuge fc^n)ärjlid)e Keine fugelige §äufd;en feigen. T)a^ ^iljfabengetüeBe entfärBt bie ^eUm beö 33latte^ unb jene fd;n)arjen ^]>un!te finb bie fugeligen grüd;te bcö ^nlge^. ®ie ©poren Bilben fid> Bei biefer ^IB- t^eilung nii^t einjeln au ben ^uben ber gäben, fonberu in* -- 23 — xm^lb einer gefc^Ioffenen leberartigen fitget (^erit^ecium) welche fic^ it^reö Qnl^altö tnxd) eine runbe Deffnung entteert, ©iefe^ ^erit^ecinm enthält tor feiner (Sntteerung ja^^Ireii^e (Sc^(änd)e (^ara^^t)fen) unb einfache fugetige (Sporen. 'iDie ^tfje geigen bie größte 33ern)anbjrf)aft in beut c^e* mif4)en 33er^a(ten i^rer 3^üen. ^er 3^üftoff Beiber gamt< (ien entbehrt bie Bei ben übrigen ^f(an3engrnppen nac^ 33e* j^anbtung mit 3ob nnb ©i^njefelfäure eintretenbe Blaue gärBnng. S?erbicfung0f(^id)ten n^erben in ben ^ttlcn ber ^iiie nic^t n?a()rgencmmen, eBenfo fe^tt i^nen burc^au^ ba0 ^!;(orop^i;il. ^uyfallenb tDcic^en Beibe gamitien bon einan* ber burc^ bie 5lrt i^re6 Sa^at^umö aB, benn toä^renb g(ed)ten nur pericbifd; unb fe^r langfam tt^ad^fen, enttt)icfeln fic^ bie ^if^e fpric^n:i)rt(ic^ fd?nell unb laffen baburc^ auf tigent^ümHÄc, nod) nid)t aufgeflärte c^emifc^e 23erf(^ieben* Beiten fd^üegen. ^a ben ^it^en ba6 Blattgrün fe^It, tper- ben fie bon üielen ^Botanifern auf einer tieferen @ntn)i(fe* lung^ftufe aU bie *:H(gen fte^enb Betrachtet. O^ic^tiger ift e§ tieüeic^t, Beiüe a(g ^^arallelgruppen anjufe^en, üon benen bie eine (bie tilgen) bie ^lufgaBe ermatten tiat, bie möglichen gormen beö einfachen ^^(atteS, be^ ©rnä^rung§crgane6, bar^ gufteüen, tüä^renb bie anbere (bie ^il^e) baffelBe Bei bem gru4)torgaue ternjivfüc^en fod. (S^ [inb (Gruppen i^on ^pn^c^en bor^nben, njeld^e eine ^ermittelung Beider gamilien jn Ben)er!fteüigen fc^einen. 2Öir Berü(}rten fie Bereite früher. 9. Sphaeria Robertiani. Rab. ettIid;er ^i^^ fanb man in X)entfc()(anb Bio Je^t anf, oon benen 3 mit ben Wirten ber Gattung @^^äric waljc bertoanbt aiß Sphäritites Be3cid)net trurben. ^re meiften gel)ören ber ^lertiärperiobe an, anbere finben fic§ im 10, ErysiLe guttata. var. Corjli. Link. ^etro^jfter aJJel^rt^an. Alphitomorpha guttata. Wallr. — Erysibe Corily. De C. — fi. vagans. Bernard. — E. suffulta. Rebent. — E. pachypus. Mart. — Svx §erBft finben fid^ an ber untern (Seite ber .f)afel'^ nugftränc^er runblii^e gfeden bon it)ei6graner gärBung. «Sic finb an^ einem biegten ®ef(ed)t üon @d)immelfäben geBitbet, baö fid^ ftellenn^eiö jn Befonberen ftra^Iigen, fteifaBfte^enben S^rägern ergebt. 5tnf bicfen enttoidett fid; ber grnd)tbe^ät* ter (^eribie). ©erfelbe befte^t in einer l;ornigen, anfängtid^ getben, f^äter f^toarjen ilngel, n)e(d^e am (Sd;eitel etn)a3 eingebrüdt ift. -3m Innern entl)ä(t biefelbe eine fd)(eimi3 gallertige ©ubftang, in n)eld;e 4 bi^ 8 bon (Sd}länd)en um= f^toffene ©^oren eingebettet finb. ^er |)a|elnn6:^^Diel;lt]^au gehört ju ber fe^r 3a^lreidt>en (Gattung ber ^ie^lt^au^iläc, — 25 — rüe(($e auf btclcn ^eiDäd)fen 6efonber5 im <^j>atfommer itnb §erbft jenen betannten tüeiBen UeBer^ug üeranla^t ber unter bem Flamen ?Oiei/(t^au e^ebeui aU eine ineteoro(ogtfd)e Or* f($elnung ktrad^tet tüurbe unb ber entroeber ^ran!()eitöerf(^ei' nungen berfelben Begleitet ober biefelBen gar Beförbert 3n einigen gälten föerben jene iüeißen ^ftanjenüber^üge auc!^ burc^ abgeftreifte ^Salje i)ün 33(att(äufen erzeugt Ueber^au^t mirb ber ^Mljfj^rf^er gar oft einen bergleid^enben ^(id auf bic 3nf^^^<^i^^^"^^ ^^)^^^^ muffen, tnbem befonber!? bie @ier t)ie(er fteiner gUcgen unb SBe^^enarten bie größte 51el;nltd^ feit mit ben toinjtgeren ^itsformeu befi^en. 1) T)te $ilse ftnb S^^^^^P^^S^^ ^^^^ ^lattgrun^ tDetd;e meiftenö auf bemefenben organijc^en Stoffen n^ai^fen. 2) 3^re einfadbften formen beftel;en nur au^ einjel^ nen feilen (©äl^rung^pit^); anbere finb an^ ^tlknxtx^m (gaben) gebitbet (8d;immel :c.); bei ben boüfommneren vereinen \id) biefe gäben ju befonbern, ^öd^ft mannid^fad^ geftalteten ^i(3!ör)3ern. 3) (So fel^len alten ^üjen ctgentlii^e Surjeln un^ Blätter. 4) Seht einjetne ^tUt jetgt eine ^eUexi^ant, einen ^rimorbialfc^taud^ unb innerhalb beffelben eine ftidftoffrcic^e gtüffigfeit ($roto)3la^ma), in n^eli^er mand;er(ei ^icrnd^en, auc^ Öettro|3fen unb teere D^äume, n)a:^r3une^men finb. 5) (Sine eigentU(^e Oberhaut (Cuticula) ift M man^ dj^en 'Bpoxtn bort^anben, fonft fe^lt fie. 6) T)k ^eUcn^ani tpirb, toenige gätle aufgenommen, burd^ 3ob unb ©c^toefetfäure nid(>t blau gefärbt. 7) ^ie 3^if<^^«S^^^"^^P^n3 ift bor^anben unb im Saffer lö^lic^. — 26 — 8) T)tx (SticfftoffgßBalt ber ^it^^effen ift Bebeutenb unb berietet bcn ejjBaren bie D^a^r^aftigfeit. 9) Stiele ber !(etnen ^ifse finb ä(f;te ^d)marc^er, le- tcn fotüo^I in, al§ aud? auf anbern ®emäc^[en, fotüie auc^ auf tobten Silieren (gliegen jc.) 10) 5me lieBeu bte ©unMI^eit 11) Urzeugung ft)urbe frü:^er Bei il^nen bielfad; angc* nomnien, tüirb aber iel^t allgemein Be^tceifelt. 12) UeBer ütete Sac^etBiim^^ unb g-ortj^ffan.^ung^ijer^ ^viTtniffe fe^It e§ nod) an ausreic^enben 33eoBac()tungen, be^^ ^alB ift il^re genaue «St^ftemati! augenBIidtid; nid;t mi)gli(^. 13) ^ie metften I^aBen eine fe^r furje ÖeBenöbauer xinb ein auBerorbentU'i) fd^neüeö 2Bad;§t^uui; nur tüenigc i^ert/olgen. 14) S^er^ältniBtttä^ig iDenige finb egBar; bte metften geigen fid; giftig; t>te(e erfd)einen, inbem fie £ranfl)citen toie* 1er lutturpftan^en ((betreibe, Sein, tartoffe!) Begleiten^ »ielleid;t aud? untcrftüien, I?öc^ft nnangene(;m, im (enteren g-aüe ij